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O-Ton Allgemeinmedizin: Podcast für die Arztpraxis

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O-Ton Allgemeinmedizin: Podcast für die Arztpraxis
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117 Episoden

  • O-Ton Allgemeinmedizin: Podcast für die Arztpraxis

    Prävention statt Komplikation: Herpes zoster bei Menschen mit Diabetes

    25.06.2026 | 13 Min.
    Prävention statt Komplikation: Herpes zoster bei Menschen mit Diabetes
    Die Beziehung zwischen Diabetes und Herpers zoster ist keine Einbahnstraße, sondern eine Straße mit Gegenverkehr, betont Professor Dr. Baptist Gallwitz, Berlin, in der aktuellen Folge der Podcast-Serie „O-Ton Allgemeinmedizin Extra“.

    So tritt insbesondere bei einem nicht normnah eingestellten Diabetes eine Gürtelrose häufiger auf, und sie kann einen schwereren Verlauf haben. Umgekehrt kann Herpes zoster die Stoffwechseleinstellung von Menschen mit Diabetes negativ beeinflussen.

    DDG empfiehlt Impfung
    Vor diesem Hintergrund rät die Deutsche Diabetes Gesellschaft in ihrer aktuellen Praxisempfehlung zur Therapie des Typ-2-Diabetes explizit zur Impfung gegen Gürtelrose. Die Impfung ist eine Kassenleistung bei Menschen ab 18 Jahren mit einer schweren chronischen Grunderkrankung wie z.B. Diabetes mellitus. Unabhängig von einer Grunderkrankung empfiehlt die STIKO die Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren.

    Unzureichende Impfquoten
    Doch trotz dieser Empfehlungen ist die Durchimpfungsrate gering – bei Menschen über 60 Jahre liegt sie bei nur 24%. Um diese Situation zu verbessern, riet Gallwitz u.a. Medizinische Fachangestellte zu schulen, damit diese regelmäßig den Impfstatus der Patient*innen abfragen.
    Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
    https://bit.ly/4hoYfbK
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    Herausforderung ärztliche Heimversorgung

    18.06.2026 | 42 Min.
    In Deutschland leben rund 800.000 Pflegebewohner – chronisch erkrankt, multimorbid und angewiesen auf gut koordinierte ärztliche Versorgung. Die Realität sieht jedoch oft ganz anders aus. Hausärzte sind überlastet, Pflegekräfte fehlen, und die Kommunikation zwischen Arztpraxis und Heim funktioniert häufig nicht. Wenn Pflegekräfte anrufen, erreichen sie niemanden. Wenn Ärzte zurückrufen, finden sie keine Ansprechpartner vor Ort. Manchmal dauert es Tage, bis eine ärztliche Reaktion möglich ist.
    Dr. Irmgard Landgraf, Hausärztin in Berlin-Steglitz, hat dieses Problem für sich gelöst – durch digitale Pflegeheimakten. Seit mehr als 20 Jahren versorgt sie Patienten in Pflegeeinrichtungen und hat wissenschaftlich belegt, wie digitale Vernetzung die Versorgung revolutioniert. Mit ihrem Ansatz sind kürzere Reaktionszeiten möglich, die Patientenergebnisse verbessern sich, Krankenhausaufenthalte nehmen ab, es entstehen erhebliche Kosteneinsparungen – und vor allem profitiert das Pflegepersonal von einer massiven Entlastung.
    In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Landgraf über die Entwicklung der Heimversorgung über drei Jahrzehnte hinweg und beleuchten die spezifischen Herausforderungen, die entstehen, wenn ältere, multimorbide Patienten mit komplexen Medikationsplänen versorgt werden müssen. Wir analysieren das klassische Kommunikationsproblem zwischen Praxis und Heim sowie seine gravierenden Folgen und stellen die digitale Pflegeheimakte als praktischen Lösungsansatz vor – als Möglichkeit des asynchronen Informationsaustauschs, der endlose Telefonmarathons überflüssig macht. Ein weiteres Thema ist auch die Arzneimittelsicherheit: Wie weniger oft mehr ist und wie gezieltes Deprescribing die Polymedikation sinnvoll reduziert. Dr. Landgraf erklärt zudem die unverzichtbare Rolle des Pflegepersonals als „Augen und Ohren" des Arztes und gibt praktische Tipps zur Zeitplanung von Heimbesuchen. Abschließend berichten wir über das Baden-Württemberg-Innovationsfonds-Projekt, seine Ergebnisse und Erfolgszahlen, und diskutieren, warum gute Versorgungsmodelle nicht automatisch zur Regelversorgung werden – sowie die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen.
    Diese Folge ist für Hausärzte, Allgemeinmediziner und Ärzte mit Heimversorgung gedacht ebenso wie für Praxismanager, Pflegeheimleiter, Pflegekräfte und Gesundheitspolitiker – kurz: für alle, die sich leidenschaftlich für eine bessere Versorgung älterer Menschen einsetzen.

    https://bit.ly/4hoYfbK
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    Die ePA im Praxischeck

    04.06.2026 | 56 Min.
    Seit Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, die elektronische Patientenakte (ePA) zu befüllen. Im Alltag von Millionen Versicherten spielt die ePA-App allerdings noch keine Rolle. Was in digital gut aufgestellten Hausarztpraxen heute schon möglich ist und wo es bei der ePA noch hakt, erzählt Dr. Peter Münster aus Münster. Er gehörte zu den Testern der ePA und weiß, wie wichtig ein gutes Praxisverwaltungssystem für die Nutzung ist. Die wesentlichste Anwendung ist heute die elektronische Medikationsliste: Verordnungen und Abgaben in der Apotheke werden transparent. Der Hausarzt moniert: Krankenhäuser speisen bisher kaum Daten in die ePA ein, Betäubungsmittel-Verordnungen fehlen, Labor- und Befundübertragungen müssen stärker automatisiert werden. Und ohne Volltextsuche bleibt die ePA oft eine unsortierte PDF-Sammlung. Für die Zukunft gilt: Die ePA kann zum digitalen Dreh- und Angelpunkt in der Versorgung werden, wenn Technik und Abläufe zuverlässig und praxistauglich sind sowie Nutzen und Arbeitsersparnis erkennbar werden.
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    60 ist das neue 40: Gegen Gürtelrose impfen?

    28.05.2026 | 24 Min.
    Herpes-zoster-Impfung in der zweiten Lebenshälfte
    Viele ältere Menschen fühlen sich fit und jünger als sie sind: 60 ist das neue 40. Beeinflusst das die Impfempfehlungen mit Blick auf Gürtelrose? Dieser Frage geht die aktuelle Folge der Podcast-Serie „O-Ton Allgemeinmedizin Extra“ mit Professor Dr. Jörg Schelling, Martinsried, nach.

    Die häufigste Ursache für eine Gürtelrose ist die Schwächung des Immunsystems im Alter – auch bei Menschen, die sich jünger fühlen als das im Reisepass angegebene Alter. Darüber hinaus steigern auch chronische Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder chronische Atemwegserkrankungen das Risiko an Herpes zoster (HZ) zu erkranken.

    Eine Gürtelrose kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
    Ältere und chronisch Kranke sind nicht nur häufiger von Gürtelrose betroffen, sondern sie haben auch ein höheres Risiko für schwere Verläufe und bei bis zu einem Drittel kommt es zu einer Post-Zoster-Neuralgie. Das Ausmaß mit dem die HZ-bedingten neuropathischen Schmerzen die Lebensqualität beeinträchtigen können, wird jedoch häufig unterschätzt.

    Die Impfung schützt
    Die STIKO empfiehlt eine Impfung gegen Herpes zoster für alle Personen im Alter von mindestens 60 Jahren. Menschen mit einer schweren Grunderkrankung können bereits ab einem Alter von 18 Jahren zu Lasten der GKV geimpft werden. Um die bisher unzureichende Impfquote zu steigern, empfiehlt Schelling, das Thema Impfen bei jedem Patientenkontakt anzusprechen und ggf. mehr als eine Impfung bei einem Termin zu verabreichen.
    Diese Podcast-Episode ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
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    Polio in Deutschland – die Kinderlähmung ist noch lange nicht Geschichte

    21.05.2026 | 37 Min.
    Polio in Deutschland – die Kinderlähmung ist noch lange nicht Geschichte

    Die Poliomyelitis gilt vielen als Krankheit aus dem vergangenen Jahrhundert. Doch die Kinderlähmung, wie diese Erkrankung landläufig auch genannt wird, ist noch lange nicht verschwunden und ausgerottet. Das betrifft auch Deutschland.

    Seit Ende 2024 werden immer wieder impfstoffabgeleitete Polioviren (cVDPV2) in Abwässern verschiedener europäischer und auch deutscher Städte gefunden. Und im Oktober 2025 wurde in einer Hamburger Abwasserprobe erstmals seit über 30 Jahren wieder Polio-Wildvirus Typ 1 in Deutschland nachgewiesen.

    In dieser Folge spricht Tobias Stolzenberg mit der Epidemiologin Dr. Carolina J. Klett-Tammen, der stellvertretenden Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, über die aktuelle Polio-Lage, den Impfschutz in Deutschland und was Hausärztinnen und Hausärzte wissen und tun sollten.

    Themen dieser Folge:
    • Warum ist Polio noch immer ein Thema in der Hausarztpraxis?
    • Was bedeuten die Funde von Polioviren im deutschen Abwasser?
    • Poliovirustypen, Impfstoffe, Impfstoffviren: Was ist was?
    • So ist der Krankheitsverlauf bei Poliomyelitis: Lähmungen sind nicht unbedingt krankheitstypisch – gerade darum ist das Virus so gefährlich.
    • Impflücken in Deutschland: Was zeigt die HZI-Studie zum Polio-Impfstatus in Deutschland?
    • Das cVDPV2-Paradoxon: Wenn der Impfstoff selbst zum Problem wird.
    • Polio in Gaza: Was zeigt uns der Ausbruch über die Fragilität der globalen Eradikation?
    • Was sollten Hausärztinnen und Hausärzte konkret tun?

    Gast dieser Folge: Dr. Carolina J. Klett-Tammen, Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig

    Dr. Klett-Tammen ist Sprecherin des Fachbereichs Global Health in der Deutschen Gesellschaft für Public Health.

    Host dieser Folge: Tobias Stolzenberg, Redakteur bei Medical Tribune in Wiesbaden

    Kontakt zur Redaktion:
    o-ton-allgemeinmedizin@medtrix.group

    Weiterführende Links:
    Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
    https://www.helmholtz-hzi.de

    Deutsche Gesellschaft für Public Health
    https://www.dgph.info/

    HZI-Studie zum Polio-Impfstatus in Deutschland
    Self-reported poliomyelitis vaccination and documentation in adults indicates high uptake: a digital German epidemic panel
    https://link.springer.com/article/10.1186/s12889-025-24865-9

    RKI-Ratgeber Poliomyelitis (laufend aktualisiert)
    https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Poliomyelitis.html

    RKI: Schutzimpfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung)
    https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Impfungen-A-Z/Poliomyelitis-Kinderlaehmung/polio-node.html

    RKI: Nationale Enterovirussurveillance
    https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Eliminationsprogramme/Kommission-Polioeradikation/Nationale-Enterovirus-Surveillance/nationale-enterovirus-surveillance-node.html

    MuSPAD – bundesweite Antikörperstudie zu SARS-CoV-2-Infektionen des HZI
    https://muspad.de

    WHO Poliovirus IHR Emergency Committee
    https://www.who.int/groups/poliovirus-ihr-emergency-committee
    https://bit.ly/4hoYfbK
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Über O-Ton Allgemeinmedizin: Podcast für die Arztpraxis
O-Ton Allgemeinmedizin ist ein Medizin-Podcast für alle, die sich für hausärztliche Themen interessieren. Jede Staffel beschäftigt sich mit einem eigenen Thema – mit dem Fokus darauf, was für Hausärztinnen und -ärzte aktuell relevant ist. Wir berichten das Neueste aus Diagnostik und Therapie, stellen Expertinnen und Experten zu dem jeweiligen Thema vor und diskutieren das Wichtigste für die Praxis. Den Podcast O-Ton Allgemeinmedizin gibt es alle 14 Tage donnerstags auf den gängigen Podcast-Plattformen. Abonnieren Sie uns gerne. Kontakt zur Redaktion unter: o-ton-allgemeinmedizin@medtrix.group Mehr unter: www.medical-tribune.de/o-ton-allgemeinmedizin • Twitter Medical Tribune: https://twitter.com/MedTrib_medizin • Twitter Jochen Schlabing: https://twitter.com/MT_JSchlabing • Twitter Dr. Werner: https://twitter.com/DrCWerner • LinkedIn Kathrin Strobel: https://de.linkedin.com/in/kathrin-strobel-76b565165 • LinkedIn Jochen Schlabing: https://de.linkedin.com/in/jochen-schlabing-7b551923a • Medical Tribune Deutschland auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/showcase/medical-tribune-de/ • MedTriX Group auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/medtrix-group/
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