Mit bis zu vier Metern Schulterhöhe gehörte Deinotherium zu einem der größten Rüsseltiere seiner Zeit. Als früher Vertreter seiner Gruppe, zu denen auch heutige Elefanten zählen, lebte diese beeindruckende Gattung vom Miozän bis ins frühe Pleistozän in Europa, Afrika und Asien – und war über Millionen Jahre hinweg äußerst erfolgreich. Seinen Namen verdankt das „Schreckenstier“ den gewaltigen Ausmaßen, doch sein auffälligstes Merkmal sind die nach unten gebogenen Stoßzähne im Unterkiefer. Diese ungewöhnlichen Stoßzähne geben bis heute Rätsel auf.
Abnutzungsspuren und Beschädigungen deuten darauf hin, dass Deinotherium sie bei der Nahrungsaufnahme einsetzte – etwa zum Schälen von Baumrinde oder zum Umformen von Pflanzenmaterial. Auch sein Körperbau sowie chemische Analysen des Zahnschmelzes sprechen dafür, dass das Tier vor allem in bewaldeten Lebensräumen unterwegs war und sich von Blättern, Zweigen und Rinde ernährte. In dieser Folge von Paläotalk spricht Paläontologin Manuela Aiglstorfer über die Lebensweise dieser außergewöhnlichen Rüsseltiere, ihre Rolle in urzeitlichen Waldökosystemen und darüber, was dieses Tier bis heute so besonders macht.
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©Bildcopyright: Manuela Aiglstorfer