Abschieben nach Irgendwo. KI verklagen bis Ultimo. Und der Dom sieht Dollarzeichen.
Erst die Flucht - oft unter Lebensgefahr. Dann die Ankunft in der Europäischen Union. Während Flüchtende sich hier eine Zukunft erträumen, hat die EU ihre Asylpolitik geändert: Asylbewerber könnten bald bis zu 12 Wochen an der EU-Außengrenze festsitzen, während sie auf einen positiven Bescheid warten - 3 Monate in "haftähnlichen Unterbringungen", sagen Kritiker. Dieses Grenzverfahren betrifft vor allem Menschen aus Ländern mit einer sogenannten Schutzquote von unter 20 Prozent. Und dann sieht die Reform noch sogenannte Rückkehrzentren oder Abschiebezentren in Drittstaaten vor. Im Gespräch sind potenzielle Partnerstaaten wie Ruanda, Uganda und Usbekistan. Lässt sich das rechtskonform durchziehen oder sind rechtsfreie Räume vorprogrammiert? Und geht es hier um Recht oder um die Rechte?
Ist jemand, der eine tödliche Medikamentenkombination empfiehlt, gefährlich? Begünstigt jemand, der potenziellen Amokläufern sagt, welche Waffen sie nutzen sollen, Mord? Dieser jemand ist übrigens kein Mensch, sondern ChatGPT. Der KI-Chatbot ist inzwischen Assistent, Freund, Liebespartner von Millionen Menschen - und auch unregulierter Ansprechpartner von Kindern und Jugendlichen. Aus Sicht des US-Bundesstaates Florida geht von der künstlichen Intelligenz eindeutig eine Gefahr aus - mit teils tödlichen Konsequenzen. Florida verklagt das Tech-Unternehmen OpenAI und den Geschäftsführer Sam Altman, weil ChatGPT eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit sei. Sind das die Risiken der künstlichen Intelligenz, mit der wir leben müssen? Oder stellt das KI-Unternehmen kommerzielle Interessen über alles? Und was macht der Staat?
Außerdem soll es ab Juli 12 Euro kosten, wenn man einen Fuß in den Kölner Dom setzt. Skandal! Schließlich zahlt Christoph schon Kirchensteuer. Ist der Dom jetzt eine Touristenattraktion, ein Gotteshaus oder ein Sportverein?
Zwei Freunde, zwei Meinungen, ein News-Podcast: Die Journalisten Christoph Schrag und Hendrik Schröder diskutieren aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - kontrovers und immer verständlich. Hier bekommst du die relevantesten Nachrichten und stärksten Debatten. Denkanstöße inklusive. Das alles in schlanken 30 Minuten. Jeden Freitag - pünktlich zum Wochenende.
Kapitel:
(00:00:00) Intro
(00:00:00) Ohne Asyl ins Abschiebezentrum?
(00:00:00) Ohne Bot weniger Bedrohung?
(00:00:00) Ohne Eintrittsgeld keine Erlösung?
Christoph und Hendrik empfehlen den Podcast "Die Frage":
https://1.ard.de/die-frage
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Links:
Brüssel - "Return Hubs": EU einigt sich auf Abschiebezentren in Drittstaaten
Bernie Sanders will KI-Firmen zur Hälfte verstaatlichen
rbb24 2026, Hosts: Christoph Schrag und Hendrik Schröder, Recherche: Lena Petersen