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Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus | Sebastian Stier (WNISR)
26.07.2026 | 13 Min.Mit Hängen und Würgen einigt sich die EU am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Doch einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein französisches Unternehmen ab sofort mit mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat somit eine neue Einnahmequelle für die angeschlagene russische Kriegskasse.
Gast? Sebastian Stier. Der Physiker und promovierte Informatiker hat viele Jahre für Siemens gearbeitet, ehe er die Seiten wechselte und als Patentanwalt einer Münchner Kanzlei Erfinder und Unternehmen vor dem Europäischen Patentamt vertrat. Seit seinem Ruhestand zeichnet Stier für den Weltnuklearbericht (WNISR) die Verflechtungen des französischen Atomkonzerns Framatome mit dem russischen Atomkonzern Rosatom in Lingen nach.
Moderation? Christian Herrmann
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"In zwei Jahren ist Strom günstiger als im alten fossilen System" | Jan Lozek (Future Energy Ventures)
23.07.2026 | 39 Min.Deutschland gibt jedes Jahr 80 Milliarden Euro für Erdöl und Erdgas aus. Für Jan Lozek nichts anderes als eine unsichtbare Steuer, denn das Geld fließt in die USA, den Nahen Osten, aber auch Norwegen. "Diese Summe ist weg. Für immer. Die kann man nicht reinvestieren", sagt der Chef des Risikokapitalgebers Future Energy Ventures. "Das ist ein Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland und Europa."
Die Lösung ist Lozek zufolge die Energiewende. Der Staat sollte kein Geld für fossile Brennstoffe ausgeben, sondern Unternehmen und jedem Haushalt bei der Anschaffung von Batteriespeicher, Wärmepumpe und E-Auto unterstützen. "Erneuerbarer Strom und erneuerbare Wärme sind wesentlich preiswerter als fossile Energie oder fossile Wärme", sagt der Investor. "Aber viele Menschen haben das Geld dafür nicht."
Diese Anschubfinanzierung muss ihm zufolge keine Subvention und auch kein zinsloser Kredit sein. "Wichtig ist, dass man die Rückzahlung mit den Einsparungen verbindet", sagt er. Gelingt das, sei der Pfad klar abgesteckt: Bereits in zwei Jahren wird Strom günstiger als im alten System sein - und Deutschland wettbewerbsfähiger.
Außerdem im Podcast:
# Das fossile Importmanagement der schwarz-roten Regierung
# Würde Jan Lozek als Risikokapitalgeber derzeit auf Deutschland setzen?
# Wie bekommt man die Interessen von 27 EU-Staaten unter einen Hut?
Gast: Jan Lozek, seit 2016 Gründer und Geschäftsführer von Future Energy Ventures. Zuvor hatte er leitende Positionen bei RWE, der RWE-Tochter Innogy und Eon inne.
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Schwarz-Rot steckt den Pfad klar ab: Es bleibt nur die Wärmepumpe" | Felix Plog (Thermondo)
19.07.2026 | 33 Min.In der vergangenen Woche überrumpelt die schwarz-rote Koalition die Heizungsbranche. Sie stellt die Wärmepumpen-Förderung um. Ohne Vorwarnung. "Viele Kunden mit abgeschlossenen Verträgen haben über Nacht 3600 Euro Förderung verloren", sagt Thermondo-Chef Felix Plog im Interview.
Die Bundesregierung möchte unter anderem Deutschlands größten Wärmepumpeninstallateur animieren, die Kosten zu senken. Die Förderung schrumpft ab sofort alle sechs Monate um 1300 Euro. Wer Wärmepumpen verkaufen möchte, muss günstiger werden.
Doch der Thermondo-Chef ist nicht unzufrieden mit der Neuregelung, denn sie schafft Planbarkeit und gibt einen klaren Pfad vor: "Die Gasheizung ist keine Option mehr. Die wird extrem teuer. Nichtstun aber auch", sagt Plog. "Es bleibt nur die Wärmepumpe. Am besten sofort. Mich würde eine anhaltend starke Nachfrage nicht überraschen - bis nah an die 100-Prozent-Marke."
Die weiteren Themen im Podcast:
### der wahre Grund, warum Wärmepumpen in Deutschland deutlich teurer sind als im Ausland
### die Stromsteuer
### der Anreiz für Vermieter, eine Wärmepumpe einzubauen
Gast: Felix Plog, CEO von Thermondo
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Das ist kein industrieller Niedergang, sondern eine Bereinigung" | Harro Heilmann (Hochschule Aalen)
16.07.2026 | 57 Min.Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Die Energiekosten erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. Klimaschutz auch. Die Bürokratie ohnehin. So lautet die Erzählung.
Ein Industrieexperte widerspricht. Die Daten zeigen ein differenziertes Bild. Der Industriestrompreis ist etwa niedriger als vor zehn Jahren. "Warum ist die Industrie nicht damals untergegangen, wenn hohe Energiekosten das Problem sind?", fragt Harro Heilmann. "Das ist nur für Firmen wie Wacker Chemie ein Problem."
Der Professor für Produktion und Management sagt: Industriedaten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. "Die missbräuchliche Verwendung des Produktionsindex ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden."
Heilmann zufolge findet keine Deindustrialisierung statt, sondern eine schmerzhafte Bereinigung und Veränderung. "Über die Jahre sind unheimlich viele Meta-Jobs entstanden, die keine Wertschöpfung schaffen", sagt er. "Seien wir ehrlich: Solange es gut läuft, geht man diese harten Themen nicht an."
Seine Botschaft lautet: Die deutsche Industrie schlägt sich besser als gedacht. Seit 2020 jagt ein Schock den nächsten. Corona, Russland, Strafzölle, Iran-Krieg. Trotzdem wird die Autoindustrie ihm zufolge wieder Erfolge feiern. Vielleicht auch im Batteriebereich. Siemens und Siemens Energy? Haben hervorragende Zukunftsaussichten. Infineon? Auch. Und die deutsche Raumfahrt? Entwickelt eine irre Dynamik. Aber auch die wird von der EU in den Industriedaten versteckt.
Gast: Harro Heilmann, Professor für Maschinenbau/Produktion und Management an der Hochschule Aalen. Der Berliner hat selbst 15 Jahre in der Automobil- und Luftfahrtindustrie gearbeitet und als Berater Unternehmen dabei geholfen, sich neu aufzustellen, Geld zu sparen und fit für die Zukunft zu machen.
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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12.07.2026 | 41 Min.Als Wladimir Putin 2022 die Ukraine angreift, wird deutlich: Die deutsche Energieversorgung ist von einem Kriegsverbrecher abhängig. Wie konnte es so weit kommen? Am Rande der Hamburg Sustainability Conference (HSC) legt der langjährige wirtschaftspolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel seine Sicht der Dinge dar: "Wir haben uns um die Probleme gekümmert, die auf dem Tisch lagen", sagt Lars-Hendrik Röller im Interview. "Es gab damals genug zu tun, was das Volk bewegt hat."
Russische Erdgaslieferungen gehörten ihm zufolge nicht dazu. "Die Wirtschaft, nicht die Bundesregierung hat Gasverträge abgeschlossen", sagt er. "Das war die Strategie. Eine Mehrheit der Bevölkerung hat das unterstützt." Auch der schwache Ausbau der Erneuerbaren war demzufolge nicht zu ändern, wie er sagt. "Das kann man kritisieren, aber das hat die Bundesregierung versucht."
Jetzt aber wird es Zeit, für mehr Unabhängigkeit in Erneuerbare zu investieren. Einzige Voraussetzung: Es muss wirtschaftlich sein.
Gast: Lars-Hendrik Röller. Der Ökonom war von 2011 bis 2021 wirtschaftspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt. Er ist Gründer und Chairman von Berlin Global Dialogue und Chairman der Green Guarantee Group.
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Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister?
Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.
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