5 Minus

Dr. Laura Dalhaus
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  • 5 Minus

    Warum Ärzt:innen nicht mehr selbstständig sein wollen | Johannes Wagner, MdB

    18.03.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Wie steht es gerade politisch um die Gesundheitsversorgung? Warum wollen so viele Ärzt:innen nicht mehr selbstständig arbeiten? Und wie steht ein Kinderarzt zu Zuckersteuer und einem Social Media-Verbot?
    Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Johannes Wagner. Er macht gerade seinen Facharzt für Pädiatrie und ist außerdem Bundestagsabgeordneter bei den Grünen.
    Die beiden sind sich einig: Kinder haben keine Lobby. Zurzeit wird ein Social Media-Verbot für unter-14-jährige diskutiert. Johannes selbst spricht lieber von einem Mindestalter statt einem Verbot. Lange war er ein Gegner, doch er hat seine Meinung geändert und ist für eine deutlich schärfere Regulierung. Die Plattformen machen süchtig und treiben Kinder in ungesunde Verhaltensweisen.
    Das hat Einfluss auf die mentale Gesundheit, welche immer noch ein Randthema ist. Hersteller haben allerdings ein Interesse daran, Kinder möglichst lange vor den Bildschirmen zu halten. Dahinter steckt ein Milliardenmarkt. Es geht also nicht nur um die Plattformen selbst, sondern das gesamte System dahinter.
    Auch die Zuckersteuer hat eine riesige Debatte ausgelöst, vor allem, weil viele Produkte im Supermarkt gezielt auf Kinder ausgerichtet sind. Den Eltern wird es schwer gemacht. Eigenverantwortung schön und gut – Johannes ist trotzdem der Meinung, dass die starken Konzerne mehr gesetzliche Rahmenbedingungen benötigen. Für Eltern ist es anstrengend und zeitraubend, Aufklärungsarbeit gegen Kampagnen der Lebensmittelindustrie zu führen.
    Auch die Gesellschaft steht dahinter: Über 60% plädieren für eine Zuckersteuer.
    Die Debatte auf dem CDU-Parteitag dazu fand Laura zum Fremdschämen.
    Viele Jugendliche erlebt Johannes als nicht politisch. Erstwähler:innen entscheiden sich oft für die AfD, weil diese eine starke emotionale Stimmung erzeugen.
    Die beiden diskutieren außerdem über die Versorgung in Deutschland und die Situation von niedergelassenen Ärzt:innen und Hausärzt:innen. Über 80% der Niedergelassenen arbeiten in der spezialisierten Medizin. Ein Grund, warum sich Johannes ein Primärversorgungs-System wünscht. Es kann außerdem nicht sein, dass Versorgung einen so unterschiedlichen Wert hat: Auf der einen Seite kämpfen Ärzt:innen mit Energiepreisen, auf der anderen Seite entstehen Einkommensmillionäre.
    Versorgung auf dem Land ist ein weiteres großes Problem. Laura erzählt vom Ärztenetzwerk BOHRIS, das z.B. Ärzte nach Bocholt akquiriert.
    Laura sieht als eine Möglichkeit, Regresse abzuschaffen. Sie kennt in ihrem Umfeld keinen Kollegen, der bisher noch keinen Regress hatte.
    Die Niederlassung muss attraktiver gestaltet werden. Angestellte Ärzt:innen erwirtschaften in der Regel nicht das, was sie als Gehalt erhalten.
    Die Versorgung könnte auf jeden Fall verbessert werden durch den Einsatz von Physician Assistants und Primary Care Manager.
    Bei den Wahlen ist Gesundheit und Gesundheitspolitik oft kein großer Faktor, obwohl es uns allen so wichtig ist, gesund zu sein.
    Johannes möchte perspektivisch wieder in den Arztberuf zurückgehen, auch wenn die Politik motivierte Menschen wie ihn benötigt.
    Laura betont:
    Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist ein gesellschaftlich stabilisierender Faktor.
    Deswegen ist es so wichtig, Berufspolitik zu machen.

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  • 5 Minus

    Gesundheitssystem vor dem Reformfeuerwerk - Laura zum aktuellen Stand

    11.03.2026 | 31 Min.
    Die letzte Solofolge, bevor die Finanzkommission Gesundheit ihre langersehnten Ergebnisse präsentiert. Dr. Laura Dalhaus erhofft sich ein Reformfeuerwerk. Vorher will sie aber über den Status Quo sprechen.
    Von der Krankenhausreform bis zur Pflegeversicherung – überall brennt die Hütte. Jeder dritte Heimbewohner bezieht Sozialhilfe. Die DAK Gesundheit warnt vor dem Zusammenbruch der Altenpflege.
    Herr Gassen von der KBV will die freiwilligen Leistungen der GKV einstampfen. Bei den Krankenkassen fließt Geld irgendwo hin – sie wollen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht sagen, wohin genau. Dabei verkaufen die Kassen doch alle das Gleiche.
    20% der Einnahmen in der Hausarztpraxis gehen auf Privatversicherte zurück. Dabei sind nur 11% der Patient:innen privat versichert!
    Laumann und sein Ministerium haben ein Papier vorgelegt mit 15 Eckpunkten für das Gelingen eines Primärversorgungssystems. Der Deutsche Hausärztinnen und Hausärzteverband war zur Vorstellung nicht eingeladen. Laura findet in dem Papier ganz viel von der HZV abgeguckt.
    Die 116117 soll weiter ausgebaut werden. Das sollen Hausärzt:innen bezahlen. Das ist nicht fair. Denn die haben gerne die faktische Insolvenz der KVL aufgefangen.
    Bürokratieabbau wird gefordert. Fordern die Politiker seit 25 Jahren.
    Praxisstrukturen sollen gestärkt werden, gibt es im HÄPPI-Konzept auch schon.
    Frau Reimann will das Aus für verpflichtende HZV-Verträge. Dabei gibt es wissenschaftliche Belege dafür, wie gut das ist.
    Laura zahlt mehr für Streaming-Dienste als für die hausärztliche Versorgung in der GKV.
    Die TK findet die HZV wohl auch nicht gut. Die haben gerade einer Patientin gedroht, weil sie nicht beim Arzt war.
    Sämtliche Innovationen, die es in der HZV-Forschung gibt, werden jetzt im Primärarzt-System gefordert.
    Die Teamarbeit kann Hausärzt:innen spürbar entlasten. Die Hausärzteschaft ist demgegenüber offen und sieht Entlastungspotential. In einer Bertelsmann-Studie wurden Patient:innen befragt zu Physician Assistants und Primary Care Manager. Da schnitten die Delegationsberufe besser ab als die Ärzt:innen. 65% der ärztlichen Zeit an delegierbarer Leistung wäre möglich.

    Die AOK wirbt mit attraktiver Vergütung und Work Life Balance für ihre Stellenausschreibungen. Teilweise sogar mit 50 Urlaubstagen. Die Health Care Professionals kämpfen gerade dagegen, dass sie so viele Überstunden machen müssen.
    Eigentlich sollte Laura das gar nicht öffentlich machen, damit die Health Care Professionals jetzt nicht fliehen und in den Krankenversicherungen arbeiten.
    Content-Manager sucht die TK auch. Eine Krankenkasse braucht in Laura’s Augen keine Social Media-Kanäle. Ihr sollt Versorgung bezahlen.

    Die Wirtschaftlichkeitsprüfung kostet mehr als dass sie einbringt. Den Frust können wir gar nicht in Geld bestimmen. Sie ist ein Minus-Geschäft.

    Der Masterplan 2020, die Reform des Medizinstudiengangs, wurde 2017 verabschiedet und immer noch nicht umgesetzt worden.
    Psychotherapie soll jetzt qualitätsgesichert werden. Dafür gibt es eine Qualitätssicherung auf Probe in NRW. Der Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen, sagen die Therapeuten.
    Sie müssen nämlich trotzdem noch umfangreiche Gutachten schreiben. Die Erprobung hat mittlerweile 18.000 Stunden psychotherapeutischer Zeit gekostet. In der Zeit hätten die Therapeuten 750 Kurzzeitbehandlungen à 24 Sitzungen machen können.

    Laura wird die Ergebnisse der Kommission Gesundheit kommentieren. Bleibt gespannt.

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  • 5 Minus

    Pflege, Psychotherapie, Regresse und Reformen | Laura zum aktuellen Stand

    04.03.2026 | 31 Min.
    Pflege ist in den letzten Folgen etwas zu kurz gekommen. Deswegen beginnt Dr. Laura Dalhaus ihre neue Solofolge mit genau diesem Thema.
    Denn es betrifft uns alle irgendwann und ist unfassbar relevant in pucto Lohnnebenkosten und Sozialversicherung.
    Ohne Fachkräfteeinwanderung funktioniert da übrigens gar nix mehr. Denn ohne die Menschen, die in der Flüchtlingskrise 2015 kamen, wäre das alles nicht mehr zu bewältigen.
    Die Pflegereform könnte für die Jüngeren noch teurer werden als das Rentenpaket. Alles, was aus der Pflegekommission kam, war enttäuschend. Es drohen zusätzliche Ausgaben von 300 Milliarden Euro bis 2040.
    Wer dabei total vergessen wird, sind auch die pflegenden Angehörigen. Laura kennt das aus ihrem Alltag. Man fragt immer nach den Zu-Pflegenden und nicht nach denjenigen, die pflegen. Sie rät allen davon ab, sich um Grundpflege zu kümmern, denn das ist keine Quality Time.
    Über die Honorarkürzung bei Psychotherapie wird auch noch in den Medien diskutiert. Die Folge könnte sein, dass Privatpatient:innen noch mehr bevorzugt werden. Dabei wächst der Bedarf, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen.
    Die Krankenhausreform scheint sich auf der Zielgeraden zu befinden. Wer das gar nicht gut findet, ist die Schmerzmedizin. Da hat es sogar einen Brandbrief an die Bundestagsabgeordneten von verschiedenen Fachgesellschaften gegeben. Denn die Schmerzmedizin soll keine eigene Leistungsgruppe erhalten.
    Der Druck ist bei der Notfallreform übrigens auch so groß. Nina Warken ist die dritte Gesundheitsministerin, die sich an dieser Reform versucht. Beispielsweise sollen die Leistungen der medizinischen Notfallrettung gesetzgeberisch neu sortiert werden. Dabei will man auch an das SGB V ran, ob das wohl klappt?
    Kommunen und Landkreisen geht dieser Eingriff zu weit.
    Natürlich hat Laura auch noch etwas aus den Versorgungsrealität mitgebracht. Es gibt nun die ersten Regresse für verordnete DIGAs. Die KV Baden-Württemberg überprüft die Wirtschaftlichkeit der ausgestellten DIGA-Verordnungen.
    Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und klinische Immunologie spricht außerdem von einem unzumutbaren Konflikt zwischen Patientenwohl und persönlichem Haftungsrisiko. Im Bereich Rheuma wird viel Off-Label genutzt, leider gibt es dazu auch viele Regresse.
    Auch bei Kindern und Jugendlichen werden viele Off-Label-Präparate genutzt, etwa 25 bis 35%. Bei Antidepressiva liegt der Anteil bei über 80%.
    Wir befinden uns in einer Versorgungslücke. Vor Corona hatten wir behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche von 18%, nun sind es 31%. Jeder nicht investierte Euro kann 4 bis 18€ Folgekosten nach sich ziehen.
    Laura möchte auch noch über den CDU Parteitag reden. Die Zuckersteuer wurde abgelehnt, das war beschämend und hat mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun.
    Alkohol, Rauchen und Glücksspiel verursachen Kosten in Höhe von 136 Milliarden Euro pro Jahr.
    Dazu soll die elektronische Krankschreibung abgeschafft werden. Allerdings melden sich die Bundesbehörden am meisten krank. Im Bundesrat gab es 25,2 Krankheitstage, im Bundestag 22,3 Tage. Sollte man nicht mal im eigenen Laden aufräumen, Friedrich Merz?

    Es gibt nun eine Petition, die das Recht auf Gesundheit ins Grundgesetz bringt. Darüber wird Laura in einer der nächsten Folge noch sprechen.

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    CDU versagt bei der Gesundheitsreform | Laura Dalhaus zum aktuellen Stand

    25.02.2026 | 32 Min.
    Dr. Laura Dalhaus hat diese Folge noch während des CDU-Parteitags aufgenommen. Denn die Unions-Arbeitnehmer drängen auf ein zentrales Gremium für Sozialpolitik. Der Unmut wird lauter. Vom Kanzler wird gefordert, nicht selbst ein umfassendes Konzept für eine Sozialstaatsreform auszuarbeiten, aber mal die Vorschläge zu koordinieren.
    Die 75minütige Eröffnungsrede von Friedrich Merz sei wie der Besuch bei einem durchschnittlichen Italiener – kann man machen, wird aber nicht in Erinnerung bleiben.
    Laura stellt klar: Wenn wir innenpolitisch nicht die Kurve kriegen, dann brauchen wir uns um AfD, Außenpolitik und Trump gar nicht mehr zu kümmern.
    Es gab einen Antrag auf eine Zuckersteuer. Ein Bündnis aus 46 Verbänden unterstützt den Antrag, die Parteispitze bremst. Es gibt kein logisches Argument, gegen eine Zuckersteuer zu sein. Doch es wird jede Debatte über Steuererhöhung vermieden. Über die Steuer könnte man 16 Milliarden Euro an Folgekosten für die Behandlung von Übergewicht und Diabetes sparen.
    Tabak- und Alkoholsteuer werden auch gefordert. Doch Gesundheit scheint bei der Bundesregierung keinen Wert zu haben.
    Die ePa soll Dreh- und Angelpunkt der Versorgung werden. Doch Hausärzt:innen und Verbraucherschützer sind ernüchtert.
    Laura regt sich sehr oft über Medisign aus. Beispielsweise wurden die neuen Arztausweise fehl konfiguriert und jetzt wieder zurückgerufen.
    Das Geld von Spahn’s Maskendesaster könnte uns helfen. Aber das ist weg.

    Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz Andreas Philippi will unbedingt die Krankenhausreform durchdrücken. Die Ärzteschaft sieht ein Krankenhaussterben.
    Das Primärarztsystem soll auch gefördert werden. Das verlangt eine Neuordnung der bisherigen Struktur.
    Die Situationen in Krankenhäusern sind unzumutbar.
    Die Urologen kritisieren die Regresspraxis. Prüfverfahren nehmen zu und verändern die Ärzt:innen. 52% überlegen, die kurative Medizin zu verlassen, nach einer Umfrage des Marburger Bunds.
    Laura regt sich da sehr drüber auf. Wenn die Bedingungen weiter so schlecht bleiben, können wir noch so viele Medizin-Studienplätze schaffen – es will trotzdem keiner mehr als Arzt arbeiten. Die Politik scheitert aber auch schon am Medizinstudium.

    Die einzige Praxis für Kinderpsychiatrie in Herford ist überlastet, 600 Patient:innen auf der Warteliste. Wir dürfen bei den Kindern und Jugendlichen nicht sparen.
    Laura hat einen Patienten, der an Long-Covid erkrankt ist. Die TK hat entschieden, dass die Krankschreibung ausläuft. Das darf sie gar nicht.

    Zum Schluss spricht Laura noch über die Vorteile eines Primärversorgungssystems und darüber, wie wichtig die Etablierung von PAs und PCM ist.

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  • 5 Minus

    Rauchen: Individuelle Sucht, gesellschaftliches Problem | Dr. Hans-Jörg Baumann

    18.02.2026 | 1 Std. 20 Min.
    Wie bringt man Menschen dazu, wirklich mit dem Rauchen aufzuhören und wie schädlich sind E-Zigaretten wirklich?
    Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in dieser neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Dr. Hans-Jörg Baumann. Dieser ist Pneumologe, seit 5 Jahren niedergelassen, vorher tätig als Chefarzt.
    Auch er hält präventive Maßnahmen für wichtig, fragt sich allerdings, ob eine Tabaksteuer alleine hilft. Denn dadurch fühlen sich viele Menschen bestraft.
    Er hat richtig Spaß daran, mit Menschen über das Rauchen zu sprechen und bietet in seiner Praxis sogar Rauchentwöhnung an. Für ihn ist klar: Rauchen ist sehr individuell, genauso wie die Gründe, weiterzumachen oder aufzuhören. Es gibt kein Schema F.
    Dass Rauchen schädlich ist, wissen wir ja sowieso alle.
    Er geht gerne auf die Suche nach dem Ursprung und sucht nach einem Ersatz.
    Viele haben beim Rauch-Stopp Angst, Gewicht zuzulegen. Hans-Jörg kann Entwarnung geben: Hier handelt es sich im Schnitt um 2-4 Kilo, die nehmen wir im Durchschnitt auch an Weihnachten zu.
    Laura hat schon Erfahrung mit einem Patienten gemacht, der durch Nikotinkaugummis seinen Konsum stark verringern konnte. Hier ist zu differenzieren, ob es sich um eine starke oder weniger starke Nikotinabhängigkeit handelt.
    Akupunktur und Hypnose können unterstützen, allerdings fragt sich Hans-Jörg, ob diese Maßnahmen auch das Verhalten in typischen Rauch-Situationen verändert.
    Bei jungen Menschen rezeptiert Laura gerne DIGAs. Hans-Jörg fand die Preise der DIGAs damals sehr teuer, mittlerweile hat sich das angepasst und er findet das für digital affine Menschen sehr gut.
    Neu auf den Markt gekommen sind E-Zigaretten. Ein großes Problem ist dabei der Dual-Use, den 70-80% der Raucher praktizieren. Dadurch entstehen zwei Schädigungsmechanismen.
    Wir wissen nicht, ob E-Zigaretten weniger schädlich sind als klassische. Die Datenlage ist zu gering und es ist schwieriger zu tracken, wie viel konsumiert wird.
    Die Wiederholung des Reizes ist ein Problem.
    Von Fachgesellschaften wird nicht empfohlen, dies als Instrument gegen Nikotinabhängigkeit zu nutzen.
    E-Zigaretten sind allerdings auch ein Problem, weil die Produkte auf Kinder und Jugendliche abzielen durch die verschiedenen, süßen Geschmacksrichtungen. Zudem betteln Entsorgungsbetriebe darum, die Einweg-Geräte zu verbieten – diese entfachen immer wieder Feuer. Zudem landen umgerechnet etwa 80-90 Auto-Akkus wöchentlich auf dem Müll. Frankreich und Belgien führen mit einem Verbot voran.
    Krankheiten, die oft auf das Rauchen zurückzuführen sind, sind beispielsweise COPD, was als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Mittlerweile gibt es sehr teure Autoimmun-Therapien – aber nur, wenn man mit dem Rauchen aufhört.
    Hans-Jörg ist ein Fan vom Primärversorgungssystem. Mit einem Husten muss man erstmal nicht zum Pneumologen. Allerdings betrachtet er den Übergang vom aktuellen zu einem Primärarztsystem als kompliziert. Beide sind sich einig, dass die Preise der Leistungen angepasst werden müssten, um die Versorgung zu verbessern.
    Laura möchte sich damit beschäftigen, ein Verbot von Einmalzigaretten durch eine Petition anzustoßen.

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    Folg Laura auch hier:
    LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-laura-dalhaus-mahm-5470b597/

    Instagram: https://www.instagram.com/lauradalhaus/

    TikTok: https://www.tiktok.com/@laura.dalhaus

    Mehr über Laura: https://linktr.ee/lauradalhaus

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    Zur Website von Hans-Jörg: https://www.lunge-bremen.de/

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5 Minus - Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel. Das Gesundheitssystem kollabiert und das hat Konsequenzen. Darüber spreche ich mit Menschen, um Ideen und Lösungswege zu entwickeln. Denn Politik hat leider in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass sie es aus unterschiedlichen Gründen nicht kann. Wir starten einen Versuch. https://linktr.ee/LauraDalhaus
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Generated: 3/19/2026 - 5:25:40 AM