193 Episoden
- In den USA stehen die Midterms an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sehr die US-Innenpolitik die gesamte Welt bestimmt. Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema:
Die Wahlen zur Halbzeit einer US-Präsidentschaft sind ein Gradmesser für die Popularität einer Regierung und ihrer Arbeit. Die Bilanz von Donald Trump sieht laut Umfragen gerade nicht so gut aus. Die Lebenshaltungskosten für die US-Bürger sind gestiegen, vor allem Treibstoff ist teuer. Das hat mit dem Krieg im Iran zu tun, den die USA begonnen haben und für dessen Beendigung sie keine Strategie haben.
Dabei hatte Donald Trump im Wahlkampf versprochen, keine neuen Kriege fern der USA führen zu wollen. Und ganz allgemein befindet sich auch die amerikanische Demokratie im Umbau, sagt die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook, und gibt einen Einblick, was sich alles in den vergangenen zwei Jahren in den Institutionen der Vereinigten Staaten verändert hat.
In diesem Podcast geht es aber auch um die Frage, inwiefern die amerikanische Innenpolitik auf den Rest der Welt wirkt, und wie die Europäische Union sich aufstellen könnte, um Kontakte in die USA auf ganz neue Art und Weise organisieren zu können.
Unser Gast in dieser Folge:
Cathryn Clüver Ashbrook ist Senior Advisor für das Programm „Europas Zukunft“ der Bertelsmann Stiftung. Sie ist Expertin für transatlantische Beziehungen und US-Politik. Ihre Berufslaufbahn begann sie 1999 als Korrespondentin für CNN. Es folgten Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger und an der Harvard Kennedy School, wo sie das Forschungsprogramm zur Zukunft der Außenpolitik gründete. 2021 wurde Clüver Ashbrook an die Spitze der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik berufen. Im Verlag Brandstätter ist ihr Buch „Der amerikanische Weckruf“ erschienen.
Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). - Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich die geopolitischen Allianzen verändert. Wer sind noch Putins Verbündete auf dem Planeten? Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema: Am 24. August ist Nationalfeiertag in der Ukraine. Russland wird wohl auch dieses Jahr mit massiven Angriffen dieses symbolische Datum bombardieren. Denn der Krieg mit der Ukraine hat für Russland die höchste Priorität, sagt Hanna Notte, Leiterin des Eurasien-Programms am James Martin Center for Nonproliferation Studies.
Und weil Kriege derzeit die Weltpolitik bestimmen und alteingespielte Allianzen außer Kraft setzen, geht es in diesem Podcast darum, wer heute noch Freund und Gegner Russlands ist. Dazu durchleuchtet Notte Russlands Engagement im Nahen Osten und am afrikanischen Kontinent, analysiert innenpolitische Schwächen und präzisiert die Rolle Chinas im Spiel um die Mächtigen. Die Ukraine jedenfalls wird alle geopolitischen Veränderungen zu spüren bekommen. Und Europa könnte schon bald eine Schlüsselrolle zukommen.
Unser Gast in dieser Folge:
Hanna Notte leitet das Eurasia Nonproliferation Programme am James Martin Center for Nonproliferation Studies in Monterey, Kalifornien. Ihr Fachgebiet ist russische Außenpolitik, der Nahe Osten sowie Rüstungskontrolle. Notte hat in Oxford und Cambridge studiert, war während ihres Promotionsstudiums am Institut für Orientalistik an der Russischen Akademie der Wissenschaften und am Carnegie Moscow Center und hat dann bei der NGO Shaikh Group gearbeitet. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Demnächst erscheint ihr Buch „We Shall Outlast Them: Putin's Global Campaign to Defeat the West“ (W.W. Norton & Company)
Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). - Das Europäische Forum Alpbach steht dieses Jahr im Zeichen der Zuversicht. „How Europe wins“ ist das Motto. Wie schaut ein Fitnessprogramm für Europa aus. Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema:
Schluss mit dem ewigen Lamento, auf keinem Kontinent leben die Menschen besser als in Europa. Davon ist der Vizepräsident des Europäischen Forum Alpbach Christian Kern überzeugt und würde sich wünschen, dass die Europäische Union endlich ihre Stärke entfaltet.
In diesem Podcast aus Anlass des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach spricht er über das Potenzial eines Kontinents, der noch viel stärker lernen sollte, wie wichtig Einigkeit ist. Wirtschaftlich muss Europa seine Exportkraft nutzen, sagt er, gibt aber auch zu, wie schwierig die Vereinheitlichung unterschiedlicher Systeme sein kann. Sein Beispiel: Das europäische Zugnetz. Doch die Anstrengung für mehr Gemeinsamkeit zahlt sich aus, sagt Kern.
Denn es geht um nichts weniger als darum, die Demokratie und damit die Freiheit jedes einzelnen zu verteidigen. Als Friedensverwöhnte ist vielen das Wissen verloren gegangen, wie wichtig die Institutionen sind, um die Demokratie abzusichern. Und: Auch den Klimawandel sollte man noch mehr als Chance nutzen, weil saubere Energie das Geschäftsfeld der Zukunft sein wird.
Unser Gast in dieser Folge:
Christian Kern ist Vizepräsident des Vereins Europäisches Forum Alpbach. Der frühere Bundeskanzler, SPÖ-Chef und ÖBB-Vorstandsvorsitzende ist heute der Geschäftsführer von ELL Austria, einer Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge.
Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). - In Österreich wurde jüngst ein Paket zur Entbürokratisierung abgesagt. Warum ist das so? Und was könnte dennoch Abhilfe schaffen? Ein Podcast von Der Pragmaticus.
Das Thema:
Alle fordern den Abbau von Bürokratie – doch niemand macht mit. Jan Kluge, Experte für die Themen Klima, Wirtschaftsstandort und Digitalisierung im wirtschaftsliberalen Thinktank „Agenda Austria“, nennt die drei Interessengruppen, die eine Vereinfachung von Gesetzen, Vorschriften und Verwaltungsaufgaben verhindern: die Beamten selbst, die Politik und vor allem Lobbyisten, die neue Vorschriften fordern, um ihren Auftraggebern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Von absurd wirkenden Detailvorschriften über wachsende Berichtspflichten in der EU bis hin zu halbherzigen Reformversuchen in Österreich zeigt das Gespräch, warum Entbürokratisierung in der Praxis so oft stecken bleibt. Kluge blickt auch auf internationale Beispiele: auf die chaotisch verlaufende Radikalkur von Elon Musk und auf Argentinien, wo der Staat Regeln tatsächlich systematisch durchforstet und anschließend ganze Behörden geschlossen sowie Zehntausende Beamte entlassen hat.
Es ist ein Gespräch über Macht, Beharrungskräfte und die Grenzen staatlicher Steuerung – und über die beunruhigende Frage, was passiert, wenn selbst Experten das System nicht mehr vollständig überblicken.
Unser Gast in dieser Folge:
Jan Kluge ist Ökonom beim Thinktank Agenda Austria, wo er sich über Themen wie Wirtschaftsstandort, Digitalisierung und Klimaschutz den Kopf zerbricht. Zuvor war er Senior Researcher am Institut für Höhere Studien in Wien und Doktorand am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung („ifo“) in Dresden.
Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). - Noch ist Russland im Krieg in der Ukraine gebunden, doch der große Plan ist, eines Tages in Europa einzufallen. Ein Weckruf. Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema:
Gefahren zu erkennen, setzt voraus, dass sie erst plausibel gemacht werden. In geopolitischen Umbruchszeiten ist das oft nicht einfach. Dass Russland Europa angreifen könnte, ist ein realistisches Szenario, das die Menschen in Europa ernst nehmen sollten, sagt der österreichische Militärstratege Franz-Stefan Gady und hat ein Buch darüber geschrieben, wie sich so ein russischer Überfall abspielen könnte.
„Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ (Molden Verlag) ist eine spannende Fiktion, wie sich Spannungen aufbauen und wie sich das aus Sicht von Laien anfühlen könnte. Es ist eine Dystopie, doch auf Basis von aufwändigen Recherchen verfasst. Diese zeigen, wie intensiv Russland sich mit Desinformation und Cyberattacken schon darauf vorbereitet. Dass Österreich die Neutralität helfen würde, hält Gady schlichtweg für naiv. Im Gegenteil, sie steht Österreich im Weg, wenn es darum geht, sich mit NATO- und EU-Mitgliedern im Angriffsfall verbünden zu wollen. Wer denkt, dieser Podcast sei reine Panikmache, sollte reinhören. Denn Gady zeigt auch, wie man sich gegen Aggressoren wappnen kann. Waffen sind dabei nur eine Säule.
Unser Gast in dieser Folge:
Franz-Stefan Gady Jahrgang 1982, ist unabhängiger Verteidigungsexperte und Politikberater. Er berät Regierungen und Streitkräfte in Europa und den Vereinigten Staaten in Fragen der Strukturreform, der organisatorischen und doktrinären Entwicklung und der Zukunft der Kriegsführung. Der gebürtige Steirer ist Herausgeber mehrerer militärwissenschaftlicher Publikationen, schreibt in renommierten Journalen und Zeitschriften und ist selbst immer wieder auch in Kriegsgebieten (Ukraine, Afghanistan) unterwegs. Als Buchautor hat er vor „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ die Bücher „ Die Rückkehr des Krieges“ und „How the United States Would Fight China: The Risks of Pursuing a Rapid Victory“ publiziert. Er lebt in Wien.
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