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Wissensreise durch die Psychologie

Gefühle, Verhalten und das Gehirn
Wissensreise durch die Psychologie
Neueste Episode

48 Episoden

  • Wissensreise durch die Psychologie

    Die Psychologie der Farben – Was Rot mit uns macht

    03.10.2026 | 21 Min.
    Rot ist die Farbe der Liebe und zugleich die Farbe der Gefahr, des Sieges und des Fehlers. Kaum eine andere Farbe wurde in der Psychologie so intensiv erforscht, und kaum eine zeigt so deutlich, wie unterschiedlich ein und dieselbe Farbe wirken kann, je nachdem, in welchem Zusammenhang sie auftritt. In dieser Folge nehmen wir Rot genau unter die Lupe: von der vieldiskutierten Dominanzwirkung im Sport, dokumentiert an Olympiakämpfen und im englischen Profifußball, über den bekannten Effekt des roten Kleides bis hin zur überraschenden Wirkung auf unsere Denkleistung bei Prüfungen. Wir schauen uns an, welche dieser vielzitierten Befunde unabhängige Wiederholungen tatsächlich überstanden haben und wo die Wissenschaft heute deutlich vorsichtiger urteilt als in den ursprünglichen Schlagzeilen. Außerdem geht es um kulturelle Unterschiede in der Bedeutung von Rot zwischen Ost und West, um die überraschend lange Geschichte dieser Farbe in der Menschheitsentwicklung und um die Frage, warum Rot am Ende weniger eine feste Bedeutung als vielmehr ein Signal ist, das stark vom jeweiligen Kontext abhängt. Eine Folge für alle, die beim nächsten roten Kleidungsstück oder Verkaufsschild etwas genauer hinschauen möchten.QuellenElliot, A. J., & Niesta, D. (2008). Romantic red: Red enhances men's attraction to women. Journal of Personality and Social Psychology, 95(5), 1150–1164.Hill, R. A., & Barton, R. A. (2005). Red enhances human performance in contests. Nature, 435(7040), 293.Elliot, A. J., Maier, M. A., Moller, A. C., Friedman, R., & Meinhardt, J. (2007). Color and psychological functioning: The effect of red on performance attainment. Journal of Experimental Psychology: General, 136(1), 154–168.Lehmann, G. K., Elliot, A. J., & Calin-Jageman, R. J. (2018). Meta-analysis of the effect of red on perceived attractiveness. Evolutionary Psychology, 16(4).
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    ⁠⁠⁠Wunder der Natur⁠⁠⁠⁠
    ⁠⁠⁠⁠Schlafreise durch vergessene Welten⁠⁠⁠⁠
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    ⁠⁠⁠⁠Mythen und Legenden⁠⁠⁠⁠
    ⁠⁠⁠⁠Schlafen mit Geräuschen⁠⁠⁠⁠
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    ⁠⁠⁠⁠Sleep Journey through Lost Worlds⁠⁠⁠⁠
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    ⁠⁠⁠Das Periodensystem der Elemente⁠⁠⁠⁠
    ⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Psychologie⁠⁠⁠⁠
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    Medizin und Körper
    ⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Urzeit⁠⁠⁠⁠
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    Ein Tag im Jahr X - Alltagsgeschichten
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  • Wissensreise durch die Psychologie

    Scham und Schuld – Zwei Gefühle, zwei psychische Funktionen

    26.09.2026 | 23 Min.
    Zwei Gefühle, die im Alltag ständig verwechselt werden und in der Forschung kaum unterschiedlicher sein könnten: Schuld zeigt auf eine Handlung, Scham auf die ganze Person. Diese Folge erzählt, wann beide Gefühle in der Kindheit entstehen, warum selbst blinde Sportlerinnen dieselbe Schamhaltung zeigen und weshalb Schamneigung eng mit Depression und Angst verbunden ist, schamfreie Schuld dagegen kaum. Wir schauen darauf, welche Aufgabe Scham ursprünglich erfüllt hat und warum Beschämung als Erziehungs- und Politikinstrument fast immer nach hinten losgeht. Am Ende steht eine einfache Unterscheidung, die im Gespräch mit sich selbst viel verändert.QuellenBaumeister, R. F., Stillwell, A. M., & Heatherton, T. F. (1994). Guilt: An interpersonal approach. Psychological Bulletin, 115(2), 243–267.Cândea, D.-M., & Szentágotai-Tătar, A. (2018). Shame-proneness, guilt-proneness and anxiety symptoms: A meta-analysis. Journal of Anxiety Disorders, 58, 78–106.Kim, S., Thibodeau, R., & Jorgensen, R. S. (2011). Shame, guilt, and depressive symptoms: A meta-analytic review. Psychological Bulletin, 137(1), 68–96.Leach, C. W., & Cidam, A. (2015). When is shame linked to constructive approach orientation? Journal of Personality and Social Psychology, 109(6), 983–1002.Sznycer, D., Tooby, J., Cosmides, L., et al. (2016). Shame closely tracks the threat of devaluation by others, even across cultures. PNAS, 113(10), 2625–2630.Tangney, J. P., & Dearing, R. L. (2002). Shame and guilt. Guilford Press.Tracy, J. L., & Matsumoto, D. (2008). The spontaneous expression of pride and shame. PNAS, 105(33), 11655–11660.
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  • Wissensreise durch die Psychologie

    Nudging und Verhaltensökonomie – Wie Kontexte unsere Wahl lenken

    19.09.2026 | 20 Min.
    Die Milch liegt hinten, das Formular ist schon angekreuzt, und die Kündigung bleibt unauffindbar: Kaum eine Entscheidung fällt in einem neutralen Raum. Diese Folge erzählt, wie aus der Forschung von Daniel Kahneman und Amos Tversky die Verhaltensökonomie wurde und wie daraus die Idee des sanften Anstoßes entstand. Wir schauen auf die stärksten Belege, von der Organspende über die Altersvorsorge bis zu sozialen Normen beim Stromverbrauch, und ebenso ehrlich auf die Grenzen: zurückgezogene Studien, ein heftiger Streit um Publikationsverzerrungen und die Frage, ob kleine Anstöße von den großen Strukturfragen ablenken. Am Ende geht es darum, wer bestimmt, welcher Weg der bequeme ist.QuellenChater, N., & Loewenstein, G. (2023). The i-frame and the s-frame. Behavioral and Brain Sciences, 46, e147.DellaVigna, S., & Linos, E. (2022). RCTs to scale: Comprehensive evidence from two nudge units. Econometrica, 90(1), 81–116.Johnson, E. J., & Goldstein, D. (2003). Do defaults save lives? Science, 302(5649), 1338–1339.Maier, M., Bartoš, F., Stanley, T. D., Shanks, D. R., Harris, A. J. L., & Wagenmakers, E.-J. (2022). No evidence for nudging after adjusting for publication bias. PNAS, 119(31), e2200300119.Mertens, S., Herberz, M., Hahnel, U. J. J., & Brosch, T. (2022). The effectiveness of nudging. PNAS, 119(1), e2107346118.Thaler, R. H., & Sunstein, C. R. (2008). Nudge. Yale University Press.Tversky, A., & Kahneman, D. (1981). The framing of decisions and the psychology of choice. Science, 211(4481), 453–458.
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    Einsamkeit – Die Psychologie eines sozialen Schmerzes

    16.09.2026 | 23 Min.
    Warum schmerzt es im Kopf fast genauso, ausgeschlossen zu werden, wie sich zu verletzen? Diese Folge nimmt Einsamkeit als das, was sie wissenschaftlich ist: ein evolutionär altes Warnsignal, kein persönliches Versagen. Wir schauen auf die Definition von Perlman und Peplau, auf John Cacioppos Theorie des sozialen Schmerzes und auf das Cyberball-Experiment, das zeigte, wie sich soziale Zurückweisung im Gehirn wie körperlicher Schmerz anfühlt. Es geht um die Wirkung von Einsamkeit auf Immunsystem und Herz, um aktuelle Zahlen aus dem WHO-Bericht und dem deutschen Einsamkeitsbarometer, um die Harvard-Langzeitstudie zur Erwachsenenentwicklung und um die Frage, was gegen Einsamkeit wirklich hilft.QuellenCacioppo, J. T., & Patrick, W. (2008). Loneliness: Human nature and the need for social connection. W. W. Norton & Company.Eisenberger, N. I., Lieberman, M. D., & Williams, K. D. (2003). Does rejection hurt? An fMRI study of social exclusion. Science, 302(5643), 290–292. https://doi.org/10.1126/science.1089134Holt-Lunstad, J., Smith, T. B., Baker, M., Harris, T., & Stephenson, D. (2015). Loneliness and social isolation as risk factors for mortality. Perspectives on Psychological Science, 10(2), 227–237. https://doi.org/10.1177/1745691614568352Kompetenznetz Einsamkeit. (2024). Einsamkeitsbarometer 2024. Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.Perlman, D., & Peplau, L. A. (1981). Toward a social psychology of loneliness. In S. Duck & R. Gilmour (Eds.), Personal relationships in disorder (pp. 31–56). Academic Press.World Health Organization. (2025). From loneliness to social connection: Report of the WHO Commission on Social Connection.
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    Kognitive Dissonanz – Wenn Überzeugung und Handeln auseinanderfallen

    12.09.2026 | 24 Min.
    Im Dezember 1954 sitzt der Sozialpsychologe Leon Festinger unerkannt in einer kleinen Gruppe, die auf das Ende der Welt wartet. Als die vorhergesagte Katastrophe ausbleibt, bricht die Gruppe nicht auseinander, sondern wird missionarischer als zuvor. Aus dieser Beobachtung entsteht eine der einflussreichsten Theorien der Psychologie: die kognitive Dissonanz. Diese Folge erklärt, warum es unangenehm ist, wenn Überzeugung und Handeln auseinanderfallen, und welche Wege unsere Psyche findet, diesen Widerspruch aufzulösen, oft ohne dass wir es merken. Wir schauen auf das berühmte Ein-Dollar-Experiment von Festinger und Carlsmith, auf Studien zu Initiationsriten, Kaufentscheidungen und moralischer Lizenzierung, und auf die Frage, warum wir Nachrichten bevorzugen, die unsere Meinung bestätigen. Neuere Forschung zeigt sogar, wie sich Dissonanz im Gehirn abbildet und wie sie sich gezielt nutzen lässt, um nachhaltigeres Verhalten zu fördern, etwa beim Wassersparen. Dazu gehört auch ein Blick auf die Gegentheorie der Selbstwahrnehmung und darauf, wie Hirnforschung den entscheidenden Streit inzwischen für Festinger entschieden hat. QuellenAronson, E., & Mills, J. (1959). The effect of severity of initiation on liking for a group. Journal of Abnormal and Social Psychology, 59(2), 177–181.Bem, D. J. (1972). Self-perception theory. In L. Berkowitz (Hrsg.), Advances in Experimental Social Psychology (Bd. 6, S. 1–62). Academic Press.Brehm, J. W. (1956). Postdecision changes in the desirability of alternatives. Journal of Abnormal and Social Psychology, 52(3), 384–389.Dickerson, C. A., Thibodeau, R., Aronson, E., & Miller, D. (1992). Using cognitive dissonance to encourage water conservation. Journal of Applied Social Psychology, 22(11), 841–854.Elliot, A. J., & Devine, P. G. (1994). On the motivational nature of cognitive dissonance: Dissonance as psychological discomfort. Journal of Personality and Social Psychology, 67(3), 382–394.Festinger, L. (1957). A theory of cognitive dissonance. Stanford University Press.Festinger, L., & Carlsmith, J. M. (1959). Cognitive consequences of forced compliance. Journal of Abnormal and Social Psychology, 58(2), 203–210.Festinger, L., Riecken, H. W., & Schachter, S. (1956). When prophecy fails. University of Minnesota Press.Hart, W., Albarracín, D., Eagly, A. H., Brechan, I., Lindberg, M. J., & Merrill, L. (2009). Feeling validated versus being correct: A meta-analysis of selective exposure to information. Psychological Bulletin, 135(4), 555–588.Monin, B., & Miller, D. T. (2001). Moral credentials and the expression of prejudice. Journal of Personality and Social Psychology, 81(1), 33–43.
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Generated: 10/7/2026 - 6:56:33 AM