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Der Wolfspodcast

Sabine Sebald
Der Wolfspodcast
Neueste Episode

89 Episoden

  • Der Wolfspodcast

    95: Wenn der Wolf Schlagzeilen macht

    08.05.2026 | 44 Min.
    In dieser Episode richtet Sabine den Blick auf ein Thema, das leider viel zu oft unterschätzt wird: die Verantwortung der Medien im Umgang mit dem Wolf. Der Pressekodex lässt keinen Spielraum für Interpretationen – Sorgfalt, Wahrhaftigkeit und Zurückhaltung sind Pflicht. Und doch zeigt sich in der Praxis immer wieder ein anderes Bild.
    Zu Gast ist Kerstin Frohoff-Hülsmann aus Wettringen bei Münster. Als Schafhalterin kennt sie die Herausforderungen auf der Weide ebenso wie die Dynamik öffentlicher Debatten. Genau aus dieser Verbindung entsteht ihre besondere Perspektive: aufmerksam, analytisch und konsequent.
    Kerstin beobachtet Medienberichte genau, sammelt Beispiele und wird aktiv, wenn Grenzen überschritten werden. Mit fundierten Beschwerden bei Redaktionen und dem Deutschen Presserat setzt sie sich für mehr journalistische Qualität ein – ruhig, beharrlich und mit klarem Ziel: eine faire, faktenbasierte Berichterstattung.
    Dabei bewegt sie sich in einem Spannungsfeld, das sie auch privat kennt: Ihr Mann ist Jäger, weder klar pro noch kontra Wolf. Gerade diese Zwischenposition macht deutlich, wie wichtig differenzierte Betrachtung jenseits von einfachen Fronten ist.
    Gemeinsam gehen Sabine und Kerstin konkreten Beispielen nach – aus Fachmedien, Jagdpresse und Tagesberichterstattung. Sie zeigen, wie tendenziöse Darstellungen entstehen, woran man sie erkennt und welche Wirkung sie entfalten.
    Vor allem aber geht es um konkrete Handlungsmöglichkeiten. Beschwerden beim Presserat sind kein bürokratisches Detail, sondern ein wirksames Instrument. Sie setzen Standards, schaffen Grenzen und können echte Veränderungen anstoßen.
    Diese Folge macht klar: Öffentlichkeit ist gestaltbar.
    Und jede Stimme, die hinschaut und sich einmischt, zählt.
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    94: Weidetierhaltung im Wolfsgebiet

    01.05.2026 | 57 Min.
    Sabine ist zurück in Klein Köris – bei einem alten Bekannten. Schäfer Matthias Rackwitz bewirtschaftet hier seit über 30 Jahren mit seinem Kollegen Schafe und Ziegen in der Landschaftspflege. Als Sabine ihn vor einem Jahr zuletzt besucht hat, schien die Welt noch eine andere zu sein. Der Wolf im Jagdrecht? Für Rackwitz damals kaum vorstellbar.
    Heute ist genau das Realität. Und mit der erleichterten Jagd wächst für ihn nicht die Sicherheit, sondern die Sorge. Umgeben von gleich fünf Wolfterritorien – und bislang ohne einen einzigen Riss – könnte sich die Lage für seine Herden jederzeit drehen. Für Rackwitz steht fest: Die Jagdverbände überspannen den Bogen.
    Doch der Brandenburger Jagdverband zeigt sich selbstbewusst. Geschäftsführer Kai Hamann ist überzeugt, dass seine Jäger ausreichend Erfahrung und Fachwissen für die Jagd auf Wölfe mitbringen. Rackwitz will es genau wissen – und fordert ihn heraus: ein Quiz, eine Challenge, zehn Jäger. Der Einsatz ist hoch. Wird Hamann sich darauf einlassen?
    Währenddessen zeigt sich der Alltag auf der Weide ungefiltert: Die Herdenschutzhunde schlagen an, als Spaziergänger mit Hund vorbeiziehen. Routine für die Tiere – sie sichern die Herde und begleiten die Besucher kontrolliert am Zaun entlang. Wenig später stehen mehrere Ziegen plötzlich außerhalb der Weide. Jetzt zählt jede Minute. Tiere zurück treiben und die Zaunlücke finden.
    Ein Tag mit Matthias Rackwitz – zwischen politischer Debatte, praktischer Erfahrung und der Frage, wie viel Risiko die Weidetierhaltung künftig noch tragen kann.
    Edit: Sabine hat im Gespräch fälschlicherweise gesagt, dass Kai Hamann der Vorsitzende vom Landesjagdverband Brandenburg ist. Kai Hamann ist der Geschäftsführer vom LJVB.
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    93: Alltag einer Schäferin in Deutschland

    23.04.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Nach einer kurzen kreativen Pause meldet sich Sabine zurück – mit einer Folge direkt aus dem Leben einer Schäferin aus Nordhessen.
    Zu Gast ist Thea Welland: Schäferin aus Leidenschaft, Agraringenieurin und Ökobäuerin in Witzenhausen.
    Eine Frau, die nicht nur von Landwirtschaft spricht, sondern sie lebt – mit allem, was dazugehört.
    Was mit einem einzelnen Schaf namens Pipilotta begann, entwickelte sich zu einem vielseitigen Betrieb mit rund 30 Milchschafen, eigener Naturseifen-Manufaktur und einer klaren Haltung zu Tierwohl und Verantwortung.
    Sabine spricht mit Thea über ihren ungewöhnlichen Weg: von der Rettungsassistentin zur Schäferin, über den Mut, Neues zu wagen, und die Realität hinter der oft romantisierten Vorstellung vom Landleben.
    Es geht um Herausforderungen im Alltag, echte Sorgen in der Schäferei – und um Konflikte, die nichts mit dem Wolf zu tun haben, sondern mit Menschen, Hunden oder gesellschaftlichen Erwartungen.
    Schon früh setzte sich Thea wissenschaftlich in ihrer Diplomarbeit mit der Koexistenz von Schafen und Wölfen auseinander – lange bevor das Thema breite Aufmerksamkeit bekam. Und lange, bevor die Wölfe wirklich zurückgekehrt waren.
    Heute verbindet sie Theorie und Praxis auf eindrückliche Weise und teilt offen ihre Erfahrungen, Strategien und auch Sorgen.
    Außerdem erzählt sie, wie aus ihrer Geschichte plötzlich ein Buch wurde – und wie sie über die Kommunikation mit ihren Tieren lernte, mit Verlusten und dem Tod klarzukommen.
    Eine ehrliche, vielschichtige Folge über Leidenschaft, Verantwortung und das Leben zwischen Weide, Wolf und Wirklichkeit.
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    92: Tag der Populisten: Zwischen Jagd, Macht und Rechtsbruch

    28.03.2026 | 1 Std. 9 Min.
    Das neue Bundesjagdgesetz hat am 27.3.2026 den Bundesrat passiert. An diesem Tag wurde diese Folge aufgenommen. Während sich Lobbyverbände die Hände reiben und manche Medien unkritisch Desinformation verbreiten, sehen Fachleute schon jetzt: Dieses Gesetz ist rechtswidrig. Es wird weder Weidetierhaltenden helfen noch den vielbeschworenen „Frieden im ländlichen Raum“ sichern.
    Sabine spricht diesmal wieder mit Ines – einer Insiderin, die seit Jahrzehnten im Staatsdienst arbeitet, tief im Naturschutzrecht steckt und die politischen Hinterzimmer kennt. Jetzt tritt sie wieder an die Öffentlichkeit und redet Klartext.
    In dieser Folge erfahrt ihr:
    - Warum das neue Jagdgesetz juristisch wackelt
    - Welche Interessen im Hintergrund wirklich wirken
    - Was Weidetierhaltende jetzt erwartet
    - Und warum Widerstand nicht nur legitim – sondern Pflicht ist.

    Eine Folge für alle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen passiert – und wie man sich gegen rechtswidrige Politik wehren kann.
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    91: Wolfsmanagement in Deutschland

    24.03.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Wolfsmanagement – nicht nur ein Verwaltungsvorgang sondern die Grundlage für die Koexistenz von Mensch und Wolf. In dieser Episode vom Wolfspodcast geht es um die Frage, was „Wölfe managen“ in Deutschland ganz konkret bedeutet. Wie geht man mit Wölfen um, wenn sie Menschen zu nah kommen oder aber regelmäßig wolfabweisenden Herdenschutz überwinden? Von Besenderung über Vergrämung bis hin zur "letalen Entnahme", wie die letzte aller Möglichkeiten im Amtsdeutsch heißt.
    Sabine spricht in dieser Folge wieder mit Naturfilmer und Biologe Sebastian Koerner, der seit vielen Jahren mit wildlebenden Wölfen arbeitet und zahlreiche Fälle aus eigener Erfahrung kennt. Anhand aktueller Beispiele wie dem Wolf von der Hornisgrinde, den Abschussgenehmigungen in Cuxhaven und der Uckermark geht es darum, wann aus einem Wolf ein Problemwolf" wird – und ob vorher alle milderen Mittel und Herdenschutzmaßnahmen ausgeschöpft wurden.
    Im Fokus stehen natürlich auch wieder die aktuelle Wolfspolitik der Bundesregierung und das geplante Bundesjagdgesetz, das die Bejagung von Wölfen erleichtern soll und seit Monaten von Naturschutzverbänden, Wissenschaftlern und engagierten Juristen diskutiert wird. Sebastian warnt: Allein die Debatte um den Abschuss von Wölfen kann die illegale Jagd befeuern – während Politik und Justiz oft wegschauen, statt konsequent zu ermitteln.
    Ein Gespräch über die Biologie unserer Wölfe, Respekt vor der Wissenschaft – und die Frage, warum die Jagdfunktionäre und Regierungspolitiker sich den Fakten so rigoros verweigern.
    Für die Zukunft des Honrisgrinde-Wolfs bringt Sebastian eine zündende Idee mit. Jetzt müssen nur noch die Behörden mitspielen....

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Über Der Wolfspodcast

Der Wolf ist wieder da, und er ist gekommen, um zu bleiben. Die Diskussion um seine Rückkehr ist jedoch politisch und gesellschaftlich mehr als aufgeladen. Dieser Podcast macht sich für den aktiven Wolfsschutz stark. Mit vielen wissenschaftlichen Fakten, spannenden Informationen rund um das Leben der wilden Wölfe, sowie politische und juristische Hintergründe und News. Gespräche mit Expertinnen und Experten liefern die unterschiedlichsten Perspektiven zum Thema Wolf. Denn nur, was wir kennen, können wir lieben und nachhaltig schützen. Folgt uns auf den Spuren unserer wilden Wölfe.
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