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  • NZZ Akzent

    Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?

    14.09.2026 | 14 Min.
    Nicht erst seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine sind die Menschen in Estland wachsam: Der grosse Nachbar hat im kollektiven Gedächtnis des baltischen Landes tiefe Spuren hinterlassen. Wie lebt es sich damit und der Angst vor einem Überfall durch Russland? NZZ-Korrespondentin Linda Koponen hat Menschen getroffen, die schon längst darüber nachdenken, wohin sie ziehen könnten, bevor Russland angreift. Einer ist Eugene, ein Südafrikaner, der 2020 der Arbeit wegen nach Estland zog - und sich in das Land verliebte, weil es so viel sicherer war als seine Heimatland. Doch dieses Sicherheitsgefühl ist jetzt weg: "Wir werden wegziehen müssen, denn ich möchte nicht in einem kleinen Schutzraum sitzen und hoffen, dass alles gut wird."

    Auch Agne blickt mit Sorge auf den grossen Nachbar. Aber nicht nur wegen der aktuellen Lage, sondern weil sie aus der Geschichte Estlands immer auch sehr skeptisch auf die einstige Besatzungsmacht blickte. Dazu kommen handfeste ökonomische Sorgen, die viele Menschen in Estland umtreiben: "Die Menschen sind wütend, weil das Leben trotz immer höheren Steuern nicht besser wird."

    Gast: Linda Koponen; NZZ-Korrespondentin
    Host: Dominik Schottner
    Redaktion und Produktion: Alice Grosjean, Sarah Ziegler

    Lindas Porträts von Agne und Eugene könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/estland-wie-lebt-man-wenn-staendig-vor-einem-krieg-gewarnt-wird-ld.10009708) nachlesen.

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  • NZZ Akzent

    El Niño kommt – stärker als je zuvor?

    11.09.2026 | 13 Min.
    Das Wetterphänomen El Niño kehrt in diesem Jahr zurück und könnte nach aktuellen Prognosen außergewöhnlich stark ausfallen. Schon jetzt erwärmt sich der Pazifik vor Peru drastisch, mit spürbaren Folgen für Meerestiere und Menschen vor Ort. Doch welche weltweiten Auswirkungen sind in den kommenden Monaten zu erwarten?

    Wissenschaftsredaktor Sven Titz erklärt die Ursachen von El Niño, drohende Dürren in Asien sowie ungewöhnliche Regenfälle in Südamerika. Ausserdem klären wir in dieser folge von NZZ Akzent, was El Niño für die globale Nahrungsversorgung bedeutet und ob seine Stärke in einem klaren Zusammenhang mit dem Klimwandel steht.

    Gast: Sven Titz, NZZ-Wissenschaftsredaktor
    Host: Alice Grosjean

    Produktion: Lillybelle Eisele

    Svens Analyse zu El Niño findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/wissenschaft/el-nino-koennte-diesmal-so-stark-werden-wie-seit-dem-19-jahrhundert-nicht-mehr-das-bedroht-die-nahrungsversorgung-ld.10020967).

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  • NZZ Akzent

    Angst vor Trump? Warum Europa sein Gold nach Hause holt

    10.09.2026 | 16 Min.
    Die Aktion der niederländischen Notenbank hat international viel Aufsehen erregt. Über Monate hat sie insgesamt 78 Tonnen Gold aus den USA abgezogen und nach London verlegt. Und die Niederlande sind damit kein Einzelfall. Immer mehr Notenbanken ziehen ihre Goldreserven aus den USA ab. Eine reine Vorsichtsmassnahme für Finanzkrisen, oder bröckelt das Vertrauen in die Verlässlichkeit der USA?

    Gast: Matthias Benz, Wirtschaftsredaktor
    Host: Nadine Landert
    Redaktion: David Vogel

    Matthias' Artikel findest du [hier](https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-niederlande-ziehen-78-tonnen-gold-aus-new-york-ab-warum-notenbanken-trumps-amerika-zunehmend-misstrauen-ld.10022211)

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  • NZZ Akzent

    Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja

    09.09.2026 | 14 Min.
    Wer in diesen Tagen chinesisches Staatsfernsehen schaut, der erlebt wahre Helden. Menschen, die sich durch den chinesischen Teil des Katastrophengebiets kämpfen, um nach Opfern der Sturzflut zu suchen. In der Reportage des Senders CCTV sieht man, wie Rettungskräfte sich den Weg in ein abgeschnittenes Dorf erkämpfen. In orangen Leuchtanzügen klettern sie durch Geröll, erkunden die Gegend mit Drohnen und seilen sich sogar von Steilwänden ab.

    Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde.

    Host: Alice Grosjean
    Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin
    Redaktion: David Vogel
    Bild: Jiang Fan / Imago

    Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien:
    - Die [Reportage von CCTV](https://www.bilibili.com/video/BV1fytW6qEnN/?spm_id_from=333.337.search-card.all.click)
    - Die [Überquerungsaktion Szene am Fluss](https://weibo.com/tv/show/1034:5336916493795424?from=old_pc_videoshow)

    Katrins Analyse in Textform könnt ihr [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/positive-energie-statt-brutaler-bilder-wie-chinas-regierung-den-diskurs-zur-sturzflut-an-der-grenze-zu-nepal-lenkt-ld.10022031).
  • NZZ Akzent

    Nach Ceuta: Warum Marokkos Jugend unbedingt weg will

    08.09.2026 | 12 Min.
    Je nach Umfrage wollen bis zu 70% der jungen Marokkaner ihr Land verlassen. Einer von ihnen ist Karim, der gerne nach Deutschland will, um dort zu arbeiten. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, lernt er seit einigen Jahren Deutsch in einer Schule in Casablanca. Er will legal in die EU auswandern. Für ihn kam es Ende Juli nicht in Frage, wie über 70.000 andere den Weg über die spanische Exklave Ceuta zu wählen.

    Anwar hat genau das versucht, kam aber schnell nach Marokko zurück. Er würde es auch immer wieder versuchen, denn Marokko bietet ihm keine Perspektiven, sagt er. NZZ-Reporter Michael Schilliger hat mehrere junge Männer und Frauen in Marokko getroffen, die weg wollen. Von seinen Begegnungen erzählt er in dieser Folge von "NZZ Akzent" und erklärt, welche Rolle die wirtschaftliche Lage des Landes in den Entscheidungen der jungen Menschen spielt.

    Gast: Michael Schilliger, NZZ-Reporter
    Host: Sarah Ziegler

    Foto: Imane Djamil

    In Michaels Reportage bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/gesellschaft/70-000-flohen-nach-ceuta-und-noch-viel-mehr-wollen-marokko-verlassen-dabei-boomt-das-land-was-ist-da-los-ld.10021911) kannst du viele weitere Menschen kennenlernen, die er dort getroffen hat.

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Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.
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