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- Nicht erst seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine sind die Menschen in Estland wachsam: Der grosse Nachbar hat im kollektiven Gedächtnis des baltischen Landes tiefe Spuren hinterlassen. Wie lebt es sich damit und der Angst vor einem Überfall durch Russland? NZZ-Korrespondentin Linda Koponen hat Menschen getroffen, die schon längst darüber nachdenken, wohin sie ziehen könnten, bevor Russland angreift. Einer ist Eugene, ein Südafrikaner, der 2020 der Arbeit wegen nach Estland zog - und sich in das Land verliebte, weil es so viel sicherer war als seine Heimatland. Doch dieses Sicherheitsgefühl ist jetzt weg: "Wir werden wegziehen müssen, denn ich möchte nicht in einem kleinen Schutzraum sitzen und hoffen, dass alles gut wird."
Auch Agne blickt mit Sorge auf den grossen Nachbar. Aber nicht nur wegen der aktuellen Lage, sondern weil sie aus der Geschichte Estlands immer auch sehr skeptisch auf die einstige Besatzungsmacht blickte. Dazu kommen handfeste ökonomische Sorgen, die viele Menschen in Estland umtreiben: "Die Menschen sind wütend, weil das Leben trotz immer höheren Steuern nicht besser wird."
Gast: Linda Koponen; NZZ-Korrespondentin
Host: Dominik Schottner
Redaktion und Produktion: Alice Grosjean, Sarah Ziegler
Lindas Porträts von Agne und Eugene könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/estland-wie-lebt-man-wenn-staendig-vor-einem-krieg-gewarnt-wird-ld.10009708) nachlesen.
Falls ihr noch kein Abo für die NZZ habt - wir schenken Euch als treue Podcasthörer die erste Woche. Danach endet das Abo automatisch. [Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) - Das Wetterphänomen El Niño kehrt in diesem Jahr zurück und könnte nach aktuellen Prognosen außergewöhnlich stark ausfallen. Schon jetzt erwärmt sich der Pazifik vor Peru drastisch, mit spürbaren Folgen für Meerestiere und Menschen vor Ort. Doch welche weltweiten Auswirkungen sind in den kommenden Monaten zu erwarten?
Wissenschaftsredaktor Sven Titz erklärt die Ursachen von El Niño, drohende Dürren in Asien sowie ungewöhnliche Regenfälle in Südamerika. Ausserdem klären wir in dieser folge von NZZ Akzent, was El Niño für die globale Nahrungsversorgung bedeutet und ob seine Stärke in einem klaren Zusammenhang mit dem Klimwandel steht.
Gast: Sven Titz, NZZ-Wissenschaftsredaktor
Host: Alice Grosjean
Produktion: Lillybelle Eisele
Svens Analyse zu El Niño findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/wissenschaft/el-nino-koennte-diesmal-so-stark-werden-wie-seit-dem-19-jahrhundert-nicht-mehr-das-bedroht-die-nahrungsversorgung-ld.10020967).
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Gast: Matthias Benz, Wirtschaftsredaktor
Host: Nadine Landert
Redaktion: David Vogel
Matthias' Artikel findest du [hier](https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-niederlande-ziehen-78-tonnen-gold-aus-new-york-ab-warum-notenbanken-trumps-amerika-zunehmend-misstrauen-ld.10022211)
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Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde.
Host: Alice Grosjean
Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin
Redaktion: David Vogel
Bild: Jiang Fan / Imago
Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien:
- Die [Reportage von CCTV](https://www.bilibili.com/video/BV1fytW6qEnN/?spm_id_from=333.337.search-card.all.click)
- Die [Überquerungsaktion Szene am Fluss](https://weibo.com/tv/show/1034:5336916493795424?from=old_pc_videoshow)
Katrins Analyse in Textform könnt ihr [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/positive-energie-statt-brutaler-bilder-wie-chinas-regierung-den-diskurs-zur-sturzflut-an-der-grenze-zu-nepal-lenkt-ld.10022031). - Je nach Umfrage wollen bis zu 70% der jungen Marokkaner ihr Land verlassen. Einer von ihnen ist Karim, der gerne nach Deutschland will, um dort zu arbeiten. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, lernt er seit einigen Jahren Deutsch in einer Schule in Casablanca. Er will legal in die EU auswandern. Für ihn kam es Ende Juli nicht in Frage, wie über 70.000 andere den Weg über die spanische Exklave Ceuta zu wählen.
Anwar hat genau das versucht, kam aber schnell nach Marokko zurück. Er würde es auch immer wieder versuchen, denn Marokko bietet ihm keine Perspektiven, sagt er. NZZ-Reporter Michael Schilliger hat mehrere junge Männer und Frauen in Marokko getroffen, die weg wollen. Von seinen Begegnungen erzählt er in dieser Folge von "NZZ Akzent" und erklärt, welche Rolle die wirtschaftliche Lage des Landes in den Entscheidungen der jungen Menschen spielt.
Gast: Michael Schilliger, NZZ-Reporter
Host: Sarah Ziegler
Foto: Imane Djamil
In Michaels Reportage bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/gesellschaft/70-000-flohen-nach-ceuta-und-noch-viel-mehr-wollen-marokko-verlassen-dabei-boomt-das-land-was-ist-da-los-ld.10021911) kannst du viele weitere Menschen kennenlernen, die er dort getroffen hat.
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