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    Drei ETFs fürs Leben – Christian W. Röhl entwirft einfaches Basisdepots

    13.05.2026 | 47 Min.
    Drei ETFs – reicht das wirklich für den langfristigen Vermögensaufbau? Christian W. Röhl spricht mit Edda Vogt darüber, warum ein globaler Weltindex die Basis bilden kann, weshalb der hohe US-Anteil differenzierter zu sehen ist und wann ein ETF ex USA ergänzt. Dazu: Dividenden-ETFs, Qualitätsfilter, Währungsrisiken und eine mögliche 60-20-20-Struktur fürs Depot.

    Zusammenfassung

    Christian W. Röhl erklärt, wie Anlegerinnen und Anleger mit wenigen ETFs eine einfache, robuste und langfristig tragfähige Depotstruktur aufbauen können. Im Zentrum steht der Gedanke, nicht nach der perfekten Aktie zu suchen, sondern mit einem globalen ETF den „ganzen Heuhaufen“ zu kaufen. Als erste Säule nennt Röhl einen All Country World ETF, der Industrie- und Schwellenländer bündelt und damit die globale Börsenrealität abbildet.

    Die häufig kritisierte hohe USA-Gewichtung sieht Röhl differenziert. Nach Firmensitz ist der US-Anteil groß, nach Umsatzquellen wirkt die Welt aber deutlich breiter verteilt, weil viele US-Konzerne international verdienen. Auch beim Währungsrisiko plädiert er für Gelassenheit: Eine Absicherung koste Rendite und passe eher zu taktischen Strategien als zu einem langfristigen Basisinvestment.

    Als zweite Säule kommt ein All World ex USA ETF ins Spiel. Er ist aus Röhl-Sicht kein Ersatz für den Weltindex, sondern ein Ergänzungsbaustein, mit dem sich das US-Gewicht reduzieren und Europa, Japan sowie andere Regionen stärker einbinden lassen. Die dritte Säule bilden Dividenden-ETFs. Dabei geht es Röhl weniger um das Jagen hoher Ausschüttungen, sondern um Qualität, Cashflow und tragfähige Regeln. Seine beispielhafte Gewichtung: 60 Prozent All Country World, 20 Prozent ex USA und 20 Prozent Dividenden.

    Timecodes

    00:06 Einführung: Warum ETFs für viele Anleger die einfachste Basis sind

    03:10 Drei ETFs fürs Leben: Die Grundidee hinter der Depotstruktur

    17:31 Weltindex, USA-Anteil und Währungsrisiken

    31:02 Global investieren ohne USA? Was ein ex-USA-ETF leisten kann

    34:42 Anlagehorizont, Vermögensaufbau und langfristiges Denken

    36:29 Dividenden-ETFs: Vom Dividendenjäger zum Dividendenkassierer

    42:55 Rolle von Anleihen im Portfolio

    45:06 Mögliche Gewichtung: 60-20-20 als Orientierung

    49:00 Satellitenstrategien und persönliche Überzeugungen im Depot

    50:56 Fazit: Einfach bleiben, breit streuen, langfristig investieren
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    Vom Schaufenster ins Depot: Lisa Osada zeigt, wie Stockpicking ohne Hype funktioniert

    07.05.2026 | 23 Min.
    Wie Lisa ihre Einzelaktien auswählt und was ihre Anlagestrategie so erfolgreich macht.

    Aktien kaufen, nur weil eine Marke sympathisch wirkt? Genau das reicht Lisa Osada von Aktiengram nicht. Im Podcast mit Edda Vogt erklärt die frisch als Finfluencerin des Jahres 2026 ausgezeichnete Anlegerin, wie aus einer Alltagsbeobachtung ein belastbarer Investmentcase wird. Der Blick ins Schaufenster ist für sie nur der Anfang. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: Geschäftsmodell verstehen, Management prüfen, Dividendenhistorie analysieren, Ausschüttungsquote einordnen und sich ehrlich fragen, ob das Unternehmen auch in zehn Jahren noch überzeugen kann.

    Lisa Osada setzt nicht auf Hype, Charts oder hektisches Rein und Raus, sondern auf Qualität, Geduld und klare Regeln. Ideen kommen aus dem echten Leben, die Prüfung aus Geschäftsberichten, Unternehmenswebseiten, Interviews und Kennzahlen. Dividenden sind für sie nicht nur ein netter Bonus, sondern ein echter Antrieb. Reinvestiert wird konsequent, damit der Zinseszinseffekt seinen Job machen kann. Einzelaktien machen meist nur 5 bis 6 % im Depot aus. Verkauft wird nicht aus Nervosität, sondern nur dann, wenn der Investmentcase kippt.

    Besonders stark ist ihr Blick auf die eigenen Fehler: Früher kaufte sie blind Aktien aus Flop-Listen, heute setzt sie auf Substanz statt Schnäppchenreflex. Eine Folge über Stockpicking mit System, den Unterschied zwischen Markenliebe und Aktienqualität und die Kunst, den Börsenlärm einfach auszublenden.

    Links zu diesem Podcast:

    https://aktiengram.de/

    https://privatanleger-vor-ort.de/

    https://www.boersenradio.de/

    Einführung und Vorstellung von Lisa Osada (00:00:27)

    Edda stellt ihren Gast, Lisa Osada, vor und gibt einen Überblick über die Themen der Episode: ihre persönliche Anlagestrategie.

    Der Reiz von Einzelaktien (00:01:25)

    Lisa Osada erklärt, warum sie Einzelaktien gegenüber ETFs bevorzugt: die Möglichkeit, tief in Geschäftsmodelle, Produkte und Marken einzutauchen.

    Börse als Lerninstrument (00:02:37)

    Investieren in Einzelaktien hat Lisas Blick auf Wirtschaft und Politik verändert und ihr geholfen, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.

    Lisas Anlagestrategie im Überblick (00:04:07)

    Lisa beschreibt ihre Strategie als langfristig, qualitativ und auf Kennzahlen basierend, mit einem starken Fokus auf Dividendenaktien.

    Die Macht der Dividenden (00:05:11)

    Dividenden sind eine große Motivation. Lisa reinvestiert sie konsequent, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren und ihre Sparrate zu erhöhen.

    Wichtige Kennzahlen und Kriterien (00:06:09)

    Lisa nennt wichtige Kennzahlen wie Dividendenhistorie, Ausschüttungsquote und Wettbewerbsvorteile (Burggraben) als Teil ihrer Unternehmensanalyse.

    Die Rolle des Managements (00:07:15)

    Preis und Bewertung einer Aktie (00:08:13)

    Von der Idee zum Kauf (00:09:19)

    Events für Privatanleger (00:11:07)

    Lernprozess und frühere Fehler (00:12:43)

    Portfolio-Überwachung im Alltag (00:14:03)

    Zeitaufwand für die Geldanlage (00:15:16)

    Verkaufsstrategie und Trennungsgründe (00:16:11)

    Regeln zur Diversifikation (00:19:07)

    Branchen, die gemieden werden (00:19:46)

    Schnellfragerunde zu Anlagethemen (00:21:32)

    Tipps für den Einstieg ins Stock-Picking (00:22:12)
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    "Rumrutschfaktor" im Depot: Wenn die Position den Schlaf raubt

    29.04.2026 | 43 Min.
    Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3

    Außen glänzen die Märkte, innen knirscht das Getriebe. US-Börsen nahe ihren Höchstständen, geopolitische Risiken, Konjunktursorgen und trotzdem scheinbare Ruhe.

    Für Optionshändler Tino Joffroy ist das kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Fall für den Blick unter die Motorhaube: VIX, Put-Call-Ratio, Terminstruktur. Die Oberfläche sagt: Alles okay. Das Innenleben sagt: Bitte nicht einschlafen.

    Im Gespräch mit Edda Vogt bei Börse@Home wird daraus keine Crash-Show, sondern eine ehrliche Lektion in Marktvernunft. Joffroy hält 30 % Cash, weil Chancen oft plötzlich kommen und schlechte Nachrichten noch schneller. Sein wichtigster Praxisfilter heißt "Rumrutschfaktor": Wer mit einer Position nicht mehr ruhig sitzt, sollte sie verkleinern. Nicht panisch raus, aber raus aus der Selbsttäuschung. Optionen sind für ihn Cashflow-Werkzeug, nicht Zocker-Zauberstab.

    Stillhaltergeschäfte können Prämien bringen, aber der Gewinn ist begrenzt und der Verlust kann bei schlechtem Risikomanagement wehtun. Die Botschaft: Langfristdepot und Trading sauber trennen, Cash nicht verachten, Risiken vorher durchdenken. Und vor allem: Der Markt verzeiht vieles, aber keine Disziplinlosigkeit. Erst denken, dann handeln. Der erste Verlust ist oft der kleinste.

    Zeitstempel

    Der Rumrutschfaktor (00:00:02)

    Einführung und Vorstellung (01:26)

    Aktuelle Marktlage (02:51)

    Tinos Cashquote (03:53)

    Umgang mit Nervosität (05:07)

    Börsenstammtische und Finanzmedien (06:27)

    Gruppendiskussionen können von wenigen Meinungen dominiert werden. Tino bevorzugt Bücher gegenüber Finanzmedien, um Zusammenhänge zu verstehen.

    Risiko und Unruhe am Markt (08:54)

    Unruhe ist für Optionsverkäufer positiv. Jede Situation fühlt sich einmalig an, weil jüngste Ereignisse am höchsten gewichtet werden.

    Die richtige Strategie finden (12:03)

    Jeder Anleger braucht eine individuelle Strategie. Ein wichtiger Indikator ist der „Rumrutschfaktor“: Bei Unwohlsein Positionen reduzieren.

    Möglichkeiten der Depot-Absicherung (15:51)

    Absicherung durch den Kauf von Puts ist komplex. Tino bevorzugt es, Positionen zu reduzieren statt das Portfolio abzusichern.

    Taktische Anpassung der Sparrate (18:02)

    Bei seinem langfristigen Vermögensaufbau passt Tino die Sparrate taktisch an und kauft bei Kursrückgängen („buy the dip“) nach.

    Optimale Positionsgröße und Zeithorizont (19:37)

    Tino wird bei einer Positionsgröße von 10 % vorsichtig. Sein kurzfristiger Horizont beträgt etwa vier Wochen.

    Umgang mit Einzelrisiken und Indexoptionen (21:09)

    Tino handelt auch Indexoptionen, da sie das Einzelrisiko reduzieren. Er handelt hauptsächlich an US-Börsen wegen besserer Liquidität.

    Einstiegspunkte und Geschäftsmodelle (26:28)

    Ratschlag für einen Rentner (29:27)

    Einem Rentner mit offensivem Portfolio rät Tino, langsam Gewinne mitzunehmen und sich nicht um das Erbe zu sorgen.

    Abhängigkeit vom US-Dollar (30:56)

    Tinos Lebensunterhalt (32:04)

    Tino lebt hauptsächlich vom Cashflow aus dem Optionshandel und betrachtet sein Depot als eine Firma, aus der er Geld entnimmt.

    Buchempfehlungen (33:14)

    Tino empfiehlt drei Bücher: „Market-Zyklen meistern“ von Howard Marks, „Mehr Geld als Gott“ und „Magier der Märkte“.

    Startkapital für den Optionshandel (35:54)

    Tino meint, dass man heute mit 100.000 Euro und einem Halbtagsjob mit dem Optionsverkauf beginnen könnte.

    Renditeziele im Optionshandel (37:58)

    Tinos Ziel ist eine Rendite von 1 % pro Monat, was aber nicht linear planbar ist und Schwankungen unterliegt.

    Risikomanagement (40:37)

    Tino schließt eine Optionsposition, wenn der Verlust 200 % der eingenommenen Prämie erreicht, um Verluste zu begrenzen.
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    Zwischen turbulentem Markt und sicherem Hafen – ein Update zu Gold und anderen Edelmetalle mit Rohstoffanalyst Michael Blumenroth #298

    31.03.2026
    Gold kennt derzeit scheinbar nur eine Richtung – nach oben. Nach der Rekordjagd des Goldpreises der vergangenen Monate, inklusive teils heftiger Ausschläge nach unten, fragen sich viele: Wie tragfähig ist der Lauf der Edelmetalle, welche Treiber bewegen den Markt – und taugt Gold 2026 noch als sicherer Hafen? Auch der Silberpreis hat bemerkenswerte Volten gezeigt. Sind jetzt Platin und Palladium. Darüber sprechen wir mit Rohstoffanalyst Michael Blumenroth im Update.

    Börse@Home ist deine Lunch-Break für alle Börsenthemen: 30 Minuten konzentrierte Information von wechselnden Börsenkennerinnen und -kennern mit viel Zeit für deine Fragen im Anschluss. Jeden Montag um 12 Uhr.
  • Deutsche Börse-Podcast

    Klare Regeln statt Finanzausreden – drei Börsenprofis machen Mut

    27.03.2026 | 43 Min.
    "Finanzielle Selbstständigkeit ist geil"

    "Ein Ehemann ist auch ein Klumpenrisiko"

    Börse ist nicht nur etwas für Anzugträger, Zahlenmenschen oder Zocker.

    Beim Wiener Börsentag 2026 zerlegen Edda Vogt, Marile Glöcklhofer und Antje Erhardt ziemlich charmant die größten Finanz-Ausreden - und bauen gleichzeitig die wichtigste Brücke: einfach anfangen.

    Denn, so die klare Botschaft: "Der größte Fehler ist, nichts zu tun." Wer immer auf den perfekten Moment wartet, wartet oft ewig. Oder wie sie es auf den Punkt bringen: "Time in the market beats market timing."

    Die drei reden offen über eigene Fehlgriffe, Verlustangst, FOMO ("Fear of Missing Out" - also die Angst, etwas zu verpassen) und die Erkenntnis, dass selbst Profis

    nicht fehlerfrei investieren. Besonders stark: Edda Vogts Satz: "Finanzielle Selbstständigkeit ist geil" - und ihr trockenster Satz des Abends: "Ein Ehemann ist auch ein Klumpenrisiko."

    Genau darum geht es: Frauen sollen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen, statt sie zu delegieren.

    ETF-Sparplan statt Stillstand, Wissen statt Einschüchterung, Verantwortung statt Ausreden. Oder noch kürzer: Der beste Einstieg war gestern. Der zweitbeste ist heute.
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Generated: 5/18/2026 - 3:00:38 AM