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Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger
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325 Episoden

  • Hörgang

    Schlafstörungen behandeln: Was bei Insomnie wirklich hilft

    14.09.2026 | 19 Min.
    Nicht jede unruhige Nacht ist eine Schlafstörung. Von einer klinisch relevanten Insomnie spricht man vor allem dann, wenn Ein- oder Durchschlafprobleme auch den Tag beeinträchtigen, etwa durch Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, Fehleranfälligkeit oder gedrückte Stimmung. Hält die Störung länger als drei Monate an, sollte die Behandlung zunächst ohne Medikamente erfolgen. Neben einem regelmäßigen Tagesrhythmus und guter Schlafhygiene gilt die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie als wichtige Behandlungsoption. Dazu kann auch eine gezielte, fachlich begleitete Verkürzung der Bettzeit gehören, um den Schlafdruck zu erhöhen. Ein Schlaflabor ist besonders sinnvoll, wenn organische Ursachen wie nächtliche Atemaussetzer oder periodische Beinbewegungen vermutet werden. Entscheidend ist, anhaltende Beschwerden ernst zu nehmen und frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.
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    Operationsfehler vermeiden: So funktioniert Patientensicherheit im OP

    14.09.2026 | 34 Min.
    100 Fehler auf eine Million Behandlungen – die Medizin ist Hochrisiko- und Hochsicherheitsbereich zugleich. Doch wie kommt es trotz Patientenarmband, Seitenmarkierung und WHO-Checkliste immer wieder zu sogenannten Never-Events wie einer Seitenverwechslung?
    Prof. Dr. Gerald Sendlhofer, Professor für Patientinnensicherheit und Nachhaltigkeit an der Med Uni Graz, erklärt im Hörgang-Podcast, warum Routine zur Gefahr werden kann, wie KI künftig Medikationsfehler verhindern soll und weshalb eine offene Fehlerkultur im OP-Team über Sicherheit entscheidet.
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    Pflegenotstand in Österreich: Warum es nicht den einen Hebel gibt

    13.09.2026 | 28 Min.
    Pflege am Limit: „Es gibt nicht den einen Hebel“

    Bis 2030 fehlen in Österreich bis zu 100.000 Pflegekräfte – zugleich steigt die Zahl der über 85-Jährigen um fast die Hälfte. Zwei Kurven, die auseinanderklaffen wie eine Schere. Über diese Lücke spricht Sabine Pleschberger, Professorin für Pflegewissenschaft an der MedUni Wien, im Hörgang.

    Pleschberger warnt vor Alarmismus, beschönigt aber nichts: Der Notstand ist längst Alltag. Wer Pflege braucht, hört heute je nach Wohnort „Wir schicken morgen jemanden“ – oder „Wir können niemanden schicken.“ Ein Drittel der aktiven Kräfte geht bis 2030 in Pension und nimmt sein Erfahrungswissen mit. Menschen frühzeitig zu verlieren, sei ein Alarmsignal: „Da sollten alle Alarmglocken schrillen.“

    Auffällig: 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, rund eine Million Angehörige leisten diese Arbeit – oft zwischen Beruf und Familie zerrieben. Pleschbergers Antwort heißt Denken in Netzwerken: Caring Communities, Community Nursing, der „achtsame Bezirk“. Doch solche Modelle leben von befristeten Projekten. Es fehle politisches Commitment für dauerhafte Strukturen.

    Ihr Befund zum Berufsbild ist klar: Das Klischee der „Krankenschwester“ als Assistenzberuf hält sich hartnäckig – und steht der Anerkennung als eigenständige Gesundheitsprofession im Weg. Ihr Lösungsansatz sind die drei R: Recruit, Retain, Reform. Menschen gewinnen, sie im System halten, das System reformieren. Denn den einen Hebel, sagt sie, gibt es nicht – aber viele, die man klug verknoten muss.
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    Kreuzbandriss im Fußball: Wann Stammzellen die OP ersetzen können

    07.09.2026 | 27 Min.
    Kreuzbandverletzungen zählen weiter zu den gefürchtetsten Diagnosen im Sport. Gleichzeitig wandelt sich die Behandlung grundlegend. „Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem nicht mehr jeder Kreuzbandriss operiert werden muss“, sagt Sportorthopäde Patrick Weninger. Moderne Verfahren der regenerativen Medizin mit Stammzellen können in ausgewählten Fällen die Heilung des eigenen Bandes fördern. Als Hauptursache nennt Weninger nicht den Gegnerkontakt, sondern unkontrollierte Rotationsbewegungen. Zudem beobachtet er eine steigende Verletzungsanfälligkeit im Profifußball, weil Spielpläne dichter werden und Erholungszeiten schrumpfen. Künstliche Intelligenz könnte künftig helfen, die optimale Therapie noch präziser vorherzusagen.
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    Pathogene Pilze: Wenn harmlose Umweltkeime krank machen

    19.08.2026 | 19 Min.
    Der Pilz ist derselbe. Verändert hat sich der Mensch. Weil Ärzte heute gezielter in das Immunsystem eingreifen und Schwerkranke länger leben, wächst die Zahl jener, denen gewöhnliche Umweltpilze gefährlich werden können.

    Besonders bedroht sind Menschen unter Langzeit-Cortison, bestimmten Krebstherapien oder nach Virusinfektionen. Häufige Erreger sind Aspergillus, seltener Fusarium und andere Schimmelpilze. Ihre natürliche Widerstandskraft macht die Behandlung schwierig; wirksame Antimykotika sind rar.

    Auch die Erderwärmung könnte das Problem verschärfen: Wärmeliebende Pilze breiten sich aus, bislang fremde Mykosen könnten in Europa heimisch werden. Lass-Flörl fordert deshalb Überwachung, Prävention und gezielte Aufklärung. Für Gesunde gilt aber: Wald, Garten und Boden sind keine Gefahr. Die Umwelt müsse nicht steril sein.
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Über Hörgang
Forschung, Klinik und Gesundheitspolitik im Gespräch: Hörgang, der Podcast von Springer Medizin Wien, bringt die Menschen ans Mikrofon, die Medizin gestalten und weiterdenken. Fundierte Einblicke, spannende Geschichten und Perspektiven aus erster Hand. Das Hörgang-Team wird geleitet von Chefredakteur Martin Krenek-Burger und Johanna Wolfsberger, PhD. Für DFP-Audiofortbildung verantwortlich zeichnet Dr. Stefanie Schmellenkamp.
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