"Was Dich zu mir getrieben, es war wohl mehr Leidenschaft als Freundschaft", beklagte sich Heloisa (1095-1163) bei ihrem einstigen Geliebten und Ehemann, Petrus Abaelard (1079-1142). Beide, inzwischen als Äbtissin und Abt für verschiedene Klöster zuständig, reflektierten in acht später berühmt gewordenen Briefen sehr intensiv über ihre rund 15 Jahre zurückliegende, intensive Liebesbeziehung. Diese endete dramatisch: Abaelard, der berühmteste Gelehrte seiner Zeit, wurde wie ein gemeiner Verbrecher verstümmelt. Wir beleuchten in dieser Episode nicht nur die Phasen und Hintergründe dieser ungewöhnlichen Beziehung, sondern auch die unkonventionellen Motivationen beider, die sich aus den schriftlichen Aufzeichnungen herauskristallisieren. Nach Abschluss ihres Lebens wurden beide in einer gemeinsamen Grabstätte wiedervereint: "Einst durch die Studien, die Begabung, die Liebe, und - nach unheilvoller Heirat - die Reue, jetzt durch ewige Glückseligkeit - so hoffen wir - verbunden".
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