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Wie viele Aktien braucht ein gut diversifiziertes Depot? Ideen von Pascal Kielkopf, HQ Trust
16.09.2026 | 33 Min.Besteht die Gefahr, dass sich zu viele Einzelaktien in einem Depot befinden? "Die 10%-Schwelle des unsystematischen Risikos wird bei 90 Titeln erreicht." Für Privatanleger kaum zu überwachen. Pascal Kielkopf von HQ Trust erläutert im Gespräch mit Edda Vogt seine Rolle als Kapitalmarktstratege und beschreibt, wie sein Team die Kapitalmärkte beobachtet, um mögliche Anpassungen in Portfolios abzuleiten. Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist Diversifikation bei Einzelaktien: Er erklärt den Unterschied zwischen unternehmensspezifischem und allgemeinem Marktrisiko und betont, dass breite Streuung über viele Titel, Länder und Branchen wichtig ist. "Ich würde mein Kernportfolio auf einen neutralen Index aufbauen und dann gegebenenfalls eine gleichgewichtete Strategie beimischen. Abschließend spricht er über die Grenzen der Diversifikation und nennt Anleihen, Gold oder Geldmarkt als mögliche zusätzliche Anlageklassen, um Risiken weiter zu reduzieren. Auf https://hqtrust.de/ finden Interessierte regelmäßig Kapitalmarkt-Analysen.- Teuer ist nicht automatisch unattraktiv, hohe Renditen sind nicht nur ein Risiko: Das sind zwei Kernthesen von Endrit Çela in Folge #319 von börse@home mit Edda Vogt. Çela rechnet auf Sicht von mehreren Jahren mit sinkenden Renditen langlaufender Staatsanleihen: Dauerhaft hohe Refinanzierungskosten seien für schwach wachsende Volkswirtschaften kaum tragbar. Bei Aktien hält er das KGV allein für wenig aussagekräftig. Erst zusammen mit dem erwarteten Gewinnwachstum zeige sich, ob ein Markt teuer ist. Deshalb zieht er den S&P 500 trotz seiner höheren Bewertung anderen Indizes vor, während der Hang Seng für ihn günstig bewertet ist. Im Energiesektor sieht Çela nach der starken Rallye nur noch begrenztes Potenzial, sofern die Geopolitik nicht erneut eskaliert. In Europa achtet er auf international erzielte Umsätze, Preissetzungsmacht und solide Geschäftsmodelle. Deutsche Mid Caps bieten Chancen, doch Liquidität gehört zur Renditerechnung: Was nützt ein guter Kurs, wenn sich eine Position im Ernstfall kaum verkaufen lässt? Eine Cashquote von 4 bis 5 % hält er kurzfristig für gesund. Langfristig bleibt seine klare Botschaft: Für den Vermögensaufbau führt kein Weg an Aktien vorbei.
Zeitenwende in der deutschen Altersvorsorge: "Der volle Wirkungseffekt des Kapitalmarkts"
02.09.2026 | 43 Min.Laufzeit, Rendite, Altersvorsorgedepot. "Erstmalig wird in Deutschland eine staatlich geförderte private Altersvorsorge ohne Garantiezwang möglich sein. Ziel ist es, den Kapitalmarkt sehr viel stärker in die Altersvorsorge heranzuziehen", so David Krahnenfeld von Ampega im neuen Podcast börse@home. Die Förderung ab dem 1. Januar 2027 soll einfacher (und lukrativer) als Riester sein und für mehr Menschen offenstehen, darunter auch Selbstständige, Freiberufler und Beamte. Beschrieben werden drei Produktarten: ein Standardprodukt mit Kostendeckel und Pflichtfonds, ein flexibleres Altersvorsorge-Depot ohne Kostendeckel sowie ein Garantieprodukt. Genannt werden außerdem Förderregeln mit Eigenbeiträgen, Zulagen, Steuerstundung in der Ansparphase und Auszahlungsregeln ab 65 beziehungsweise spätestens 70 Jahren. "Das ist der volle Wirkungseffekt des Kapitalmarkts in der Altersvorsorge."Österreichs Aktienmarkt: Comeback oder Strohfeuer? börse@home #317 mit Christian Drastil
26.08.2026 | 36 Min.Der ATX hat kräftig aufgeholt, doch Christian Drastil sieht noch Luft nach oben. Warum Österreichs Banken vom Osteuropa-Wachstum profitieren, weshalb kaum ETF- und Privatanlegergeld im Markt steckt und welche Chancen er bei AT&S, Verbund, EVN, Wienerberger, Porr und Strabag sieht. Dazu: Warum 27,5% Steuer auf Kursgewinne die heimische Aktienkultur ausbremst.- Rendite muss nicht nur aus steigenden Kursen kommen. Im Deutsche-Börse-Podcast börse@home mit Jana Micka zeigt Florian Roebbeling von ARIVA.DE, warum Bonus- und Discount-Zertifikate für Anleger interessant sein können, die eine klare Marktmeinung haben, aber nicht auf maximale Kursfantasie setzen wollen. Sein Fahrplan: erst Basiswert und Zeithorizont festlegen, dann Cap oder Barriere bestimmen. Beim Discounter wird Aufwärtspotenzial gegen einen Preisabschlag getauscht, beim Bonus-Zertifikat ist entscheidend, dass die Barriere hält. Wichtig sind außerdem überschaubare Laufzeiten, ein enger Spread und die Bonität des Emittenten. Roebbeling setzt lieber auf etablierte Aktien mit intelligenter Struktur als auf die Jagd nach Microcaps. Sein persönlicher Risikofilter: der "Schwiegervatertest". Würde man dieses Investment auch mit dessen Geld machen? Wenn nicht, sollte der eigene Kaufknopf ebenfalls tabu bleiben. So wird aus "kann ja klappen" ein Plan.
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