Julia Tulipans' Evolution Radio Show
Julia Tulipan, Mag. Julia Tulipan

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Diese Folge wird unterstützt von Naturecan CBD + Melatonin: Julia testet seit einigen Wochen die Kapseln aus mizellarem CBD (5 mg) und Melatonin (1 mg) und zeigt anhand ihrer Oura-Ring-Daten deutliche Verbesserungen bei Schlafzeit, Ruhepuls, Herzratenvariabilität und Schlafeffizienz. Mit dem Code TULIPAN15 erhältst du 15 % Rabatt auf deinen Einkauf.
✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
⏰ Die ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen entscheiden maßgeblich über Konzentration, Sättigung und Energie im restlichen Tagesverlauf
🥚 Hebel 1 – Protein am Morgen: Mindestens 30 Gramm Eiweiß zum Frühstück (z. B. drei Eier mit Käse, Joghurt mit Nüssen oder 150-200g Hüttenkäse) flacht den Blutzuckeranstieg ab und verhindert Vormittags-Heißhunger
🍽️ Frühstücken ist keine Pflicht — entscheidend ist eine bewusste Entscheidung statt eines spontanen Notfallbrötchens zwischen zwei Meetings
📊 Wer Kalorien in den ersten zwei Dritteln des Tages isst, fühlt sich laut Julia deutlich besser gesättigt und weniger hungrig
☀️ Hebel 2 – Licht und Bewegung: 5-10 Minuten Tageslicht am Morgen, idealerweise draußen mit ein paar Schritten, wirkt als natürlicher Taktgeber für die innere Uhr und beeinflusst Stresshormone
💡 Im Winter empfiehlt Julia eine Vollspektrum-Tageslichtlampe oder Rotlicht/Nahinfrarot als Ersatz für natürliches Tageslicht
💬 Community-Feedback zeigt: Das Gefühl morgendlicher Trägheit reduziert sich nach wenigen Tagen der Anwendung dieser Hebel spürbar
🌬️ Hebel 3 – Nervensystem: Eine 4-6-Atemübung (4 Sek. einatmen, 6 Sek. hörbar ausatmen, 6-8 Atemzüge) hilft, den morgendlichen Alarmmodus zu unterbrechen
😌 Bewusstes Entspannen von Schultern und Kiefer während der Atemübung verstärkt den beruhigenden Effekt auf das Nervensystem
🔑 Konsistenz bei kleinen, bewussten Hebeln ist wichtiger als die Suche nach dem perfekten, komplizierten Gesundheitsprogramm
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Solo-Episode erklärt Julia, warum die ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen einen überproportional großen Einfluss auf den restlichen Tag haben — auf Konzentration, Sättigung und Energielevel. Statt eines perfekten Morgenrituals oder einer aufwendigen Self-Care-Routine geht es ihr um drei biochemisch wirksame Hebel: Blutzucker, zirkadianen Rhythmus und Nervensystem.
Der erste Hebel ist Protein am Morgen: Julia empfiehlt mindestens 30 Gramm Eiweiß beim Frühstück, etwa in Form von drei Eiern mit Käse, einem Becher Joghurt mit Nüssen oder 150 bis 200 Gramm Hüttenkäse. Diese Menge flacht den Blutzuckeranstieg ab, macht länger satt und unterbricht die typische Vormittags-Heißhungerspirale. Wichtig ist ihr dabei die Klarstellung: Frühstücken ist keine Pflicht — wer bewusst darauf verzichtet, ist auf einem guten Weg, solange es eine bewusste Entscheidung bleibt und kein "Notfallbrötchen zwischen zwei Meetings". Dennoch zeigt sich laut Julia, dass Menschen, die ihre Kalorien in den ersten zwei Dritteln des Tages essen, sich deutlich besser gesättigt und weniger hungrig fühlen.
Der zweite Hebel ist Licht und Bewegung: 5 bis 10 Minuten Tageslicht am Morgen, idealerweise draußen kombiniert mit ein paar Schritten, wirkt als natürlicher Taktgeber für die innere Uhr, signalisiert dem Körper Wachheit und beeinflusst Stresshormone sowie die subjektive Energiewahrnehmung. Für den Winter empfiehlt Julia eine Vollspektrum-Tageslichtlampe oder Rotlicht/Nahinfrarot, mit Links dazu in den Show Notes. Community-Mitglieder berichten, dass sich das Gefühl morgendlicher Trägheit nach wenigen Tagen dieser Praxis spürbar reduziert.
Der dritte Hebel betrifft das Nervensystem: Eine einfache Atemübung — vier Sekunden durch die Nase einatmen, sechs Sekunden hörbar durch den Mund ausatmen, für 6 bis 8 Atemzüge wiederholt, begleitet von bewusstem Lösen von Schultern und Kiefer — hilft, aus dem morgendlichen Alarmmodus herauszukommen, bevor Arbeit und To-Dos übernehmen. Julia betont, dass frühe Stressspitzen nicht nur die Stimmung, sondern auch Energie, Konzentration und Snackgelüste beeinflussen.
Abschließend hält Julia fest: Nicht das perfekte, komplizierte Gesundheitsprogramm zählt, sondern Konsistenz bei kleinen, bewussten Hebeln. Manchmal verändern drei bewusste Minuten am Morgen mehr als die nächste komplizierte Morgenroutine. Sie schließt mit einer direkten Frage an die Hörerinnen, welcher Morgenhebel — Protein, Bewegung oder innere Ruhe — für sie am stärksten wirkt, und lädt zum Ausprobieren und Feedback in den Kommentaren ein.
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🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
00:00:55 Tipp 1
00:01:51 Frühstück ist keine Pflicht
00:02:17 Warum Frühstück sinnvoll ist
00:05:31 Tipp 2
00:06:44 Tipp 3
00:07:52 Konsistenz statt Perfektion
00:08:14 Deine Frage an dich
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
🧬 ADPKD ist eine Stoffwechselerkrankung auf Zellebene: Die betroffenen Zellen sind auf Glukose-getriebenes Wachstum programmiert. Ketose entzieht ihnen diesen Wachstumstreiber
🔬 Die Kölner Keto-PKD-Studie zeigt bemerkenswerte Ergebnisse: Reduktion des Nierenvolumens, Verbesserung der glomerulären Filtrationsrate und Verringerung des Lebervolumens – Resultate, die man bei dieser Erkrankung noch nie gesehen hat
💊 KetoCitra (von Prof. Thomas Weimbs, UC Santa Barbara) kombiniert exogene Ketone und Citrat und hat den Status eines medizinischen Lebensmittels – nicht nur ein Supplement, sondern auf ADPKD-Forschung basierend
🩺 Cystatin C ist ein zuverlässigerer Nierenmarker als das Standard-Kreatinin – unabhängig von Muskelmasse, Sport und Proteinzufuhr. Menas eigene Nierenfunktion war mit Cystatin C völlig normal (eGFR >110), obwohl sie laut Kreatinin bereits in Stufe 2 wäre
🥩 Pflanzliches Keto war für Mena wegen Reizdarm und Fruktosemalabsorption nicht praktikabel. Animal-based Keto brachte ihr null Verdauungsbeschwerden, besseren Schlaf und mehr Energie
📊 Mena ist ein klassischer Lean Mass Hyper Responder (LMHR): Sehr hohes LDL (~300), aber sehr hohes HDL (über 100) und sehr niedrige Triglyceride. Ein CT-Angiogramm zeigte kein Plaque
🧠 Oxalate fördern das Zystenwachstum – oxalatarme Ernährung und Citrat (etwa durch KetoCitra) können der Bildung von Oxalatkristallen entgegenwirken
⚗️ Grenzwerte für Blutmarker wurden für high-carb-Esser definiert – für ketogen oder karnivor lebende Menschen braucht es eigene Normbereiche. Kreatinin-Erhöhung durch Kreatin-Supplementierung schädigt die Nieren nicht
🏋️ Sport (Krafttraining 5–6x pro Woche) ist für Mena eine zweite Säule neben der Ernährung – und beeinflusst Blutmarker wie Kreatinin, was die Interpretation erschwert
🔄 Schrittweiser Keto-Einstieg ist empfehlenswert: zuerst Low-Carb, dann sukzessiv auf ketogen umstellen, statt alles auf einmal zu ändern
🧪 Wer sportlich ist, viel Protein isst oder Kreatin supplementiert, sollte zusätzlich Cystatin C bestimmen lassen – der Wert ist günstig und oft selbst zahlbar
🌿 Positiver Nebeneffekt der ketogenen Ernährung für Mena: ihre Pollenallergie ist verschwunden und sie ist deutlich seltener krank als früher
💪 Keto im Alltag funktioniert: Airfryer, hartgekochte Eier, Dosensardinen, Avocado – Büro-Keto ist laut Mena „gar kein Problem"
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
Mag. Mena Stieger ist 45 Jahre alt, Statistikerin und KI-Entwicklerin bei der Oberbank in Linz – und sie lebt mit ADPKD (Autosomal Dominante Polyzystische Nierenerkrankung), einer genetischen Erkrankung, bei der sich in Nieren und Leber Zysten bilden, die die Organe im Laufe des Lebens zunehmend zerstören. Das Endstadium ist Dialyse oder Nierentransplantation, meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Als Mena die Diagnose bekam – über den Umweg des Herzstillstands ihrer Mutter, die dieselbe Erkrankung geerbt und nie aktiv behandelt hatte – war die Botschaft ihrer Ärzte ernüchternd: „Sie können nichts tun."
Mena tat es trotzdem. Als rationale Kämpferin vertiefte sie sich in die Forschungsliteratur und stieß auf die Kölner Keto-PKD-Studie sowie auf die Arbeitsgruppe von Prof. Thomas Weimbs (UC Santa Barbara) – einem der weltweit führenden Forscher auf diesem Gebiet. Die wissenschaftliche Grundlage: ADPKD ist im Kern eine Stoffwechselerkrankung auf Zellebene. Die betroffenen Zellen sind auf Glukose-getriebenes Wachstum programmiert. Indem man ihnen Glukose entzieht – durch ketogene Ernährung – wird dieser Wachstumstreiber gestoppt. Die Studien zeigen inzwischen bemerkenswerte Ergebnisse: Reduktion des Nierenvolumens, Verbesserung der Filtrationsrate, Rückgang des Lebervolumens. Ergebnisse, die man bei dieser Erkrankung so noch nie gesehen hatte.
Seit rund vier Jahren ernährt sich Mena ketogen – und ihre Nierenfunktion ist nach aktuellem Stand stabil. Dabei hat sie gelernt, dass ketogene Ernährung individuell angepasst werden muss: Weil sie unter Reizdarm und Fruktosemalabsorption leidet, verträgt sie typische pflanzliche Keto-Lebensmittel wie Chiasamen oder Leinsamen nicht. Zwei Monate sehr animal-basierter Ernährung zur Darmsanierung brachten ihr null Verdauungsbeschwerden, besseren Schlaf und volle Energie. Inzwischen ernährt sie sich bewusst tierisch-basiert – mit Fleisch, Fisch, Eiern und Fett als Basis.
Ein zentrales Thema dieser Episode ist die Labordiagnostik. Das Standard-Kreatinin-Wert ist für sportliche, proteinreich essende Menschen wenig aussagekräftig – und hat Menas Nierenfunktion in Stufe 2 eingeordnet. Als sie auf eigene Kosten Cystatin C bestimmen ließ, zeigte sich eine eGFR von über 110 – völlig normale Nierenfunktion. Parallel dazu hat Mena als klassischer Lean Mass Hyper Responder mit extremen LDL-Werten (~300 mg/dl) nach einer sehr tierisch-basierten Phase gelernt, dass hohe LDL-Werte bei gleichzeitig sehr hohem HDL und niedrigen Triglyceriden ein anderes Risikoprofil darstellen – bestätigt durch ein unauffälliges CT-Angiogramm ohne Plaque.
Mena nimmt täglich KetoCitra – ein von Prof. Weimbs entwickeltes medizinisches Lebensmittel, das exogene Ketone mit Citrat kombiniert. Citrat schützt vor Nierensteinen und hemmt die Bildung von Oxalatkristallen, die Zystenwachstum fördern. In Tierversuchen zeigte KetoCitra sogar ohne ketogene Ernährung einen positiven Effekt auf die Nierengesundheit. Für Mena ist es eine Absicherung – auch für Phasen, in denen sie im Urlaub oder auswärts aus der Ketose fällt.
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👩⚕️ ALLES ÜBER MAG. MENA STIEGER:
Mag. Mena Stieger ist 45 Jahre alt und lebt in Linz, Österreich. Sie hat Statistik studiert und arbeitet als Data Scientist bei der Oberbank im Bereich KI-Entwicklung und Datenmodellierung. In ihrer Rolle entwickelt sie KI-Modelle für eine der größten Banken Österreichs – eine Tätigkeit, die sie selbst als „am Puls der Zeit" bezeichnet.
Seit 3,5 Jahren ernährt sie sich ketogen – nicht aus Lifestyle-Gründen, sondern aus medizinischer Notwendigkeit: Sie lebt mit ADPKD (Autosomal Dominante Polyzystische Nierenerkrankung), einer erblichen Erkrankung, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Die Auseinandersetzung mit dieser Diagnose führte sie zur ketogenen Ernährung, zur Keto-Coach-Ausbildung und schließlich in die Welt der wissenschaftlichen Forschung rund um ADPKD und Stoffwechseltherapien.
Mena trainiert fünf bis sechs Mal pro Woche Krafttraining zu Hause und ist als eindeutig klassifizierter LMHR (Lean Mass Hyper-Responder) bekannt: Sie weist hohe LDL-Werte, hohes HDL und sehr niedrige Triglyceride auf – bei unauffälligem Calcium-Scoring. Sie ist verheiratet und hat eine 16-jährige Tochter.
Mena Stieger hat keinen öffentlich verifizierten Social-Media-Auftritt. Alle Informationen in dieser Episode basieren auf ihrem persönlichen Erfahrungsbericht und der Forschungsliteratur zu ADPKD.
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
00:04:40 Diagnoseweg: Vererbt von der Mutter
00:08:19 Enttäuschung beim Nephrologen
00:09:48 Was ist ADPKD?
00:11:28 Keto Live Congress und neue Studien
00:18:15 Reizdarm und pflanzenbasierte Grenzen
00:23:12 Oxalate, Citrat und KetoCitra
00:28:43 Cystatin C vs. Kreatinin
00:32:48 Cholesterin-Schock nach Animal-based
00:38:06 Bilanz und Alltag im Büro
00:44:40 Learnings für den Einstieg
00:46:44 Botschaft an Betroffene
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‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite. So viel Eiweiß brauchst du wirklich pro Tag (Dr. Paolo Colombani im Interview)
09.08.2026 | 1 Std. 5 Min.Das Video zur Folge findest du hier
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
🧠 Die offizielle Proteinempfehlung von 0,8 Gramm pro Kilogramm stammt aus einer historischen Mangelvermeidungslogik der Weltkriegszeit – nicht aus einem gesundheitlichen Optimum
⚖️ Der neue, evidenzbasierte Zielkorridor liegt bei 1,2 bis 1,6 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für die meisten Erwachsenen
📜 Schon zwischen 1860 und 1890 aßen Menschen mit freier Lebensmittelwahl automatisch genau in diesem Zielkorridor – ein Hinweis auf einen biologisch alten, konservierten Mechanismus
🐒 Die Protein Leverage Hypothesis von David Raubenheimer zeigt: Mensch und viele Tierarten steuern instinktiv eine feste Zielmenge an Protein an und essen bei proteinarmer Kost automatisch mehr kalorienreiche Nahrung
🩺 Hohe Proteinzufuhr schadet den Nieren nicht – Kohortenstudien zeigen sogar eine sinkende Gesamtsterblichkeit mit steigender Proteinzufuhr, auch bei über 75-Jährigen
📦 Der über Stickstoffmessung ermittelte Proteingehalt auf Verpackungen ist praktisch immer überschätzt – bei pflanzlichen Lebensmitteln stärker als bei tierischen
🌱 Pflanzliche Proteine wie Soja und Weizen haben aufgrund geringerer essenzieller Aminosäuren und teils schnellerem Abbau eine niedrigere biologische Wertigkeit als tierische Proteine
🔬 Das moderne DIAAS-System (seit 2013) bewertet Proteinqualität anhand der Verdaulichkeit einzelner essenzieller Aminosäuren und ist präziser als das ältere PDCAAS-System
📈 Oberhalb von etwa 1,6 g/kg Protein pro Tag spielt die Proteinqualität kaum noch eine Rolle, da genügend essenzielle Aminosäuren automatisch mitgeliefert werden
🍽️ Praktische Empfehlung: 30 bis 45 Gramm Protein pro Hauptmahlzeit, idealerweise aus tierischen oder kombinierten Quellen
🥩 Nur Fisch und Fleisch liefern in üblicher Portionsgröße genug Protein – bei anderen Lebensmitteln muss man kombinieren oder größere Mengen essen
🕐 Eine strikte Verteilung der Proteinzufuhr über den Tag ist laut aktueller Forschung nicht zwingend notwendig – eine große Menge in einer Mahlzeit wird nicht verschwendet, sondern später genutzt
🦴 Bei veganer Ernährung ohne bewussten Ausgleich zeigt sich in Studien häufig eine deutlich reduzierte Knochendichte
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
In dieser Episode der Evolution Radio Show spricht Julia Tulipan mit dem Ernährungswissenschaftler Dr. Paolo Colombani über ein Thema, das ihn seit Jahrzehnten begleitet: Protein. Sein Weg begann im Krafttrainingsstudio der 70er- und 80er-Jahre und führte über seine Doktorarbeit über Protein im Ausdauerstoffwechsel bis zu seinem aktuellen Buch "Proteine – von Mindestzufuhr zum Optimum". Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Geschichte der Proteinforschung, die nötig ist, um heutige Missverständnisse zu verstehen.
Paolo erklärt, dass die offizielle Proteinempfehlung von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht historisch nicht aus einem gesundheitlichen Optimum entstanden ist, sondern aus einer reinen Mangelvermeidungslogik – geprägt vom Ersten und Zweiten Weltkrieg, als es ums Überleben ging, nicht um Stoffwechseloptimierung. Bereits zwischen 1860 und 1890 aßen Menschen mit freier Lebensmittelwahl automatisch eine Proteinmenge im heute neu hergeleiteten Zielkorridor von 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm – ein Befund, der laut der Protein Leverage Hypothesis von David Raubenheimer sogar über verschiedene Tierarten hinweg gilt.
Ein zentrales Thema ist die Widerlegung gängiger Mythen: Weder für die Nieren noch generell ist eine hohe Proteinzufuhr gesundheitsschädlich – im Gegenteil, Kohortenstudien zeigen eine sinkende Gesamtsterblichkeit mit steigender Proteinzufuhr, selbst bei über 75-Jährigen. Auch die Behauptung, überschüssiges Protein "verfaule" im Darm, hält der Evidenz nicht stand.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Proteinqualität: Da der Proteingehalt von Lebensmitteln über die Stickstoffmessung generell überschätzt wird – bei pflanzlichen Lebensmitteln stärker als bei tierischen – und pflanzliche Proteine zudem eine geringere Aminosäurezusammensetzung sowie teils schnelleren Abbau aufweisen (etwa bei Soja und Weizen), sind tierische Proteine im Schnitt deutlich hochwertiger. Das moderne DIAAS-Bewertungssystem bildet diese Unterschiede besser ab als das ältere PDCAAS-System, ist aber noch nicht perfekt. "Wir müssen uns von dieser Mindestempfehlung verabschieden. Wir müssen zuerst lernen und verstehen, dass die 0,8 nicht unser Bedarf sind, sondern irgendwo zwischen 1,2 und 1,6", fasst Paolo zusammen.
Praktisch rät Paolo zu 30 bis 45 Gramm Protein pro Hauptmahlzeit, kombiniert aus hochwertigen Quellen wie Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten – da nur Fisch und Fleisch in üblicher Portionsgröße genug Protein liefern. Eine strikte Verteilung über den Tag ist laut aktueller Forschung nicht zwingend nötig; auch eine große Proteinmenge in einer Mahlzeit wird nicht verschwendet, sondern später vom Körper genutzt. Wer nach diesem Gespräch mehr wissen will, findet in Paolos Buch "Proteine – von Mindestzufuhr zum Optimum" die vollständige historische Einordnung samt praktischer Umsetzungstabellen.
✨ PRODUKTEMPFEHLUNGEN ✨
Buch: Proteine: Von Mindestzufuhr zum Optimum von Paolo Colombani
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. PAOLO COLOMBANI:
Dr. Paolo Colombani ist Ernährungswissenschaftler, Autor und Gründer der Consulting Colombani GmbH mit Sitz in Worb bei Bern. Er hat an der ETH Zürich studiert und dort in den 1990er-Jahren zum Thema Proteine in der Ernährung promoviert (Dr. sc. nat. ETH). Fast zwanzig Jahre lang war er an der ETH Zürich als Wissenschaftler und Dozent an der Schnittstelle von körperlicher Aktivität, Ernährung und Gesundheit sowie zur Zusammensetzung von Lebensmitteln tätig, zeitweise auch im Rahmen von Forschungsprojekten der Europäischen Kommission.
Seit 2010 bietet er über sein eigenes Unternehmen, seit 2016 unter dem Namen Consulting Colombani GmbH, wissenschaftliche Dienstleistungen in den Bereichen Ernährung, Lebensmittel und Gesundheit an. Er ist zudem Präsident von Notabene Nutrition, wo er gemeinsam mit Christof Mannhart wissenschaftliche Evidenz zu Ernährungsthemen aufbereitet und kommuniziert.
Colombani bildet seit Jahren Ärztinnen und Ärzte im Bereich Ernährung weiter und schreibt regelmäßig für Medien wie die "NZZ am Sonntag" sowie "FIT for LIFE". Sein erstes Sachbuch "Fette Irrtümer" wurde in der Schweiz zum Bestseller; mit "deFlameYou!" veröffentlichte er ein Werk zum Thema stille Entzündungen. Sein aktuelles Werk "Proteine – von Mindestzufuhr zum Optimum" ordnet die historische Entwicklung der Proteinempfehlungen ein und plädiert für eine differenzierte, mengenabhängige Bewertung der Proteinqualität (u. a. DIAAS).
Links: - Website - LinkedIn
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
00:02:20 Paolo Colombani stellt sich vor
00:06:50 Geschichte der Proteinforschung
00:11:00 Mindestzufuhr statt Optimum 00:16:00 Wie misst man Proteine?
00:24:00 Protein Leverage Hypothesis
00:31:30 Aminosäuren und Proteinqualität
00:39:00 Tierisches vs pflanzliches Protein
00:45:00 Die Proteintransition
00:50:00 Nieren und andere Mythen
00:57:00 Praktische Umsetzung
01:04:00 Paolos neues Buch
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✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
🧠 Insulin ist kein reines Blutzuckerhormon, sondern ein Speicherhormon — es signalisiert dem Körper "Energie ist verfügbar" und begünstigt die Fettspeicherung
⚖️ Ist Insulin dauerhaft erhöht, wird es deutlich schwieriger, Körperfett freizusetzen und zu verbrennen — egal wie viele Kalorien du zählst
🩸 Am Beispiel von Typ-1-Diabetes wird sichtbar, wie mächtig Insulin ist: Ohne ausreichend Insulin verlieren Betroffene Gewicht, selbst wenn sie viel essen
❓ Die klassische Abnehmfrage "Wie viele Kalorien esse ich?" ist zu eng gestellt — entscheidend ist auch, was die Nahrung mit deinem Insulinspiegel macht
🔢 "Weniger essen, mehr bewegen" scheitert oft nicht an Disziplin, sondern weil der Stoffwechsel über Hormone, Enzyme, Sättigungssignale, Stress, Schlaf und Muskelmasse gesteuert wird
🍪 100 Kalorien aus einem Keks und 100 Kalorien aus Lachs sind energetisch identisch, lösen im Körper aber völlig unterschiedliche Reaktionen aus
🥖 Der Keks treibt Blutzucker und Insulin stark nach oben — Lachs kaum
📊 Die drei Makronährstoffe wirken unterschiedlich auf Insulin: verarbeitete Kohlenhydrate am stärksten, Protein moderat und kurz, Fett am wenigsten
🍬 Regel 1: Zucker reduzieren — er treibt Blutzucker, Insulin und Appetit besonders stark an
🍞 Regel 2: Kohlenhydrate generell einschränken — auch Stärke wird zu Zucker, kombiniert mit Fett, Salz und Aromastoffen macht das besonders leicht süchtig
🥩 Regel 3: Protein bewusst einsetzen — wichtig für Muskelerhalt und Sättigung, besonders im Alter
🥑 Regel 4: Keine Angst vor natürlichen Fetten — Eier, Fisch, Olivenöl, Avocado, Nüsse, Butter oder Ghee wirken sättigend und stoffwechselstabilisierend
🥦 Regel 5: Echte, unverarbeitete Lebensmittel essen — je stärker ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto leichter überisst man es
⏳ Essenspausen statt Dauersnacking geben dem Insulin regelmäßig die Chance zu sinken
🧬 Fazit: Abnehmen ist Biologie, keine Mathematik — die Lösung liegt in weniger Zucker, echten Lebensmitteln, ausreichend Protein und natürlichen Fetten statt in reinem Kalorienzählen
📝 ZUSAMMENFASSUNG:
Warum scheitert Kalorienzählen beim Abnehmen so oft, obwohl die Formel "weniger essen, mehr bewegen" auf den ersten Blick logisch klingt? In dieser Solo-Folge zeigt Julia Tulipan, warum die klassische Kalorienrechnung zu kurz greift — und rückt stattdessen Insulin als zentrales Speicherhormon in den Mittelpunkt. Ihr Einstieg ist bewusst zugespitzt: Man könnte fast jeden Menschen dicker machen, indem man ihm zusätzlich Insulin gibt. Sichtbar wird das Gegenteil bei Menschen mit Typ-1-Diabetes, die trotz normaler Nahrungsaufnahme Gewicht verlieren, wenn kein Insulin produziert wird — ein medizinisch sensibles, aber sehr anschauliches Beispiel dafür, wie stark Insulin bestimmt, ob der Körper Energie speichert oder freisetzt.
Julia kritisiert anschließend die verbreitete Abnehmformel "iss weniger, beweg dich mehr" als zu simpel gedacht. Der Stoffwechsel sei "kein einfacher Taschenrechner", sondern werde von Hormonen, Enzymen, Hunger- und Sättigungssignalen, Stress, Schlaf und Muskelmasse gesteuert. Am eingängigen Beispiel von 100 Kalorien aus einem Keks im Vergleich zu 100 Kalorien aus Lachs macht sie deutlich, dass identische Energiemengen im Körper völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen: Der Keks lässt Blutzucker und Insulin stark ansteigen, der Lachs kaum. Physikalisch mag eine Kalorie eine Kalorie sein — biologisch bewertet der Körper Nahrung zusätzlich nach Geschwindigkeit der Energieaufnahme, Hormonausschüttung und Sättigungsdauer.
Darauf aufbauend ordnet Julia die drei Makronährstoffe nach ihrer Insulinwirkung ein: stark verarbeitete Kohlenhydrate erhöhen Insulin am stärksten, Protein nur moderat und kurz, Fett hat den geringsten direkten Effekt. Aus dieser Logik leitet sie fünf konkrete, alltagstaugliche Ernährungsregeln ab: Zucker reduzieren, Kohlenhydrate generell einschränken, Protein bewusst einsetzen, keine Angst vor natürlichen Fetten haben und echte, unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen. Ergänzend empfiehlt sie bewusste Essenspausen statt Dauersnacking, damit der Insulinspiegel regelmäßig absinken kann — eine Voraussetzung dafür, dass der Körper überhaupt Fett freisetzen kann.
Die Folge endet mit dem prägnanten Fazit: "Abnehmen ist Biologie, keine Mathematik." Wer nicht abnimmt, hat meist kein Disziplinproblem, sondern ein Hormonproblem — und die Lösung liegt nicht in noch akribischerem Kalorienzählen, sondern in weniger Zucker, weniger raffinierten Kohlenhydraten, echten Lebensmitteln, ausreichend Protein, natürlichen Fetten und bewussten Essenspausen. Wer diese Prinzipien im Alltag umsetzen möchte, findet in Julias Inner-Circle-Mitgliederbereich Kurse, Ernährungspläne, Rezepte sowie wöchentliche und monatliche Live-Calls zur direkten Umsetzung.
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🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung
00:00:47 Insulin: Das Speicherhormon
00:01:08 Die falsche Kalorienfrage
00:01:41 Warum "weniger essen" scheitert
00:03:10 Nicht jede Kalorie zählt gleich
00:04:47 Kohlenhydrate, Protein und Fett
00:05:51 5 Regeln für niedrigen Insulinspiegel
00:08:21 Fazit
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‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite. Fasten mit Typ-1-Diabetes: Geht das wirklich? (Dr. Bettina Berger im Interview)
30.06.2026 | 1 Std. 27 Min.Das Video zur Folge findest du hier
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🌿 MITFASTEN – DAS RETREAT ZUR FOLGE: Dr. Bergers begleitetes Fasten-Retreat „Raum für Eigensinn" findet vom 2. bis 13. August 2026 statt. Hier informieren und anmelden
Ich bin leidenschaftlicher Anwender von CBD-Produkten. Vielleicht kennst du das. Stressige Tage, schlechter Schlaf oder das Gefühl, nicht richtig abschalten zu können. Als Coach arbeite ich mit vielen Menschen zusammen, die ähnliche Herausforderungen haben. Dabei habe ich schon etliche Tipps und Produkte getestet und eines meiner absoluten Favoriten ist dieses CBD-Öl von Nature Can aus sorgfältig angebautem Bio-Hanf. Es ist ein echtes Bioprodukt mit 10 % CBD-Gehalt, zertifizierter Qualität, nahezu THC-frei und als Breitspektrum-Öl für den Entourage-Effekt. Mit dem Rabattcode TULIPAN15 bekommst du 15 % Rabatt auf deine Bestellung. Schau einfach auf juliatulipan.at/cbd.
✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:
🩸 Fasten bei Typ-1-Diabetes ist möglich – unter ärztlicher Begleitung. Die FaMeD1-Studie zeigte sieben Tage Buchinger-Fasten mit geringem Risiko für Unterzucker und Ketoazidose
📊 Während des Fastens lagen die durchschnittlichen Glukosewerte zwischen 100 und 140 mg/dl – für jeden Typ-1er ein nahezu perfekter Verlauf
🔬 Ketose ist nicht Ketoazidose: Eine echte Ketoazidose ist erst durch Blutzucker über 250 mg/dl plus pH unter 7,3 definiert – nicht durch erhöhte Ketonwerte allein
🧠 Überraschend: Die Teilnehmer mit Typ-1-Diabetes entwickelten niedrigere Ketonwerte als die ohne – weil sie häufiger eine kleine Hypo-Einheit essen mussten
💉 Die durchschnittliche Insulindosis sank während des Fastens von rund 31 auf nur 9 Einheiten pro Tag (Bolus weglassen, Basalrate schrittweise senken)
⚖️ Insulin niemals absetzen: Eine ausreichende Insulinabdeckung ist die Grundvoraussetzung – Fasten ist keine Heilungs- oder Absetz-Intervention
😌 Fasten als „Urlaub vom Diabetes": Pause vom 24-Stunden-Job des ständigen Rechnens und Kontrollierens – die psychische Belastung wird ebenso adressiert wie der Stoffwechsel
📉 Signifikant verbessert: Gewicht, BMI, Cholesterin und Lebensqualität (WHO-5) unmittelbar nach dem Fasten – Gewicht und BMI blieben auch vier Monate später signifikant niedriger
🦠 Das Mikrobiom verändert sich: Sieben Tage Fasten verschieben die Darmflora Richtung höherer Diversität – ein biologischer Mechanismus für die Wirkung des Fastens
🔋 Metabolische Flexibilität als Trainingsziel: die Fähigkeit, zwischen Zucker- und Ketonstoffwechsel zu wechseln – in der Diabetologie noch weitgehend unbekannt
🛡️ Ketone als Sicherheitsnetz gegen Unterzucker: Der ketogene Stoffwechsel schützt vor Hypoglykämien, weil eine alternative Energiequelle bereitsteht
⚠️ Double Diabetes: Bis zu 25 % der Typ-1er entwickeln zusätzlich einen Typ-2 oder ein metabolisches Syndrom – Fasten kann hier sekundärpräventiv helfen
🥗 Brücke zur ketogenen Ernährung: Wer im Fasten schon in Ketose ist, kann den Übergang in eine dauerhaft kohlenhydratreduzierte Ernährung leicht schaffen
🚫 Klare Grenzen: Kein Online-Fasten, keine Essstörungs-Vorgeschichte, kein schlecht eingestellter Diabetes (HbA1c um 9) – Sicherheit und ärztliche Begleitung haben immer Vorrang
Wichtig: Berger macht ausdrücklich keine Heilversprechen. Longos Mäuse-Daten zur Heilung von Autoimmunerkrankungen seien nicht auf Menschen übertragbar, Insulin dürfe niemals abgesetzt werden, und Fasten bei Typ-1 bleibt eine Risikoindikation, die ärztliche Begleitung erfordert. Ihr Plädoyer gilt einer integrativen Typ-1-Diabetologie, die den Menschen nicht auf seinen Blutzuckerwert reduziert. Wer selbst teilnehmen möchte: Das nächste begleitete Fasten-Retreat „Raum für Eigensinn" findet vom 2. bis 13. August 2026 in Brandenburg statt.
✨ PRODUKTEMPFEHLUNGEN ✨
Buch „Keto dich glücklich" von Miriam Eiswirth
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📕 BÜCHER VON JULIA:
Der Keto Kompass *
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👩⚕️ ALLES ÜBER DR. BETTINA BERGER:
Dr. phil. Bettina Berger ist Gesundheitswissenschaftlerin und Senior Researcher am Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin (Gerhard-Kienle-Lehrstuhl) der Universität Witten/Herdecke. Sie ist selbst seit 48 Jahren Mensch mit Typ-1-Diabetes – aus dieser persönlichen Betroffenheit entstand ihre patienteninitiierte Fastenforschung. (Hinweis: Sie trägt einen Dr. phil. in Gesundheits- und Kulturwissenschaften, ist Forscherin, nicht Ärztin.)
Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Evaluation komplexer nicht-pharmakologischer Interventionen zur Förderung von Selbstmanagement-Kompetenzen bei chronischen Autoimmunerkrankungen, insbesondere Typ-1-Diabetes. Sie leitet die Arbeitsgruppe „Integrative Typ-1-Diabetologie" und ist Konsortialleitung des mit rund 4,4 Mio. Euro geförderten Innovationsfonds-Projekts GaDiaKi (ganzheitliche Diabetes-Gruppenschulung für Kinder, 2026–2029).
International bekannt wurde sie durch ihre Machbarkeitsstudie FaMeD1, die zeigte, dass auch Menschen mit Typ-1-Diabetes unter Begleitung sieben Tage nach dem Buchinger-Programm fasten können – mit geringem Risiko für Hypoglykämien und Ketoazidose. Dafür wurde sie mit dem Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin ausgezeichnet. Sie entwickelte zudem das Konzept „Raum für Eigensinn" zur Gesundheitsförderung bei komplexen chronischen Erkrankungen und veröffentlichte zahlreiche Peer-Review-Arbeiten zu Fasten, integrativer Medizin und Lebensqualität bei Typ-1-Diabetes (u. a. in Nutrition, Frontiers in Endocrinology und dem European Journal of Integrative Medicine).
[Fasten-Retreat / Raum für Eigensinn](https://juliatulipan.at/t1d-retreat
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ResearchGate (Publikationen)
🎬 KAPITEL:
00:00:00 Einleitung 00:01:44 Bettinas Weg mit Typ-1 00:06:00 Aus Wut die eigene Studie 00:11:34 Die FaMeD1-Studie 00:14:00 Warum Fasten abgeraten wird 00:19:52 Ketose ist nicht Ketoazidose 00:24:16 Studienablauf und Buchinger-Fasten 00:30:54 Insulin im Fasten anpassen 00:34:03 Überraschende Ketonwerte 00:44:18 Grenzen und Risiken 00:48:16 Double Diabetes und Fazit 00:55:02 Keine Heilversprechen 01:01:09 Ketose schützt vor Unterzucker 01:06:57 Vision integrative Diabetologie 01:18:00 Angebote und Fasten-Retreat 01:24:01 Keto dich glücklich
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Über Julia Tulipans' Evolution Radio Show
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