2011 Episoden
- Drei Jahre ist es her, seit am Morgen des 7. Oktobers islamistische
Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel eindrangen. Sie töteten
rund 1.200 Menschen und verschleppten zahlreiche Geiseln. Es war der
größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust und der
schwerste Angriff auf israelisches Staatsgebiet in der Geschichte des
Landes. Der Angriff und die darauffolgenden Kriege haben Israel
tiefgreifend verändert. Seit knapp einem Jahr gilt im Gazastreifen zwar
eine Waffenruhe, trotzdem kommt es dort weiterhin zu Angriffen.
Gleichzeitig ist Benjamin Netanjahu weiterhin Ministerpräsident und
tritt bei der anstehenden Wahl erneut an. Berichten zufolge soll er
bereits vor dem 7. Oktober vor einem möglichen Angriff der Hamas gewarnt
worden sein. Welche Spuren haben die vergangenen drei Jahre in der
israelischen Gesellschaft hinterlassen? Und welche Rolle spielt der 7.
Oktober heute im politischen Alltag und im Wahlkampf? Das erklärt Lea
Frehse, Außenpolitik-Redakteurin der ZEIT.
Ende August hatten Unbefugte Zugriff auf die Steuerung von rund einer
halben Million europäischer Solaranlagen, etwa 250.000 davon in
Deutschland. Betroffen waren Anlagen des chinesischen Herstellers
Sungrow, die über eine zentrale Cloud gesteuert werden. Ein
Sicherheitsforscher konnte sich ohne Passwort immer weiter in die
Systeme des Anbieters vorarbeiten und hätte mit wenigen Klicks
hunderttausende Anlagen gleichzeitig abschalten können. Fallen auf einen
Schlag mehrere Gigawatt Leistung aus, kann das Stromnetz aus dem
Gleichgewicht geraten und im schlimmsten Fall großflächige Stromausfälle
verursachen. Inzwischen wurde die Schwachstelle geschlossen. Recherchen
der ZEIT hatten bereits zuvor gezeigt, dass viele Solaranlagen schlecht
gesichert sind. Eva Wolfangel, Redakteurin im Digitalressort der ZEIT,
ordnet im Podcast ein, ob Deutschlands Stromversorgung ausreichend gegen
solche Angriffe geschützt ist und wie solche Sicherheitslücken überhaupt
entstehen.
Und sonst so? Lasset die Kühe weniger furzen
Moderation und Produktion: Hanna Heim
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Emilia Portwich, Sophia Boddenberg
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Kinder in Israel: Die Generation Trauma wird den Nahen Osten prägen
Terrorangriff der Hamas: Niemand weiß, wo ihre Köpfe sind
Liveblog: Gaza
Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023: Netanjahu soll vor geplantem Angriff
auf Israel gewarnt worden sein
Hackerangriff auf Solaranlagen: Deutschland war nur einen Knopfdruck vom
Superblackout entfernt
Sicherheit von Solaranlagen: Ein Superblackout? Eine reale Gefahr in
Deutschland
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Tobias Rausch (AfD) ist zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt
gewählt worden – nach Informationen der ZEIT offenbar durch einen Deal
mit der CDU. Rausch wurde mit 48 Ja-Stimmen gewählt. Das sind vier
Stimmen mehr, als BSW und AfD zusammen haben. Wessen Stimmen es sind,
ist wegen der geheimen Wahl unklar. Ob nach dieser Wahl im Dezember ein
AfD-Ministerpräsident folgen könnte, ordnet Politikredakteur Tilman
Steffen ein.
Ermittler haben den früheren BND-Präsidenten August Hanning
festgenommen. Nach Informationen der ZEIT ermittelt der
Generalbundesanwalt gegen ihn und einen weiteren früheren
BND-Mitarbeiter, seinen ehemaligen Büroleiter. Hanning soll sich über
ihn gegen Geld vertrauliche BND-Dokumente beschafft haben. Was Hanning
mit diesen Informationen gemacht haben soll, weiß Kai Biermann aus dem
Investigativressort der ZEIT.
Außerdem im Update: Schülervertreter haben in Frankreich erneut
landesweite Proteste gegen Missstände im Bildungssystem angekündigt.
Warum die Gewalt dabei teils eskaliert, ordnet Annika Joeres ein. Sie
berichtet für die ZEIT aus Frankreich.
Und: Der belgisch-amerikanische Astrophysiker Francis Halzen wird in
diesem Jahr mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Dabei geht es
um besondere Teilchen. Welche das sind, erklärt Robert Gast aus dem
Wissensressort der ZEIT.
Und sonst so? Wrigley bringt Old-School-Kaugummisorten zurück ins
Sortiment
Transparenzhinweis: Im Gespräch zu Sachsen-Anhalt ist fälschlicherweise
von einer Minderheitsregierung der Linken mit der SPD in der
Vergangenheit die Rede. Richtig ist, dass 1998 eine SPD-geführte
Regierung von der PDS, der Vorgängerpartei der Linken, toleriert wurde.
Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Lena Herrmann
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Weitere Links:
Tobias Rausch: »Ich bin kein Hardliner«
Liveblog: Landtag von Sachsen-Anhalt
CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Hinweise auf erste konkrete Absprache
zwischen CDU und AfD
August Hanning: Spion in eigener Sache?
House of Block – Rückholung der Kinder: System 360 und der Ex-BNDler
August Hanning
Schulproteste in Frankreich: Sorge vor weiterer Gewalteskalation bei
Schülerprotesten in Frankreich
Schülerproteste in Frankreich: »Die Schülerinnen erleben den Unterricht
als autoritär«
Schülerproteste in Frankreich: »Wir sind allen egal«, ruft die Jugend
Astrophysik: Nobelpreis für Physik geht an Astrophysiker Francis Halzen
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Am Dienstag wird bei der konstituierenden Sitzung im Landtag in
Sachsen-Anhalt ein Landtagspräsident gewählt. Der Kandidat mit den
größten Erfolgschancen ist zurzeit Tobias Rausch von der AfD. Was kann
man von ihm in der Rolle als Landtagspräsident erwarten? Diese Frage
beantwortet Tilman Steffen aus dem Politikressort der ZEIT.
Eine ehemalige Studentin wirft sieben Mitgliedern einer
Studentenverbindung an der US-Elite-Universität Cornell vor, sie
vergewaltigt zu haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen
wieder aufgenommen. Ihre jetzige Klage auf Schadensersatz richtet sich
gegen die sieben Männer, die Studentenverbindung, die Universität und
weitere Beteiligte. Wie die Stimmung an der Universität ist, kann Dirk
Peitz berichten. Er hat für das politische Feuilleton der ZEIT vor Ort
recherchiert.
Und sonst so? Was macht ein Chihuahua in der mexikanischen
Nationalgarde?
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Lena Herrmann und Sophia Boddenberg
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Weitere Links:
Sachsen-Anhalt: BSW unterstützt offenbar Wahl eines
AfD-Landtagspräsidenten
Landtag Sachsen-Anhalt: Die AfD sitzt in der Mitte
Ermittlungen im Fall der Cornell University: New Yorks Gouverneurin
ernennt Sonderermittlerin im Cornell-Fall
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Zwei der drei diesjährigen Medizinnobelpreisträger kommen aus
Deutschland: Peter Hegemann von der Humboldt-Universität zu Berlin und
Georg Nagel von der Universität Würzburg teilen sich die Auszeichnung
mit dem US-Forscher Karl Deisseroth. Geehrt werden sie für ihre
Forschung zur sogenannten Optogenetik. Was hinter der Methode steckt,
die Labore weltweit nutzen, erklärt Anna Carthaus aus dem
Gesundheitsressort.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Neuwahlen für den 29.
November angekündigt. Zuvor scheiterte er im Parlament mit zwei Vorhaben
gegen die Wohnungskrise. Welche Themen den Wahlkampf prägen dürften und
welche Rolle Migration über Ceuta spielen könnte, ordnet Julia Macher,
Spanienkorrespondentin der Zeit, ein.
Außerdem im Update: Jürgen Klopp ist seit Mitte August Bundestrainer.
Für seine ersten vier Länderspiele nominierte er insgesamt 44 Spieler
und verteilte sie auf zwei Kader. Wie erfolgreich das Experiment war,
erklärt ZEIT-Sportredakteur Oliver Fritsch.
Und sonst so? Ihr Votum: Wer sollte den Deutschen Buchpreis bekommen?
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Emma Möllenbrock, Lena Herrmann
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Weitere Links:
Nobelpreis 2026: Medizinnobelpreis für zwei deutsche Optogenetiker
Wohnungskrise in Spanien: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez
kündigt Neuwahlen an
Spanien: Maricarmen – das Symbol der spanischen Wohnungskrise
Unentschieden gegen Griechenland: Schon wieder kein Tor, doch es geht
aufwärts
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - China exportiert deutlich mehr Waren in die Europäische Union als
umgekehrt. In Deutschland wächst angesichts zunehmender Importe aus
China die Sorge um die heimische Industrie. Die Bundesregierung will am
kommenden Mittwoch in einer Sitzung des Koalitionsausschusses über ihre
Chinapolitik beraten. Die von der SPD geführten Ministerien sprechen
sich in einem gemeinsamen Papier, das der ZEIT vorliegt, für ein
härteres Vorgehen gegenüber China aus. Doch innerhalb der
Bundesregierung gibt es unterschiedliche Positionen. Das von der Union
geführte Wirtschaftsministerium sowie Teile des Kanzleramts wollen
Handelsschutzmaßnahmen nur zurückhaltend einsetzen. China hat der EU
zuletzt für den Fall von Handelsbeschränkungen mit einer entschlossenen
Reaktion gedroht. Wie sehr ist die deutsche Industrie durch chinesische
Importe bedroht? Und droht eine Eskalation mit China? Das ordnet Mark
Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT, ein.
In Heidenau bei Dresden sollen künftig keine neuen Stolpersteine zur
Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus mehr verlegt werden. Einen
entsprechenden Antrag von Stadträten der AfD und der CDU hat der
Stadtrat mehrheitlich beschlossen. Begründet wurde das damit, dass viele
Bürgerinnen und Bürger diese Form des Gedenkens als nicht angemessen
empfänden. Stattdessen soll das Erinnern künftig vor allem auf dem
Nordfriedhof der Stadt stattfinden. Die Verwaltung von Heidenau hatte
zuvor empfohlen, die Vorlage abzulehnen. An zwei Standorten in der Stadt
gibt es bereits Stolpersteine. Die Entscheidung, künftig keine weiteren
zu verlegen, hat bundesweit Kritik und Diskussion ausgelöst. Wie konnte
es zu dieser Entscheidung kommen? Und was sagt sie über den Umgang mit
der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aus? Das erklärt im
Podcast Valerie Schönian, Autorin im Leipziger Büro der ZEIT.
Und sonst so? Das letzte Brot der DDR im Deutschlandmuseum
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković und Mathias Peer
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Weitere Links zur Folge:
Abhängigkeit von China: Handelskrieg mit China? »Die Waffen liegen auf
dem Tisch«
Handelskonflikt: China droht EU im Handelsstreit mit Gegenmaßnahmen
Heidenau: Zwölf Steine, ein Skandal
Stolpersteine in Heidenau: AfD und CDU stimmen in Heidenau gegen
Verlegung von Stolpersteinen
Kooperation von CDU mit AfD: Knobloch zeigt sich entsetzt über
Stolpersteinverbot in Heidenau
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