Der Ostcast

DIE ZEIT
Der Ostcast
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  • Der Ostcast

    Die Angst frisst sich in die russische Gesellschaft

    23.04.2026 | 54 Min.
    Plötzlich bist du ein »ausländischer Agent« – das bedeutet: Du verlierst
    die Kontrolle über dein Leben an den russischen Staat. Und das könnte
    erst der Anfang sein. Ein Gericht könnte deine Organisation für
    unerwünscht, extremistisch – oder gar terroristisch – erklären. Die
    Folge: jahrelange Haft. Die Gesetze sind bewusst schwammig gehalten,
    sodass sie jeden treffen könnten. Das jüngste Opfer: die
    Menschenrechtsorganisation Memorial.

    Die Angst geht um in Russland. Der Staat und die Geheimdienste erfinden
    überall neue Bedrohungen und Gefahren – und bekämpfen sie mit Gewalt und
    Repression. Viele besinnen sich auf alte sowjetische Regeln: Trau keinem
    Fremden, sag nicht das Falsche, heb den Kopf nicht aus der Menge. Die
    Mehrheit flieht in die Passivität, so wie schon ihre Vorfahren zu
    überleben versucht haben.

    Über Putins Herrschaft, die auf Angst gebaut ist, sprechen Michael
    Thumann und Alice Bota in dieser Folge des Ostcasts. Denn die Furcht,
    die Putin verbreitet, kennt er selbst: Ein zutiefst ängstlicher Mann,
    der sich hinter Virendetektoren und in Bunkern verbarrikadiert. Aber er
    und seine Helfer exportieren diese Angst. Und drohen den Europäern immer
    wieder mit der ultimativen Katastrophe: dem Nuklearschlag.

    Alle drei Wochen sprechen wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
    Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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  • Der Ostcast

    War’s das mit Orbán?

    02.04.2026 | 54 Min.
    Seit 16 Jahren ist Viktor Orbán Regierungschef in Ungarn. Er hat das
    System auf sich zugeschnitten: Wahlrecht geändert, Medien und Gerichte
    unter Kontrolle gebracht. Er ergreift offen für Wladimir Putin Partei,
    lässt seinen Außenminister aus EU-Sitzungen nach Moskau berichten,
    setzte auf einen anti-ukrainischen Wahlkampf: Nur er, Viktor Orbán,
    könne den Frieden in Europa gegen Brüssel und die Ukraine verteidigen.

    Doch das System Orbán wird nun ernsthaft herausgefordert. In den
    Wahlumfragen führt Orbáns ehemaliger Mitstreiter und heutiger
    Gegenkandidat Péter Magyar mit einem Vorsprung von über zehn
    Prozentpunkten. Aber hat der 45-Jährige ernsthaft eine Chance? Und steht
    Magyar, der aus dem System Orbáns kommt, für eine Wende in Ungarn?

    In diesem Ostcast sprechen Michael Thumann und Alice Bota mit Ulrich
    Ladurner, Europa-Korrespondent der ZEIT, über die Wahl und die Folgen,
    sollte Viktor Orbán tatsächlich scheitern. Ladurner hat den ungarischen
    Wahlkampf in der Hauptstadt und auf dem Land beobachtet. Er beschreibt
    die Polarisierung im Land und versucht zu beantworten, wofür Péter
    Magyar steht und was Ungarn und die EU von ihm zu erwarten hätten.
    Zugleich beschreibt er Orbáns Versuch, mit allen Mitteln an der Macht zu
    bleiben und dafür die Nähe zu Wladimir Putin und Donald Trump zu suchen.
    Hat Ungarn eine Chance, sich aus dem Orbánismus zu befreien?

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
    Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern.

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  • Der Ostcast

    Russlands verheerendster außenpolitischer Fehler

    12.03.2026 | 55 Min.
    Wer im Nahen Osten oder in Lateinamerika mit Russland verbündet ist,
    scheint neuerdings gefährlich zu leben: In Syrien führte Wladimir Putin
    mit Baschar al-Assad Krieg gegen die Bevölkerung, die russische
    Luftwaffe bombardierte Krankenhäuser und Schulen, zerstörte Aleppo. In
    Venezuela hatte Moskau einen engen ideologischen Freund, investierte
    Milliarden und hatte Anteile an Ölfeldern. Und Iran war einer der
    wichtigsten Verbündeten, der Russland bei seinem Krieg gegen die Ukraine
    unterstützte. Die ehemaligen Machthaber in den drei Staaten sind
    inzwischen gestürzt, gefangen oder getötet worden. 

    Folgt daraus, dass die russische Außenpolitik gescheitert ist? Welche
    Prioritäten verfolgt sie überhaupt, wo kann sie doch noch Erfolge
    verzeichnen? Wie hat sich Russlands Verhältnis zu den USA und China
    verändert? Und wie wird der Krieg gegen den Iran Russlands Vorgehen in
    der Ukraine beeinflussen?

    Darüber sprechen Alice Bota und Michael Thumann in dieser Ostcast-Folge
    mit der Russland-Expertin Sabine Fischer. Sie ist Senior Fellow bei der
    Stiftung Wissenschaft und Politik und Autorin des Buches Die
    chauvinistische Bedrohung, Russlands Kriege und Europas Antworten. Einer
    ihrer Schwerpunkte ist die russische Außenpolitik. Eines zeigt sich: Die
    russische Außenpolitik ist einer Priorität unterworfen, nämlich dem
    Krieg gegen die Ukraine.

    Alle drei Wochen sprechen wir im Ostcast über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
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  • Der Ostcast

    Nach fünf Jahren in belarussischer Haft: "Ich war physisch begrenzt, aber im Geist frei" (Live aus München)

    21.02.2026 | 1 Std. 16 Min.
    Was ist der Preis der Freiheit? Und wie können wir sie retten? Mehr als
    fünf Jahre lang hat die belarussische Oppositionsführerin und Musikerin
    Maria Kalesnikava aus politischen Gründen in Haft gesessen, die meiste
    Zeit in einer Einzelzelle. Kurz nach ihrer Freilassung durch das
    belarussische Regime ist sie in München mit dem großen
    Osteuropa-Historiker Karl Schlögel zusammengetroffen und hat mit ihm
    über den Wert der Freiheit, die Bedrohung durch Putin und ihre
    Erfahrungen in der Isolation gesprochen. Sie sagt: "Ich war physisch
    begrenzt, aber im Geist frei".

    Aufgezeichnet kurz vor dem vierten Jahrestag der russischen Vollinvasion
    in der Ukraine, wurde die persönliche Begegnung von Kalesnikava und
    Schlögel zu einem bewegenden Gespräch über persönlichen Mut, die
    Unbeugsamkeit eines Menschen – und die existenziellen Gefahren für die
    westliche Demokratie. "Demokratie ist keine Tablette, die man nehmen
    kann," sagt Kalesnikava. "Für Demokratie muss man kämpfen."

    Fast verzweifelt rufen Maria Kalesnikava und Karl Schlögel, zwei
    europäische Intellektuelle, deren Biografien sich von unterschiedlichen
    Enden aus annähern, ergänzen und in München zum ersten Mal
    aufeinandertreffen, gemeinsam zur Unterstützung der Ukraine auf. "Das
    Schicksal der Ukraine wird jetzt entschieden", sagt Schlögel, "aber auch
    unser Schicksal entscheidet sich mit."

    Moderiert von Alice Bota und Heinrich Wefing, aufgezeichnet im
    Literaturhaus München, als Kooperation der Münchner Sicherheitskonferenz
    mit der ZEIT, bringen wir die berührende Unterhaltung als gemeinsame
    Extra-Ausgabe der beiden ZEIT-Podcasts Der Ostcast und Das Politikteil. 

    Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die
    Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die
    Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und
    einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und
    Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. 

    Im Podcast Der Ostcast sprechen Alice Bota und Michael Thumann alle drei
    Wochen über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen Länder,
    erzählen von ihren Erfahrungen und Begegnungen in Osteuropa, Russland
    und den Nachbarländern.

    Alice Bota hat viele Jahre lang als ZEIT-Reporterin und Korrespondentin
    aus der Ukraine und aus Russland berichtet. 2021 erschien ihr Buch "Die
    Frauen von Belarus". Heinrich Wefing leitet gemeinsam mit Tina
    Hildebrandt das Politikressort der ZEIT.

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  • Der Ostcast

    Zerstritten gegen Putin – Wie Exilanten für ein "besseres Russland" kämpfen

    19.02.2026 | 50 Min.
    Fast alle russischen Politiker, die vor Jahren in Russland gegen
    Wladimir Putin arbeiteten, leben heute im Ausland, nicht wenige in
    Deutschland. Der wichtigste Oppositionelle war sicherlich Alexej
    Nawalny, der vor zwei Jahren mit dem Gift Epibatidin in einem
    Gefangenenlager umgebracht wurde. Nun wollen andere eine Alternative zu
    Putin, ein "besseres Russland", im Exil vorbereiten. Doch geht das aus
    dem Ausland, fern vom russischen Volk, abgeschnitten durch
    Internet-Blockaden und Reiseverbote? Die russischen Politiker versuchen
    es auf verschiedenen Wegen, mit Demonstrationen in Berlin,
    YouTube-Auftritten, Konferenzen – und neuerdings auch mit einer
    Vertretung der russischen Opposition in der Parlamentarischen
    Versammlung des Europarats.  

    In dieser Folge von "Der Ostcast" diskutieren Michael Thumann und Alice
    Bota die Möglichkeiten der russischen Exil-Politikerinnen und
    Aktivisten, in Russland an Einfluss zu gewinnen. Sie sprechen über
    unterschiedliche Strömungen und die heftigen Streitereien innerhalb der
    Opposition. Sie fragen nach ihrer Haltung zu Russlands Krieg gegen die
    Ukraine, ihrem Ansehen in der russischen Bevölkerung – und nach ihren
    Erfolgsaussichten, Putin vom Thron zu stoßen. 

    Alle drei Wochen sprechen wir im "Ostcast" über Politik und Gesellschaft
    der osteuropäischen Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen
    und Erfahrungen in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen
    Begegnungen und Reisen in Russland und den Nachbarländern. 

    Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier.
    Unter [email protected] erreichen Sie das Team per Mail.

    - Shownote zum Hastenichtgesehen

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Über Der Ostcast

Verspielt Putin seine Macht? Darf man noch Puschkin lesen? Und wie korrupt ist die Ukraine heute noch? Alice Bota und Michael Thumann schreiben seit Jahrzehnten für DIE ZEIT über Osteuropa – und in diesem Podcast sprechen sie darüber. Über Freude und Abscheu beim Berichten über die Region. Über den Krieg, aber auch über das Leben, die kleinen Freiheiten und die großen russischen Gefängnisse – und über Berlin als neue Hauptstadt des Exils. Alice Bota, geboren Ende 1979 in Polen, ist seit 2007 außenpolitische Redakteurin der ZEIT, war 2009 das erste Mal in der Ukraine und hat von 2015 bis Ende 2020 als Korrespondentin der ZEIT aus Moskau berichtet. Michael Thumann, geboren Ende 1962, ist seit 1992 bei der ZEIT, war schon als Student in der Sowjetunion, berichtete als ZEIT-Korrespondent aus Russland und seinen Nachbarländern von 1996 bis 2001, 2014/15 – und seit 2021 wieder vom Standort Moskau. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
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