102 Episoden
- Geld steht in der Debatte – und mit ihm die Frage, ob seine Erneuerung eine bessere Welt hervorbringen kann. Besonders die Idee, dass eine überlegene Technologie rette, was Politik nicht lösen konnte, hat Konjunktur: Bitcoin und andere Kryptowährungen stehen für die Hoffnung, durch technische Innovation die Grundlagen des Zusammenlebens zu erneuern: Ein neues Geld für eine bessere Gesellschaft?
Aaron Sahrs Buch Fake Coins. Digitales Geld und analoge Freiheit befragt diese Hoffnungen kritisch. Im Gespräch mit dem Theologen und Ökonomen Bernhard Emunds diskutiert der Autor, was monetäre Utopien versprechen – und was sie einlösen können. Kann besseres Geld wirklich eine bessere Welt hervorbringen? Oder überschätzen wir, was sich durch Geld überhaupt verändern lässt?
Bernhard Emunds, Theologe und Ökonom, Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und Leiter des Oswald von Nell-Breuning-Instituts
Aaron Sahr, Soziologe, Leiter der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität am Hamburger Institut für Sozialforschung
Hannah Schmidt-Ott, Redakteurin bei Mittelweg 36 und Soziopolis
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und unserem Verlag Hamburger Edition - Energie gilt gemeinhin als Ressource – als Stoff, den wir der Natur entnehmen, umwandeln und verbrauchen. In ihrem Buch »Working Nature. A History of the Energy Economy« nimmt Daniela Russ eine andere Perspektive ein. Statt als rein physikalische Eigenschaft der Dinge begreift sie Energie als soziales Verhältnis zur Natur. Russ untersucht, wie es Ingenieur:innen, Naturwissenschaftler:innen und Ökonom:innen gelang, die Arbeit der Natur gegen alle Widerstände nutzbar zu machen – und zeigt dabei, wie die arbeitende Natur im Zuge der Industrialisierung nicht nur quantifizierbar, sondern auch zur Ware wurde.
Im Gespräch mit dem Schriftsteller und Kritiker Dietmar Dath erkundet die Veranstaltung, was es bedeutet, eine Geschichte der Energiewirtschaft zu schreiben. Wie verändert sie unseren Blick auf die Gegenwart? Wie lassen sich Bilder ihrer Zukunft entwerfen? Und wie hängen Energie und Emanzipation zusammen?
Daniela Russ, historische Soziologin und Juniorprofessorin an der Universität Leipzig.
Dietmar Dath, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker. 2025 erschien sein ScienceFictionRoman »Skyrmionen oder: A Fucking Army«.
Hannah Schmidt-Ott, Redakteurin bei Soziopolis, CoHost des Podcast
»Mittelweg 36«, Kritikerin.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit Verso Books. - Völkerrechtsverbrechen und ihre Ahndung
Völkerrecht und Völkerstrafrecht haben derzeit einen schweren Stand. Ungenierte Machtpolitik und militärische Gewalt, die heute diesem, morgen jenem Ziel zu gehorchen scheint, bestimmen das völkerrechtliche Bild und machen es unkenntlich. Im Rechtlich-Trüben verschwinden die Grenzen des Zulässigen. Jahrzehnte der Rechtsentwicklung gehören der Vergangenheit an, so der Eindruck, der große Befürchtungen auslöst.
Doch das Völkerrecht ist nicht sinn- und wehrlos. Und das Völkerstrafrecht ist eine zivilisatorische Errungenschaft, die in der Welt ist. Ohne den Maßstab, den uns beide liefern, wüssten wir nicht, wann das bei uns derart geprägte Verständnis von Recht und Moral bedroht ist, wann wir es mit einem Völkerrechtsverstoß oder gar ein Völkerrechtsverbrechen zu tun haben. Dieses Wissen bleibt, und je bewusster es uns ist, desto schwieriger haben es seine Feinde.
Gerd Hankel ist Völkerrechtler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der
Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.
Natalie von Wistinghausen, Fachanwältin für Strafrecht, Tätigkeitsschwerpunkt
u. a. Internationales Strafrecht / Völkerstrafrecht.
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. - Muss das sein? Ja, muss es.
Das Buch der Historikerin Ute Daniel zeigt, wie erhellend ein neuer Blick auf die Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933 ist. Ein Blick, der Zusammenhänge herstellt zwischen Anfang, Mitte und Ende der Republik und so die Geschichte erzählbar macht. Und eine Herangehensweise, die zwischen übergreifenden gesellschaftspolitischen Tendenzen und konkretem Handeln politischer, wirtschaftlicher oder militärischer Akteure vermittelt. Eine zentrale These des Buchs ist, dass eine andere Zukunft als die, die im Januar 1933 anbrach, möglich gewesen wäre. Doch betrachtete die weit überwiegende Mehrheit der alten und oft auch neuen Eliten die Republik als vorübergehende Erscheinung. Nicht das Kaiserreich war allerdings das Ziel der Sehnsucht, sondern der schlanke Staat, der wenig kostete und nicht nach unten umverteilte.
Ute Daniel ist Professorin em. für Neuere Geschichte an der TU Braunschweig.
Wolfram Pyta, Univ.-Prof. Dr., Leiter der Abteilung Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart und Direktor der Forschungsstelle Ludwigsburg.
Wolfgang Knöbl, Prof. Dr., Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
In Kooperation mit der Hamburger Edition - Klaus Schlichte im Gespräch mit Ulrich Schneckener
Moderation: Wolfgang Knöbl
Das Wort »Geopolitik« hat in den letzten Jahren eine steile Konjunktur erlebt. Eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der »Geopolitik« ist jedoch ein intellektuelles Elend. Es wird den Strukturen und Herausforderungen internationaler Politik der Gegenwart nicht gerecht. Hinter dem Begriff, wie er gegenwärtig genutzt wird, verbirgt sich bloßes Machtstaatsdenken. Zwar wird der Vorwurf der Machtstaatspolitik vor allem der russischen und US-amerikanischen Regierung gemacht, aber viele andere Regierungen folgen den Figuren eines neuen Souveränitätsdiskurses. So vermindern sie nicht nur die Chancen internationaler Zusammenarbeit, sondern gefährden den Frieden und die Möglichkeiten einer besseren Zukunft. Ob, und wenn ja, welche Alternativen es hierzu gibt, diskutieren Klaus Schlichte und Ulrich Schneckener.
Klaus Schlichte ist Professor für Internationale Beziehungen und Weltgesellschaft an der Universität Bremen.
Ulrich Schneckener ist Professor für Internationale Beziehungen & Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Osnabrück und Sprecher des Center for the Study of Conflict & Peace (CeCoP).
Wolfgang Knöbl, Prof. Dr., Soziologe und Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
In Kooperation mit der Hamburger Edition
Weitere Wissenschaft Podcasts
Trending Wissenschaft Podcasts
Über HIS Mediathek
Podcast by Hamburger Institut für Sozialforschung
Podcast-WebsiteHöre HIS Mediathek, Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


HIS Mediathek
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.









































