In der 130. Folge des FSW Podcasts spricht Max mit Kai-Uwe Denker, einem erfahrenen Jäger und Afrika-Kenner, über faire, nachhaltige Jagd in Namibia und darüber, was verantwortungsvolle Jagd heute wirklich bedeutet. 🎙️🌍🦌
Im Mittelpunkt steht das Konzept des „age regulated Measurement“ – also die bewusste Entscheidung, Wildtiere erst in ihrem optimalen Alter zu bejagen, um stabile Populationen, gesunde Genetik und langfristigen Wildbestandsschutz zu gewährleisten. Kai-Uwe macht klar: Es geht nicht darum, starke Trophäen zu vermeiden, sondern darum, Geduld, Respekt und jagdliche Weitsicht zu zeigen.
Ein weiteres zentrales Thema ist Fair Chase. Kai-Uwe erklärt, warum Wild immer eine reale Fluchtchance haben muss und weshalb er den Einsatz von Wärmebild- und anderen elektronischen Hilfsmitteln bei der Pirsch klar ablehnt. Für ihn gehört zur Jagd auch körperliche Anstrengung, Beobachtungsgabe und das bewusste Erarbeiten eines Anblicks – nicht die technologische Überlegenheit über das Wild.
Darüber hinaus geht es sehr praxisnah um Waffen, Kaliber und Optik für die Jagd in Afrika. Kai-Uwe teilt seine Erfahrungen mit verschiedenen Kalibern – von Antilopen bis Großwild – und erklärt, warum Vertrautheit mit der Waffe wichtiger ist als reine Kalibergröße. Auch die Diskussion Zielfernrohr vs. Kimme und Korn zeigt seine Philosophie: Jagd soll fordern, nicht vereinfachen.
Ein besonderes Highlight ist das Gespräch über die Kudu-Jagd, den legendären „Grey Ghost“. Kai-Uwe beschreibt eindrucksvoll, warum gerade dieses Wild für Geduld, Beobachtung und echtes jagdliches Können steht – und weshalb viele Tiere nicht gesehen werden sollten, wenn ein Bestand gesund ist.
Diese Folge richtet sich an Jäger, Afrika-Interessierte und alle, die Jagd nicht als Erfolgsgarantie, sondern als Erlebnis, Herausforderung und Verantwortung verstehen.