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Der Pragmaticus Podcast

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  • Der Pragmaticus Podcast

    Neustart für Österreich: Aus klein mach groß

    29.09.2026 | 20 Min.
    Auf der Suche nach Einsparungspotenzial ließe sich durch das Zusammenlegen von Gemeinden nicht nur Geld sparen, sondern auf Expertise bündeln, eine neue Folge aus der Reihe „Neustart für Österreich“. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Der Staat ist schwerfällig, oft kommt er mit den gesellschaftlichen Veränderungen nicht mit. Die Demographie ist im Wandel, in Familien arbeiten beide Elternteile, Kinder müssen versorgt werden. Aus Engpässen werden oft Notlösungen gebaut, Notlösungen werden zu Dauereinrichtungen und Gemeinden müssen mit Provisorien umgehen, um auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren zu können. Auf diese Weise ist ein unüberschaubares Flickwerk an Bestimmungen entstanden.

    Intransparenz ist das Stichwort, sagt der ehemalige Bürgermeister von Lustenau, der auch in der Zusammenlegung von Gemeinden einen Weg für Einsparungen sieht. Denn auf diese Weise würde nicht nur gespart werden, es ließen sich auch Expertisen bündeln. In Zeiten von komplexen legistischen Bestimmungen und Vorgaben wäre das sogar eine qualitative Verbesserung für all jene, die damit konfrontiert sind, Abläufe ließen sich effizienter gestalten. 

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Kurt Fischer, geboren 1963 in Lustenau, war von 2010 bis 2025 Bürgermeister von Lustenau für die ÖVP. Er hat eine Karriere mit vielen unterschiedlichen Stationen hinter sich. Aufgewachsen in Lustenau, ging er in Dornbirn zur Schule und studierte danach Anglistik und Philosophie in Innsbruck. Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Gymnasiallehrer, übernahm dann den väterlichen Betrieb und wurde Unternehmer im Digitaldruckbereich. 2010 stieg er aus und widmete sich seiner politischen Karriere. Kurt Fischer ist seit 2000 Gemeinderat in Lustenau für die ÖVP, war ab 2004 als Landtagsabgeordneter in vielen unterschiedlichen Ausschüssen tätig und war von 2008 bis 2014 Stv.-Klubobmann der ÖVP-Landtagsfraktion. 

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  • Der Pragmaticus Podcast

    Brennpunkt Klassenzimmer

    22.09.2026 | 25 Min.
    Kinder ohne Deutschkenntnisse, Familien mit anderem kulturellen Hintergrund und überfordertes Lehrpersonal. Ein Reality-Check aus einer österreichischen Schule. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema: 

    Die Lehrerin Susanne Wiesinger ist seit 40 Jahren Lehrerin und hat viele Generationen von Schülern und Schülerinnen unterrichtet. Kinder mit Migrationshintergrund gab es immer, sagt sie, doch in die Volksschule, in der sie heute in Wien Favoriten arbeitet, gehen ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund. Das macht ihre Arbeit schwierig, sagt sie, weil Integration nur dann möglich ist, wenn sich Kulturen vermischen.

    Doch genau das ist nicht mehr der Fall und auf diesen Umstand will sie aufmerksam machen. Es entstehen Parallelwelten, sagt sie, die sie für gefährlich hält. Und sie kritisiert das österreichische Bildungssystem, das immer stärker mit sich selbst und seinen Ränken befasst ist, statt langfristig stabile Modelle für die Lösung der vielen Probleme auf den Weg bringt. Susanne Wiesinger hat dazu auch ein Buch geschrieben. „Gebt unseren Kindern eine Chance“ in der Edition Pragmaticus im Ecowing Verlag. Im Podcast spricht sie über ihren Alltag, die Missstände und den dringenden Reformbedarf.
     
    Unser Gast in dieser Folge:

    Susanne Wiesinger ist Lehrerin und unterrichtet seit mehr als 30 Jahren sowohl an Volksschulen als auch an Mittelschulen. Sie war Personalvertreterin in der Gewerkschaft und hat 2018 mit ihrem Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ auf die Integrationsprobleme in Österreichs Schulen aufmerksam gemacht. Anfang 2019 wurde sie als Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte ans Bildungsministerium berufen und kehrte danach als Lehrerin in eine Volksschule in Wien Favoriten zurück. Sie schreibt wöchentlich eine Kolumne mit dem Titel „Harte Schule“ in der „Kronen Zeitung“. 

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    Wie weiter, Prinz Michael?

    15.09.2026 | 21 Min.
    Die Medienplattform Pragmaticus feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Herausgeber Prinz Michael von Liechtenstein über Sinn, Alleinstellungsmerkmal und Zukunft der Medienplattform. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema: 
    Gut informiert zu sein, ist in Zeiten der überall einprasselnden Nachrichten gar nicht so einfach, fanden Dietrich Mateschitz und Prinz Michael von Liechtenstein und taten sich zusammen, um eine neue Medienplattform zu gründen. Sie wollten Experten und Expertinnen mit Erfahrung in der Praxis eine Plattform bieten, ihre Expertise einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.

    2021 wurde der Pragmaticus gegründet. Heute, fünf Jahre später, blickt Prinz Michael von Liechtenstein in diesem Podcast zurück, präzisiert noch einmal die Leitgedanken und grenzt die Stoßrichtung von anderen Medienprojekten am Markt ab. Wie sieht er die Medienlandschaft generell? Wie steht er zu Künstlicher Intelligenz und wie sieht sein Blick auf die geopolitische Lage der Welt aus? Hören Sie rein.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Prinz Michael von und zu Liechtenstein hat an der Wirtschaftsuniversität Wien Sozial- und Wirtschaftswissenschaften studiert und noch während des Studiums bei Banken und Industrieunternehmen in Kanada, den USA und Belgien als Praktikant gearbeitet. Von 1978 bis 1987 arbeitete er für Nestlé SA in den Bereichen Controlling, Management und Marketing auf verschiedenen Märkten in Europa und Afrika. Seit 1987 ist er Geschäftsführer bei Industrie- und Finanzkontor Ets. in Liechtenstein, ein führendes Treuhandunternehmen mit Tradition und Expertise in der langfristigen und generationsübergreifenden Erhaltung von Vermögen, insbesondere von Familienvermögen. Heute ist Prinz Michael von und zu Liechtenstein Präsident von Industrie- und Finanzkontor Ets., Gründer und Präsident von Geopolitical Intelligence Services AG sowie Mitgründer und Herausgeber von „Der Pragmaticus“.

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    machtHunger: Wenn der Hunger regiert

    08.09.2026 | 39 Min.
    Ein Podcast über Missernten, Not und Krieg: Gastrosoph Peter Peter über die Rolle des Hungers in der Geschichte. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer genug zu essen hat, ist zufrieden. Hunger hingegen ist nicht nur auf einer ganz individuellen Ebene unerfreulich, sondern bringt, kollektiv betrachtet, gesellschaftliche Systeme ins Wanken.

    In dieser Ausgabe des Podcasts machtHunger geht es um die Allgewalt des Hungers. Und folglich erst einmal um die großen Hungersnöte der Menschheitsgeschichte – etwa die große Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert, die Hunderttausende Iren dazu trieb, das Land zu verlassen.

    Hunger, das wird im Laufe dieser Folge klar, ist nicht nur eine naturgegebene Katastrophe, sondern auch eine Waffe der Mächtigen gegen die Unmächtigen – ein uraltes Kriegsmittel, wie die Blockade von Leningrad oder der Holodomor in der Ukraine in den Anfängen der Sowjetunion zeigen. 

    Hunger ist deshalb auch tief in der Kultur von Gesellschaften verankert – in Kinderliedern, Volkserzählungen und sogar in Tischsitten – etwa dann, wenn es ums Aufessen am Mittagstisch geht. Apropos: Auch die „Arme-Leute-Küche“ hat viele Facetten und kann – im Wandel der Zeit – sogar höchst populär werden. 

    Playlist der Folge:
    Das Hungerlied. Dieter Süverkrüp. ConträrMusik
    Die Wasserrüben und der Kohl nach Johann Sebastian Bach (Quodlibet). Interpretiert von Dominique Visse. Alpha
    Wovon lebt der Mensch aus der Dreigroschenoper von Bertold Brecht. Interpretiert von Chor und Orchester des Senders Freies Berlin. Wolfgang Neuss.
    Hungriger Wolf (Kinderlied). Interpretiert von Kathrin Wurzer und Thomas Havlik. Produktion: Erwin Kiennast. Nitron Media
    Wir haben Hunger, Hunger, Hunger. Mini Mike und die Singenden Kids. 1979501 Records DK
    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischen Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.

    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.

    macht Hunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Staffel I 
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machtHunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machtHunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III 
    machtHunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machtHunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machtHunger III: Klasse Wein 
    machtHunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machtHunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machtHunger VI: Die Freiheit der Donauküchen 

    Staffel IV:  machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
    machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz

    Staffel V:
    machtHunger I: Unser Brot gib uns heute
    machtHunger II: Gehen wir ein Eis essen?
    machtHunger III: Was ist das Nationalgericht der USA?
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    Was vom Ostblock übrig blieb

    01.09.2026 | 25 Min.
    Der Eiserne Vorhang ist seit 1989 Geschichte. Wie lange wirkt sein Schatten nach? Osteuropa-Experte Walter Mayr über die ehemaligen Grenzen, Euphorie und Ernüchterung. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema: 
    Vergangenheitsbewältigung ist im Grunde genommen niemals vorbei. Welche Wunde der Eiserne Vorhang zwischen dem Osten und dem Westen Europas schlug, ist das Thema eines bei Zsolnay erschienen Buches mit dem Titel „Grenzfälle“, das die Zeit des Kalten Krieges wieder ins Gedächtnis ruft. An den Grenzen zwischen dem Osten und dem Westen Europas wurden Zäune, Wachtürme, Mauern und Todeszonen errichtet, um all jene Menschen aus dem Osten, die in den Westen wollten, zu erschießen.

    Walter Mayr, der Autor dieses Buches, hat sich fast 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf eine Spurensuche entlang der einstigen Demarkationslinie begeben, um die damals mörderische Zeit wiederaufleben zu lassen. Von Norwegen bis Georgien ergründet er, wie die Menschen die Erinnerung an diese Spaltung bewahren oder überwunden haben und was das für die heutige politische Situation in den ehemaligen Ländern des Warschauer Pakts bedeutet. Klar ist, sagt Mayr, dass auf die Euphorie der Grenzfreiheit längst auch eine Ernüchterung gefolgt ist. Ein Teil der Bevölkerung erlebt die Europäische Union als einen übergeordneten Machtblock, von dem sie sich doch 1989 eigentlich befreit hatten. Insofern führt die Vergangenheit also auch heute zu politischen Überwerfungen.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Walter Mayr, geboren 1960 im bayerischen Aichach, begann 1990 als Reporter beim deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Er berichtete über die Kriege am Balkan und leitete die Büros des Spiegel in Wien, Moskau und Rom. Von 2019 bis 2026 war er Österreich-Korrespondent, von hier aus leitete er auch die Berichterstattung aus Südosteuropa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Henri Nannen-Preis und den Deutschen Reporterpreis.

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