Liebe ist mehr als nur ein romantisches Gefühl - sie kann auch eine politische, gesellschaftliche und psychologische Haltung sein. Vor allem in einer Zeit, in der Ohnmacht für viele zum politischen Grundgefühl geworden ist. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung prägt zunehmend unseren öffentlichen Diskurs. Immer mehr Menschen ziehen sich zurück – resignieren, schweigen, bleiben im Privaten. Doch Schweigen hat noch nie jemanden geschützt. Daher ruft Bestseller-Autor Daniel Schreiber zu Liebe als aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses auf. Was zunächst naiv klingen mag, versteht er als politische Haltung – als bewusste Entscheidung für Verantwortung, Empathie und demokratischen Zusammenhalt. Wir sprechen darüber, warum Rückzug keine nachhaltige Bewältigungsstrategie ist, was Hannah Arendts „Amor Mundi“ – die Liebe zur Welt – wirklich bedeutet, warum Liebe kein Gefühl, sondern eine Tätigkeit ist, wie wir Menschen begegnen können, die völlig anderer Meinung sind und weshalb Vergebung für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander unverzichtbar ist. Es geht um die Frage, was wir im Zusammenleben aus dem Blick verloren haben – und wie es gelingen kann, hoffnungsvoll, handlungsfähig und zuversichtlich zu bleiben.