2006 Episoden
- Nach der parlamentarischen Sommerpause kommt am Dienstag die gesamte
Bundesregierung zur Kabinettklausur zusammen. Dabei sollen laut
Bundeskanzler Friedrich Merz die festgelegten Reformen wie etwa bei der
Rente »so schnell wie möglich« umgesetzt werden. Vor welchen Aufgaben
Merz nach der Sommerpause steht, berichtet Fabian Reinbold, politischer
Korrespondent der ZEIT.
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla waren am
Sonntagabend in den Sommerinterviews des öffentlich-rechtlichen
Fernsehens zu Gast. Weidel sagte, die AfD wolle sich dafür einsetzen,
dass Deutschland aus dem Euro und dem Schengenabkommen aussteige.
Chrupalla bezeichnete den Klimawandel als »Nebenthema«. Neben diesen
bekannten Positionen lässt sich in den Interviews eine neue Strategie
erkennen, analysiert Lenz Jakobsen, Redakteur im Politischen Feuilleton
der ZEIT.
Außerdem im Update: Irans Präsident Massud Peseschkian bestätigt
wirtschaftliche Schwierigkeiten im Land. Als Grund gibt er an, dass der
Iran »mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und
sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert« sei. Wie sehr die Sanktionen
den Iran tatsächlich treffen, ordnet Omid Rezaee ein.
Und: Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen
haben über eine weitere Unterstützung der Ukraine beraten. Zum 35.
Unabhängigkeitstag der Ukraine sind dafür mehrere Staats- und
Regierungschefs nach Kyjiw gereist; Bundeskanzler Friedrich Merz war dem
Treffen zugeschaltet.
Und sonst so? Bundespräsident Steinmeier zieht um – und lobt sein neues
Heim
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Lena Herrmann
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Weitere Links:
Klausur in Schloss Neuhardenberg: Friedrich Merz will Reformvorhaben »so
schnell wie möglich« umsetzen
Waldbrand im Hürtgenwald: Die Frage war: Wer könnte den Profis das
Wasser reichen?
Friedrich Merz: Bundeskanzler kritisiert »Leugner des Klimawandels« in
Hürtgenwald
ZDF-Sommerinterview: Alice Weidel will aus Euro aussteigen und deutsche
Grenzen schließen
AfD-Sommerinterviews: Lächelt sie etwa?
Krieg in der Ukraine: Selenskyj ruft zu weiterem Widerstand gegen
Russland auf
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Heute feiert die Ukraine den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der
Sowjetunion – bereits zum fünften Mal im Schatten des russischen
Angriffskrieges. Allein im Juli wurden mindestens 437 Zivilisten in der
Ukraine getötet und mehr als 2.600 weitere durch russische Angriffe
verletzt. So viele zivile Tote in einem Monat gab es zuletzt im Mai
2022. Gleichzeitig attackiert die Ukraine inzwischen verstärkt die
russische Wirtschaft, darunter Ölraffinerien und große Logistikzentren.
Haben die ukrainischen Attacken den Druck auf Russlands Führung erhöht?
Und wie ist die Stimmung im Land am Unabhängigkeitstag? Darüber
berichtet Ukrainekorrespondentin Olivia Kortas im Podcast.
Die Verhandlungen über Zölle zwischen den USA und Kanada sind
gescheitert. Infolgedessen sind in der Nacht auf Sonntag US-Zölle in
Höhe von 50 Prozent auf verschiedene kanadische Waren wie Milchprodukte,
Wein und Möbel in Kraft getreten. Kanada kündigte Gegenmaßnahmen an. Ab
dem 8. September gibt es höhere Zölle für Stahl, Elektrogeräte und
Landwirtschaftsgüter aus den USA. Wirtschaftsredakteurin Carla Neuhaus
analysiert Kanadas Strategie und erklärt, wer in diesem Konflikt mehr zu
verlieren hat.
Und sonst so? Minecraft, Barbie und Super Mario auf der weltgrößten
Kürbisausstellung
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Mitarbeit: Mathias Peer und Maximilian Renzikowski
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Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Krieg gegen die Ukraine: Luftalarm in Kyjiw während
Wadephul-Besuch
Russland: Putin droht Ukraine nach Angriffen auf Logistikzentren mit
Vergeltung
Russischer Angriff bei Kyjiw: Raketenangriff auf Vorort von Kyjiw
während Wadephuls Besuch
Zollstreit zwischen USA und Kanada: Kanadas Premierminister Mark Carney
spricht von Handelskrieg mit USA
Zollstreit: US-Konzerne wollen neue Verhandlungen zwischen USA und
Kanada
Zollstreit zwischen den USA und Kanada: Mit Boykott und Ellbogen gegen
Trump
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Die Forschung unterscheidet drei Gruppen in der AfD-Wählerschaft:
konservative Hardliner, radikal-rechte Autoritäre und moderate
Konservative. Keine von ihnen wählt die AfD aus Protest. Was diese
Gruppen an die Partei bindet und warum sie in manchen Regionen besonders
erfolgreich ist, erklärt Sasan Abdi-Herrle. Er ist Leiter der
Redaktionsleitungen der ZEIT.
Bei größeren Operationen sorgt eine Vollnarkose dafür, dass Patientinnen
und Patienten nichts mitbekommen. Was dabei im Gehirn passiert, ist
allerdings noch immer nicht genau verstanden. Neue Studien zeigen: Unter
Narkose passiert dort mehr als gedacht. Gesundheitsredakteurin Anna
Carthaus hat sich durch die neuesten Studien gewühlt. Im Podcast
berichtet sie, was die Wissenschaft inzwischen Neues herausgefunden hat.
Und sonst so? Teurer Kratzer am Naturwunder
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Benjamin Probst und Christina Felschen
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Weitere Links zur Folge:
Wählerschaft der AfD: Das sind die drei AfD-Wählertypen
Landtagswahlen: Der Preis des taktischen Wählens
Vollnarkose: Der Traum von der perfekten Vollnarkose
Operation: »Nach der Narkose zeigt sich der wahre Charakter eines
Menschen«
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Nora wird 2017 auf einer Party vergewaltigt. Ein Ereignis, das ihr Leben
grundlegend verändert. Nach zwei Jahren entscheidet sie sich, den Täter
anzuzeigen. Fast sechs Jahre später wird ein Urteil gefällt: Der Täter
wird für den sexuellen Übergriff schuldig gesprochen. Im Jahr 2024
wurden in Deutschland 12.771 Vergewaltigungen angezeigt, verurteilt
wurden nur 512 Täter. Und die Dunkelziffer an Vergewaltigungen ist
Studien zufolge deutlich höher. Sehr viele Frauen erleben im Laufe ihres
Lebens sexualisierte Gewalt, die strafbar sein könnte, aber die meisten
erstatten keine Anzeige.
Nora entschied sich dafür, den Täter anzuzeigen, und begab sich damit in
einen langwierigen Prozess, in dem sie alle Beteiligten davon überzeugen
musste, dass das, was ihr passiert ist, wirklich passiert ist. Wieso
zeigen so wenige Betroffene an? Was passiert, wenn sie es tun? Und warum
gibt es so selten einen Schuldspruch wegen Vergewaltigung?
In diesem Spezial von Was jetzt? versuchen wir, auf diese Fragen
Antworten zu finden.
Moderation und Skript: Alicia Kleer
Redaktion: Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Markus Gläser
Musik: Markus Gläser und Blue Dot Sessi
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Unter anderem Außenminister Johann Wadephul (CDU) und Kanzler Friedrich
Merz sprechen sich für ein gemeinsames Vorgehen der EU gegen den
rechtsextremen israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir aus.
Ben-Gvir hatte Menschen im Gazastreifen die Menschlichkeit abgesprochen
und zu Tötungen aufgerufen. Ob sich ein Kurswechsel der Union in der
Israelpolitik abzeichnet, ordnet Alice Bota aus dem Politikressort der
Zeit ein.
Eine Recherche der Zeit zeigt, dass einige ukrainische Militärrekruten
offenbar während ihrer Ausbildung in Deutschland desertierten. In
Sachsen-Anhalt sind bislang rund 80 Fälle von Deserteuren bekannt, gibt
das dortige Innenministerium an. Im fünften Kriegsjahr melden sich kaum
noch Ukrainer freiwillig für die Armee. Was bedeutet diese Entwicklung
für die Wehrhaftigkeit des Landes? Und welche Perspektiven haben die
Desertierten in Deutschland? Das erzählt Maxim Kireev, der den Fall
recherchiert hat.
Und sonst so? Platsch! Würden Sie bei der Arschbombenmeisterschaft
gewinnen?
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Lena Herrmann und Mathias Peer
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Weitere Links:
Israelischer Polizeiminister: Bundesregierung will gemeinsames
EU-Vorgehen gegen Itamar Ben-Gvir
Itamar Ben-Gvir: Minister des Hasses
Itamar Ben-Gvir: Friedrich Merz verurteilt Aussagen von israelischem
Polizeiminister
Itamar Ben-Gvir: Politiker fordern EU-Sanktionen gegen Israels Minister
Ben-Gvir
Deserteure aus der Ukraine: Er will nicht kämpfen
Russland: Noch längst nicht am Ende
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