
Unter Freunden: Alexander von Bismarck – „Wir können hoffen“
28.12.2025 | 41 Min.
In der „Weihnachtswelt“ im Bismarck-Schloss Döbbelin herrscht freudige Betriebsamkeit. Alexander von Bismarck erzählt von seinen Erfahrungen mit dem Geschäft zum Weihnachtsfest, von Trends, von der Modefarbe Weiß und von der „kleinen grünen Gurke“. Er glaubt, „dass gerade die schöne Weihnachtszeit dazu angetan ist, die innerlichen Werte – und dass man wieder lachen kann – dazu führen, dass wir uns fragen: Müssen wir wirklich in einer Aggressivität miteinander reden, oder können wir andere Wege gehen? Wege, die es früher immer gegeben hat“. Nach wie vor setzt er auf Diplomatie, auf persönliche Begegnungen und auf Kulturaustausch. Heute steht auf dem Wunschzettel, „dass man friedlich zusammenkommt“: Deutsche und Russen. Auf die Frage, ob wir im Moment mehr Hoffnungen haben können oder mehr Ängste haben müssen, antwortet er klar: „Wir können hoffen.“ (Wiederholung vom 8. Dezember 2024)

Unter Freunden: Achijah Zorn – O du fröhliche
14.12.2025 | 45 Min.
Ausgerechnet „O du fröhliche“ hat sich als beliebter Dauerbrenner in der Adventszeit erwiesen, auch wenn es da im Text heißt „Welt ging verloren“. Achijah Zorn, der mit zahlreichen CD-Veröffentlichungen und dem Buch „Geborgen frech und frei“ bekannt geworden ist, erklärt, was es mit dieser Fröhlichkeit auf sich hat und berichtet, wie er eine aufgepeppte Version des Liedes bei seinem Disco-Gottesdienst einsetzt. Ihm geht es darum, dass jeder seinen Weg findet, der „tragischen Triade“, wie sie Viktor Frankl beschrieben hat, mit der „Gewissheit der Geborgenheit“ zu begegnen und – gerade zu Weihnachten – in die „Gegenwart Gottes“ zu kommen. Es ist nicht etwa so, dass der Glaube dem Menschen einen Sinn verleiht, vielmehr „schenkt er ihm die Kraft, die Sinnlosigkeit und Absurdität des Lebens zu ertragen“. Deshalb können wir „fröhlich“ sein.

Unter Freunden: Jürgen Danowski – Was ist uns von Preußen geblieben?
07.12.2025 | 51 Min.
Es gab etwas zu feiern: Vor 500 Jahren erfolgte die Gründung des Staates Preußen durch Albrecht von Brandenburg-Ansbach. Dr. Jürgen Danowski berichtet vom Festakt in Ansbach und zeichnet bei einem rasanten Ritt durch die Geschichte ein überraschendes Bild dieser bedeutenden europäischen Großmacht, die nicht allein durch Tugenden wie Bescheidenheit, Effektivität, Disziplin und Selbständigkeit geprägt war, sondern auch durch Toleranz, durch eine Marktwirtschaft mit geringer Steuerlast und durch die Förderung der Wissenschaften. Das Verhältnis zum Militär war weit differenzierter, als uns das Vorurteil einflüstern will, es ermöglichte die allgemeine Schulpflicht und schuf das Beamtentum. Jürgen Danowski erinnert auch daran, dass „der Widerstand im Dritten Reich preußisch war“. Abgerundet wird sein Bericht mit einem Hinweis auf die reiche Kultur und den besonderen preußischen Humor sowie mit Erlebnissen aus dem heutigen Kaliningrad, das in letzter Zeit eine erstaunlich positive Entwicklung durchgemacht hat.

Unter Freunden: Manfred Bockelmann – Die Schattenlieder von Udo Jürgens
30.11.2025 | 27 Min.
Von Udo Jürgens gibt es etwa tausend Lieder, er selbst gesteht ein, dass darunter einige „Gurken“ sind. Es sind allerdings auch unterschätzte Kunststücke dabei, die im Schatten seiner großen Erfolge stehen. Manfred Bockelmann, der neun Jahre jüngere Bruder, der als Maler Karriere gemacht hat, nennt sie „Schattenlieder“ und stellt einige davon vor. Er berichtet, dass er sich durch den Altersunterschied glücklicherweise von Anfang an nicht in Konkurrenz zu seinem berühmten Bruder gesehen hat und stets in einem produktiven Austausch mit ihm stand. Die Schattenlieder von Udo Jürgens sind überraschend aktuell, wenn er etwa davon singt, dass wir uns „erheben“ sollen gegen den Krieg, und wenn es heißt: „Ich bin dafür, dass Widerspruch erlaubt ist. Ich halte es sogar für eine Pflicht.“

Unter Freunden: David Berger – Totensonntag
22.11.2025 | 52 Min.
„Philosophieren heißt sterben lernen“, sagte Sokrates. Dr. Dr. David Berger ist Philosoph und Theologe zugleich. Er hat sich schon im Alter von 16 Jahren in lateinische Schriften eingelesen und war viele Jahre als Professor im Vatikan an der „Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin“ tätig. Er kennt die Schriften und hat persönliche Erfahrungen mit der Begleitung Sterbender. Berger hat gelernt, dass der Tod „seinen Schrecken verliert“, wenn wir die Möglichkeit der Vergebung nutzen. Das „momento mori“ wird zum „momento vivere“ und erinnert an das „Wunderbare des Lebens“. David Berger hofft, im ewigen Leben nicht nur geliebte Menschen, sondern auch seinen Hund in der Herrlichkeit einer allumfassenden, göttlichen Liebe wiederzutreffen. Von Thomas von Aquin weiß er: „Der Tod beendet nicht das Leben, er verändert es.“



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