WAGNIS WISSEN

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  • WAGNIS WISSEN

    Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen?

    06.03.2026 | 37 Min.
    Generative KI erzeugt Texte, Musik und Bilder – oft scheinbar ohne menschliches Zutun. Damit geraten grundlegende Fragen über Autorschaft und Verantwortung ins Wanken. Wie schaffen wir es in einer von digitalen Technologie durchdrungenen Welt handlungsfähig zu bleiben, ohne den Menschen aus dem Zentrum zu verlieren? Und was passiert mit unserem Verständnis von Kreativität, wenn Maschinen zunehmend an künstlerischen Prozessen beteiligt sind?
    Darüber sprechen wir in „Wagnis Wissen“ mit der Philosophin und Kunsthistorikerin Dr. Dorothea Winter.
    Dorothea Winter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Demokratietheorie, Ethik, Erkenntnistheorie und Feminismus.
    Bei De Gruyter Brill hat sie das Buch „Rationalität– Freiheit – Verantwortung: Beiträge zur Philosophie Julian Nida-Rümelins“ mitherausgegeben. Gemeinsam mit Nina Zuber steuerte sie außerdem das Kapitel „Digitaler Humanismus: Die unverzichtbare Rolle menschlicher Autorschaft im Zeitalter der Technologie“ bei. Ihr Buch „KI, Kunst und Kitsch. Ein philosophischer Aufreger“ erschien 2023 bei Carl Auer.
  • WAGNIS WISSEN

    Wie kommen die Geisteswissenschaften aus der Vertrauenskrise?

    06.02.2026 | 35 Min.
    Im Zeitalter der Polykrisen stehen die Geisteswissenschaften zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Brauchen wir sie überhaupt noch? Und wenn ja, warum fällt es vielen Geisteswissenschaftler*innen so schwer, selbstbewusst mit ihrer Forschung an die Öffentlichkeit zu gehen?
    In „Wagnis Wissen“ sprechen wir mit dem Literaturwissenschaftler Johannes Franzen über die Vertrauenskrise der Geisteswissenschaften und wie diese überwunden werden kann.
    Johannes Franzen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim und Autor verschiedener Bücher. Im Newsletter „Kultur und Kontroverse“ schreibt er über kulturelle Konflikte der Gegenwart. In seinem Essay „Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit – Szenen einer Legitimationskrise“, veröffentlicht in dem Open-Access-Band „Überzeugungskräfte: Über das Vertrauen in Wissenschaft (und Pseudowissenschaft)“ (Brill, 2025), setzt er sich mit dem Thema der aktuellen Folge auseinander.
    Foto: Marion Koell
  • WAGNIS WISSEN

    Demokratisierung der Deutschen: eine Erfolgsgeschichte?

    09.01.2026 | 34 Min.
    Die deutsche Erinnerungskultur und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus gelten weltweit als vorbildlich. Aber war die Demokratisierung der Deutschen nach 1945 wirklich eine lupenreine Erfolgsgeschichte? Die Historikerin und Antisemitismusforscherin Stefanie Schüler-Springorum erzählt in ihrem neuen Buch "Unerwünscht" (S. Fischer) die Nachkriegsgeschichte aus der bisher unterbelichteten Perspektive der Opfer und Verfolgten der Nazis und rüttelt so am Selbstbild Deutschlands als Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung. Wir sprechen mit ihr bei WAGNIS WISSEN über Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus seit 1945 und gehen der Frage nach, wie neu gegenwärtige Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirklich sind.

    Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und seit 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, seit 2012 Ko-Direktorin des Selma-Stern-Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und seit 2020 Leiterin des Berliner Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind deutsche und jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschlechtergeschichte und spanische Geschichte. Bei De Gruyter Brill sind von und mit ihr unter anderem diese Titel zum Thema erschienen: Antisemitismus und Rassismus (V&R), Handbuch Jüdische Studien (Böhlau).

    Bei S. Fischer Verlage: Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

    Foto: G. Faller-Walzer
  • WAGNIS WISSEN

    Wie politisch ist Kalorienzählen?

    05.12.2025 | 38 Min.
    Kalorien scheinen objektiv, neutral, wissenschaftlich – ein einfacher Zahlenwert, der angibt, wie viel Energie in einem Lebensmittel steckt. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich: Die Kalorie ist alles andere als unpolitisch. Sie erzählt eine Geschichte von gesellschaftlicher Kontrolle, Disziplin und Körpernormen.
    Seit dem frühen 20. Jahrhundert hat die Kalorie unser Verständnis von Ernährung, Arbeit und Gesundheit geprägt. Sie machte Essen messbar, Körper vergleichbar – und schuf neue Vorstellungen davon, was als „richtig“ oder „gesund“ gilt. Mit dem Kalorienzählen entstanden neue moralische Erwartungen: Wer gilt als diszipliniert, wer als maßlos oder unbeherrscht? Zugleicht entstand auch die Idee der Kalorie als Maß für Arbeitskraft, welche als Legitimierung sozialer Ungleichheit diente. Mit der Historikerin Nina Mackert sprechen wir über die Geschichte der Kalorie, Macht und Körperpolitik.
    Nina Mackert schloss 2007 ihr Magisterstudium in den Fächern Geschichte, Gender Studies sowie Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg ab. Es folgte 2011 an der Universität Erfurt die Promotion in Geschichte. Seit 2012 war Nina Mackert als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an zwei Forschungsprojekten in Erfurt beteiligt und zuletzt seit 2019 im interdisziplinären LeipzigLab „Global Health“ angestellt. Im Dezember 2024 beendete sie, ebenfalls an der Universität Erfurt, ihr Habilitationsverfahren mit der Schrift „The Calorie: A History of Measure Food, Bodies, and Choices“. Seit Oktober 2025 hat Nina Mackert eine Professur für Nordamerikanische Geschichte und Public History am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg inne. Mackert hat verschiedene Arbeiten zur Geschichte der Kalorie publiziert, bei De Gruyter die Beiträge No Chocolate Creams Subjektivierung und die Klassenpolitik der Kalorie in den USA der Progressive Era und ‘Nature always Counts’: Kalorienzählen als Vorsorgetechnik in den USA des frühen 20. Jahrhunderts.
  • WAGNIS WISSEN

    DDR-Kinderkrippen – Fortschritt oder seelische Zumutung?

    07.11.2025 | 41 Min.
    Kinderkrippen existierten in der DDR seit den 1950er-Jahren und galten dort als modern und fortschrittlich. Schon ab dem Säuglingsalter wurden viele Kinder in staatlichen Tages-, Wochen- oder Dauereinrichtungen betreut. Besonders die Wochenkrippen stehen heute im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, weil sich immer mehr ehemalige „Wochenkinder“ zu Wort melden und über psychische Folgen berichten, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiten. In der alten BRD fehlte Kinderbetreuung nicht völlig, sie war aber stark begrenzt und gesellschaftlich wenig akzeptiert. Dauereinrichtungen wie Säuglingsheime existierten zunächst, doch nachdem in den 1960er-Jahren gravierende Hospitalisierungsschäden bei den Kindern festgestellt wurden, baute man diese Einrichtungen fast vollständig ab. Heute erscheint es kaum vorstellbar, wenige Wochen alte Babys in ein Heim zu geben. Betreuung von Vorschulkindern in Kindergärten allerdings ist für die meisten Familien in Deutschland heute mittlerweile Alltag und gesellschaftlich akzeptiert. Dennoch entzündet sich an den DDR-Kinderkrippen bis heute ein ideologischer Streit. Während sie den einen als Beleg für die Unmenschlichkeit der Diktatur gelten, betrachten andere sie weiterhin als fortschrittliches Modell, das es Müttern ermöglichte, früh wieder arbeiten zu gehen. Wir sprechen heute über dieses Thema mit Dr. Carolin Wiethoff.

    Wiethoff studierte Neuere und Neueste Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Volkskunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Universität Erfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungsgeschichte der DDR, Medizin in Diktaturen sowie die Geschichte der Sozialpolitik und der sozialen Sicherung in Deutschland. Bei De Gruyter ist im Juli das Buch Allein unter vielen Alltag, Ausbau und Krise der Kinderkrippen in der DDR 1950–1968 erschienen.

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Über WAGNIS WISSEN

Wie gerecht ist unsere Sprache? Welche Ethik braucht künstliche Intelligenz? Wie gestalten wir lebenswerte Städte? Wir wollen es wissen – also fragen wir bei denen nach, die sich am besten damit auskennen. Bei WAGNIS WISSEN spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft über drängende Fragen der Gegenwart. ► Website: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen
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