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  • Was jetzt?

    Update: Sind die Krankenkassenbeiträge ungerecht verteilt?

    10.2.2026 | 9 Min.
    Dass die Bundesregierung die Finanzierung des Gesundheitssystems
    reformieren will, ist klar. Uneins sind sich die Koalitionsparteien aber
    über den richtigen Weg. Nachdem die SPD bereits vorgeschlagen
    hatte, Kassenbeiträge in Zukunft auch auf Kapitaleinkünfte und
    Mieteinnahmen zu erheben, hat nun die CDU einen eigenen Vorschlag
    vorgelegt: Gesundheitsministerin Nina Warken und CDU-Generalsekretär
    Carsten Linnemann wollen, dass die Krankenversicherung von
    Bürgergeldempfängern künftig nicht mehr aus Kassenbeiträgen gestemmt
    wird. Doch warum fehlt den gesetzlichen Krankenkassen überhaupt so viel
    Geld? Und wieso liegt das Problem nicht unbedingt bei den Einnahmen?
    Diese und weitere Fragen beantwortet Carla Neuhaus,
    Wirtschaftsredakteurin der ZEIT.

    Die Zahl der Gewaltverbrechen in Beziehungen wird noch immer massiv
    unterschätzt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die mehrere
    Bundesministerien und das Bundeskriminalamt am heutigen Dienstag
    vorgestellt haben. Der Deutsche Juristinnenbund fordert nun, dass sich
    Beschäftigte bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz zu sexueller und
    geschlechterspezifischer Gewalt fortbilden. So sollen Gewaltdynamiken
    künftig schneller erkannt und unterbunden werden.

    Deutschland hat sich im internationalen Vergleich bei der
    Korruptionsbekämpfung leicht verbessert. Laut der
    Nichtregierungsorganisation Transparency International stieg Deutschland
    in einem internationalen Ranking um fünf Plätze auf Platz zehn. Das Land
    mit der weltweit geringsten Korruption ist zum achten Mal in Folge
    Dänemark.

    Und sonst so? Die EU will die Vernichtung von nicht verkaufter Kleidung
    verbieten.

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Moses Fendel und Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Benjamin Probst

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Beiträge zur Krankenkasse: So teuer wird Ihre Krankenversicherung in
    diesem Jahr

    Sexualisierte Gewalt: Deutschland, ein unsicherer Ort – besonders für
    Mädchen und Frauen

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  • Was jetzt?

    Die SPD will sich neu erfinden

    10.2.2026 | 13 Min.
    Die Bundesregierung will den Sozialstaat reformieren – doch der Weg
    dahin ist umstritten. Während die Union vor allem auf Kürzungen setzt,
    bringt die SPD andere Vorschläge ins Spiel. Am Wochenende hat sich der
    SPD-Parteivorstand in Berlin getroffen und den Startschuss für ein neues
    Grundsatzprogramm gegeben. Das bisherige stammt aus dem Jahr 2007, aus
    einer Zeit vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und bevor
    künstliche Intelligenz die politische Debatte prägte. Inhaltlich setzt
    die SPD auf Reformen zur Finanzierung des Sozialstaats:
    Krankenkassenbeiträge sollen künftig nicht mehr nur auf Löhne und Renten
    erhoben werden, sondern auch auf Mieteinnahmen und andere
    Kapitaleinkünfte. Außerdem verspricht die SPD mehr Mieterschutz, etwa
    bei Indexmieten und möblierten Wohnungen. Die Union reagiert darauf mit
    scharfer Kritik. Was möchte die SPD mit dieser Neuausrichtung erreichen,
    und wie durchsetzungsfähig ist sie damit in der Regierungskoalition? Das
    ordnet im Podcast Kaja Klapsa, Politikredakteurin der ZEIT, ein.

    Die Europäische Union hat Pläne Israels zur Ausweitung seiner Kontrolle
    im besetzten Westjordanland verurteilt. Die beschlossenen Maßnahmen
    würden "neue Realitäten schaffen“, die in direktem Widerspruch zu den
    Osloer Abkommen stünden, heißt es aus Brüssel. Am Sonntag hatte das
    israelische Sicherheitskabinett ein Bündel von Regelungen gebilligt, die
    israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland begünstigen. Unter
    anderem sollen jüdische Israelis künftig Land in dem Palästinensergebiet
    kaufen dürfen. Israels Regierung begründet ihre Ansprüche auf die Region
    unter anderem mit biblischen ‌und historischen Verweisen. Der
    Internationale Gerichtshof hatte die Besatzung und den Siedlungsbau 2024
    als illegal ⁠eingestuft – Israel erkennt das nicht an. Jan Roß,
    Korrespondent in Jerusalem für die ZEIT, erklärt im Podcast, ob damit
    die Aussicht auf einen palästinensischen Staat – und damit eine
    Zweistaatenlösung – unerreichbar wird.

     

    Und sonst so? Ohne eine einsame Insel vor Schottland gäbe es kein
    olympisches Curling.

     

    Moderation und Produktion: Roland Jodin

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Sophia Boddenberg

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Umfragewerte der SPD: Neuer Optimismus, alte Baustellen

    SPD: Bärbel Bas warnt vor "Abrissbirne" für Sozialpolitik

    Regierung Netanjahu: Israel erlaubt Siedlern offenbar privaten Landkauf
    im Westjordanland

    Benjamin Netanjahu: "Netanjahu hat schon immer von einem Großisrael
    geträumt"

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  • Was jetzt?

    Update: Bringen die Epstein-Akten den britischen Premier zu Fall?

    09.2.2026 | 10 Min.
    In Großbritannien erhöht sich der Druck auf den Premierminister Keir
    Starmer von der Labour-Partei. Er hatte Peter Mandelson 2024 zum
    britischen US-Botschafter ernannt, obwohl damals schon bekannt war, dass
    dieser mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet
    war. Durch die Freigabe der Epstein-Akten wurde in der vergangenen Woche
    bekannt, dass der frühere britische Wirtschaftsminister offenbar
    vertrauliche Regierungsinformationen aus Kabinettssitzungen an Jeffrey
    Epstein weitergegeben haben soll. Deswegen ermittelt die Polizei nun
    wegen Amtsmissbrauchs gegen den Ex-Botschafter. Der britische Stabschef
    Morgan McSweeney reichte am Sonntag seinen Rücktritt ein und erklärte
    sich dafür verantwortlich, Starmer dazu geraten zu haben, den
    Botschafterposten mit Mandelson zu besetzen. Warum die Rufe nach einem
    Rücktritt Starmers lauter werden, erklärt Jochen Bittner, Korrespondent
    der ZEIT in London.

    Der Demokratieaktivist und Medienunternehmer Jimmy Lai wurde von
    einem Gericht in Hongkong zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt.
    Im Dezember vergangenen Jahres war der 78-Jährige wegen des Vorwurfs der
    Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der
    Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen
    worden. Lai war der Gründer der prodemokratischen Zeitung "Apple Daily".
    Kritiker bezeichneten den Prozess gegen Lai als politisch motiviert und
    als weiteres Zeichen für den Abbau von politischen Freiheitsrechten in
    der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Der ZEIT-Redakteur
    für internationale Politik, Steffen Richter, ordnet das Urteil im
    Podcast ein.

    Außerdem im Update:

    Der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa wurde in Venezuela nach
    einer kurzzeitigen Freilassung wieder von den Behörden festgenommen, da
    er gegen Auflagen verstoßen haben soll. Die Friedensnobelpreisträgerin
    María Corina Machado hatte zuvor von einer Entführung Guanipas durch
    zehn bewaffnete Männer gesprochen.

    Und sonst so? Wie war Bad Bunnys Halftimeshow beim Superbowl?

     

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Mira Schrems

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Keir Starmer: Er hat größere Probleme als Epstein

    Großbritannien: Keir Starmers Stabschef tritt wegen Epstein-Affäre
    zurück

    Epstein-Skandal: Britische Polizei durchsucht Anwesen in Verbindung mit
    Ex-Minister

    Hongkong: Gericht verurteilt Demokratieaktivisten Jimmy Lai zu 20 Jahren
    Haft

    China: Hongkonger Gericht spricht Verleger Jimmy Lai schuldig

    Venezuela: Venezolanischer Oppositioneller kurz nach Freilassung erneut
    verhaftet

    Venezuela: Venezuela verhaftet prominenten Oppositionellen erneut

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  • Was jetzt?

    War Jeffrey Epstein ein russischer Spion?

    09.2.2026 | 12 Min.
    Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußerte letzte Woche den
    Verdacht: Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein soll ein
    russischer Agent gewesen sein. Seine Regierung werde eine
    Untersuchung zu Epsteins möglichen Verbindungen zum russischen
    Geheimdienst einleiten. Was ist an dem Verdacht dran? Welche Indizien
    sprechen dafür, wieso könnte man aber auch an der Theorie
    zweifeln?Redakteur und Russlandexperte Maxim Kireev hat dazu
    recherchiert.

    In Mailand gab es zum Auftakt der Olympischen Winterspiele Proteste: In
    der Nähe des olympischen Dorfs gingen zahlreiche Menschen auf die
    Straße, um gegen die Anwesenheit der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den
    Winterspielen zu demonstrieren. Dabei kam es zu Ausschreitungen: Einige
    Demonstrierende warfen Molotowcocktails und Rauchbomben in Richtung der
    Sicherheitskräfte, die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und
    Tränengas ein. Warum ist die Stimmung im Land so aufgeheizt und drohen
    weitere Unruhen während der Spiele? Das beantwortet
    Italien-Korrespondent Ulrich Ladurner im Podcast.

    Und sonst so? Wie gut kennen Sie Deutschland?

     

    Moderation und Produktion:Helena Schmidt

    Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge: 

    Jeffrey Epstein und Russland: Er bot sich Putin an

    Jeffrey Epstein E-Mails: Das freundlich-bunte Postfach des Bösen

    Epstein-Files: Kaum zu glauben

    Liveblog: Olympische Winterspiele: Emma Aicher gewinnt die erste
    deutsche Medaille

    Olympische Winterspiele: Meloni bezeichnet Demonstrierende in Mailand
    als "Feinde Italiens"

    Olympische Winterspiele: Krawalle und Festnahmen bei Demonstration gegen
    ICE in Mailand

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  • Was jetzt?

    Japan wählt – und verabschiedet sich vom Pazifismus?

    08.2.2026 | 11 Min.
    In Japan wird ein neues Parlament gewählt, nachdem
    Premierministerin Sanae Takaichi das alte Parlament aufgelöst und
    Neuwahlen angesetzt hat. Seit Oktober regiert sie mit einer
    Minderheitsregierung. Umfragen deuten darauf hin, dass die LDP erneut
    eine Mehrheit erreichen könnte. Seit ihrem Amtsantritt hatte die
    Premierministerin an Zustimmung gewonnen, vor allem durch einen harten
    Kurs gegenüber China. Zudem fordert Sanae Takaichi, dass Japan sich
    stärker selbst verteidigen kann. Damit stellt sie den bisherigen
    Pazifismus infrage, der das Land seit dem Zweiten Weltkrieg geprägt hat.
    Wie diese Vorhaben bei den Menschen im Land ankommen, analysiert Jens
    Mühling, Chinakorrespondent der ZEIT. 

    Viele Erwachsene zweifeln daran, ob sie im späteren Leben noch Neues
    lernen können, etwa ein Instrument wie Klavier. Dabei ist Lernen im
    Erwachsenenalter möglich, auch wenn es anders verläuft als bei Kindern.
    Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass das erwachsene Gehirn zwar
    weniger formbar ist, sich aber weiterhin verändern kann. Wer als
    Erwachsener etwas Neues lernt, kann neue neuronale Verbindungen aufbauen
    und kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Konzentration und Motorik
    stärken. ZEIT-Autor Yves Bellinghausen geht der verbreiteten Annahme
    nach, Lernen sei vor allem eine Sache der Jugend, und erklärt, wie neues
    Lernen im Erwachsenenalter gelingen kann.

     

    Und sonst so? Bad Bunny beim Superbowl

     

    Moderation und Produktion: Constanze Kainz

    Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

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    Weitere Links zur Folge: 

    Parlamentswahl in Japan: Zeitenwende auf Japanisch

    Japan: Japans Ministerpräsidentin kündigt vorgezogene Neuwahlen an

    Sanae Takaichi: Sie mischt Japans behäbige Männerwelt von rechts auf

    Sanae Takaichi: Von China verachtet – zu Hause beliebt

    Lernen als Erwachsener: Kann ich noch ein richtiger Pianist werden – in
    meinem Alter?

    Kritische Entwicklungsfenster: Die wohl krasseste Transformation des
    kleinen Menschen

    Best of ze.tt: Können wir alle in 10.000 Stunden zum Wunderkind werden?

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Generated: 2/10/2026 - 5:39:13 PM