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In AfD-Hochburgen gibt es deutlich weniger Solaranlagen und E-Autos | Moritz Wussow (Universität Freiburg)
15.10.2026 | 37 Min.E-Autos, Solaranlagen und Wärmepumpen boomen in Deutschland. Doch in AfD-Hochburgen schreitet die Energiewende langsamer voran. Eine Studie der Universität Freiburg kommt zu dem Ergebnis, dass es ohne den Aufschwung der Partei Zehntausende E-Autos und Solaranlagen mehr geben könnte. Dabei sind es nicht nur Grünen-Wähler, die die Energiewende im Eigenheim und auf der Straße vorantreiben: "Das Interesse von FDP-Anhängern an Solaranlagen und E-Autos ist teils sogar höher als bei den Grünen", sagt Studienautor Moritz Wussow im Podcast. "Das gilt auch für den tatsächlichen Kauf."
Dennoch sieht Wussow gerade in Regionen mit hoher AfD-Zustimmung trotz Kohle- und Atomwahlkampf enormes Potenzial für saubere Technologien. Wichtig sind ökonomische Argumente - und die richtigen Nachbarn. Das lässt sich unter anderem aus der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ableiten. Warum? Das erfahrt ihr im Podcast.
Gast: Dr. Moritz Wussow, Leiter des Climate Action Research Lab (CARL), Universität Freiburg
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Die Energiepläne des Wirtschaftsministeriums sind ein Angriff auf privates Eigentum" | Philipp Schröder (1Komma5°)
06.10.2026 | 48 Min.Der Bundestag verhandelt derzeit über die Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Philipp Schröder warnt die Abgeordneten davor, sie unverändert durchzuwinken: "Ich bin gespannt, wer in einer namentlichen Abstimmung bereit ist, die Auseinandersetzung mit Hauseigentümern zu riskieren", sagt der Chef des Energieunternehmens 1Komma5Grad.
Grund für die Warnung ist die Wirkleistungsbegrenzung: private Solaranlagen sollen künftig maximal die Hälfte ihres erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einspeisen dürfen. Die Regelung greift aber auch für Batteriespeicher, E-Autos und Wärmepumpen. "Das ist ein so billiger Versuch, Wettbewerb zu vermeiden", sagt Schröder im Interview. "Das geht komplett gegen die Interessen des Ministeriums."
Der Energieunternehmer macht die Netzbetreiber für die Regelung verantwortlich: Viele kleine stellen sich ihm zufolge dumm und behaupten, sie könnten nicht, was in anderen Ländern bereits umgesetzt wird. Gleichzeitig versucht ihm zufolge Europas größter Netzbetreiber, seine Rendite abzusichern - durch riesigen Netzausbau. "Ich kriege Herzrasen, wenn ich sehe, was wegen Eon kommt", sagt Schröder.
Der 1Komma5Grad-Chef ist überzeugt: Das wird großen Schaden anrichten. Immer weiter steigende Netzentgelte sind irgendwann nicht mehr finanzierbar.
Gast: Philipp Schröder, Mitgründer und CEO des Energieunternehmens 1Komma5°
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Die Menschen wollen Erneuerbare – nur nicht vor der eigenen Haustür" | Silke Walter (EnBW) & Claire Dengler (Mindline Energy)
01.10.2026 | 45 Min.Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Deutschen unterstützen die Energiewende. Extrem sogar, sagt Meinungsforscherin Claire Dengler. Jedenfalls so lange, bis Windräder oder Solarparks vor der eigenen Haustür gebaut werden sollen. Dann schwindet die Zustimmung. Finanzielle Anreize sind kein Allheilmittel, im Gegenteil: Sie können den Widerstand sogar verstärken.
Woran liegt das? Versprechen der Energiewende wurden nicht eingehalten. Viele Menschen haben Vertrauen in Politik und Unternehmen verloren. Sie fühlen sich bei wichtigen Entscheidungen übergangen. Eine kleine, aber gut vernetzte Gruppe von Gegnern kann vor Ort die Stimmung prägen - das ist das Ergebnis einer Studie, die Dengler im Auftrag des Energieversorgers EnBW durchgeführt hat.
Im Interview berichtet EnBW-Kommunikationschefin Silke Walter, wie sich diese Widersprüche in der Praxis äußern. Gemeinsam mit Dengler legt sie außerdem, mit welchen Argumenten sich die Menschen trotzdem für den Bau von Windrädern und Solarparks gewinnen lassen, denn: "Die Energiewende ist ein Projekt mit vielen positiven Botschaften, die wir einfach nicht kommunizieren."
Gäste
Silke Walter, Leiterin Konzernkommunikation EnBW
Claire Dengler, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts Mindline Energy
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Zur Trafostation nebenann kann man einfach rübergehen und den Schalter umlegen"| Torben Kleinfeldt (Friedrich Vorwerk)
27.09.2026 | 26 Min.Die Energiewende benötigt Stromautobahnen und andere wichtige Infrastruktur. Doch wie gut sind Freileitungen, Erdkabel und Umspannwerke vor Sabotage geschützt? Friedrich Vorwerk ist maßgeblich am Bau der Systeme und Anlagen beteiligt.
Unternehmenschef Torben Kleinfeldt warnt vor erheblichen Sicherheitslücken: "In England haben Energiezentralen dreireihige Stacheldrahtzäune und eine massive Präsenz von Wachpersonal mit Hunden", sagt er. Deutschland sei in dem Bereich "sehr nachlässig".
Im Interview erklärt der Ingenieur außerdem, warum die größte Herausforderung die riesigen Hochspannungstrassen sind und ebenfalls, warum selbst unterirdische Stromleitungen keinen hundertprozentigen Schutz bieten.
Gleichzeitig ordnet er ein, warum Erdkabel trotz der höheren Baukosten sinnvoller sein können als oberirdische Leitungen. Und er spricht darüber, warum zentrale Genehmigungsverfahren den Bau der wichtigen Stromautobahnen eher gebremst als beschleunigt haben.
Gast: Torben Kleinfeldt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de"Die Kilowattstunde wird teurer": Das hält ein Windradhersteller von Reiches Energiegesetzen | Jens Kück (Vestas)
24.09.2026 | 31 Min.Die deutsche Windkraft erlebt einen erstaunlichen Aufschwung. Nach Jahren der Flaute boomt der Ausbau. Deutschland sei ein Vorbild für andere Länder geworden, sagt Jens Kück vom dänischen Windradhersteller Vestas im Interview. "Und das alles mit einer europäischen Wertschöpfungskette. Es fließt viel Geld nach Deutschland."
Doch ausgerechnet jetzt sorgen die Energiepläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für Unruhe in der Branche. Speziell die geplante Begrenzung der Einspeiseleistung weckt böse Erinnerungen an frühere politische Fehlgriffe. Ohne Änderung werden einige Projekte auf der Strecke bleiben, warnt der Vestas-Manager. Die Kosten für Windstrom werden sich ihm zufolge erhöhen. Kück sagt aber auch ganz klar: "Es gibt keinen Grund für Schwarzmalerei."
Gast: Jens Kück, Senior Vice President, Sales, Northern and Central Europe beim dänischen Windradhersteller Vestas. Das Gespräch wurde am 15. September auf dem TBF Investor Day in Bad Homburg aufgezeichnet.
Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann
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