2015 Episoden
- Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August
Hanning, sitzt wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft. Er soll von
seinem ehemaligen Büroleiter interne BND-Dokumente gegen Bezahlung
erhalten und für seine private Beratungstätigkeit genutzt haben. Dem
80-Jährigen werden unter anderem geheimdienstliche Agententätigkeit,
landesverräterische Ausspähung und versuchter Landesverrat vorgeworfen.
Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags will die Vorwürfe
genauer untersuchen und mögliche strukturelle Probleme beim BND
aufklären. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Reform, die dem
Geheimdienst deutlich mehr Befugnisse einräumen soll. Holger Stark
leitet das Investigativressort der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein,
welche Folgen der mutmaßliche Spionagefall für den BND hat und wie sich
ähnliche Vorfälle verhindern lassen.
Seit beinahe einem Jahr gilt im Gazastreifen ein Waffenstillstand. Doch
die humanitäre Lage bleibt katastrophal. Nach Angaben der Vereinten
Nationen, die sich auf das palästinensische Gesundheitsministerium
berufen, wurden seit Beginn der Waffenruhe mehr als 1.400 Palästinenser
getötet und fast 5.000 verletzt. Hilfsorganisationen berichten weiterhin
von einem Mangel an Medikamenten, Lebensmitteln und medizinischer
Versorgung. Millionen Menschen leben auf engstem Raum. Amar Mardini,
Arzt am Rostocker Universitätsklinikum, ist als medizinischer Helfer für
die Hilfsorganisation Cadus im Gazastreifen im Einsatz. Im Podcast
berichtet er, wie sich die Situation in seiner Notaufnahme in Gaza seit
Beginn des Waffenstillstands verändert hat und wie die Menschen die
körperlichen und psychischen Folgen des Krieges ertragen.
Und sonst so? Dating-App gegen Geburtenrückgang
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Mathias Peer
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Weitere Links zur Folge:
BND-Reform: Mehr Macht für unsere Spione?
Spionageverdacht: Ehemaliger BND-Chef August Hanning muss in
Untersuchungshaft
Gazastreifen: Humanitäre Notlage in Gaza
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben
Linke, SPD und Grüne laut Medienberichten Sondierungsgespräche
vereinbart. Bei der Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent
mit Abstand stärkste Kraft geworden. Grüne und SPD hatten eine
Vereinbarung zum Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter
Kriminalität zur Voraussetzung für weitere Gespräche gemacht. Nun haben
sich die Parteien auf gemeinsame Regeln verständigt, die bei
antisemitischen Vorfällen greifen sollen. Damit ist eine zentrale Hürde
für eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus dem Weg geräumt. Fritz
Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast,
worauf sich die drei Parteien geeinigt haben und welche politischen
Differenzen noch bestehen.
Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal ist gestorben.
Abascal, die meist Maricarmen genannt wurde, hatte 70 Jahre lang in
derselben Wohnung in Madrid zur Miete gewohnt. Ende September wurde sie
nach einem jahrelangen Rechtsstreit auf einer Trage aus ihrer
zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt. Ein Investor hatte die
Immobilie gekauft und den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um
275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht. Die Zwangsräumung hatte zu
landesweiten Protesten geführt, Maricarmen stand symbolisch für die
Wohnungskrise im Land. Nachdem ein Maßnahmenpaket der Regierung gegen
die Wohnungsnot im Parlament gescheitert war, kündigte Ministerpräsident
Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November an. Welche
Auswirkungen ihr Tod auf die Protestbewegung haben könnte und ob ihre
Zwangsräumung zu ihrem Tod beigetragen hat, erklärt Julia Macher,
Spanien-Korrespondentin der ZEIT.
Der britische Premierminister Andy Burnham ist zu seinem Antrittsbesuch
bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Deutschland und
Großbritannien wollen bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage
und anderen hybriden Bedrohungen enger zusammenarbeiten. Mit dem
Kensington-Vertrag, einem Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern,
wollen sie ihre Beziehung nach dem Brexit auf eine neue Grundlage
stellen.
Und sonst so? Der Literaturnobelpreis geht an die kanadische Dichterin
Anne Carson
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
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Weitere Links zur Folge:
Linke in Berlin: Linke, Grüne und SPD in Berlin einigen sich auf
Sondierungsgespräche
Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach Zwangsräumung in Madrid
Spanien: Maricarmen – das Symbol der spanischen Wohnungskrise
Andy Burnham: Deutschland und Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken
Literaturnobelpreis: Anne Carson aus Kanada erhält Literaturnobelpreis,
die Akademie würdigt das »kühne und einfallsreiche Werk«.
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Die Bundesregierung hat es der chinesischen Staatsreederei Cosco
verboten, das deutsche Logistikunternehmen Zippel zu kaufen. Warum die
Bundesregierung den Kauf des relativ kleinen Unternehmens unterbindet
und ob sich hier die neue Härte gegenüber China zeigt, das erklärt
Marlies Uken, Vize-Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT.
Die USA erhöhen den Druck auf den Iran mit wirtschaftlichen Sanktionen.
Auch die EU-Außenminister haben Anfang des Jahres noch einmal neue
Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Wen aber treffen die Sanktionen
gegen den Iran tatsächlich? Das analysiert Omid Rezaee für die ZEIT.
Und sonst so? Was ist höflicher: »Bitte« oder »vielleicht«?
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Lena Herrmann und Susanne Hehr
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Weitere Links:
EU-Handel mit China: China kritisiert Pläne in der EU für
Schutzinstrumente im Handel
Hamburger Hafen: Bund stoppt chinesische Übernahme von Logistikfirma
Zippel
Hafenlogistik: »Keine Abkehr von China«
Chinas Investitionen in Deutschland: Katherina Reiches gefährlicher
Flirt mit chinesischen Investoren
Irankrieg: Trump lehnt iranisches Angebot zu Straße von Hormus ab
Lage im Iran: Der soziale Tod einer Gesellschaft
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Sachsen-Anhalt wurde am Dienstag zum ersten Mal in der Geschichte der
Bundesrepublik ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt.
Möglicherweise auch mit Stimmen aus der CDU. Aus Protest zogen deshalb
SPD-Politiker am Dienstagabend vom Reichstag durch das Brandenburger Tor
zum Bebelplatz. Viel Symbolik – aber steckt auch mehr dahinter? Das
ordnet Michael Schlieben aus dem Politikressort der ZEIT ein.
Die Berliner Linke, SPD und Grünen haben sich am Mittwoch zu ihrem
voraussichtlich letzten unverbindlichen Vorgespräch getroffen. Die
Parteien haben dabei vor möglichen Sondierungen über den Umgang mit
Antisemitismus und organisierter Kriminalität beraten.
Außerdem im Update:
- Der Chemie-Nobelpreis geht an Forscher aus Japan und Frankreich.
Warum es in der Chemie entscheidend sein kann, ob ein Molekül links-
oder rechtshändig ist, das erklärt Viola Kiel aus dem Wissensressort
der ZEIT.
Und sonst so? Heute vor 20 Jahren wurde die Journalistin Anna
Politkowskaja in Moskau erschossen.
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Lena Herrmann, Emma Möllenbrock
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Weitere Links:
SPD-Bundestagsfraktion: Ein Moment mit historischer Wucht – und Boris
Pistorius erkennt ihn
Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Recht gegen rechts
AfD in Sachsen-Anhalt: Die Wahrheit, der wir uns stellen müssen
Spionageverdacht: Ehemaliger BND-Chef August Hanning muss in
Untersuchungshaft
Grundlagenforschung: Chemienobelpreis für zwei Katalyse-Forscher
Journalismus in Russland: Chronisten der Diktatur
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Drei Jahre ist es her, seit am Morgen des 7. Oktobers islamistische
Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel eindrangen. Sie töteten
rund 1.200 Menschen und verschleppten zahlreiche Geiseln. Es war der
größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust und der
schwerste Angriff auf israelisches Staatsgebiet in der Geschichte des
Landes. Der Angriff und die darauffolgenden Kriege haben Israel
tiefgreifend verändert. Seit knapp einem Jahr gilt im Gazastreifen zwar
eine Waffenruhe, trotzdem kommt es dort weiterhin zu Angriffen.
Gleichzeitig ist Benjamin Netanjahu weiterhin Ministerpräsident und
tritt bei der anstehenden Wahl erneut an. Berichten zufolge soll er
bereits vor dem 7. Oktober vor einem möglichen Angriff der Hamas gewarnt
worden sein. Welche Spuren haben die vergangenen drei Jahre in der
israelischen Gesellschaft hinterlassen? Und welche Rolle spielt der 7.
Oktober heute im politischen Alltag und im Wahlkampf? Das erklärt Lea
Frehse, Außenpolitik-Redakteurin der ZEIT.
Ende August hatten Unbefugte Zugriff auf die Steuerung von rund einer
halben Million europäischer Solaranlagen, etwa 250.000 davon in
Deutschland. Betroffen waren Anlagen des chinesischen Herstellers
Sungrow, die über eine zentrale Cloud gesteuert werden. Ein
Sicherheitsforscher konnte sich ohne Passwort immer weiter in die
Systeme des Anbieters vorarbeiten und hätte mit wenigen Klicks
hunderttausende Anlagen gleichzeitig abschalten können. Fallen auf einen
Schlag mehrere Gigawatt Leistung aus, kann das Stromnetz aus dem
Gleichgewicht geraten und im schlimmsten Fall großflächige Stromausfälle
verursachen. Inzwischen wurde die Schwachstelle geschlossen. Recherchen
der ZEIT hatten bereits zuvor gezeigt, dass viele Solaranlagen schlecht
gesichert sind. Eva Wolfangel, Redakteurin im Digitalressort der ZEIT,
ordnet im Podcast ein, ob Deutschlands Stromversorgung ausreichend gegen
solche Angriffe geschützt ist und wie solche Sicherheitslücken überhaupt
entstehen.
Und sonst so? Lasset die Kühe weniger furzen
Moderation und Produktion: Hanna Heim
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Emilia Portwich, Sophia Boddenberg
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Kinder in Israel: Die Generation Trauma wird den Nahen Osten prägen
Terrorangriff der Hamas: Niemand weiß, wo ihre Köpfe sind
Liveblog: Gaza
Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023: Netanjahu soll vor geplantem Angriff
auf Israel gewarnt worden sein
Hackerangriff auf Solaranlagen: Deutschland war nur einen Knopfdruck vom
Superblackout entfernt
Sicherheit von Solaranlagen: Ein Superblackout? Eine reale Gefahr in
Deutschland
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