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Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

Sebastian Baumann und Enno Hermans
Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast
Neueste Episode

55 Episoden

  • Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

    "Alle Eltern wollen gute Eltern sein“ – Systemische Pionierarbeit, ein Gespräch mit Dr. Wilhelm Rotthaus - Folge 53

    01.07.2026 | 1 Std.
    In dieser sommerlichen Episode des „systemischen Psychotherapie Podcasts "Nicht wahr, aber nutzbar“ begrüßen Enno und Sebastian einen ganz besonderen Ehrengast: Dr. Wilhelm Rotthaus. Wilhelm Rotthaus ist ein echter Pionier der deutschen systemischen Therapie, insbesondere für den Bereich der Kinder-, Jugend- und Familientherapie. Sein Lebenslauf ist faszinierend und unkonventionell: Er studierte zunächst Medizin, verlor jedoch die Lust daran und arbeitete stattdessen für mehrere Jahre erfolgreich als Musiker. Später kehrte er in die Medizin zurück und entschied sich ganz bewusst für die Kinder- und Jugendpsychiatrie, da er dort das größte Potenzial für Veränderungen sah. Er arbeitete ab Mitte der 1970er Jahre in einer großen Klinik in Viersen, wo er als Chefarzt maßgeblich daran beteiligt war, stationäre Familientherapie-Konzepte zu etablieren. Zudem war er der Gründungsvorsitzende der DGSF und ist bis heute (mit über 80 Jahren) als erfahrener Supervisor u.a. in Psychotherapieausbildungen und bei Approbationsprüfungen tätig. Gemeinsam mit Sebastian gibt er die „Störungsspezifische Reihe“ im Carl-Auer Verlag heraus.
    Er nimmt uns mit in die 70er und 80er Jahre, als er begann, Ideen der strukturellen Familientherapie in den stationären Klinikalltag zu integrieren. Im Zentrum des Gesprächs steht seine tiefgreifende, wertschätzende Haltung gegenüber Eltern: Anstatt Eltern als die Verursacher der Probleme ihrer Kinder abzustempeln, würdigte er sie stets als die wahren Expertinnen und arbeitete nach der Grundüberzeugung, dass alle Eltern gute Eltern sein wollen. Er teilt viele praktische Beispiele, wie man z.Bsp. durch Settingwechsel und radikale Allparteilichkeit blockierte Beziehungen in Familien wieder in Bewegung bringt.
    Weitere konkrete Buchtitel aus seiner Feder werden in dieser speziellen Podcastfolge nicht namentlich genannt, allerdings erwähnt er selbst, dass er im Laufe seiner Karriere viel Fachliteratur zu systemischen Grundhaltungen publiziert hat.
    Bleibt unbedingt bis zum Schluss dran, denn am Ende derFolge gehen Enno und Sebastian in ein spannendes "Reflecting Team".
  • Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

    Mehrpersonen-Gruppentherapie mit Paaren: Ein systemisches Pionierprojekt! Folge 52

    01.06.2026 | 55 Min.
    In dieser Folge begrüßen die Hosts Enno und Sebastian drei besondere Gäste: die systemischen Psychotherapeutinnen (teils in Ausbildung) Luisa Reich, Shady Tonn und Sunnyi Hänel.
    Im Zentrum des Gesprächs steht ein spannendes Pionierprojekt: Die drei Kolleginnen haben ein besonderes Therapiekonzept im Mehrpersonensetting für Erwachsene entwickelt und umgesetzt. Angelehnt an die Multifamilientherapie haben sie in der Ausbildugsambulanz Klientinnen, die in einer Paarbeziehung leben, eingeladen, gemeinsam mit Partnerin bzw. Partner an einer systemischen Gruppentherapie teilzunehmen.
    In dieser Folge erfährst du:
    Die Rahmenbedingungen: Wie die Arbeit als Co-Therapeutinnen in einer Gruppe mit bis zu fünf Paaren funktioniert.
    Herausforderungen & Dynamiken: Wie die Therapeutinnen die Teilnehmergewinnung über gemeistert haben und wie sie mit der Gruppendynamik sowie der Frage nach der "Indexperson" (der Person mit der Diagnose) umgegangen sind.
    Kreative systemische Methoden: Spannende und praxisnahe Einblicke in die genutzten Techniken. Erfahre, wie die Gruppe beim Tetralemma als Stellvertreter für ein Paar agierte, wie Ist- und Ziel-Skulpturen bei stillen Konflikten gestellt wurden, wie Paare ihr „Problem als Tier“ externalisierten und wie ein gemeinsames Musikstück zur Ressourcenstärkung genutzt wurde.
    Learnings & Tipps: Die Gäste reflektieren, wie diese Erfahrung ihre Leidenschaft für Gruppentherapien neu entfacht hat und geben wertvolle Tipps (wie rechtzeitige Planung und die Wahl der richtigen Co-Therapie-Begleitung) für Psychotherapeut:innen, die ähnliche Projekte wagen möchten.
    Außerdem in dieser Folge: Kurze Updates zum Start des neuen Projekts „finde-super.vision“ und dem anstehenden Pia Festival vom 17. bis 19. Juli in der Nähe von Darmstadt.
  • Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

    Supervision unter der Lupe – Von PiA-Ausbildung bis Live-Supervision, Folge 51

    01.05.2026 | 57 Min.
    Heute nehmen sich Enno und Sebastian ausnahmsweise mal wieder zu zweit Zeit für ein hochspannendes und facettenreiches Thema.
    Der konkrete Anlass für diese Folge ist der Launch ihres neuen Portals www.finde-super.vision, auf dem Supervisor:innen sich präsentieren und gefunden werden können.
    Passend dazu tauchen Enno und Sebastian tief in die Welt der Supervision ein.
    Das erwartet euch in dieser Episode:
    Ausbildungssupervision vs. Teamsupervision:
    Warum die Supervision von Psychotherapeut:innen in Ausbildung (PiA) durch die geteilte Behandlungsverantwortung eine ganz eigene Dynamik und oft auch eine stärkere Rollenverschiebung mit sich bringt.
    Der Blick auf sich selbst:
    Wie Therapeut:innen eigene Unsicherheiten und Reaktionen auf Klient:innen reflektieren und wie Supervisor:innen dabei helfen, blinde Flecken wertschätzend aufzudecken.
    Interventionen und Kniffe:
    Sebastian teilt seine Methode, nach dem „momentan gefühlten Alter“ zu fragen, um Supervisand:innen wieder in ihre Kraft zu bringen.
    Enno verrät, warum er am liebsten mit überraschenden Metaphern-Fragen (wie z.B. „Wenn ihre Stimmung eine Eissorte wäre...“) in die Sitzungen startet.
    Wenn es knifflig wird:
    Wie geht man als Supervisor:in damit um, wenn Teams unmotiviert „Alibi-Fälle“ als Notlösung präsentieren, wenn über abwesende Kolleg:innen gesprochen werden soll oder wenn die Leitungsebene die offene Kommunikation im Team hemmt?
    Die Kraft der Live-Supervision:
    Beide Hosts sind riesige Fans der Live-Supervision direkt mit den Klient:innen. Enno teilt ein eindrückliches Highlight von einer Station, bei der eine solche Supervision für einen echten Durchbruch gesorgt hat
    Termin-Hinweis:
    Vom 17. bis 19. Juli findet wieder das PiA-Festival in der Nähe von Darmstadt statt. Entspannte Anreise am Freitag inklusive!
    Anmeldung auf https://piafestival.de
  • Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

    Premiere zu fünft! Das Mehrpersonensetting hautnah aus Sicht von Klientin, Therapeutin & Supervisorin, Folge 50

    01.04.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Heute sind Enno und Sebastian nicht allein, sondern gleich zu fünft im virtuellen Raum. Sie widmen sich einem der spannendsten Themen der systemischen Therapie: dem Mehrpersonensetting – und das so praxisnah wie noch nie!
    Eine echte Familiensitzung wird reflektiert aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven:
    Marie teilt ihre Erfahrung als Klientin, wie es war, die eigene Herkunftsfamilie einzuladen, um ein nicht ganz einfaches, schon seit der Kindheit bestehendes Thema anzusprechen.
    Oft herrscht die Angst, dass eine Sitzung mit der ganzen Familie zu komplex und unübersichtlich wird. Die Therapeutin Lina stellt jedoch fest, dass das Gegenteil der Fall ist: Beziehungen werden fassbarer. Anstatt nur abstrakt über abwesende Personen und hypothetische Dynamiken zu sprechen, sind diese real im Raum, was es viel leichter macht, Hypothesen zu überprüfen oder zu verwerfen.
    Sari (Supervisorin) erläutert die Theorie dahinter. Es wird aufgezeigt, warum die Arbeit an Beziehungen nach dem biopsychosozialen Modell Stresssymptome massiv lindern kann.
    Ein starkes Plädoyer für den Mut, den eigenen sozialen Kontext nicht als Problem, sondern als wertvolle Ressource in die Therapie einzubinden.
    Wie könnte man therapeutisch in ein Mehrpersonensettings starten?
    Leitfaden
  • Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast

    Von der VT zur Systemik: Niederlassung, 4-Wochen-Takte & offene Kisten – mit Elena Mayninger Folge 49

    01.03.2026 | 53 Min.
    In dieser Folge sitzen Sebastian und Enno (diesmal live!) zusammen mit der systemischen Psychotherapeutin Elena Mayninger aus Neckargmünd am Mikrofon. Elena teilt ihren spannenden Weg von der „Zweck-Ehe“ mit der Verhaltenstherapie hin zur systemischen Kassenzulassung. Sie berichtet, wie sie ihren Praxisalltag nun radikal anders gestaltet: Warum sie Termine oft nur alle 3 bis 4 Wochen vergibt, wieso Flipcharts bei ihr auf dem Tisch liegen und warum offene Kisten statt geschlossener Schubladen ihren Raum prägen. Ein inspirierendes Gespräch über den Mut zur eigenen therapeutischen Handschrift und Passung, das Mehrpersonensetting und die Kunst, Therapieziele als Bewegungsmoment zu nutzen.

    Namen, die in dieser Folge von ihr genannt werden:
    Helm Stierlin: Sein Konzept der „bezogenen Individuation“ wird von Elena als prägend für ihren fachlichen Weg und ihre Autonomieentwicklung genannt.
    Gunther Schmidt: Sein Zitat, dass Ziele nicht dazu da sind, erreicht zu werden, sondern um „in Bewegung zu kommen“, wird als Leitmotiv erwähnt.
    Weitere genannte Namen: Arnold Retzer, Ulrich Clement und Fischer wurden als Persönlichkeiten genannt, die Elena in ihrer Ausbildung oder durch ihre Literatur beeinflusst haben.
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Über Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast
Sebastian Baumann und Enno Hermans diskutieren praxisbezogen und immer wieder mit spannenden Gäst:innen über aktuelle Entwicklungen und Themen der Systemischen Psychotherapie. Einblicke in die therapeutische Praxis und Auseinandersetzung mit relevanten Aspekten für die Zielgruppe der Systemischen Psychotherapeut:innen (auch in Ausbildung). Weitere Infos und Materialien: www.nwan-podcast.de Kontakt: nwan@gmx.de
Podcast-Website

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Generated: 7/6/2026 - 6:13:54 AM