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  • Was jetzt?

    Spezial "Der Wahlkreis": Das Disneyland der Rechten

    31.1.2026 | 1 Std. 11 Min.
    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Bad Boy der
    EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
    frotzelnd mit  “hello, dictator”: Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat
    aus, in Brüssel legt er Veto gegen Ukraine-Hilfen ein. Und zu Hause
    scheint Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren
    regiert er in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
    Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orban
    fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
    auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
    zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orban-Fan, worüber sie heute
    nicht mehr so gerne spricht.

    In einer neuen Ausgabe von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” sprechen Lisa
    Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
    “illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
    unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland und warum ist er
    für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
    all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
    und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt vor den nächsten Wahlen
    zu bröckeln?

    Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.

    Moderation: Lisa Caspari

    Produktion: Pool Artists

     

    SHOWNOTES

    Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)

    Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
    amerikanischen Rechten

    Orbans Rede bei CPAC

    Bela Greskovits über Orbans System der Civic Circles

    Ein Ideologe des Orban-Regimes über Orbans Regierungstechnik

    Orbans Rede zur illiberalen Demokratie

    Eine interessante Analyse zu Orbans Grundsatzreden 2014 - 2023

     

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  • Was jetzt?

    Wird es bald leichter, eine Spenderniere zu bekommen?

    31.1.2026 | 12 Min.
    Die Spende von Nieren soll vereinfacht werden, der Bundestag plant eine
    entsprechende Änderung des Transplantationsgesetzes. Bislang müssen
    Nierenspender und -empfänger entweder Verwandte ersten oder zweiten
    Grades sein, Ehe- oder eingetragene Lebenspartner, Verlobte, oder sie
    müssen "in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig
    nahestehen". So soll verhindert werden, dass Menschen aus
    wirtschaftlichen Interessen Organe spenden. Künftig soll die
    sogenannte Überkreuzspende ermöglicht werden. Das bedeutet: Wenn eine
    Person einer anderen eine Niere spenden möchte, das aber nicht geht,
    weil sie nicht kompatibel sind, dann darf sich dieses Paar an eine
    Stelle wenden und mit einem anderen Spenderpaar zusammengebracht werden,
    deren Beteiligte ebenfalls nicht kompatibel sind. Man darf dann, sofern
    kompatibel, die Niere an den jeweils anderen Empfänger spenden. Mit den
    Details hat sich Gesundheitsredakteur Ingo Arzt auseinandergesetzt. 

    Seit Wochen brennen in Südamerika Wälder. In Chile sind mindestens 20
    Menschen durch die Feuer getötet worden, in Argentinien sind in
    Patagonien viele geschützte Naturwälder verbrannt. Touristen mussten in
    Sicherheit gebracht werden, hohe Temperaturen und starke Winde
    erschweren die Löscharbeiten. Der argentinische Präsident Javier Milei
    hat am Freitag den Notstand ausgerufen. Wieso breiten sich die Brände in
    den südamerikanischen Ländern so schnell aus? Das liegt an mehreren
    Faktoren und hat auch mit Milei selbst etwas zu tun. Die Journalistin
    Sophia Boddenberg berichtet für uns aus Argentinien und ordnet die
    Brände ein. 

    Und sonst so? Weniger Gift in den Meeren – dafür mehr in den Menschen 

    Moderation und Produktion: Simone Gaul

    Redaktion: Constanze Kainz

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Mira Schrems

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Organspende: Wird Deutschland jetzt Organspenderland?

    Xenotransplantation: "Die Nieren arbeiten, als kämen sie von einem
    gesunden Lebendspender"

    Organtransplantation: Gesetzesänderung soll mehr Nierenspenden
    ermöglichen

    Klimakrise: Wie steht’s denn nun wirklich ums Klima?

    Chile: Zehntausende müssen in Chile vor Waldbränden flüchten

    Argentinien: Patagonien kämpft gegen schwere Waldbrände

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  • Was jetzt?

    Update: Wer ist der designierte neue Fed-Chef?

    30.1.2026 | 10 Min.
    US-Präsident Donald Trump hat den Ökonomen Kevin Warsh als neuen
    Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert. Kevin Warsh soll im
    Frühsommer den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell ablösen, dessen
    reguläre Amtszeit im Mai endet. Die Nominierung muss noch vom US-Senat
    bestätigt werden. Kevin Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied des
    Direktoriums der US-Notenbank. Zuvor arbeitete er bei der Investmentbank
    Morgan Stanley und war wirtschaftspolitischer Berater im Weißen Haus
    unter Präsident George W. Bush. Donald Trump lobte Kevin Warsh und
    bezeichnete ihn als möglichen "großen" Fed-Vorsitzenden. Zugleich hatte
    der Präsident den bisherigen Fed-Chef Jerome Powell immer wieder
    öffentlich unter Druck gesetzt, die Zinsen stärker zu senken. Was von
    Kevin Warsh als Fed-Chef zu erwarten ist, analysiert Heike Buchter,
    US-Korrespondentin der ZEIT. 

    Bundeswirtschaftsministerin Katherine Reiche hat ihren ersten
    Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt und die Wachstumsprognose für 2026
    auf ein Prozent gesenkt. Im Herbst war die Bundesregierung noch von 1,3
    Prozent ausgegangen. Der Bericht nennt mehrere Gründe für die weiterhin
    schwierige Lage der Wirtschaft. Dazu zählen internationale Konkurrenz,
    geopolitische Unsicherheiten, der demografische Wandel und eine geringe
    Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Auch der Arbeitsmarkt
    bleibt angespannt. Als Reaktion setzt die Bundesregierung auf
    Bürokratieabbau, Investitionen in Infrastruktur sowie Reformen bei
    Steuern, Sozialsystemen und Arbeit.

    Außerdem im Update:

    - Im Januar sind mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland
    arbeitslos gewesen. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen auf dem
    höchsten Stand seit zwölf Jahren. Der Anstieg ist saisonal typisch:
    Zum Jahresende laufen viele befristete Verträge aus, zudem bauen
    witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus
    Personal ab. Tina Groll, Redakteurin im Politikressort, ordnet die
    Zahlen ein.
    - Der Bundesrat hat sich heute mit mehr als 60 Tagesordnungspunkten
    befasst. Unter anderem hat der Bundesrat einem Gesetzentwurf
    zugestimmt, durch den Verbraucher bei Vertragsabschlüssen im
    Internet besser geschützt werden.
    - Die Gewerkschaft Ver.di ruft für Montag zu bundesweiten Streiks im
    kommunalen Nahverkehr auf. In vielen Städten dürften Busse und
    Bahnen stillstehen. Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, teils
    auch höhere Löhne. Bislang hätten die Arbeitgeber Verbesserungen
    weitgehend abgelehnt.

     

    Und sonst so? Die Wanderung deutscher Nachnamen

     

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Constanze Kainz

    Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
    ZEIT auf WhatsApp.

     

    Weitere Links zur Folge: 

    Fed-Chef: Aus der Kulisse schreit Trump

    US-Zentralbank: Donald Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef

    Federal Reserve: US-Notenbank hält Leitzins stabil

    Jerome Powell: Ikone des Widerstands

    Donald Trump: Jetzt bricht er auch dieses Tabu

    Katherina Reiche: Wenn ein diskreter Business-Gipfel zum Verhängnis wird

    Jahreswirtschaftsbericht: Ein kleines bisschen Optimismus

    Konjunktur: Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2026 und 2027

    Konjunktur in Deutschland: Und wo ist jetzt das Wachstum?

    Bundeswirtschaftsministerin: Katherina Reiche fordert höheres
    Rentenalter und weniger Teilzeit

    Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand
    seit ‍fast zwölf Jahren

    Öffentlicher Nahverkehr: Ver.di ruft bundesweit zu Streik im Nahverkehr
    am Montag auf

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  • Was jetzt?

    Wie ernst ist Trumps Drohung gegen den Iran?

    30.1.2026 | 12 Min.
    Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich weiter zu.
    US-Präsident Donald Trump droht dem iranischen Regime auf seiner
    Plattform Truth Social: Sollte Teheran nicht bereit sein, einen Deal zu
    unterzeichnen und auf Atomwaffen zu verzichten, könne es zu einem neuen
    Militärschlag kommen. Was die USA mit ihrer Drohkulisse erreichen wollen
    und wie Verbündete der USA in der Region, etwa Saudi-Arabien, auf die
    Situation blicken, ordnet ZEIT-Außenpolitikredakteurin Lea Frehse im
    Podcast ein.

    Ob bei Verteidigung, Handel oder digitaler Infrastruktur: Deutschland
    ist in vielen Bereichen auf die USA angewiesen. Nun droht möglicherweise
    auch eine Abhängigkeit im Energiesektor. Im vergangenen Jahr hat der
    US-amerikanische Ölkonzern Sunoco die TanQuid-Gruppe übernommen. Das ist
    Deutschlands größter privater Betreiber von Tanklagern und Pipelines.
    Kritik an dem Verkauf kam aus der Opposition und von unabhängigen
    Thinktanks, die Deutschlands energiepolitische Unabhängigkeit in Gefahr
    sehen. Wie groß ist das Risiko tatsächlich? Und warum hat
    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Deal genehmigt? Diese
    Fragen beantwortet der außenpolitische Korrespondent der ZEIT, Michael
    Thumann bei Was jetzt?.

    Und sonst so? Ist das das Ende für Schiffe Versenken?

     

    Moderation und Produktion: Roland Jodin

    Redaktion: Moses Fendel

    Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge: 

    Iran: Knapp 6.000 Demonstranten im Iran laut NGO getötet

    Iran: Marco Rubio droht Iran im Fall von Angriffsplänen mit
    Militärschlag

    Innenpolitik im Iran: Jetzt bleibt den Herrschenden nur noch Gewalt

    Sunoco und TanQuid: Womit keiner rechnet

    Gaskraftwerke in Deutschland: Bundesregierung und EU-Kommission einigen
    sich auf Kraftwerksstrategie

    Katherina Reiche: Wenn ein diskreter Business-Gipfel zum Verhängnis wird

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  • Was jetzt?

    Update: EU macht weiter Druck auf den Iran

    29.1.2026 | 11 Min.
    Als Reaktion auf den brutalen Umgang mit regierungskritischen
    Demonstrierenden haben die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten neue
    Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Diese richten sich gegen Personen
    und Gruppen, ⁠die an der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste und
    der Unterstützung Russlands beteiligt sind. Das wurde bei einem Treffen
    in Brüssel entschieden; insgesamt sind nach Angaben der dpa etwa 30
    Akteure betroffen. Gegen diese sind unter anderem EU-Einreiseverbote
    vorgesehen. Außerdem haben die EU-Außenminister beschlossen, die
    iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste der EU zu setzen. Damit
    stehen sie künftig auf einer Stufe mit der Terrormiliz IS und Al-Kaida.
    Warum dieser Schritt erst jetzt erfolgt ist und was die Sanktionen
    bringen könnten, erklärt ZEIT-Volontär Omid Rezaee.

    Trotz des immer radikaleren Vorgehens der US-Regierung möchte
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter am Bündnis mit den USA
    festhalten. Das sei für den Erhalt der Nato unerlässlich, wie er am
    Donnerstagmorgen bei einer Regierungserklärung zur Außenpolitik im
    Bundestag in Berlin sagte. Angesichts einer sich wandelnden Weltordnung
    sprach Merz sich für ein stärkeres europäisches Selbstbewusstsein aus.
    Die europäischen Vorstellungen ließen sich auf der Welt nur umsetzen,
    "wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn
    wir selbst eine europäische Macht werden". Aber wie will Merz diese
    europäische Macht stärken? Das ordnet der politische Korrespondent der
    ZEIT, Fabian Reinbold, ein.

    Außerdem im Update: Wenn Immobilienmakler Wohnungssuchende wegen ihrer
    vermuteten Herkunft benachteiligen, haften sie dafür. Das hat der
    Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden, nachdem eine Frau mit
    pakistanischem Nachnamen geklagt hatte. Welche Folgen das Urteil haben
    könnte, erklärt Marcus Rohwetter, Wirtschaftsredakteur der ZEIT.

    Und sonst so? Was Pestizide mit dem Regenwurm machen.

     

    Moderation und Produktion: Hannah Grünewald

    Redaktion: Moses Fendel

    Mitarbeit: Mira Schrems

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Proteste im Iran: EU verhängt neue Sanktionen gegen den Iran

    Iransanktionen: Revolutionsgarden vor EU-Einstufung als
    Terrororganisation

    Friedrich Merz: Möge die Macht mit uns sein

    Regierungserklärung von Friedrich Merz: Merz distanziert sich von Trump
    – Opposition will mehr Druck auf USA

    Regierungserklärung: Friedrich Merz will an enger Zusammenarbeit mit den
    USA festhalten

    Wohnungsmarkt: Makler haftet für Diskriminierung bei Wohnungssuche

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