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- Der neue Postbank Wohnatlas sorgt für Schlagzeilen: In 341 Kreisen lohnt sich Mieten mehr als Kaufen, nur in 59 Regionen entlastet der Wohnungskauf das Einkommen. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen die Zahlen ein und erklären, warum der Blick auf „Mieten oder kaufen“ oft an der Realität vorbeigeht.
Sie sprechen über verzögerte Datenlagen, Bestandsmieten versus Neuvermietungen und zeigen, weshalb Ferienregionen, Küstenstreifen und Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg in den Statistiken systematisch verzerrt werden. Außerdem geht es um Superreiche, Immobilien als Anlageklasse, die Velocity of Money und die Frage, was passiert, wenn Städte immer stärker von Zweitwohnungen, Leerstand und geparktem Kapital geprägt werden.
Wenn lokale Einkommen und Immobilienpreise sich weiter entkoppeln, droht die „Zombie‑Stadt“ ohne Mittelschicht. Bleibt dezentrale Wohnwende die einzige Exit‑Strategie oder braucht es schärfere Regeln für Leerstand und Ferienwohnungen?
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. - Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Besonders für Studierende und Azubis. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach starten in Heidelberg: In der Bahnstadt soll ein privates Studentenwohnheim entstehen, 950 Euro für 18 Quadratmeter, rund 52 Euro Miete pro Quadratmeter. Ein Beispiel dafür, wie weit sich der Wohnungsmarkt von „bezahlbar“ entfernt hat und warum internationale Studierende oft die einzigen sind, die solche Preise überhaupt zahlen können.
Von dort aus wechseln sie nach Berlin, wo ein kommunales Azubiwohnheim mit rund 150 Einheiten und 340 Euro Warmmiete pro Zimmer zeigt, dass es anders geht. Sie diskutieren, wie Arbeitgeber, Genossenschaften und öffentliche Träger gemeinsam bezahlbaren Wohnraum für Azubis schaffen können – ohne geldwerten Vorteil für Mitarbeitende, aber mit klaren Vorteilen im Wettbewerb um Fachkräfte. Statt teurer Gehaltserhöhungen, die in Miete und Abgaben versickern, könnten Investitionen in Azubiwohnheime und moderne Werkswohnungen ein strategisches Werkzeug gegen Fachkräftemangel werden.
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. - Kreditfonds statt klassischer Bankfinanzierung: In dieser Folge schauen Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach genauer hin, was passiert, wenn ausgerechnet Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen ihr Geld in hochriskante Immobilienfinanzierungsfonds stecken. Am Beispiel des Verius Immobilienfinanzierungsfonds mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro wird deutlich, wie Nachrangdarlehen, Klumpenrisiken und Illiquidität dazu führen können, dass bis zu 96 % des Fondsvermögens und damit Sozialgelder der Beitragszahler auf dem Spiel stehen.
Die beiden analysieren, warum institutionelle Anleger wie Krankenkassen, Pensionskassen und Versicherer überhaupt in solche Kreditfonds einsteigen, wieso Risikoklassen und Ratings trügerische Sicherheit suggerieren können und welche Parallelen es zur Subprime-Krise gibt – inklusive Bewertungsketten, in denen Risiken so lange umverpackt werden, bis keiner mehr genau weiß, was im Paket steckt. Dazu kommen aktuelle Beispiele wie der Fall UniImmo bzw. ZBI-Wohnfonds sowie die Rolle großer ETFs, in denen plötzlich auch Titel wie SpaceX landen und damit ungefragt im Portfolio von Renten- und Pensionskassen auftauchen.
Unsere Folge zu Kreditfonds: #265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. - Die Bundesregierung kündigt an, den sektoralen Systemrisikopuffer der BaFin für Wohnimmobilienkredite wieder abzuschaffen. Die Finanzbranche feiert, Social Media verspricht „Schnäppchen“ und neue Kreditchancen. Doch was bedeutet das wirklich für Baufinanzierung, Wohnungsbau und junge Haushalte ohne großes Eigenkapital?
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4 Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30 Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf bleiben.
Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten, politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse, während das Eigenkapitalproblem eskaliert?
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. - Das Gebäudeenergiegesetz ist Geschichte, das Gebäudemodernisierungsgesetz GModG soll alles besser machen. In der Praxis sorgt der Entwurf allerdings vor allem für Kopfschütteln: Kaum verständliche Paragrafen, nachgeschobene Umbenennungen und ein Referentenentwurf mit 180 Seiten, den selbst der Nationale Normenkontrollrat als handwerklich schwach, praxisfern und kaum nachvollziehbar einstuft.
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum das GModG weder Bürokratie abbaut noch Investitionssicherheit schafft. Sie sprechen über neue Nachweispflichten für Eigentümer, zusätzliche Dokumentationslast für Handwerker, unklare Vorgaben beim Energieausweis und einen Primärenergiefaktor für Strom, der Wärmepumpen in der Bilanz schlechter aussehen lässt als Gasheizungen.
Dabei geht es auch um die verfassungsrechtlichen Bedenken: Verschiebt das GModG Klimaschutzlasten unzulässig in die Zukunft und unterläuft damit den Schutzauftrag aus Artikel 20a Grundgesetz? Was bedeutet es für kommunale Wärmeplanung, Quartierslösungen, Mieterstrommodelle und die riesigen Redispatch-Kosten, wenn Digitalisierung, Energiemanagement und Künstliche Intelligenz im Gesetz praktisch nicht vorkommen?
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Über Lagebericht – der Immobilienpodcast
Traumhaus, Alterswohnsitz, Wertanlage – die Welt der Immobilien ist vielseitig. Im Lagebericht werden grundlegende Fragen und aktuelle Trends fachkundig analysiert und eingeordnet. Gastgeber sind Katarina Ivankovic, Geschäftsführerin des IIB Instituts, und Peter Hettenbach, Gründer des IIB. Gemeinsam bringen sie über drei Jahrzehnte Expertise mit. Ob Home Office, Mietrecht, Green Living oder Immobilienkauf: Jeden Mittwoch erfahren Hörerinnen und Hörer alles Wissenswerte rund um den Immobilienmarkt.Eine Produktion des IIB InstitutsHosts: Katarina Ivankovic und Peter HettenbachRedaktion: Annika ZipfProduktion: Elena Böbel Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Podcast-WebsiteHöre Lagebericht – der Immobilienpodcast, The Diary Of A CEO with Steven Bartlett und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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