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- In Bremen wird an diesem Wochenende die Deutsche Einheit gefeiert. Mehr als 400.000 Besucher werden erwartet. Und Bremens Bürgermeister Bovenschulte glaubt auch, dass es etwas zu feiern gibt. Doch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es auch nach wie vor Trennendes. Das haben auch die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gezeigt, bei denen die AfD mit dem Slogan "Der Osten bleibt anders" erfolgreich war.
Der Vizedirektor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin wirbt um Geduld: "In der historischen Perspektive sind 36 Jahre nicht viel". Man solle sich durch "ideologische Plattheitsversprechen" nicht vom Weg abbringen lassen, das politische System zu stärken und gemeinsam zu gestalten.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), verweist auf NDR Info auf ein "kollektives Gedächtnis", das Osterfahrungen auch auf nachfolgende Generationen weitertrage. Sie plädiert dafür, nicht mehr nur von einem Aufholprozess zu sprechen, sondern Ostdeutschland als ein Seismograf für bundesweite Entwicklungen zu betrachten: "Das sind auch Phänomene, die wir teilweise auch in anderen Regionen, auch in Westdeutschland haben und wenn wir darauf Antworten finden, kommt das natürlich auch den westdeutschen Regionen zugute". Sie erinnert aber auch daran, dass die Freiheit, die sich die Ostdeutschen erkämpft hätten, ein Grund zum Feiern sei, auch wenn das Bewusstsein im Alltag manchmal verloren gehe.
weitere Informationen:
Umfrage zur Deutschen Einheit: Mehrheit sieht wachsende Distanz
https://www.ndr.de/ndrfragt/deutsche-einheit-168.html
Ostbeauftragte Kaiser: Große Unterschiede bei Vermögen und Einkommen
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3511974.html
Bovenschulte zum Tag der Deutschen Einheit: "Wird eine tolle Feier"
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3511850.html
Wiedervereinigung: 3. Oktober wird Tag der Deutschen Einheit
https://www.ndr.de/geschichte/tagderdeutscheneinheit107.html
Geschichten von Ost und West: Schüler aus Dassel erarbeiten Musical
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3511878.html
Deutschland zu Gast in Bremen
https://www.tagesschau.de/inland/bremen-tag-deutsche- einheit-100.html
Podcast-Tipp: DNA des Ostens
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:02145a11a7bf361d/
Podcast-Tipp: Mitreden! Deutschland diskutiert
Tag der Deutschen Einheit: Was hält uns zusammen?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendung-5081088.html
Alle Folgen von “NDR Info Thema” auch in ARD-Sounds
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/
Moderation: Peter Mücke
Interviews: Stefan Schlag
Planung: Michael Latz
NDR Info 2026 - Das langfristige Ziel der Bahn scheint ambitioniert. Bis 2029 sollen mindestens 70 Prozent der Fernzüge pünktlich sein, also 16 Prozent mehr als heute. Warum ist das so schwierig? Darauf gibt es keine einfache Antwort, am guten Willen der Bahnchefin und des Bundesverkehrsministers liegt es jedenfalls nicht. Stattdessen müsste der Konzernumbau konsequenter vorangetrieben werden.
Christian Böttger, Verkehrsökonom an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin: "[…] ich sehe, dass die Dezentralisierung nicht wirklich vorankommt, die ja ganz, ganz wichtig ist. Also es geht um die Managementstrukturen der DB, die also ganz schlimm sind und die also dringend eine Verbesserung bedürfen. Ich sehe, dass es doch etwas zaghaft ist, was dort also am Personalabbau in der Zentrale passiert. Und ich sehe, dass sozusagen auch in der Kommunikation, wo sie neuen Ansatz versprochen hat, dass die Bahn also eher anfängt, sich noch stärker einzumauern, noch weniger die Öffentlichkeit ehrlich zu informieren als früher."
Dringend notwendige Streckensanierungen dauern zu lang und/oder werden zu teuer, außerdem werden dadurch die Nerven der Bahnreisenden zusätzlich strapaziert. Aber Bahnchefin Palla hat nicht die Hände in den Schoß gelegt. Positiv bleibt in der Bilanz zu verzeichnen, dass es betriebswirtschaftlich wieder besser aussieht bei der DB. Und auch in punkto Sicherheit und Sauberkeit wurden Pluspunkte gesammelt.
weitere Informationen:
Ein Jahr Bahnchefin Palla: An der Pünktlichkeit hapert es noch
https://www.ndr.de/nachrichten/info/bahnchefin-palla-100.html
Ein Jahr Bahnchefin Evelyn Palla - eine Bilanz
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3509922.html
Verkehrsexperte Böttger: Noch keine Reformen durch Bahn-Chefin Pallas
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3509674.html
Pro Bahn zu 1 Jahr Bahnchefin Palla: "Viel ist noch nicht passiert"
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3509992.html
Palla kritisiert "organisierte Verantwortungslosigkeit"
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/palla-kritik-bahn-100.html
Moderation: Dirk Leukroth
Interviews: Stefan Schlag
Planung: Jan Oppel - Bis zuletzt wurde verhandelt, nun hat das Bundeskabinett die Pflegereform verabschiedet: Ein "Stabilisierungspaket für die Pflege". Eine Kommission soll sich außerdem mit einer strukturellen Reform der Pflegeversicherung beschäftigen.
Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Laut dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV) könnte ihr ohne weitere Zuschüsse schon ab Oktober die Zahlungsunfähigkeit drohen.
Die aktuellen Diskussionen verunsicherten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, sagte Daria Kägler aus Bad Oldesloe auf NDR Info. Sie ist Pflegeberaterin und pflegende Mutter. Es gehe die Angst vor Kürzungen um.
Der Mediziner und Gesundheitsexperte Clemens Becker von der Universität Heidelberg fordert grundlegendere Reformen im System. In Norwegen, Kanada und Frankreich gebe es gute Ansätze, die man ins deutsche System übernehmen könne. Er kritisierte die Pflegereform 2017: Viel mehr Menschen würden Leistungen beziehen, die Versorgungsqualität habe sich dadurch nicht verbessert. Aber die Kosten seien explodiert. Würde der Status quo fortgeschrieben, kämen wir "ab 2035 bis 2050 in eine Situation, die aus gesellschaftlicher Perspektive untragbar ist", sagte er auf NDR Info.
weitere Informationen:
Bundeskabinett einigt sich auf Pflegereform
https://www.tagesschau.de/eilmeldung/pflegereform-kabinett-100.html
Reformbedarf: Was bei der Pflegeversicherung im Argen liegt
https://www.ndr.de/audio-3507206.html
Mediziner Becker zur Pflege: System grundsätzlich überdenken
https://www.ndr.de/audio-3507360.html
Pflegeberaterin: Pflegereform ist nur ein Kürzungspaket
https://www.ndr.de/audio-3507414.html
Alle Folgen von “NDR Info Thema” auch in ARD-Sounds
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/ - Eine richtige Grippe ist etwas ganz anderes als eine einfache Erkältung. Jeder, der schon mal eine solche Influenza hatte, weiß das: Hohes Fieber, rasende Kopfschmerzen, trockener Husten und völlige Abgeschlagenheit - und das über Wochen. Inzwischen weiß man, dass eine Grippe auch zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine tödliche Herzrhythmusstörung mit Herzversagen führen kann. Gerade bei älteren Menschen oder Risikogruppen.
Eine Grippeimpfung kann - zumindest zum Teil - davor schützen. Aber die Deutschen sind impfmüde. Regional sind die Zahlen unterschiedlich: Schlusslicht ist Baden-Württemberg. Dort ließ sich zuletzt nur ein Fünftel der über 60-Jährigen impfen. Ganz vorne lag dagegen Sachsen-Anhalt mit 52 Prozent. Norddeutschland bewegt sich eher in der Mitte, so zwischen 43 und 45 Prozent, wobei Hamburg weiter hinten liegt.
Wann man sich impfen lässt, will gut überlegt sein, sagt Korinna Hennig aus der ARD Gesund Reaktion. Denn der Impfschutz lässt nach einigen Monaten nach. Und die Grippesaison beginnt oft erst nach Weihnachten. Vieles spreche auch dafür, Kinder gegen Grippe impfen zu lassen.
Der Infektiologe Mathias Pletz von der Universität in Jena verweist auf NDR Info darauf, dass Grippeimpfungen kaum Nebenwirkungen haben. Und auch wenn sich das Virus kontinuierlich verändert und damit eine Impfung auch nicht jedes Jahr gleich wirksam ist, rät er zur Pieks gegen die Grippe. Denn so könne der Verlauf einer Erkrankung abgemildert werden.
weitere Informationen:
Start der Grippesaison - wer sollte sich impfen lassen?
https://www.ndr.de/audio-3505030.html
Grippe (Influenza): Symptome, Behandlung und Impfung
https://www.ndr.de/grippe198.html
Infektiologe Pletz: Grippeschutzimpfung unbedingt empfehlenswert
https://www.ndr.de/audio-3504900.html
Alle Folgen von “NDR Info Thema” auch in ARD-Sounds
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/
Moderation: Peter Mücke
Interviews: Stefan Schlag
Planung: Bernd Musch-Borowska
Produktion/Distribution: Mathias Stössner - Seit 75 Jahren wacht das Bundesverfassungsgericht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Bürgerinnen und Bürger können sich "nach Karlsruhe" wenden, wenn sie ihre Rechte aus der Verfassung verletzt sehen. Außerdem entscheidet das Gericht im Streit zwischen politischen Akteuren – zum Beispiel, wenn sich Fraktionen oder einzelne Abgeordnete mit der Bundesregierung uneinig sind.
Wir blicken mit unserem ARD-Korrespondenten Kolja Schwartz zurück auf wichtige Urteile, dunkle Flecken in der Geschichte und die Herausforderungen, vor denen das Bundesverfassungsgericht steht.
"Wir haben nicht mehr diese unbestrittene Dominanz der ursprünglichen Verfassungsparteien, die das Grundgesetz getragen haben", sagt der ehemalige Verfassungsrichter Andreas Paulus auf NDR Info. Deshalb sei auch die jüngste Grundgesetzänderung, mit der das Bundesverfassungsgericht gegen politische Blockaden abgesichert werden soll, notwendig gewesen.
Weitere Informationen:
Historischer Rückblick auf 75 Jahre Bundesverfassungsgericht
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3502722.html
Prägende Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3502622.html
Kontrollinstanz unter Druck: 75 Jahre Bundesverfassungsgericht
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3502494.html
Ex-Verfassungsrichter: "Parteipolitische Kleidung ablegen am Gericht"
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3502812.html
75 Jahre Hüter der Verfassung: Diese Aufgaben hat das Bundesverfassungsgericht
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundesverfassungsgericht-jubilaeum-102.html
Podcast-Tipp:
11KM: Datenschutz bis Sterbehilfe: So prägt das Bundesverfassungsgericht unser Leben
https://www.ndr.de/podcast/audio-3498736.html
Alle Folgen von "NDR Info Thema" auch in ARD-Sounds
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/
Moderation: Peter Mücke
Interviews: Stefan Schlag
Planung: Bernd Musch-Borowska
Produktion/Distribution: Emily Payant
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