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    machtHunger: Was ist das Nationalgericht der USA?

    30.06.2026 | 44 Min.
    Ein Podcast zur Frage, was das Nationalgericht der USA eigentlich ist: Gastrosoph Peter Peter spricht über Fast Food, Jambalaya und Apple Pie. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die USA feiern ein Semiquincentennial. Wer nicht weiß, was dieses schwer auszusprechende Wort bedeutet: Im Grunde 250 Jahre. Am 4. Juli 1776 haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika von Großbritannien abgekoppelt und ihre Unabhängigkeit erklärt. Das wird gefeiert. Wir haben das für unsere Podcast-Serie machtHunger zum Anlass genommen, herauszufinden, ob es überhaupt ein amerikanisches Nationalgericht gibt.

    Wenig überraschend: Die Frage ist alles andere als leicht zu beantworten, denn die USA sind seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland. Im Gespräch mit Karin Pollack dröselt Gastrosoph Peter Peter in dieser Folge auf, was es sonst noch alles so gibt. American Barbecue, Turkey oder One-Pot-Gerichte? Oder Brisket, Gumbo, Jambalaya oder Caesar Salad? Oder ist es doch Fast Food, weil Arbeit wichtiger als alles andere ist und es beim Essen deshalb schnell gehen muss. 
    Gastrosoph Peter Peter und Host Karin Pollack zeigen in dieser Folge von machtHunger, im Schmelztiegel USA viele Traditionen zusammenkommen.

    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für Der Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.

     
    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.
    machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Playlist dieser Folge
    The Hungry Food Band: Apple Pie. Motern Media
    Hank Williams: Jambalaya (on the Bayou). Mercury Nashville
    DJ Ötzi: Burger Dance. Electrola
    June Christy: Shoo Fly Pie and Apple Pan Dowdy. Blue Note Records
    Princess Nokia: Apple Pie. Princess Nokia Inc.

    Staffel I 
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III 
    machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machthunger III: Klasse Wein 
    machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen 

    Staffel IV: 
    machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
    machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz

    Staffel V:
    machtHunger I: Unser Brot gib uns heute
    machthunger II: Gehen wir ein Eis essen?
  • Der Pragmaticus Podcast

    KI transformiert die Welt, wo steht Europa?

    23.06.2026 | 26 Min.
    Artificial Intelligence wird die Welt von Grund auf verändern und damit das am Ende auch gut geht, müssen wichtige Weichen gestellt werden, ist der AI-Experte Matthias Samwald von der Meduni Wien überzeugt. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wer denkt, Künstliche Intelligenz seien Chatbots wie ChatGPT oder Gemini, irrt. Die wahre Künstliche Intelligenz steht erst in den Startlöchern und wird das Leben, so wie wir es kennen, von Grund auf verändern.
    General Purpose AI, auch AGI („Artificial General Intelligence“), wird in allen Bereichen der Gesellschaft Transformationen bringen, davon ist Matthias Samwald, Professor für Artificial Intelligence an der MedUni Wien, überzeugt. Deshalb sei es dringend notwendig, wichtige Strukturen wie unser Wirtschaftssystem oder auch unsere Demokratie zu schützen, sagt er.

    Zugleich beklagt er ein mangelndes Problembewusstsein für die allumfassende Veränderungskraft dieser Technologie. Vor allem, was die rekursive AI betrifft, also jene AI-Tools, die AI selbst verbessern, erwartet er sich bahnbrechende Innovationen. Die großen ungeklärten Fragen in sämtlichen Bereichen der Wissenschaft könnten gelöst werden. Das Ende von Krebs, Lösungen für Clean Energy: All das könnte die KI auf den Weg bringen.

    Allein: Nur wer über die entsprechende Rechenleistung verfügt, wird in der Topliga der Problemlösungen durch KI mitspielen, ist Samwald überzeugt. Europa hat gerade, was die Verfügbarkeit von Energie etwa für Data Centers betrifft, massiven Nachholbedarf. Die große Gefahr sei, dass sich die Gesellschaft auf keine gemeinsame Linie in dieser Zukunftsfrage einigen könne und Fragmentierung zu Stillstand in Sachen Künstlicher Intelligenz führen werde.

    Denn an sich, so Samwald, liege ungeahntes Potenzial in Artificial Intelligence. Statt Dystopien wünscht er sich gemeinsame Utopien, in deren Zentrum das Wohl aller Menschen steht.

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Matthias Samwald ist Professor für Artificial Intelligence an der Medizinischen Universität Wien und leitet „Accelerate Europe“, eine Initiative, die darauf abzielt, Europa auf die KI-Revolution vorzubereiten, die Wissenschaft, Wirtschaft und Regierungsführung noch in diesem Jahrzehnt grundlegend verändern könnte. Er vertritt die Ansicht, dass Europa seine Traditionen der Rechenschaftspflicht, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Wohlstands in Wettbewerbsvorteile umwandeln kann, wenn es diese mit dem Ehrgeiz und dem Tempo verbindet, die die aktuelle Situation erfordert. Samwald ist Mitglied des EU Frontier AI Expert Forum, eines wissenschaftlichen Gremiums, das als fachliches Beratungsorgan des AI Act, der europäischen Gesetzgebung zur Künstlichen Intelligenz fungiert. Seine Mitglieder unterstützen die Europäische Kommission und nationale Behörden bei Fragen zu KI, etwa beim Erkennen systemischer Risiken der leistungsfähigsten KI-Modelle, sowie bei der Entwicklung von Methoden zu deren Evaluation. Die Berufung knüpft unmittelbar an Samwalds frühere Arbeit als Co-Chair des Kapitels „Safety & Security“ des EU Code of Practice for General-Purpose AI an, der 2025 fertiggestellt wurde und auf dem führende Entwickler wie OpenAI, Google und Anthropic mittlerweile aufbauen.  

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    Neustart für Österreich: Staat lass nach

    16.06.2026 | 25 Min.
    Der Staat sollte sich viel weniger einmischen und die Zügel locker lassen, weil nur ein schwacher Staat ein guter Staat ist, davon ist der Philosoph Konrad Paul Liessmann überzeugt. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wider die Bevormundung und für die Freiheit der Gedanken, und zwar Gedanken aller Art: Konrad Paul Liessmann will sich nicht gängeln lassen, schon gar nicht vom Staat. Dieser, so ist er überzeugt, mischt sich heutzutage ohnehin in viel zu viele Bereiche des Lebens ein.

    Besonders empört ihn, wenn der Staat Meinungen bestimmt und Vorschriften macht. Denn das schränkt für ihn als Bürger die Freiheit ein, und Freiheit ist schließlich das höchste Gut.

    Ist der Mensch überhaupt ein rationales Wesen? In diesem Podcast erklärt Liessmann, warum er gegen den Wohlfahrtsstaat ist, wie er sich das Leben in einem gemeinsamen Land vorstellt und was das alles mit Immanuel Kant, Baruch Spinoza und John Stuart Mill zu tun hat. Liessmann rechtfertigt auch, warum er in gewissen Belangen reaktionär sein will. Wenn es um die Bildung geht, sollte man sich an die alten Griechen halten, denn sie hätten bereits alle Grundlagen dafür gelegt, Situationen richtig einschätzen zu können. Grundlagen statt Meinung, sagt er.

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und lehrte von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2023 an der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Liessman ist neben Barbara Bleisch Intendant des Philosophicum Lech, das in diesem Jahr unter dem Motto „Bevormundetes Denken“ steht.

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    250 Jahre USA: Pomp, Prunk und Sorge

    09.06.2026 | 35 Min.
    Vor 250 Jahren erklärten die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit. Der Historiker Manfred Berg blickt zurück und erklärt, warum er um die älteste Demokratie besorgt ist. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die USA haben den Ruf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Sie feiern ihr 250-jähriges Bestehen und damit auch die Tatsache, als älteste Demokratie der Welt iel Gutes bewirkt zu haben.

    Doch seit Donald Trump in den USA die Präsidentschaft übernommen hat, leidet das gute Image der USA. Der 47. Präsident schlägt neue Töne an. Die USA wollen nicht länger Schutzmacht Europas sein, zeigt Großmachtfantasien, verhängen Zölle und hebeln damit alte Ordnungen aus den Angeln. Anlass für den Rest der Welt, sich Gedanken über Grundsätzliches zu machen.

    In diesem Podcast geht es um die Geschichte der Demokratie, die Unterschiede zwischen den USA und Europa und die neue nationalistische Politik, die sich in einem nie dagewesenen Triumphalismus zur Schau stellt. Rund um die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum ist allerhand Pomp und zur Schaustellung militärischer Macht geplant. Steuert das Land auf eine Phase der Autokratie zu und ist „Make America Great Again“ ein Vorbote dieser Entwicklung? Oder ist all das nur Schall und Rauch?

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Manfred Berg ist Historiker, hat an den Universitäten von Berlin und Heidelberg Amerikanistik unterrichtet, er war am Deutschen Historischen Institut in Washington und ist heute ist heute Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Eben erschienen ist das Buch "Amerikas Demokratie. Eine kurze Geschichte der Unabhängigkeit bis Donald Trump" im Verlag  Klett-Cotta.

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    Hantavirus: Von Mäusen zu Menschen

    02.06.2026 | 21 Min.
    Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:

    Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der Familie der Hantaviren handelt.

    Seine Besonderheit: Es springt nicht nur von Nagetieren auf Menschen, sondern dann auch von Mensch zu Mensch. „Es ist eine Neuweltvariante und kommt immer wieder in Südamerika vor“, resümiert der Viren-Experte Florian Krammer, der den Hantaviren seine Berufswahl zu verdanken hat. In seiner Heimat in Steiermark werden immer wieder Menschen infiziert, wenn sie „zum Beispiel Garagen auskehren und auf diese Weise den pulverisierten Kot von Rötelmäusen einatmen“, erzählt Krammer. Einige von ihnen erkrankten schwer, andere nicht.

    Mittlerweile forscht Krammer an Medikamenten und Impfstoffen für Erkrankte, eine Frage der finanziellen Mittel. Aber es geht auch um die Infektionsgefahr etwa auf Kreuzfahrtschiffen. Ihn als Virologe brächten keine zehn Pferde auf so ein Schiff, zu groß ist dort die Infektionsgefahr. 

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Florian Krammer hat an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert und seine Postdoc-Ausbildung im Labor von Peter Palese an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York absolviert. Dort beschäftigte er sich vor allem mit dem Influenzavirus. Im Jahr 2014 wurde er unabhängiger Principal Investigator und ist derzeit Mount-Sinai-Stiftungsprofessor für Vakzinologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai. Außerdem ist Krammer seit 2024 Professor für Infektionsmedizin am Ignaz-Semmelweis-Institut der Medizinischen Universität Wien. Er konzentriert sich auf das Verständnis der Mechanismen von Interaktionen zwischen Antikörpern und viralen Oberflächenglykoproteinen und auf die Umsetzung dieser Arbeit in neuartige, breit schützende Impfstoffe und Therapeutika. Sein Hauptfokus ist das Influenzavirus, aber er arbeitet auch an Coronaviren, Flaviviren, Hantaviren, Filoviren und Arenaviren. Er hat mehr als 400 Arbeiten zu diesen Themen veröffentlicht.

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