Mit der Entdeckung von Spinosaurus mirabilis erweiterte sich vor genau einer Woche das Bild der wohl rätselhaftesten Raubdinosaurier-Gruppe überhaupt. Der Fund aus dem zentralen Sahara-Becken in Niger offenbart eine spektakuläre Besonderheit dieser zweiten Spinosaurus-Art: einen markant geschwungenen, säbelartigen Schädelkamm, der zu Lebzeiten vermutlich von einer auffälligen Horn- oder Keratinschicht überzogen war. Gleichzeitig widerspricht der Fund bisherigen Vorstellungen, dass Spinosaurier primär küstennahe Lebensräume bevorzugten.
Spinosaurus mirabilis lebte offenbar weit im Landesinneren, bis zu 1.000 Kilometer von der damaligen Küstenlinie entfernt, in einem von Flusssystemen durchzogenen Waldgebiet. Statt ein Meeresräuber zu sein, war er vermutlich ein Wat- und Uferjäger in ausgedehnten Flusslandschaften. Gemeinsam mit dem Paläontologen Maximilian Kellermann, der bereits zuvor zu Gast war, ordnen wir die Entdeckung in die Evolution von Spinosaurus ein - eine Geschichte die noch lange nicht vollständig erzählt ist!
Hier die angesprochene Folge von "Weird & Death": https://open.spotify.com/episode/5aQReacYXcFN6Qypul1Hqu?si=dfLQeYx8SQyFl3ISGrczSA
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©Bildcopyright: Dani Navarro