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    «Literaturclub» mit dem Schauspieler Charly Hübner

    24.02.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Laura de Weck, Adriana Altaras, Wolfgang M. Schmitt und der deutsche Schauspieler Charly Hübner diskutieren über aktuelle Bücher von Leïla Slimani, Judith Hermann, Christian Haller, Stefanie Sargnagel und Alexander Schnickmann.

    Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Den Prix Goncourt hat sie erhalten, Bestseller um Bestseller geschrieben. Mit ihrem neuen Roman «Trag das Feuer weiter» schliesst Slimani eine dreibändige Familiensaga ab. Das Portrait einer marokkanischfranzösischen Familie über mehrere Generationen hinweg.

    Auch die deutsche Bestseller-Autorin Judith Hermann legt ein neues Werk vor. In «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» begibt sie sich auf die Spuren ihres Grossvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert war. Wie Schuld und Schweigen bis heute nachwirken – das lotet die Autorin in ihrem unverwechselbaren «Judith-Herman-Sound» aus.

    Von einfachen, klaren und doch lange nachwirkenden Sätzen ist «Einfallende Dämmerung» geprägt. Der Schweizer Buchpreisträger Christian Haller erkundet darin das «unbekannte Land des Alters». Die Novelle handelt von einem Mikrobiologen, der seinen 80. Geburtstag feiert und merkt, dass er nun in eine neue Lebensphase eintritt.

    Gerade fand der Wiener Opernball statt. Ein Ereignis, dass die österreichische Satirikerin Stefanie Sargnagel gnadenlos auf die Schippe nimmt. Ihr Buch «Opernball. Zu Besuch bei der Hautevolee» ist eine wort- und wahnwitzige Persiflage auf die Reichen und Schönen.

    Der deutsche Autor Alexander Schnickmann machte vor einigen Jahren mit seinem Versroman «requiem» im Feuilleton von sich reden. Nun legt er einen Gedichtband vor. «Gestirne» ist eine Sammlung kosmischer Liebesgedichte, die in die Fernen des Weltalls führt.

    Die Bücher der Sendung sind:

    · Stefanie Sargnagel. «Opernball». 80 Seiten. Rowohlt Hundert Augen, 2026.

    · Leïla Slimani. «Trag das Feuer weiter». 448 Seiten. Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Luchterhand, 2026.

    · Christian Haller. «Einfallende Dämmerung». 144 Seiten. Luchterhand, 2026.

    · Judith Hermann. «Ich möchte zurückgehen in der Zeit». 160 Seiten. S. Fischer, 2026.

    · Alexander Schnickmann. «Gestirne». 98 Seiten. Matthes & Seitz, 2026.
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    «Literaturclub» mit dem Zoodirektor Severin Dressen

    28.01.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Jennifer Khakshouri, Nina Kunz, Gerhard Pfister und der Direktor des Zoo Zürich, Severin Dressen, diskutieren über aktuelle Bücher von Pascal Mercier, Verena Kessler, Gaea Schoeters, Julian Barnes und Mariana Enriquez.

    Viele dürften den Schriftsteller und Philosophen Pascal Mercier durch seinen Bestseller «Nachtzug nach Lissabon» kennen. Mercier gehört zu den international erfolgreichsten Schweizer Autoren überhaupt. 2023 verstorben, erscheint nun posthum ein Band mit fünf Kurzgeschichten von ihm. «Der Fluss der Zeit» ringt mit elementaren Themen wie Freiheit, Identität und Vergänglichkeit.

    Es gibt nicht viele Romane, die in einem Fitness-Studio spielen. «Gym» von der deutschen Autorin Verena Kessler tut das. Es geht um eine Frau, die in einer «Muckibude» jobbt. Als sie selbst zu trainieren beginnt, verliert sie jedes Mass. Der Sport wird zur Obsession. Rasant erzählt, lässt sich diese Geschichte auch als Kritik an unserer Leistungsgesellschaft lesen.

    Passend zu seiner Leidenschaft für Tiere stellt der Gast der Sendung, der Zürcher Zoodirektor Severin Dressen, einen tierischen Roman zur Diskussion: «Das Geschenk» von der flämischen Autorin Gaea Schoeters. Die Handlung: 20.000 Elefanten stehen plötzlich mitten in Berlin. Ein normaler Alltag ist fortan unmöglich. Und was tut die Regierung? Getrieben von Macht- und Konkurrenzdenken sucht diese nur nach Scheinlösungen. Eine skurrile Polit-Satire.

    Der britische Star-Autor Julian Barnes wird dieser Tage 80 Jahre alt. Zeit für ihn, sich vom Schreiben zu verabschieden. Meint zumindest er. Er tut das mit dem Werk «Abschied(e)», einer Mischung aus Essay, Memoir und Roman. Barnes blickt darin auf sein Leben zurück. Ein trauriges Buch, das aber von einem beeindruckend leichten Ton getragen ist.

    Einen Blick nach Südamerika wirft die «Literaturclub»-Runde mit dem Erzählband «Grelles Licht für darke Leute» der Argentinierin Mariana Enriquez. Ihr Genre: literarischer Horror. Und so handeln ihre Stories von Gesichtern, die bei lebendigem Leibe verwesen, von Toten, die ihre Nachbarn verfolgen, oder von Frauen, die zu Vögeln werden.

    Die Bücher der Sendung sind:
    · Julian Barnes. «Abschied(e)». Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch, 2026.
    · Mariana Enriquez. «Grelles Licht für darke Leute». Aus dem argentinischen Spanisch von Silke Kleemann und Inka Marter. S. Fischer, 2025.
    · Verena Kessler. «Gym». Hanser Berlin, 2025.
    · Pascal Mercier: «Der Fluss der Zeit». Hanser, 2026.
    · Gaea Schoeters. «Das Geschenk». Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing. Zsolnay, 2025.

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Im «Literaturclub» werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen vorgestellt und in lustvoller Auseinandersetzung diskutiert. Damit Sie sich eine Meinung bilden können, was zu lesen sich lohnt und was eher nicht. Immer am literarischen Puls der Zeit.
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