2020 Episoden
- Bärbel Bas tritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin zurück. Als
Grund nannte sie den Tod ihrer Stieftochter. Gleichzeitig erwähnte sie
auch öffentliche Angriffe, auch aus den Reihen des Koalitionspartners,
der Union, während sie sich um ihre Stieftochter kümmerte. Politiker aus
der Union hatten Bas zuletzt vorgeworfen, geplante Reformen, etwa bei
der Rente, zu verschleppen und zu blockieren. SPD-Chef Lars Klingbeil
bezeichnete die Angriffe als unanständig. Bas sagte, sie brauche nun
Zeit, um ihre Trauer zu verarbeiten. Der rheinland-pfälzische
SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister
werden. Um den Jahreswechsel herum will die SPD dann eine neue
Parteispitze wählen. Welche Bilanz lässt sich aus Bas' Amtszeit ziehen?
Und welche politische Lücke hinterlässt sie in der SPD? Darüber spricht
Anna Mayr, Redakteurin im Politikressort der ZEIT.
Nach mehreren schweren Wahlniederlagen hat die CDU-Führung um
Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer zweitägigen Klausurtagung in
Berlin über die Zukunft der Partei beraten. Anlass war unter anderem das
Ausscheiden der CDU aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sowie die
deutlichen Stimmenverluste bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Auf
Bundesebene liegt die Partei zudem in mehreren Umfragen unter 20
Prozent. Bei dem Treffen ging es deshalb um die Frage, wie die CDU
verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und auf die Unzufriedenheit mit der
schwarz-roten Bundesregierung reagieren kann. Zudem beriet die
Parteiführung über die geplanten Sozialreformen und den weiteren Kurs
der Regierung. Welche Konsequenzen Merz aus der Krise seiner Partei
ziehen will, berichtet Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der
ZEIT.
Außerdem Thema:
- Die Ukraine ist überrascht, Russland ignoriert sie:
Die »Energiewaffenruhe« zwischen Russland und der Ukraine von Donald
Trump
- Und der Wirtschaftsnobelpreis wurde vergeben.
Und sonst so? Wie Moses einst das Meer, so teilt man jetzt die
Taco-Füllung.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Jannis Carmesin, Imre Balzer, Ole Pflüger, Helena Schmidt
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
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Weitere Links zur Folge:
SPD: Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück
Kabinett Merz: Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden
Bärbel Bas: Eine Frage der Klasse
SPD-Spitze: Bleiben in der Politik nur die Herzlosen?
Liveblog: Große Koalition
Führungsklausur der CDU: CDU-Spitze berät über Umgang mit der
Parteikrise
Donald Trump: Trump überrascht mit »Energiewaffenruhe« zwischen Russland
und Ukraine
Stockholm: Wirtschaftsnobelpreis geht an zwei Makroökonomen aus den USA
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In gleich zwei Verfahren am Bundesverfassungsgericht geht es in dieser
Woche um die Erbschaftsteuer – unter anderem um die Sonderbehandlung von
Unternehmenserbschaften. Viele Erben von Unternehmen zahlen nämlich
deutlich weniger Steuern, wenn sie das Unternehmen unter bestimmten
Regeln weiterführen. Muss die Erbschaftssteuer politisch neu verhandelt
werden und wie sähe eine faire Lösung aus? Antworten auf diese Fragen
hat Uwe Jean Heuser, Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT.
US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende den ukrainischen Präsidenten
Wolodymyr Selenskyj attackiert und einen Führungswechsel in der Ukraine
gefordert. Damit reagierte er auf Kritik Selenskyjs an Trumps Dieseldeal
mit Russland. Am Sonntagabend kündigte Trump dann eine
»Energiewaffenruhe« zwischen der Ukraine und Russland an. Die beiden
beteiligten Kriegsparteien bestätigten die Meldung zunächst nicht. Die
Ereignisse der letzten Tage ordnet Heike Buchter, US-Korrespondentin der
ZEIT in New York City, ein.
Und sonst so? Stadtbäume sind hitzeresistenter als ihre Artgenossen auf
dem Land.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Lena Herrmann und Lisa Pausch
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Weitere Links:
Vermögensverteilung in Deutschland: Das kratzt am sozialen Frieden
Erbschaften und Schenkungen: So erbt Deutschland
Erbschaftsteuer: Ökonomen fordern Ende von Erbschaftsteuerprivilegien
für Unternehmer
Dieselpreise in den USA: Warum Trump den Dieseldeal mit Putin braucht
Ukrainekrieg: Trump attackiert Selenskyj und will Führungswechsel in der
Ukraine
Urbane Vegetation: Bäume mögen es urban
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Sibirien ist eine Mitarbeiterin eines russischen Forschungslabors
unter ungeklärten Umständen gestorben. Die russischen Behörden
bestreiten eine Pestinfektion und geben eine nicht näher bestimmte
Lungenentzündung als Todesursache an. Experten halten wegen der von
Russland angeordneten Quarantänemaßnahmen eine Pestinfektion aber für
möglich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die USA fordern
Russland zu mehr Transparenz auf. Außerdem hat Russland im Kalten Krieg
genau wie die USA an biochemischen Pestwaffen geforscht. Ob es einen
Zusammenhang damit gibt und was bislang über den Fall und das Labor
bekannt ist, das erklärt Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort.
Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen mit großem Tempo ihre Verkehrs-
und Handelsinfrastruktur aus, um eine Alternative zur Straße von Hormus
zu bieten. Neue Straßen, Bahnverbindungen, Logistikzentren und eine
zusätzliche Ölpipeline verbinden wiederum die Ostküstenhäfen mit denen
am Persischen Golf. Ob die Emirate die Straße von Hormus damit ersetzen
können, das erklärt Thomas Fischermann, Redakteur im Wirtschaftsressort
der ZEIT, ein. Er hat vor Ort in den Häfen recherchiert.
Und sonst so? Wie drei Monate ohne Smartphone gelingen und was das mit
dem Gehirn macht.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Häfen der Emirate: Dann eben durch die Wüste
Straße von Hormus: Zurück ins 16. Jahrhundert
Straße von Hormus: „Hier scheitert die mächtigste Streitmacht aller
Zeiten“
Ist das eine Blase? / Wirtschaftspodcast »Ist das eine Blase? «:Wann
endet diese verdammte Ölkrise?
Todesfall in Forschungslabor: Vertuscht Russland einen Laborunfall mit
dem Pest-Erreger?
Pest im Mittelalter: "Keiner, der Blut spuckt, überlebt"
Russland: WHO fordert Transparenz nach Tod von Laborantin in Russland
Smartphone-Entzug: Drei Monate ohne Smartphone, drei Gehirnscans, eine
Erkenntnis
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Für den VW-Konzern geht es aktuell vor allem: bergab. Der führende
Ökonom Moritz Schularick hat bei einer Veranstaltung der ZEIT gesagt,
dass er sich über eine Insolvenz von VW in den nächsten zwei Jahren
nicht wundern würde. Wie wahrscheinlich eine Insolvenz ist, hat sich Max
Hägler aus dem Wirtschaftsressort angeschaut.
Um etwa ein Kilogramm Lachs in Kulturen zu züchten, müssen bis zu 6
Kilogramm Fisch aus dem Meer zu Fischfutter verarbeitet werden. Dass
Aquakulturen eine nachhaltige Alternative zum Fischfang sind, widerlegt
eine Recherche, an der auch die ZEIT beteiligt war. Von den drastischen
Folgen der Industrie berichtet Tom Fischermann, der für die ZEIT an der
Recherchekooperation beteiligt war.
Und sonst so? Wie gelungen ist der Wachs-Kebap bei Madame Tussauds?
Moderation und Produktion: Hanna Heim
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Lena Herrmann und Lisa Pausch
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Weitere Links:
Volkswagen: So schlimm ist die Lage bei VW
Tarifverträge bei Volkswagen: IG Metall wirft VW-Führung Respekt- und
Verantwortungslosigkeit vor
Chinas Industriepolitik: Genug ist genug
Fischmehl: Die verstörende Wahrheit über unseren Lachs
Sanktionen gegen Russland: Bei Fischstäbchen ist Schluss
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Vergangenen Dienstag wurde in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker
zum Landtagspräsidenten gewählt. Der AfD-Politiker Tobias Rausch erhielt
bei der Wahl 48 Stimmen. Vor der Abstimmung erklärte CDU-Fraktionschef
Sven Schulze, dass sich Parteimitglieder bei der Abstimmung enthalten
würden. Doch das Abstimmungsergebnis legt nahe, dass möglicherweise auch
CDU-Politiker für Rausch gestimmt haben. Recherchen der ZEIT deuten auf
Absprachen zwischen Vertretern von CDU und AfD hin. ZEIT-Redakteur
Martin Nejezchleba hat mit sieben CDU-Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt
gesprochen. Im Podcast redet er über die Stimmung in der Fraktion, wie
es um den Zusammenhalt innerhalb der CDU steht und welche Folgen eine
Spaltung der Fraktion bedeuten würde.
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische
Juristin Navanethem »Navi« Pillay. Das Norwegische Nobel-Institut in
Oslo würdigte ihren außergewöhnlichen Mut und ihre Integrität, die den
Weg zu einer umfassenden globalen Rechtsordnung geebnet hätten. Sie habe
maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die
Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt wurden. Bereits
während der Apartheid in Südafrika verteidigte die heute 85-Jährige
politische Gefangene, darunter Nelson Mandela. Zuletzt leitete sie eine
UN-Untersuchungskommission zum Krieg im Gazastreifen. Andrea Böhm,
Politikredakteurin der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum es dennoch
Kontroversen um sie geben könnte.
Außerdem im Podcast:
- Die US-Regierung plant, die Hinrichtung des verurteilten Amokläufers
Nidal Hasan live im Internet zu übertragen. Am 3. Dezember soll er
durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet werden.
- Mehrere Menschen, darunter Mitglieder der Jüdischen
Studierendenunion (JSUD) haben den AfD-Politiker Hans-Thomas
Tillschneider daran gehindert, an einer Gedenkfeier zur Erinnerung
an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen.
Und sonst so? Leipzig erstrahlt wieder zum Lichtfest
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Emilia Portwich, Konstantin Hadži-Vuković, Lisa Pausch
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Weitere Links zur Folge:
Landtag in Magdeburg: Der erste Tag einer neuen politischen Wirklichkeit
CDU in Sachsen-Anhalt: Längst kursieren Namen, Motive, Misstrauen und
Wut
CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Hinweise auf erste konkrete Absprache
zwischen CDU und AfD
Friedensnobelpreis: Südafrikanische Juristin Navanethem Pillay erhält
Friedensnobelpreis
USA: UN kritisieren geplanten Livestream von Hinrichtung in den USA
Antisemitisches Attentat in Halle: Menschenkette verhindert
Tillschneiders Teilnahme an Gedenkfeier
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