In dieser Folge spreche ich mit Saina Cortes — Gründerin von SHECIETY, Unternehmerin und einer Frau, die ihre eigene Geschichte in kollektive Kraft verwandelt hat.
Saina kam als Kind aus dem Iran nach Deutschland. Das Gefühl, anders zu sein und nicht dazuzugehören, begleitet sie seit ihrem achten Lebensjahr. Mit 27 gründete sie ihr erstes Unternehmen, baute mehrere Firmen auf, gewann Preise — und stand trotzdem immer wieder vor der leisen, aber mächtigen Frage: Bin ich genug?
Wir sprechen über das Patriarchat — nicht nur als abstraktes System, sondern als etwas, das sich in unsere Körper einschreibt.
Wie gesellschaftlich geprägte Körperbilder uns formen.
Wie wir lernen, uns selbst durch den Blick der anderen zu betrachten.
Was bedeutet es, als Frau in den 90ern groß geworden zu sein — in einer Zeit, in der gefühlt alle Frauen auf Diät waren?
Zwischen „dünn sein ist Erfolg“ und Medienbildern, die unseren Selbstwert an eine Kleidergröße knüpfen?
Wie tief sitzt dieser Diätwahn noch heute in uns?
Wir sprechen darüber,
– wie Körperbilder Identität prägen
– wie Leistungsdruck und Schönheitsnormen ineinandergreifen
– warum das Patriarchat nicht nur Strukturen, sondern auch Selbstbilder erschafft
– und wie wir beginnen können, uns davon zu lösen
Es geht um Migration, Unternehmertum, innere Leere trotz äußerem Erfolg — und um die Entscheidung, einen Safe Space für Frauen zu schaffen, in dem Anderssein nicht toleriert, sondern gefeiert wird.
Dieses Gespräch ist ehrlich, persönlich und gesellschaftskritisch.
Über Prägung und Befreiung.
Über Scham und Selbstermächtigung.
Und über die Frage, wie wir unseren Körper nicht länger als Projekt, sondern als Zuhause begreifen können.