Ende Januar zeichnete eine Videokamera am Gleis 2 des U-Bahnhofs
Wandsbek Markt eine junge Frau auf, die auf die Bahn wartet. Man sieht,
wie ein Mann von hinten auf sie zugeht, sie packt und mit sich hinunter
auf das Gleis reißt. Der einfahrende Zug erfasst sie, und beide sind
sofort tot. Die Frau hieß Fatemeh Z., Freunde und Verwandte nannten sie
Asal. Sie war gerade einmal 18 Jahre alt. Ihren Mörder, den 25-jährigen
Ariop A., hatte sie offenbar nie zuvor gesehen.
Seit dieser Tat herrscht Entsetzen in Hamburg, und es wird viel
diskutiert: Sind deutsche Bahnhöfe sicher genug? Hätte man früher
erkennen müssen, dass Ariop A. gefährlich war? Haben die Behörden im
Umgang mit ihm, einem Geflüchteten aus dem Südsudan mit traumatischen
Erfahrungen, versagt?
In der neuen Folge des Podcasts Elbvertiefung spricht Maria Rossbauer
aus der Hamburg-Redaktion der ZEIT mit ihren Kollegen Tom Kroll und
Christoph Heinemann über den Fall. Die beiden erzählen von Fatemeh Z.s
Träumen und ihrer Trauerfeier, von Ariop A. und dem
Resettlement-Programm, über das er nach Deutschland kam, und sie
erzählen von einer Scheindebatte, die nun ihrer Meinung nach geführt
wird. Außerdem erklären sie, was sich in Hamburg wirklich ändern müsste,
um solche Taten zu verhindern – und wie man der Familie von Fatemeh Z.
seine Anteilnahme ausdrücken könnte.
Im Podcast Elbvertiefung sprechen die Hosts Maria Rossbauer und Florian
Zinnecker in jeder Folge mit Kolleginnen und Kollegen aus der
ZEIT-Redaktion über ein Thema, das die Menschen in Hamburg gerade bewegt
– pointiert, persönlich und selten länger als eine halbe Stunde.
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