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  • NZZ Akzent

    Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja

    09.09.2026 | 14 Min.
    Wer in diesen Tagen chinesisches Staatsfernsehen schaut, der erlebt wahre Helden. Menschen, die sich durch den chinesischen Teil des Katastrophengebiets kämpfen, um nach Opfern der Sturzflut zu suchen. In der Reportage des Senders CCTV sieht man, wie Rettungskräfte sich den Weg in ein abgeschnittenes Dorf erkämpfen. In orangen Leuchtanzügen klettern sie durch Geröll, erkunden die Gegend mit Drohnen und seilen sich sogar von Steilwänden ab.

    Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde.

    Host: Alice Grosjean
    Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin
    Redaktion: David Vogel
    Bild: Jiang Fan / Imago

    Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien:
    - Die [Reportage von CCTV](https://www.bilibili.com/video/BV1fytW6qEnN/?spm_id_from=333.337.search-card.all.click)
    - Die [Überquerungsaktion Szene am Fluss](https://weibo.com/tv/show/1034:5336916493795424?from=old_pc_videoshow)

    Katrins Analyse in Textform könnt ihr [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/positive-energie-statt-brutaler-bilder-wie-chinas-regierung-den-diskurs-zur-sturzflut-an-der-grenze-zu-nepal-lenkt-ld.10022031).
  • NZZ Akzent

    Nach Ceuta: Warum Marokkos Jugend unbedingt weg will

    08.09.2026 | 12 Min.
    Je nach Umfrage wollen bis zu 70% der jungen Marokkaner ihr Land verlassen. Einer von ihnen ist Karim, der gerne nach Deutschland will, um dort zu arbeiten. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, lernt er seit einigen Jahren Deutsch in einer Schule in Casablanca. Er will legal in die EU auswandern. Für ihn kam es Ende Juli nicht in Frage, wie über 70.000 andere den Weg über die spanische Exklave Ceuta zu wählen.

    Anwar hat genau das versucht, kam aber schnell nach Marokko zurück. Er würde es auch immer wieder versuchen, denn Marokko bietet ihm keine Perspektiven, sagt er. NZZ-Reporter Michael Schilliger hat mehrere junge Männer und Frauen in Marokko getroffen, die weg wollen. Von seinen Begegnungen erzählt er in dieser Folge von "NZZ Akzent" und erklärt, welche Rolle die wirtschaftliche Lage des Landes in den Entscheidungen der jungen Menschen spielt.

    Gast: Michael Schilliger, NZZ-Reporter
    Host: Sarah Ziegler

    Foto: Imane Djamil

    In Michaels Reportage bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/gesellschaft/70-000-flohen-nach-ceuta-und-noch-viel-mehr-wollen-marokko-verlassen-dabei-boomt-das-land-was-ist-da-los-ld.10021911) kannst du viele weitere Menschen kennenlernen, die er dort getroffen hat.

    [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
  • NZZ Akzent

    Die AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt: Ist das der Anfang vom Ende für Kanzler Merz?

    06.09.2026 | 20 Min.
    Sven Schulze, amtierender Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, wirkt sehr geknickt, als er am Abend vor seine Parteikollegen tritt. Kein Wunder, schliesslich hat seine Partei bei der Wahl am Sonntag die Hälfte ihrer Wählerstimmen verloren. Dennoch ist es ihm wichtig, in seiner Rede dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zu gratulieren; mit dem Vorwort: «Wir leben in einer Demokratie.»

    Ob diese Glückwünsche eine erste ausgestreckte Hand über eine Brandmauer hinweg sind, wie es für die einzelnen Parteien weitergeht und welche Auswirkungen die Wahl auf die gesamtdeutsche Politik hat, das analysiert Florian Eder, Chefredaktor der NZZ Deutschland, in dieser Folge von «NZZ Akzent».

    Gast: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland
    Host: Dominik Schottner

    Produktion: Dominik Schotter, Sarah Ziegler

    Alle Analysen und Hintergründe zur Wahl findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/deutschland).

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    Coypright Foto: Fabrizio Bensch / REUTERS
  • NZZ Akzent

    «Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm

    05.09.2026 | 25 Min.
    Als Korrespondent für die NZZ berichtet Daniel Böhm über die arabischen Länder im Nahen Osten und in Nordafrika. Es ist eine Region im Krisenmodus, die komplexer nicht sein könnte. Obwohl er etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Lesen verbringe, sagt Böhm: «Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte den Nahen Osten verstanden.»

    Das sei nur schon im Libanon der Fall, ein Land etwa ein Viertel so gross wie die Schweiz. In Beirut fühle sich das Leben manchmal komplett normal an. Wenige Kilometer südwärts wohnen Menschen in zerbombten Dörfern und leben im Ausnahmezustand. Wie Daniel Böhm sich in diesen Realitäten zurechtfindet und wie er bei Reportagen in Krisengebieten vorgeht, erzählt er in dieser Podcastfolge.

    Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ
    Host: Alice Grosjean

    00:30 Krasse Kontraste im Libanon
    04:59 Wie man den Alltag in eienr Krisenregion organisiert
    08:29 Vorbereitung und Sicherheitsrisiken bei Reportagereisen
    15:53 Den Überblick behalten im Nahen Osten
    19:09 Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliche Schranken
    22:45 Zwischen dem Nahen Osten und Europa

    [Die NZZ-Akzent-Folge mit Daniel](https://www.nzz.ch/podcast/syrien-nach-asad-zwischen-hoffnung-und-chaos-nzz-akzent-ld.1863171), nachdem er das erste Mal nach Syrien gereist war.

    [NZZ-Akzent-Folge mit Daniel,](https://www.nzz.ch/podcast/libanon-warum-die-neuen-staatlichen-busse-ein-zeichen-der-hoffnung-sind-nzz-akzent-ld.1912251) der mit öffentlichen Bussen einmal durch den Libanon gereist ist.

    [Die Repo aus Syrien](https://www.nzz.ch/international/syrien-eindruecke-aus-dem-umkaempften-suweida-ld.1894572), als Daniel und sein Kollege in eine Schiesserei gerieten.

    [Daniels Reportage aus Ceuta](https://www.nzz.ch/international/die-stadt-der-enttaeuschten-drei-wochen-nach-beginn-der-fluechtlingskrise-herrscht-in-ceuta-immer-noch-ausnahmezustand-ld.10020502) in der NZZ.

    Noch mehr Texte von Daniel [hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/daniel-boehm-ld.1861409).
  • NZZ Akzent

    Alkoholverbot? Wie Syrien trockengelegt wird

    04.09.2026 | 16 Min.
    In Syrien gibt es unter der neuen islamistischen Regierung von Ahmed al-Sharah offiziell kein Alkoholverbot. Trotzdem hat Gladees Moussa bereits aufgegeben. Die junge Christin führt mit ihren Eltern eine kleine Bar und verkauft dort seit einigen Wochen keinen Alkohol mehr. Es sei zu teuer. Vor allem aber habe sie Angst, Islamisten könnten ihre Bar stürmen.

    Der NZZ-Korrespondent Rewert Hoffer ist nach Syrien ins Tal der Christen gereist, um herauszufinden, wie sich der Alkoholkonsum unter der neuen syrischen Regierung verändert hat.

    Host: Nadine Landert
    Redaktion: Sarah Ziegler

    Weitere Geschichten von Rewert in der NZZ findest du hier: https://www.nzz.ch/impressum/rewert-hoffer-ld.1711500
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Über NZZ Akzent
Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.
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