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  • «Best of»: Afghanistan: Wenn nicht ohne Taliban, dann mit ihnen
    Als die Taliban letztes Jahr die Macht übernahmen, brach für die Leute in den Städten die Welt zusammen. Plötzlich war Schluss mit Frauen- und mit Menschenrechten. Den Leuten in den Dörfern aber haben die Taliban Frieden gebracht. Hat das Land eine Zukunft mit den Taliban und wie soll sie aussehen? Wer die Machtübernahme durch die Taliban verstehen will, muss in den Süden Afghanistans reisen, dahin wo die militante Bewegung herkommt. In den letzten 20 Jahren hat die Bevölkerung dort nicht Fortschritt, zivile Freiheiten und wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, sondern Krieg und Zerstörung. Die Drohnenangriffe der USA kosteten vielen Zivilisten das Leben, genauso wie das brutale Vorgehen von afghanischen Einheiten, die vom CIA ausgebildet wurden. Viele junge Männer schlossen sich deshalb den Taliban an. Zudem mussten viele Menschen wegen des Kriegs in die Städte fliehen. Inzwischen können sie aber in ihre Dörfer zurückkehren und erleben die Machtübernahme durch die Taliban als Befreiung. Für Hunger und Not, die jetzt herrschen, machen sie nicht die Taliban verantwortlich, sondern die vorherige korrupte Regierung und den Westen. Schwarz und weiss gebe es nicht in Afghanistan, sagt die bekannte Menschenrechtsaktivistin Mahbouba Seraj, die in Kabul ausharrt. Das Bild gute Regierung gegen böse Taliban, sei falsch. Ohne die Fehler der gefallenen Regierung und des Westens wären die Taliban nicht da, wo sie heute sind. Und jetzt einfach Sanktionen zu verhängen, sei verantwortungslos. Seraj sieht den Ausweg in einem Geben und Nehmen zwischen dem Westen und den Taliban. (Erstausstrahlung: 7. Mai 2022)
    8/13/2022
    30:50
  • «Best of»: Katar und Vereinigte Arabische Emirate: Rivalität unter Golfprinzen
    Die Emirate haben gerade die erste Weltausstellung im Nahen Osten ausgerichtet, Katar rüstet sich für die erste Fussballweltmeisterschaft in der Region. Mitten in der globalen Krise strotzen zwei schwerreiche Scheichtümer vor Optimismus und Sendungsbewusstsein. Zugleich sind sie scharfe Rivalen. Öl gibt es auch anderswo, doch wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben es verstanden, das Vermögen aus diesem Bodenschatz sinnvoll einzusetzen, sagt der Publizist Mohamed Al Hammadi mitten in der Hochhauskulisse von Dubai. Die Ambitionen der Vereinigten Arabischen Emirate reichen schon bis ins Weltall. Sie haben sich in den USA und in Japan die Technologie für eine eigene Marssonde eingekauft. Auch ein Museum der Zukunft gibt es in Dubai schon. Al Hammadi nimmt es als Beweis, dass die Emirate stets fünfzig Jahre voraus dächten. «Wer solche Horizonte vor Augen hat, der will sich nicht in Konflikte verstricken», sagt der Publizist. Genau das freilich wird den Emiraten vorgeworfen: Dass sie nicht nur Wolkenkratzer und Luxushotels bauen, sondern sich mit ihren Ölmilliarden in der ganzen Region einmischen, bis zum Horn von Afrika Häfen aufkaufen, in der arabischen Welt Kriegsparteien unterstützen. Wie die Emirate so pumpte auch Katar im letzten Jahrzehnt Milliarden in Konfliktzonen der Region, zugunsten der Gegenseite. Katar finanziere Terroristen, sagten die Emirate und verlangten vom widerspenstigen Nachbarn, dass er auf eine eigenständige Aussenpolitik verzichten und ganz auf den Kurs der andern Golfstaaten umschwenken solle. Katar dachte nicht daran. Und schon im Landeanflug auf die Hauptstadt Doha wird klar: so sieht kein Verlierer aus. Auch in Doha bestimmen Wolkenkratzer die Skyline, auch hier ist die Handschrift der Stararchitekten zu erkennen. Die Aussicht auf die Fussballweltmeisterschaft im nächsten Winter hat in Katar einen gewaltigen Bauboom ausgelöst. «Wir sind bereit, die Welt zu empfangen», sagt Mohammed Al Mulla vom staatlichen Organisationskomitee. Mit dem rund um den Globus beachteten Sportereignis will Katar sich selbst und der ganzen Welt die eigene Unverzichtbarkeit beweisen. (Erstausstrahlung: 30. April 2022)
    8/6/2022
    28:12
  • «Best of»: Das Massensterben der «Manatees» in Florida
    Floridas Seekühe sind eine Art inoffizielles Wappentier des US-Bundesstaates. Doch allein im letzten Jahr starben über 1'100 der geschützten «Manatees». Gewässerverschmutzung und Überdünnung der Gewässer zerstören ihre Lebensgrundlage. Ihr Massensterben ist ein Alarmsignal für ganz Florida. Manatees sind gesellig und ausgesprochen friedliebend – und in Florida sehr beliebt. Doch die Seekühe am südöstlichen Zipfel der USA sind akut bedroht. Viele verhungern, weil sie kein Seegras mehr finden, das ihre Hauptnahrungsquelle ist. In vielen küstennahen Gewässern Floridas sind in den letzten Jahren bis zu 95 Prozent der Seegrasbestände verschwunden. Dies ist eine Folge der anhaltenden Gewässerverschmutzung und der Überdüngung von seichten Küstengewässern, die damit einhergeht. Schuld daran ist der Mensch: Unzählige Häuser in Florida sind nicht an die Kanalisation angeschlossen. Über «septic tanks», eine Art Sickergruben, geraten Nährstoffe aus Fäkalien ins Grundwasser und von dort ins Meer, was zu massiven Algenblüten führt. Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass das Massensterben der Seekühe ein Alarmsignal für ganz Florida ist. Denn die Gewässerverschmutzung wird allmählich auch zur Bedrohung für den wirtschaftlich wichtigen Tourismus. Mit dem Anstieg des Meeresspiegels verschärft sich das Problem noch zusätzlich. Dennoch hat die Regierung in Florida bislang kaum wirksame Massnahmen eingeleitet. Dabei fehlt es nicht an Gesetzen, sondern an deren Durchsetzung. (Erstausstrahlung: 23. April 2022)
    7/30/2022
    27:24
  • «Best of»: Nordirland – trotz wirtschaftlichem Erfolg staut sich die Wut
    Beim Brexit war allen klar, um den Frieden in Nordirland nicht zu gefährden, darf zwischen Nordirland und Irland keine harte Grenze entstehen. Nordirland blieb deshalb im EU-Binnenmarkt. Diese Entscheidung lässt jetzt aber die Emotionen hochgehen, insbesondere bei den protestantischen Unionisten. Beide Seiten haben sich einvernehmlich darauf geeinigt, die Regierung von Boris Johnson in London und die Europäische Union: Nordirland bleibt im EU-Binnenmarkt. Das hat den Vorteil, dass sich Menschen und Güter weiterhin völlig ungehindert zwischen dem Norden der Insel und der Republik Irland hin und her bewegen können. Es hat aber den Nachteil, dass es jetzt in der Irischen See eine Zollgrenze gibt, die Nordirland vom britischen Mutterland trennt. Die protestantischen Unionisten fühlen sich deshalb verraten und sehen ihre britische Identität in Gefahr. Immer wieder führt die Frustration zu Protesten, wiederholt schon zu Gewalt. Busse und Autos brannten. Steine und Flaschen flogen. Die Emotionen gehen hoch, obwohl die Unternehmen in Nordirland zufrieden sind mit der neuen Lösung. Seit dem Brexit floriert das Geschäft nämlich in beide Richtungen, zum Süden der Insel hin und – trotz der neuen Zollgrenze in der Irischen See - zum Mutterland auf der anderen Seite. Warum sind Fragen der Identität wichtiger als der wirtschaftliche Erfolg? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Reportage aus Nordirland. (Erstausstrahlung: 9, April 2022)
    7/23/2022
    29:32
  • «Best of»: Aufbruch im deutschen Osten – Provinzstadt erfindet sich neu
    Das Image der Wende-Verlierer haftete lange an Wittenberge. Die ostdeutsche Kleinstadt verlor ihre Industrie und entleerte sich mit dem Ende der DDR. Nun ziehen Digitalarbeiter aus Berlin mit neuen Ideen an die Elbe. Dank pragmatischer Behörden wird die Schrumpfung gestoppt und die Stadt erwacht. «Mensch, die Leute hier sind ja richtig nett und man hat mal wieder einen Schnack gehalten, obwohl man sich nicht kennt». Andrea Stenz ist begeistert. Sie hat das hippe Berlin verlassen, ausgerechnet für eine Stadt, in der nichts läuft, in der es besonders viele Rentner und Arbeitslose gibt. Denn in Wittenberge ist die Bevölkerung nach der Wende praktisch auf die Hälfte geschrumpft. Das weitherum bekannte Nähmaschinenwerk Veritas wurde «platt gemacht», wie es hier heisst. Auf der Suche nach Arbeit und Ausbildung wanderte eine ganze Generation aus. Doch nun ziehen immer mehr junge Menschen wie Andrea mit ihrem Start Up in die Stadt an der Elbe und verwirklichen Ideen, für die es in den Metropolen kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Sie bespielen leerstehende Gebäude, organisieren Kulturanlässe, arbeiten in Coworking Spaces, oder sehnen sich ganz einfach nach einem Leben nahe der Natur. Wiebke Lemme etwa kommt zurück an den Ort ihrer Kindheit. Die Berliner Architektin will Mitten im alten Stadtkern zusammen mit anderen Grossstädtern einen energieeffizienten Neubau erstellen. Wie es zu diesem Aufbruch kommt und welche Rolle dabei der Bürgermeister spielt, das zeigt die Reportage aus der Elbestadt Wittenberge. Sie liegt Mitte auf der Strecke Berlin – Hamburg. (Erstausstrahlung: 12. März 2022)
    7/16/2022
    24:50

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