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  • Was jetzt?

    Israel: Gelingt Gadi Eisenkot der Machtwechsel? (Update)

    28.10.2026 | 11 Min.
    Einen Tag nach der Parlamentswahl in Israel zeigt sich: Es gab eine
    historisch hohe Wahlbeteiligung – doch das Ergebnis ist maximal
    unentschieden. Nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen liegt der
    rechtsreligiöse Block von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
    zwar eindeutig vorn, hat aber keine Mehrheit. Auch das Lager um den
    Ex-Armeechef Gadi Eisenkot kommt laut den Prognosen nicht auf eine
    Mehrheit. Den Regierungsauftrag für sich beansprucht haben aber bereits
    beide. Entscheidend für die Regierungsbildung könnten jetzt die
    arabischen Parteien sein, die auf einen Machtwechsel hinarbeiten wollen.
    Steffi Hentschke berichtet für die ZEIT aus Israel, ordnet die
    Entwicklungen ein und gibt eine Prognose für Netanjahus Zukunft.

    Er hat die Präsidentschaftswahl verloren, dann sein Land verlassen. Nach
    seiner Wahlniederlage gegen den Amtsinhaber Lula da Silva hat Flávio
    Bolsonaro sich jetzt offenbar in die USA abgesetzt. Trotz richterlichen
    Ausreiseverbots. Gegen den Sohn des früheren rechtsextremen
    brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird unter anderem wegen
    Korruptions- und Geldwäscheverdachts ermittelt. Damit wäre er der zweite
    Bolsonaro, der nach einer Wahlniederlage in die USA ausreist: Jair
    Bolsonaro tat 2022 dasselbe. Wie die Flucht von Flávio Bolsonaro in
    Brasilien aufgenommen wird, berichtet Alexander Kauschanski aus dem
    Politikressort der ZEIT, der vor Ort die Wahl und ihre Folgen
    beobachtet.

    Außerdem im Podcast: In Spanien sind heute Morgen in der Provinz Toledo
    zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen. Mindestens 64 Menschen
    sind dabei gestorben.

    Außerdem: Das Bundesfamilienministerium macht eine Kehrtwende beim
    Elterngeld. Und: Im Prozess um die Vergewaltigungsserie an betäubten
    Frauen ist der 69-jährige Angeklagte vom Landgericht Berlin zu zwölf
    Jahren Haft verurteilt worden.
     

    Und sonst so? Mbappé und das Mao-Meme

    Weitere Links zur Folge:

    Parlamentswahl in Israel: Israel verzeichnet historisch hohe
    Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl

    Liveblog: Parlamentswahl in Israel: 70 Prozent der Stimmen ausgezählt –
    Netanjahu-Lager in Führung

    Israelwahl: Es war eine Schicksalswahl. Das Ergebnis: polarisiert

    Parlamentswahl in Israel: Die »sanfte Rache« der arabischen Israelis

    Israelische Parlamentswahl: Arabische Parteien streben Ablösung von
    Benjamin Netanjahu an

    Wahl in Brasilien: Flávio Bolsonaro reiste über Argentinien nach Ecuador
    aus

    Brasilien: Flávio Bolsonaro verlässt anscheinend trotz Ausreiseverbot
    das Land

    Brasilien: Bolsonaros Flucht vor der Niederlage

    Prozesse: Vergewaltigungsserie in Berlin – zwölf Jahre Haft

    Zugunglück in Spanien: Mehr als 60 Tote bei Kollision von Zügen in
    Spanien

    Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

    Redaktion: Rita Lauter

    Mitarbeit: Anneke Rietkerken

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  • Was jetzt?

    Netanjahu verliert die Mehrheit – aber auch die Macht?

    28.10.2026 | 12 Min.
    Bei der Parlamentswahl in Israel kann weder der Oppositionsblock um den
    Mitte-Rechts-Politiker Gadi Eisenkot noch die Regierungskoalition von
    Benjamin Netanjahu eine Mehrheit erreichen. Damit ist offen, welche
    Parteien künftig die Regierung bilden werden. Zu den zentralen Themen
    des Wahlkampfs gehörten die geplanten Justizreformen, die Wehrpflicht
    für ultraorthodoxe Juden und die Sicherheitspolitik. Nach der Wahl
    stehen nun Gespräche über mögliche Regierungskoalitionen an. Sollte sich
    keine Mehrheit finden, etwa mit Unterstützung arabischer Parteien,
    könnten Neuwahlen erforderlich werden. Welche Möglichkeiten es für eine
    Regierungskoalition gibt, erklärt ZEIT-Redakteurin Lea Frehse.

    Vor dem Berliner Landgericht wird das Urteil gegen einen 68-jährigen
    Mann erwartet. Frank S. ist angeklagt, 14 Frauen betäubt, anschließend
    vergewaltigt und die Taten gefilmt zu haben. Insgesamt geht es um 22
    Taten, die der Angeklagte bereits gestanden hat. Der Fall erinnert an
    den Missbrauchsfall der Französin Gisèle Pelicot. Die Ermittlungen gegen
    Frank S. dauern in weiteren möglichen Fällen an. Viele Betroffene sollen
    erst durch die Polizei von den Taten erfahren haben. Was die
    Ermittlungen in solchen Fällen so schwer macht, erklärt ZEIT-Redakteurin
    Nina Monecke, die den Prozess begleitet hat.

     

    Und sonst so? Auch Wissenschaftler haben Lieblingstiere.

     

    Moderation und Produktion: Imre Balzer

    Redaktion: Ole Pflüger

    Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.

     

    Weitere Links zur Folge:

    Parlamentswahl in Israel: Als gäbe es zwei Israels

    Parlamentswahl in Israel: Wahllokale in Israel haben geöffnet

    Parlamentswahl in Israel: Die wichtigen Fragen und Antworten zur Wahl in
    Israel

    Parlamentswahl in Israel: Angehörige fordern vor Wahl in Israel
    Untersuchung zum 7. Oktober

    Was jetzt? / Wahl in Israel: Israel wählt: Ein Ex-General gegen
    Netanjahu

    Ra’am-Partei in Israel: Entscheidet eine arabische Partei die Wahl in
    Israel?

    Prozess in Berlin: Die Frauen in den Tatvideos schnarchen. Sie husten
    und würgen

    Gisèle Pelicot: »Es wäre für mich der Abstieg in die Hölle, für uns
    alle«

    Sexueller Missbrauch: Sie betäubten Frauen und nannten sie »tote
    Schweine«

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  • Was jetzt?

    Wie Anthropic mit dem Börsengang die Konkurrenz abhängen will (Update)

    27.10.2026 | 11 Min.
    Als erstes der großen KI-Unternehmen hat Anthropic seinen Börsengang
    angekündigt. Es könnte der größte Börsengang in der Geschichte werden.
    Laut der Financial Times erwarte man eine Bewertung zwischen 1,5 und
    1,75 Billionen Dollar. Dabei ist das Unternehmen erst vor fünf Jahren
    gegründet worden. Innerhalb des letzten Jahres hat Anthropic seinen
    Umsatz enorm gesteigert. Allerdings bleibt der Umsatz unterhalb der
    Erwartungen von Analysten. Nicht zuletzt hatten Sicherheitsrisiken von
    KI für Bedenken gesorgt. Anthropics Konkurrent OpenAI hatte als
    Konsequenz seinen Börsengang im September aufs kommende Jahr verschoben.
    Wieso plant Anthropic ausgerechnet jetzt den Schritt an die Börse? Das
    erklärt Jan Guldner, Leiter des Geldressorts der ZEIT.

    Wo soll der deutsche Atommüll endgelagert werden? Es gilt, einen Ort mit
    optimalen geologischen Bedingungen zu finden. Laut neuester Ergebnisse
    der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) kommen dafür nur weniger
    als fünf Prozent der Fläche in Deutschland infrage. Potenzielle
    Standorte wären demnach denkbar in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und
    Brandenburg. Dort werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Bis Ende
    nächsten Jahres sollen die möglichen Flächen weiter eingegrenzt werden,
    damit bis spätestens 2050 ein Endlager feststeht. 

    Außerdem im Update: Die EU-Kommission stellt ihre Pläne für den Umbau
    der Grenzschutzagentur Frontex vor. 

    Und sonst so? Flauschige Auszeit in Finnland

    Moderation und Produktion: Mounia Meiborg

    Redaktion: Rita Lauter, Ole Pflüger

    Mitarbeit: Emilia Portwich

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

     

    Weitere Links zur Folge:

    Anthropic: Die wichtigsten Lehren aus dem Börsenprospekt von Anthropic

    Künstliche Intelligenz: OpenAI sagt Börsengang vorerst ab

    Atommüll-Endlagersuche: Weniger als fünf Prozent von Deutschlands Fläche
    für Atommüll geeignet

    Empfehlung zum Thema Frontex: In unserer Was jetzt?-Podcastserie
    "Mohamed gegen ICE – ein amerikanischer Albtraum" geht es auch darum,
    was sich die EU beim Thema Abschiebungen von ICE abschaut.

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  • Was jetzt?

    Israel wählt: Ein Ex-General gegen Netanjahu

    27.10.2026 | 13 Min.
    In Israel wird heute ein neues Parlament, die Knesset, gewählt. Zum
    ersten Mal seit 1988 findet die Wahl zum regulären Ende einer
    Legislaturperiode statt. Sie gilt nicht nur als Abstimmung über den
    Langzeitpräsidenten Netanjahu, es geht auch um die Teilhabe der
    arabischen Minderheit, die Wehrpflicht der Ultraorthodoxen und den
    Rechtsstaat an sich. Netanjahus wichtigster Herausforderer heißt Gadi
    Eisenkot und ist sein ehemaliger Generalstabschef. Was der
    Anti-Netanjahu politisch fordert, weiß Jan Roß aus dem Politikressort
    der ZEIT. Er begleitet die Wahl heute in Jerusalem.

    Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will die Bundesregierung die in
    Berlin geplante Vergesellschaftung von großen privaten Wohnungsbeständen
    erschweren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem
    »Vergesellschaftungsfetisch«, dem man mit diesen Regelungen
    entgegenwirken wolle: Entschädigungen sollen ausschließlich zum vollen
    Verkehrswert möglich sein, der durch ein Wertgutachten zu ermitteln ist.
    Die Entschädigungen sollen unmittelbar in Geld erfolgen und die
    »zwingende Notwendigkeit« der Vergesellschaftung soll explizit
    nachgewiesen werden. Wie Vergesellschaftungen in unserem Grundgesetz
    verankert sind und ob Dobrindt mit seinem Vorschlag Erfolg haben wird,
    weiß Marcus Rohwetter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.

     

    Und sonst so? Stundenlang anstehen für einen… Teppich?

    Moderation und Produktion: Elise Landschek

    Redaktion: Jannis Carmesin

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    Weitere Links zur Folge:

    Parlamentswahl in Israel: Die wichtigen Fragen und Antworten zur Wahl in
    Israel

    Wahlen in Israel: Das ist Netanjahus Konkurrenz

    Gadi Eisenkot: Kann er Netanjahu besiegen?

    Benjamin Netanjahu: Wählen Sie ihn trotzdem?

    Ultraorthodoxe Juden in Israel: Kulturkampf um Israels Identität

    Joav Segalovitz: Ein bisschen Licht

    Investitionsschutzgesetz: Dobrindt legt Eckpunkte für Gesetz gegen
    Vergesellschaftungen vor

    Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen: Wo bleibt das
    Eigentumsschutzgesetz der Bundesregierung?

    Berlin: Eralp hält geplantes Investitionsschutzgesetz für
    verfassungswidrig

    Vergesellschaftung von Wohnungen: Das nächste gebrochene
    Kanzlerversprechen?

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    Serbiens Studentenliste: Von der Straße ins Parlament (Update)

    26.10.2026 | 10 Min.
    Die sogenannte Studentenliste hat die vorgezogene Parlamentswahl in
    Serbien am Wochenende überraschend klar gewonnen. Wofür die Liste steht
    und wie sie den Protest von der Straße in Regierungsarbeit überführen
    möchte, erklärt Auslandskorrespondent Ulrich Ladurner im
    Nachrichtenpodcast.

    Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat sich dagegen der
    Amtsinhaber durchgesetzt. Der linksgerichtete Luiz Inácio Lula da Silva
    bekam bei der Stichwahl am Sonntag 51,8 Prozent der Stimmen und setzte
    sich somit gegen den rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro durch. Der Sohn
    des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro forderte im Anschluss,
    das Wahlergebnis zu annullieren. Ob ein Gericht das Ergebnis noch kippen
    könnte und ob Brasilien ähnliche Unruhe droht wie nach der
    Wahlniederlage von Bolsonaro gegen Lula im Jahr 2022, ordnet Azadê
    Peşmen ein.

    Außerdem im Podcast: Bundeskanzler Friedrich Merz ist zur bislang
    längsten Auslandsreise seiner Amtszeit nach Ostasien aufgebrochen.

    Und sonst so? Gemüse auf Rezept.

    Moderation und Produktion: Erica Zingher

    Redaktion: Jannis Carmesin

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    Weiterführende Links:

    Parlamentswahl in Serbien: Dieser Sieg gehört der serbischen Jugend

    Stichwahl in Brasilien: Lula triumphiert. Doch der Bolsonaro-Clan gibt
    nicht auf

    Friedrich Merz: Merz bricht zu mehrtägiger Reise nach Asien auf

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