In Darmstadt entsteht ein Modellprojekt, das in der deutschen Krankenhauslandschaft Seltenheitswert hat: Das kommunale Klinikum Darmstadt und das evangelische Elisabethenstift schließen sich zu einem gemeinsamen Verbund zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die wirtschaftliche Not, sondern die Frage, wie eine verlässliche, medizinisch sinnvolle Versorgung in Zeiten von Fachkräftemangel und strukturellen Doppelungen gesichert werden kann.
Im Vortrag auf dem DRG|FORUM schildern Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender von Agaplesion, und Clemens Maurer, langjähriger Geschäftsführer des Klinikums Darmstadt, wie der zwei Jahre dauernde Prozess ablief – von den ersten Gesprächen über die Klärung von Eigentums- und Machtfragen bis hin zur Gründung einer gemeinsamen Holding. Sie sprechen über Vertrauen, politische Sensibilitäten und die Rolle von Kultur- und Tariffragen im Fusionsprozess.
Die Folge beleuchtet, warum das Projekt als möglicher Blaupausen‑Fall für andere Regionen gilt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit zwei starke Häuser tatsächlich zu einem neuen Krankenhaus zusammenwachsen.