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Julia Tulipans' Evolution Radio Show

Julia Tulipan, Mag. Julia Tulipan
Julia Tulipans' Evolution Radio Show
Neueste Episode

363 Episoden

  • Julia Tulipans' Evolution Radio Show

    Blutzucker normal, Insulin hoch: Der Kraft-Test erklärt

    18.09.2026 | 15 Min.
    Das Video zur Folge findest du hier

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    ✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:

    🧊 Das Eisbergmodell: Dein Standard-Blutzucker ist nur die sichtbare Spitze – die eigentliche Insulinsituation bleibt darunter verborgen, wenn du nicht gezielt misst

    ✅ Normale Laborwerte bedeuten keine Entwarnung: Energieeinbrüche, Gewichtszunahme und die berüchtigte Nachmittagsmüdigkeit um 15 Uhr können trotzdem reale Symptome sein

    🩸 Der OGTT (oraler Glukosetoleranztest): Nüchtern trinkst du eine Lösung mit 75 g Glukose, danach wird dein Blutzucker nach 30, 60, 90 und 120 Minuten gemessen

    🔍 Der blinde Fleck des OGTT: Er zeigt nur deinen Blutzucker, nicht wie viel Insulin dein Körper aufwenden muss, um diesen Blutzucker stabil zu halten

    ⏳ Ohne Insulinmessung wird eine Insulinresistenz oft erst nach 10-15 Jahren erkannt – wenn der Blutzucker selbst schon aus dem Rahmen fällt

    🧪 Der erweiterte Test nach Dr. Joseph Kraft dauert 3-5 Stunden, braucht einen venösen Zugang und misst zusätzlich zum Zucker den kompletten Insulinverlauf

    💬 Dr. Kraft: "Wenn wir wirklich verstehen wollen, was los ist, dann dürfen wir uns nicht nur Zucker anschauen, sondern müssen uns auch das Hormon anschauen, das Zucker eigentlich steuert und reguliert."

    📊 Muster 1 (normaler Verlauf): Insulin steigt und fällt parallel zum Zucker – du bist insulinsensitiv

    ⚠️ Muster 2 (verzögerte Antwort): Insulin wird verzögert und in höherem Maß ausgeschüttet – der erste direkte Hinweis auf beginnende Insulinresistenz

    🚨 Muster 3 (überschießende Reaktion): Massive Insulinmengen bei noch völlig normalem Blutzucker – ein reiner Zuckertest würde hier gar nichts erkennen

    🔋 Muster 4 (Erschöpfung): Die Insulinproduktion bricht zusammen – typisch bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes, wenn die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist

    🔮 Bei Muster 2 und 3 ist der Blutzuckerwert selbst noch unauffällig – der Kraft-Test liefert dir damit ein Fenster in die Zukunft

    🌳 Insulinresistenz ist nicht nur eine Diabetes-Vorstufe, sondern der gemeinsame Nenner aller chronischen Erkrankungen

    🥦 Low-Carb-Ernährung ist die wirkungsvollste Methode, um Blutzucker zu normalisieren und Insulinsensitivität wiederherzustellen

    🔁 Nach einer Low-Carb-Intervention lohnt sich eine Wiederholung des erweiterten Tests nach etwa einem Jahr, um den Fortschritt zu überprüfen

    📝 ZUSAMMENFASSUNG:

    In dieser Folge zeigt Julia dir die Lücke zwischen "guten" Laborwerten und real spürbaren Symptomen wie Energieeinbrüchen, Gewichtszunahme und der berüchtigten Nachmittagsmüdigkeit um 15 Uhr. Ihr Ausgangspunkt: Viele Menschen kommen aus der Arztpraxis mit dem Bescheid, alles sei in Ordnung – und trotzdem passt etwas nicht. Als Bild dafür nutzt sie das Eisbergmodell: Der klassische Blutzuckerwert ist nur die sichtbare Spitze, während das eigentliche Geschehen im Stoffwechsel darunter verborgen bleibt.

    Ausgehend davon erklärt sie zunächst den Standard-Test, den oralen Glukosetoleranztest (OGTT): Nüchtern wird eine Lösung mit 75 g Glukose getrunken, danach wird der Blutzucker nach 30, 60, 90 und 120 Minuten gemessen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Der OGTT zeigt nur den Blutzucker, aber nicht, wie viel Insulin der Körper aufwenden muss, um diesen Blutzucker stabil zu halten. Dieser blinde Fleck führt dazu, dass eine Insulinresistenz oft erst nach zehn bis fünfzehn Jahren erkannt wird – wenn, wie Julia es bildlich beschreibt, schon "Feuer am Dach" ist, statt den "Kabelbrand" frühzeitig zu erwischen.

    Als Alternative stellt sie den erweiterten Test nach Dr. Joseph Kraft vor, der zusätzlich zum Zucker über drei bis fünf Stunden auch das Insulin misst. Sie zitiert Dr. Kraft mit seiner Kernaussage, dass man sich nicht nur den Zucker, sondern auch das steuernde Hormon Insulin anschauen müsse, um wirklich zu verstehen, was im Stoffwechsel passiert. Der Aufwand – mehrere venöse Blutentnahmen statt eines einfachen Fingerstichs – erklärt laut Julia, warum der Test nicht als Standard etabliert ist, obwohl er die Insulinresistenz um Jahre früher sichtbar machen kann.

    Den Kern der Folge bildet die Erklärung der vier Kraft-Muster: das normale Muster (Insulin steigt und fällt parallel zum Zucker), die verzögerte Antwort (erster Hinweis auf beginnende Insulinresistenz), die überschießende Reaktion (massiv erhöhtes Insulin bei noch normalem Blutzucker – für Julia der spannendste Fall, weil ein reiner Zuckertest hier nichts anzeigen würde) und schließlich die Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse, wie sie bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes auftritt. Besonders betont sie, dass bei den Mustern zwei und drei der Blutzuckerwert selbst noch völlig unauffällig sein kann – der Test liefert damit ein "Fenster in die Zukunft".

    Julia ordnet die Insulinresistenz als Wurzel aller chronischen Erkrankungen ein, nicht nur als Diabetes-Vorstufe, und leitet daraus die praktische Konsequenz ab: Wer früh erkennt, kann früh gegensteuern. Als wirksamste Maßnahme nennt sie eine Low-Carb-Ernährung zur Normalisierung des Blutzuckers und Wiederherstellung der Insulinsensitivität, verbunden mit der Empfehlung, den Test nach etwa einem Jahr Intervention zu wiederholen. Am Ende verweist Julia auf eine weiterführende Folge zu drei von Ärzten häufig übersehenen Blutwerten.

    📚 ERWÄHNTE RESSOURCEN:

    3 Blutwerte – dein Arzt kennt sie, aber prüft sie nicht

    🙋‍♀️ MEHR VON JULIA TULIPAN:

    Julia Tulipan Podcast Shownotes: JuliaTulipan.com/podcast

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    Julia Tulipan TikTok: juliatulipan.at/tt

    Audio Podcast: "Julia Tulipans' Evolution Radio Show" – Überall, wo Du Podcasts hörst! (Spotify, Apple Podcasts, etc.)

    📕 BÜCHER VON JULIA:

    Der Keto Kompass: juliatulipan.at/keto-kompass *

    Keto - Alles was du wissen musst: juliatulipan.at/keto-alles *

    🎬 KAPITEL:

    00:00:00 Einleitung: Warum normale Werte täuschen können

    00:00:29 Gute Werte heißen noch lange nicht Entwarnung

    00:01:04 Das Eisbergmodell des Blutzuckers

    00:01:36 Was diese Folge behandelt

    00:02:00 Was ist der OGTT?

    00:04:59 Der OGTT im Detail

    00:05:08 Schwächen des Standard-OGTT

    00:05:32 Ablauf des Standard-Zuckerbelastungstests

    00:05:57 Der blinde Fleck: Insulin wird nicht gemessen

    00:07:06 Der Kraft-Test nach Dr. Joseph Kraft

    00:08:50 Die vier Insulin-Muster nach Kraft

    00:12:45 Was tun mit den Ergebnissen?

    00:13:03 Low-Carb als wirksamste Maßnahme

    00:14:17 Empfehlung: Die drei übersehenen Blutwerte

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    ‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite.
  • Julia Tulipans' Evolution Radio Show

    5 Säulen gegen Migräne: Stoffwechsel-Protokoll (Dr. Elena Gross im Interview)

    15.09.2026 | 37 Min.
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    Und hier geht's zum YouTube Kanal – gleich abonnieren und keine neue Folge mehr verpassen!

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    🎤 AUFGEZEICHNET AUF DER KETO LIVE KONFERENZ 🎤

    Dieses Interview ist auf der Keto Live Konferenz entstanden – Europas führender Keto-Konferenz.

    Du willst beim nächsten Mal selbst dabei sein? Die 7. Internationale Keto Live Konferenz findet von 19.–22. Juni 2027 in Zürich (Rüschlikon) statt. Vier Tage Keto-Wissenschaft, Praxis und Community – live und zum Mitreden.

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    ✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:

    🧠 Kalorien sind nicht gleich Energie – Elenas zentraler Aha-Moment, der ihre gesamte Forschung auslöste

    🔥 Migräne ist ein Feueralarm, kein Feind: Sie signalisiert eine tiefere Stoffwechsel-Störung, statt selbst das Problem zu sein

    🧬 Übererregbare, energiehungrige Gehirne waren evolutionär ein Vorteil – passen aber schlecht zur heutigen Energieversorgung

    🩺 Rund ein Drittel der Migräniker spricht laut Gross voll, ein Drittel teilweise und ein Drittel gar nicht auf metabolische Interventionen an

    🩸 Drei vorläufige Blutmarker – hs-CRP, HbA1c und Phosphat – könnten laut ersten Studien auf metabolische Migräne hinweisen; die Forschung ist noch replikationsbedürftig

    📉 Das CGM-Selbstexperiment: zwei Wochen einen Dauer-Glukosemesser tragen, um zu sehen, welche Lebensmittel und Situationen den eigenen Blutzucker aus der Bahn werfen

    💊 Mikronährstoff-Check: methylierte B-Vitamine, Vitamin D, Elektrolyte und L-Carnitin, besonders bei einer MTHFR-Mutation

    🥦 Antioxidative, schwefelhaltige Lebensmittel wie Brokkoli, Blumenkohl und Knoblauch unterstützen die körpereigene Bekämpfung von oxidativem Stress

    🧊 Kälte- und Hitzereize (Sauna + kurze Kälte) im individuellen "hormetischen Fenster" aktivieren Heat-Shock-Proteine

    🌙 Hochdosiertes Melatonin als eines der stärksten mitochondrialen Antioxidantien im Migräne-Management

    ⚖️ Das Fünf-Säulen-Protokoll aus ihrem Buch: Blutzucker, Mikronährstoffe, oxidativer Stress, Mitochondrien-Support und Ketonkörper

    🐢 Graduelle statt abrupte Ernährungsumstellung: Ein "Cold Turkey"-Wechsel kann laut Gross bis zu zwei Wochen lang die schlimmsten Migräneattacken auslösen

    💛 Selbstmitgefühl nach einem Rückfall statt Alles-oder-Nichts-Denken

    📝 ZUSAMMENFASSUNG:

    Diese Folge ist ein Live-Mitschnitt von der Keto-Live-Konferenz: Julia spricht dort mit Dr. Elena Gross, Neurowissenschaftlerin und Gründerin von KetoSwiss AG, über ihren ganz persönlichen Weg zur metabolischen Migräne-Forschung. Elena leidet seit ihrem 14. Lebensjahr an Migräne, durchlief ein Jahrzehnt erfolgloser pharmazeutischer und alternativer Therapien und wurde während ihres Psychologiestudiums chronisch krank. Der Wendepunkt kam während ihres Neurowissenschafts-Masters in Oxford: Eine chronische Migränepatientin kehrte nach zwei Wochen Fasten – trotz täglichem Rotwein, einem klassischen Migräneauslöser – unerkannt verändert und beschwerdefrei zurück. Das brachte Elena auf die Spur der Ketonkörper als alternativem Gehirntreibstoff, und ihr zentraler Aha-Moment lautete: "Kalorien sind nicht gleich Energie."

    Im zweiten Teil erklärt Elena die Mechanismen hinter dieser Theorie. Migräne betrifft rund 15 % der Weltbevölkerung und gilt als multifaktoriell: Übererregbare, energiehungrige Gehirne waren evolutionär ein Vorteil, passen aber schlecht zur heutigen Umwelt mit eingeschränkter Energiebereitstellung. Sie beschreibt fehlende Habituation, Cortical Spreading Depression und die Rolle von Ketonkörpern als Signalmoleküle, die Entzündung, Mitochondrienfunktion und Genexpression beeinflussen. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Migräniker ist ein "metabolischer Migräniker" – etwa ein Drittel spricht laut ihrer Forschung gar nicht an, ein Drittel teilweise, ein Drittel als Super-Responder. Als vorläufige, noch replikationsbedürftige Ansatzpunkte nennt sie drei Blutmarker: hochsensitives CRP, HbA1c und Phosphat.

    Anschließend stellt Elena das Fünf-Säulen-Protokoll aus ihrem Buch vor: Blutzuckerstabilität (Whole-Foods-Ernährung, CGM-Selbsttest), Mikronährstoffe (methylierte B-Vitamine, Vitamin D, Elektrolyte, L-Carnitin), oxidativer Stress (Antioxidantien, hochdosiertes Melatonin, schwefelhaltiges Gemüse), Mitochondrien-Support (Stressreduktion, Kälte-/Hitzereize, zirkadianer Rhythmus) und Ketonkörper als alternative Energiequelle – wobei die konkrete Ernährungsform von niedrig-glykämisch bis zyklischer Ketose individuell wählbar ist. Sie betont, dass ein zu strenges Regime für sie selbst nicht nachhaltig war, dass Rückfälle normal sind und dass eine abrupte Umstellung Migräneattacken sogar für bis zu zwei Wochen auslösen kann – graduelle Veränderung ist meist der freundlichere Weg.

    Zum Abschluss formuliert Elena ihre Kernbotschaft: Migräne ist der Freund, nicht der Feind – die Ursache muss gefunden werden, statt nur den Schmerz zu unterdrücken. Als Gründungsmitglied der Keto-Live-Konferenz gibt sie live einen tiefen Einblick in zehn Jahre eigene Forschung und ihre persönliche Geschichte.

    ✨ PRODUKTEMPFEHLUNGEN ✨

    How To Master Migraine: Feed Your Brain, Free Your Life (Buch von Dr. Elena Gross, nur auf Englisch erhältlich)

    Brain Ritual® (Marke von Dr. Elena Gross / KetoSwiss AG)

    🙋‍♀️ MEHR VON JULIA TULIPAN:

    Julia Tulipan Podcast Shownotes

    Julia Tulipan Instagram

    Julia Tulipan TikTok

    Audio Podcast: "Julia Tulipans' Evolution Radio Show" – Überall, wo Du Podcasts hörst! (Spotify, Apple Podcasts, etc.)

    📕 BÜCHER VON JULIA:

    Der Keto Kompass *

    Keto - Alles was du wissen musst *

    👩‍⚕️ ALLES ÜBER DR. ELENA GROSS:

    Dr. Elena Gross, PhD, ist Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin, Erfinderin und ehemalige chronische Migräne-Patientin. Nach ihrer eigenen Migränegeschichte seit dem 14. Lebensjahr wechselte sie vom Psychologie- ins Neurowissenschafts-Studium (MSc Neuroscience, University of Oxford) und promovierte anschließend an der Universität Basel (PhD in Clinical Research). Dort leitete sie die erste randomisierte, placebokontrollierte Studie zu exogenen Ketonkörpern bei Migränepatienten.

    Aus dieser Forschung heraus gründete sie KetoSwiss AG (Basel) und schuf die Marke Brain Ritual®, ein Stoffwechsel-basiertes Lebensmittel für die neurologische Gesundheit. Sie hält vier Patente und ist Autorin peer-reviewter Publikationen, u. a. in Nature Reviews Neurology und Scientific Reports, sowie des Buchs "How To Master Migraine: Feed Your Brain, Free Your Life" (bislang nur auf Englisch erhältlich). Dr. Elena Gross ist zudem Gründungsmitglied der Keto-Live-Konferenz, auf der dieses Gespräch live aufgezeichnet wurde.

    Website

    Instagram

    The metabolic face of migraine (Nature Reviews Neurology)

    Potential Protective Mechanisms of Ketone Bodies in Migraine Prevention (Nutrients)

    Metabolic Migraine Subgroup (Scientific Reports)

    🎬 KAPITEL:

    00:00:00 Migräne als Warnsignal verstehen

    00:00:33 Dr. Elena Gross vorgestellt

    00:01:20 Elenas persönliche Migräne-Geschichte

    00:03:59 Der Wendepunkt: Die Oxford-Patientin

    00:05:16 Ketone entdeckt in der Bibliothek

    00:07:04 Die erste Studie in Basel

    00:11:14 Migräne: Genetik und Evolution

    00:13:35 Wie Ketonkörper im Gehirn wirken

    00:16:01 Nicht jede Migräne ist eine Stoffwechselmigräne

    00:17:29 Metabolische Migräne erkennen

    00:21:31 Ihr Buch und Säule 1: Blutzuckerstabilität

    00:24:41 Säule 2: Mikronährstoffe und Enzyme

    00:25:46 Säule 3: Oxidativer Stress und Antioxidantien

    00:27:03 Säule 4: Mitochondrien-Support

    00:28:43 Säule 5: Ketonkörper und individuelle Wege

    00:32:11 Botschaft für Therapeuten und Ärzte

    00:33:57 Fazit: Individualisierung und Ressourcen

    * Affiliate-Info: Bei Bestellung über einen *-Link erhält Julia eine Provision, ohne Mehrkosten für dich.

    ‼️ Aktueller Haftungsausschluss: https://juliatulipan.com/haftungsausschluss/

    ‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite.
  • Julia Tulipans' Evolution Radio Show

    Allulose vs. Erythrit: Der bessere Zuckerersatz?

    03.09.2026 | 12 Min.
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    Diese Folge wird unterstützt von Melysium: Natürliche Hautpflege auf Basis von Rindertalg (Beef Tallow), reich an hautfreundlichen Fettsäuren und Vitaminen, angereichert mit Bienenwachs, Honig und Lavendelöl – ganz ohne Erdöl, Silikone oder Parabene. Entdecke die Beef Tallow Creme & mehr. Mit dem Code JULIA10 erhältst du 10 % Rabatt auf deinen Einkauf.

    ✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:

    🍯 Allulose ist ein sogenannter seltener Zucker, der auch natürlich in kleinen Mengen in Feigen oder Rosinen vorkommt

    🧬 Chemisch ist Allulose Zucker ähnlich, wird vom Körper aber anders verarbeitet als gewöhnlicher Haushaltszucker

    📊 Allulose hat einen kaum wahrnehmbaren Effekt auf Blutzucker und Insulin – das macht sie im Low-Carb-/Keto-Kontext interessant

    🚫 Wichtig: Allulose ist kein Freifahrtschein für tägliches Naschen – alte Zucker-Essmuster können trotzdem bestehen bleiben

    🎂 Erythrit war lange der Standard im Low-Carb-Backen, hat aber Nachteile: kühlender Effekt, teils bitterer Nachgeschmack, kristalline Struktur

    🔥 Beim Backen bräunt Allulose besser und karamellisiert, während Erythrit oft blasse, harte oder kühl schmeckende Ergebnisse liefert

    ⚖️ Allulose ist etwas weniger süß als Zucker – Julia empfiehlt, sie mit etwas Erythrit oder ein paar Tropfen Stevia zu kombinieren

    🌡️ Allulose bräunt schneller als normaler Zucker – deshalb lieber mit niedrigerer Backtemperatur arbeiten

    🍪 Besonders geeignet für Cookies, Brownies, Karamellsaucen und cremige Desserts

    🇪🇺 Allulose ist in der EU aktuell noch nicht zugelassen, kann aber für den Eigenbedarf legal aus den USA importiert werden (z. B. über iHerb) – nur der Weiterverkauf ist untersagt

    🎉 Julia empfiehlt Allulose eher für besondere Anlässe wie Geburtstage oder Gästedesserts statt als tägliche Basis

    🧠 Low Carb und Keto funktionieren auch ganz ohne Zuckerersatzstoffe gut – Allulose ist ein Werkzeug, keine Notwendigkeit

    ⚠️ Bei bestehender Lebensmittelsucht rät Julia zu besonderer Vorsicht bei jeglichen Süßstoffen

    🧪 Julias Tipp: Allulose zunächst in kleinen Mengen testen und beobachten, wie der eigene Körper darauf reagiert

    📝 ZUSAMMENFASSUNG:

    In dieser Solo-Folge nimmt Julia den Zuckerersatzstoff Allulose unter die Lupe und stellt ihn dem bisherigen Low-Carb-/Keto-Standard Erythrit gegenüber. Ihre These: Allulose könnte Erythrit als bevorzugten Zuckerersatz beim Backen ablösen. Erythrit hat zwar viele Vorteile – praktisch kalorienfrei, ohne relevante Wirkung auf Blutzucker oder Insulin, breit einsetzbar in Low-Carb-Rezepten –, schmeckt aber nicht wie echter Zucker: ein kühlender Effekt, teils bitterer Nachgeschmack, eine kristalline Struktur, und beim Backen fehlen oft die typische Textur, Bräunung und Karamellisierung, die Zucker ausmachen.

    Genau hier setzt Allulose an. Julia beschreibt sie als einen der interessantesten Zuckerersatzstoffe, weil sie geschmacklich und texturell sehr nah an echten Zucker herankommt – im Mund, beim Backen und im Bindeverhalten. Allulose ist ein sogenannter seltener Zucker, der auch natürlich in geringen Mengen etwa in Feigen oder Rosinen vorkommt. Chemisch ist sie Zucker ähnlich, wird vom Körper aber anders verarbeitet als gewöhnlicher Haushaltszucker und hat nach aktuellem Kenntnisstand nur einen kaum wahrnehmbaren Effekt auf Blutzucker und Insulin – ein Aspekt, der für Menschen interessant sein kann, die auf ihren Blutzucker- und Insulinhaushalt achten möchten.

    Wichtig ist Julia dabei eine klare Einschränkung: Allulose sei kein "Freifahrtschein" für täglichen Zuckerkonsum. Wer sie zur Basis für tägliche Keto-Desserts macht, riskiert, alte Naschmuster – nach jeder Mahlzeit, abends, im Kaffee – fortzuführen, selbst ohne spürbare Blutzuckerwirkung. Low Carb und Keto funktionieren laut Julia auch ganz ohne solche Zusatzstoffe sehr gut; Allulose sei eher ein Werkzeug für besondere Anlässe wie Geburtstage oder Gästedesserts, nicht für den Alltag. Bei bestehender Lebensmittelsucht rät sie zu besonderer Vorsicht.

    Praktisch gibt Julia konkrete Backtipps: Allulose ist etwas weniger süß als Zucker, lässt sich gut mit Erythrit oder ein paar Tropfen Stevia kombinieren, bräunt schneller (daher lieber mit niedrigeren Backtemperaturen arbeiten) und eignet sich besonders für Cookies, Brownies, Karamellsaucen und cremige Desserts. Zum Schluss thematisiert sie die Verfügbarkeit: In der EU ist Allulose derzeit noch nicht zugelassen, kann aber für den Eigenbedarf legal aus den USA importiert werden, etwa über iHerb – nur der Weiterverkauf ist untersagt. Julia empfiehlt, Allulose zunächst in kleinen Mengen selbst zu testen, und schließt mit dem Fazit: Es geht nicht darum, Zucker eins zu eins zu ersetzen, sondern bewusstere Entscheidungen zu treffen.

    ✨ PRODUKTEMPFEHLUNGEN ✨

    Allulose (iHerb)

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    Keto - Alles was du wissen musst *

    🎬 KAPITEL:

    00:00:00 Einleitung: Allulose vs. Erythrit

    00:00:44 Erythrits Schwächen beim Backen

    00:01:57 Zucker ist mehr als nur süß

    00:02:55 Werbung

    00:05:28 Allulose: seltener Zucker erklärt

    00:07:05 Kein Freifahrtschein für Süßes

    00:08:41 Wann ein Süßstoff sinnvoll ist

    00:09:43 Backtipps mit Allulose

    00:10:21 Allulose und die EU-Rechtslage

    00:10:49 Allulose über iHerb bestellen

    00:11:09 Verträglichkeit und Fazit

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    ‼️ Bitte beachte den aktuellen "Haftungsausschluss (Disclaimer) und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen" auf meiner Webseite.
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    Wie dein Gehirn Schmerz erschafft – und stoppt (Andreas Könings im Interview)

    27.08.2026 | 55 Min.
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    ✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:

    🧠 Neurozentriertes Training betrachtet den Körper als Hardware (Muskeln, Faszien) und Software (Nervensystem) — klassisches Training trainiert fast nur die Hardware

    ⚖️ Schmerz entsteht im Gehirn als Reaktion auf wahrgenommene Unsicherheit oder Bedrohung — nicht zwingend als Zeichen einer strukturellen Gewebeschädigung

    💬 Zitat eines Schmerzforschers: "Schmerz ist eine Meinung des Gehirns auf eine bestimmte Situation."

    👁️ Eine gezielte Augenübung kann dem Gehirn neue visuelle Informationen liefern und dadurch Knie- oder Rückenschmerzen spürbar reduzieren — ganz ohne offensichtlichen anatomischen Zusammenhang

    🔁 Das Vorher-Nachher-Prinzip: ein einfacher Beweglichkeitstest vor und direkt nach einer Übung zeigt in Sekunden, ob sie hilft, schadet oder neutral ist

    🎯 Es gibt keinen universellen Trainingsplan — jede Übung wirkt individuell, deshalb zählt Testen statt starrer Schemata

    ⏱️ Empfehlung: Übungen drei bis fünf Mal täglich in kurzen Einheiten statt einer einzelnen langen Trainingseinheit — Kontinuität schlägt Intensität

    🩹 Narben — auch von Tätowierungen oder Piercings — können neuronale "blinde Flecken" hinterlassen, obwohl sie strukturell längst verheilt sind

    📏 Übungen sollten so lange fortgeführt werden, wie man das Problem wirklich loswerden will, nicht nur bis zur ersten Besserung

    👴 Alter allein ist selten die wahre Ursache von Einschränkungen — es lohnt sich, mehr auszuprobieren, bevor man aufgibt

    🏋️ Anwendungsfeld reicht von chronischem Schmerz und Schwindel über Leistungssport bis zur unterstützend begleitenden Anwendung in Bereichen wie Onkologie oder ADHS — als Ergänzung, nicht als Heilversprechen

    📚 Buchtipp: "Neurozentriertes Training" (Trias Verlag) von Andreas und Lisa Könings, mit Testkapitel für "Loslege-Typen" und Theorieteil für "Warum-Typen"

    📝 ZUSAMMENFASSUNG:

    In dieser Folge der Evolution Radio Show spricht Julia Tulipan mit Andreas Könings, Gründer der Deutschen Neuro-Akademie und erstem deutschen Z-Health® Master Practitioner, über neurozentriertes Training. Könings erzählt zunächst seine persönliche Geschichte: Als Basketballspieler riss er sich im Abstand von rund zwölf Monaten zweimal das rechte Kreuzband. Als er nach der zweiten Verletzung in derselben Reha-Einrichtung denselben Standardplan wie beim ersten Mal bekam, beschloss er, selbst nach Alternativen zu suchen. Über Umwege — Faszientraining, Dehnübungen, funktionelles Training, die alle nicht halfen — landete er schließlich bei einem Neuro-Seminar in Kopenhagen, nach dem er erstmals wieder schmerzfrei tief hocken konnte.

    Im Kern erklärt Könings neurozentriertes Training über die Hardware-Software-Analogie: Klassisches Training und klassische Therapie beschäftigen sich vor allem mit der "Hardware" des Körpers, während neurozentriertes Training die "Software" adressiert — das Nervensystem, das steuert, wie der Körper auf Reize reagiert. Anhand des Beispiels Knieschmerz erläutert er, warum eine strukturell verheilte Verletzung trotzdem weiter schmerzen kann: Schmerz ist multifaktoriell und entsteht im Gehirn als Reaktion auf wahrgenommene Unsicherheit oder Bedrohung, nicht zwingend als Zeichen eines beschädigten Gewebes. Er zitiert einen führenden Schmerzforscher: "Schmerz ist eine Meinung des Gehirns auf eine bestimmte Situation." Am Beispiel eines Joggers mit unzureichenden visuellen Informationen zeigt er, wie das Gehirn über Knie-, Fuß- oder Rückenschmerz signalisieren kann, dass etwas gestoppt werden soll — obwohl die eigentliche Ursache in den Augen oder dem Gleichgewichtssystem liegt.

    Praktisch arbeitet Könings mit einem Vorher-Nachher-Prinzip: Ein einfacher Beweglichkeitstest wird vor und direkt nach einer Übung wiederholt, um in Sekunden zu erkennen, ob sie hilft, schadet oder neutral ist — ein "Try-and-Error-Spiel mit System". Er betont, dass es keinen universellen Trainingsplan gibt, der für jeden funktioniert, und empfiehlt, gefundene Übungen drei bis fünf Mal täglich in kurzen, unaufwendigen Einheiten durchzuführen; Kontinuität sei wichtiger als Intensität. Zur Dauer sagt er unverblümt: so lange, wie man das Problem nicht mehr haben möchte — wer aufhört, sobald es besser wird, kehrt oft zum Ausgangszustand zurück.

    Zum Abschluss weitet Könings das Anwendungsfeld über Schmerz hinaus: Schwindel, Verspannungen, Narben (auch von Tätowierungen und Piercings), Leistungssport sowie die unterstützend begleitende Anwendung bei Themen wie Onkologie, ADHS und neurodegenerativen Erkrankungen — ausdrücklich als Ergänzung und nicht als Heilversprechen. Narben erklärt er als mögliche "blinde Flecken" im Nervensystem — strukturell verheilt, aber neuronal weiterhin unzureichend informationsversorgt. Er betont, dass Alter allein selten die wahre Ursache von Einschränkungen ist, und gibt praktische Lesehinweise für sein gemeinsam mit Lisa Könings verfasstes Buch "Neurozentriertes Training" (Trias Verlag): "Loslege-Typen" sollten mit dem Testkapitel beginnen, "Warum-Typen" mit der Theorie.

    ✨ PRODUKTEMPFEHLUNGEN ✨

    Neurozentriertes Training (Buch von Andreas & Lisa Könings, Trias Verlag) *

    ForYou eHealth Selbsttests (Code JULIA20, 20% Rabatt) *

    Kostenloser Laborwerte-Guide — 11 Seiten Wissen zu Basis-Parametern, Vitaminen, Mineralstoffen und worauf du bei Mangel oder Überschuss achten musst

    🙋‍♀️ MEHR VON JULIA TULIPAN:

    Julia Tulipan Podcast Shownotes

    Julia Tulipan Instagram

    Julia Tulipan TikTok

    Audio Podcast: "Julia Tulipans' Evolution Radio Show" – Überall, wo Du Podcasts hörst! (Spotify, Apple Podcasts, etc.)

    📕 BÜCHER VON JULIA:

    Der Keto Kompass *

    Keto - Alles was du wissen musst *

    👩‍⚕️ ALLES ÜBER ANDREAS KÖNINGS:

    Andreas Könings ist Sportökonom, Leiter und Mit-Inhaber der Deutschen Neuro-Akademie (Deutsche Akademie für Neuro-Performance) und einer der führenden Experten für neurozentriertes Training in Europa. Er ist der erste deutsche Z-Health® Master Practitioner und absolvierte zudem mehrere Fortbildungen des Carrick Institute (u. a. Neurochemie, Neuroimmunologie).

    Nach seiner Zeit als Leistungssportler (Basketball) wandte er sich vor rund zehn Jahren intensiv den Themen Gehirn und Nervensystem zu. Seit 2017 war er fachlicher Leiter der Deutschen Neuro-Akademie, seit 2021 führt er sie gemeinsam mit Lisa Könings (Diplom-Oecotrophologin, Ernährungsberaterin/DGE, Neuro-Trainerin). Er verfügt über mehr als 15 Jahre internationale Erfahrung in der Arbeit mit Spitzensportlern, Schmerzpatientinnen und -patienten sowie Trainern und Therapeuten und bildet in Seminaren, Workshops und Vorträgen im neurozentrierten Training aus. Zudem ist er als Experte für ARTZT neuro tätig.

    Gemeinsam mit Lisa Könings veröffentlichte er die Bücher "Medical Training: Neurozentriertes Training" (Thieme/Trias), "Schmerz ist Kopfsache" und "Neustart fürs Gehirn".

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    🎬 KAPITEL:

    00:00:00 Einleitung

    00:03:07 Vom Basketball zur Neuroakademie

    00:09:21 Was ist neurozentriertes Training?

    00:14:04 Wie eine Übung im Gehirn wirkt

    00:19:05 Schmerz ist eine Meinung des Gehirns

    00:27:33 Testen statt Raten: die eigene Methode finden

    00:32:37 Individualisierte statt standardisierte Betreuung

    00:37:36 Einsatzgebiete: von Schwindel bis Profisport

    00:40:28 Narben, Tattoos und blinde Flecken

    00:46:35 Dosierung: wie oft und wie lange üben

    00:52:32 So startest du am besten mit dem Buch

    00:54:47 Abschluss und Verabschiedung

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  • Julia Tulipans' Evolution Radio Show

    0,8 g Protein reicht nicht: Was Quarks & Co. verschweigt

    24.08.2026 | 23 Min.
    https://youtu.be/EmvGNK6Ta3I

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    ✨ WAS DU IN DIESER EPISODE LERNST:

    🧠 Die 0,8-Gramm-Protein-Empfehlung ist ein Mindestwert gegen Mangel – kein Zielwert für optimale Gesundheit oder Muskelkraft

    🔬 Die zitierte Bhanpuri-Studie (2022) lief nur 27 Tage an Typ-2-Diabetikern – daraus lässt sich keine dauerhafte Ernährungsempfehlung ableiten

    ⚖️ Die Proteinrestriktionsgruppe verlor im Schnitt 5,4 kg (6,6 % Körpergewicht) – die Studie war entgegen der Behauptung nicht wirklich isokalorisch

    📉 Ohne Gewichtsstabilität lässt sich nicht trennen, ob Effekte vom Gewichtsverlust oder von der Proteinrestriktion selbst kommen

    🩺 Bei den Markern HbA1c und Triglyceriden schnitt die Kalorienrestriktions-Gruppe sogar besser ab als die Proteinrestriktions-Gruppe

    🕐 Akut ≠ chronisch sinnvoll: Genau wie beim Fasten können kurzfristig positive Effekte langfristig ins Gegenteil kippen (Muskelabbau, Hormonprobleme, Knochendichteverlust)

    🦴 IAAO-Studien bei Über-65-Jährigen zeigen einen tatsächlichen Proteinbedarf von 1,24 g/kg – bei hochbetagten Frauen sogar 1,15 g/kg

    💪 In einer Studie mit Typ-2-Diabetikern verbesserte nur die höhere Proteingruppe (1,2-1,5 g/kg) Muskelkraft, Handkraft, Gehgeschwindigkeit und Gleichgewicht – die Kontrollgruppe verschlechterte sich in allen Werten

    🏋️ Muskelmasse ist laut Julia das "Longevity-Organ Nummer eins" – ihr Erhalt senkt Sturzrisiko, Hospitalisierung und Sterblichkeit

    🚫 Es gibt keine definierte Obergrenze für Protein – selbst die EFSA nennt keinen tolerierbaren Höchstwert, und über 3 g/kg zeigten in Studien keine negativen Effekte

    🍽️ Protein ist der am stärksten sättigende Makronährstoff – proteinreiche Mahlzeiten senken automatisch die nachfolgende Kalorienaufnahme

    ⏱️ Das "Protein-Thermostat" (Raubenheimer & Simpson): Wer wenig Protein isst, isst am Ende mehr Kalorien – bis der Proteinbedarf gedeckt ist

    🧓 Je älter, inaktiver oder kränker ein Mensch ist, desto kritischer sollte man eine Proteinrestriktion sehen

    📝 ZUSAMMENFASSUNG:

    Ein Instagram-Post von Quarks & Co. und der ARD behauptet: Weniger Protein ist gesünder. Julia Tulipan hat sich diese Aussage genauer angeschaut – und findet gleich mehrere zentrale Fehler in der Argumentation. In diesem Reaction-Video seziert sie Punkt für Punkt, warum die zitierte Studie das Gegenteil dessen zeigt, was der Post behauptet, und warum die 0,8-Gramm-Protein-Empfehlung für die meisten Menschen viel zu niedrig ist.

    Im Zentrum der Kritik steht die Studie von Bhanpuri et al. (2022), eine nur 27-tägige Kurzzeitintervention an Typ-2-Diabetikern. Der Post stellt sie als Beleg dafür dar, dass weniger Protein grundsätzlich gesünder sei – doch das Paper selbst zeigt so etwas gar nicht. Die Proteinrestriktionsgruppe verlor im Schnitt 5,4 Kilogramm Körpergewicht, obwohl die Diät angeblich isokalorisch war. Damit lässt sich unmöglich sauber trennen, ob gemessene Verbesserungen an der Proteinrestriktion oder schlicht am Gewichtsverlust lagen. Bei zwei wichtigen Markern – HbA1c und Triglyceriden – schnitt sogar die reine Kalorienrestriktionsgruppe besser ab.

    Julia erklärt den entscheidenden Denkfehler: Was kurzfristig gut ist, muss langfristig nicht gut sein. Genau wie beim Fasten, das akut viele positive Effekte hat, aber chronisch zu Muskelabbau, Hormonproblemen und Knochendichteverlust führt, gilt das auch für Proteinrestriktion. Ihr therapeutischer Wert liegt in der zeitlich begrenzten, kontrollierten Anwendung – nicht als dauerhafte Basisernährung.

    Ein weiterer zentraler Punkt: Die vielzitierten 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sind kein Zielwert, sondern eine Mindestabsicherung gegen manifeste Mängel. Mehrere Studien mit der IAAO-Methode (Indicator Amino Acid Oxidation) zeigen bei über 65-Jährigen einen tatsächlichen Bedarf von rund 1,24 Gramm pro Kilogramm – bei hochbetagten Frauen sogar 1,15 Gramm. Eine Vergleichsstudie mit Typ-2-Diabetikern belegt zudem: Nur eine höhere Proteinzufuhr (1,2 bis 1,5 g/kg) verbesserte Muskelkraft, Handkraft, Gehgeschwindigkeit und Gleichgewicht – während sich die Kontrollgruppe mit der Mindestmenge in allen Werten verschlechterte.

    Julia ordnet das Ganze auch in den größeren Kontext ein: Muskelmasse ist unser "Longevity-Organ Nummer eins", und Sarkopenie – der altersbedingte Muskelabbau – ist ein handfestes Sterblichkeitsrisiko. Zusätzlich räumt sie mit dem Mythos auf, "wir würden ohnehin schon zu viel Protein essen" – gerade vulnerable Gruppen wie Junge und Alte liegen oft sogar unter den 0,8 Gramm. Es gibt zudem keine definierte Obergrenze für Protein: Selbst die EFSA nennt keinen tolerierbaren Höchstwert, und Studien mit über 3 Gramm pro Kilogramm zeigten keine negativen Auswirkungen.

    Zum Abschluss geht Julia noch auf den praktischen Nutzen von Protein beim Abnehmen ein: Als der am stärksten sättigende Makronährstoff hilft eine ausreichende Proteinzufuhr über das interne "Protein-Thermostat" (nach Raubenheimer & Simpson), die Gesamtkalorienaufnahme zu senken. Ihr Fazit: Eine akute Proteinrestriktion kann klinisch sinnvoll sein – für die langfristige Ernährung braucht es aber ausreichend Protein, um Muskelmasse, Kraft und gesundes Altern zu unterstützen.

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    🎬 KAPITEL:

    00:00:00 Einleitung und Kritik am Quarks-Post

    00:01:44 Die zitierte Studie: Bhanpuri et al. 2022

    00:03:53 Methodikproblem: fälschlich isokalorisch dargestellt

    00:05:54 Kalorienrestriktion schneidet besser ab

    00:07:05 Fazit: Kurzzeiteffekt ohne Langzeitaussage

    00:08:15 Akute Anpassung ist keine Dauerempfehlung

    00:09:45 Wann Proteinrestriktion sinnvoll ist

    00:11:20 Mythos: 0,8 Gramm als Zielwert

    00:12:14 Wahrer Proteinbedarf laut Studienlage

    00:15:17 Muskelmasse als Langlebigkeits-Organ

    00:15:40 Sarkopenie: Risiko für Sterblichkeit

    00:17:36 Mythos: Wir essen eh genug Protein

    00:20:48 Das interne Protein-Thermostat

    00:22:06 Fazit und Zusammenfassung

    00:22:49 Frage an dich

    Studien & Quellen

    Primärstudie

    Ferraz-Bannitz, R., et al. (2022). Dietary protein restriction improves metabolic dysfunction in patients with metabolic syndrome in a randomized, controlled trial. Nutrients, 14(13), 2670.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35807851/

    Volltext PMC: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9268415/

    27 Tage, n = 21; Proteinrestriktion vs. Kalorienrestriktion bei metabolischem Syndrom / Typ-2-Diabetes.

    Proteinbedarf und IAAO

    Rafii, M., Chapman, K., Elango, R., Campbell, W. W., Ball, R. O., Pencharz, P. B., & Courtney-Martin, G. (2016). Dietary protein requirement of men >65 years old determined by the indicator amino acid oxidation technique is higher than the current estimated average requirement. The Journal of Nutrition, 146(4), 681–687.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26962173/

    IAAO bei Männern >65: mittlerer Bedarf 0,94 g/kg, abgeleitete Empfehlung 1,24 g/kg.

    Tang, M., McCabe, G. P., Elango, R., Pencharz, P. B., Ball, R. O., & Campbell, W. W. (2014). Assessment of protein requirement in octogenarian women with use of the indicator amino acid oxidation technique. The American Journal of Clinical Nutrition, 99(4), 891–898.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24429540/

    IAAO bei Frauen 80–87 Jahre: mittlerer Bedarf 0,85 g/kg, Empfehlung 1,15 g/kg; kleine Stichprobe, breite Konfidenzintervalle.

    Argyropoulou, D., Nomikos, T., Terzis, G., Tataki, S., Geladas, N. D., & Paschalis, V. (2025). The effects of dietary protein on physical performance and body composition in middle age and older people having type II diabetes mellitus: a randomized pilot study. European Journal of Nutrition, 64(1), 63.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39751920/

    Springer: https://link.springer.com/article/10.1007/s00394-024-03575-9

    Pilot, n = 26, 12 Wochen; T2DM plus geringe Muskelmasse, Kraft oder Funktion. Kontrolle 0,8–1,0 vs. Intervention 1,2–1,5 g/kg. Nur die höhere Proteinzufuhr verbesserte Handkraft, Gehgeschwindigkeit und Gleichgewicht.

    Campbell, W. W., Deutz, N. E. P., Volpi, E., & Apovian, C. M. (2023). Nutritional interventions: Dietary protein needs and influences on skeletal muscle of older adults. The Journals of Gerontology: Series A, 78(Suppl. 1), 67–72.

    PMC: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10272976/

    Review 2023: Matsumoto, M., et al. (2023). Evaluation of protein requirements using the indicator amino acid oxidation method: a scoping review. The Journal of Nutrition, 153(12), 3472–3489.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37573015/

    14 IAAO-Studien, alle über konventionellen Referenzwerten; ältere Erwachsene ca. 0,85–0,96 g/kg mittlerer Bedarf.

    Muskelmasse, Sarkopenie, Krafttraining

    Benz, E., Pinel, A., Guillet, C., et al. (2024). Sarcopenia and sarcopenic obesity and mortality among older people. JAMA Network Open, 7(3), e243604.

    JAMA: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2816734

    Bestätigte Sarkopenie: HR 1,93 für Gesamtmortalität.

    Lee, G. K.-Y., Au, P. C.-M., Li, G. H.-Y., et al. (2021). Sarcopenia and mortality in different clinical conditions: A meta-analysis. Osteoporosis and Sarcopenia, 7(Suppl. 1), S19–S27.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33997305/

    PMC: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8088992/

    68 Studien: niedrige Lean Mass HR 1,74; pro SD weniger Lean Mass HR 1,36.

    Morton, R. W., Murphy, K. T., McKellar, S. R., Schoenfeld, B. J., Henselmans, M., Helms, E., Aragon, A. A., Devries, M. C., Banfield, L., Krieger, J. W., & Phillips, S. M. (2018). A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. British Journal of Sports Medicine, 52(6), 376–384.

    BJSM: https://bjsm.bmj.com/content/52/6/376

    49 RCTs, n = 1.863; Plateau zusätzlicher Zuwächse bei ca. 1,62 g/kg/Tag.

    Sättigung und Protein-Leverage

    Halton, T. L., & Hu, F. B. (2004). The effects of high protein diets on thermogenesis, satiety and weight loss: a critical review. Journal of the American College of Nutrition, 23(5), 373–385.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15466943/

    Protein erhöht Thermogenese und Sättigung und senkt typischerweise die nachfolgende Energieaufnahme.

    Simpson, S. J., & Raubenheimer, D. (2005). Obesity: the protein leverage hypothesis. Obesity Reviews, 6(2), 133–142.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15836464/

    Kernpapier zum „internen Thermostat": bei verdünntem Protein steigt die Kalorienaufnahme, bis der Proteinbedarf gedeckt ist.

    Raubenheimer, D., & Simpson, S. J. (2019). Protein leverage: Theoretical foundations and ten points of clarification. Obesity, 27(8), 1225–1238.

    PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31339001/

    Spätere Präzisierung der Protein-Leverage-Hypothese; nicht direkt im Skript verlinkt, aber die sauberste Folgezitation.

    Referenzwerte

    EFSA. (2017). Dietary reference values for nutrients: Summary report. EFSA Supporting Publication.

    PDF: https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/2017_09_DRVs_summary_report.pdf

    Durchschnittliche Proteinzufuhr in Europa ca. 0,8–1,25 g/kg; kein UL festgelegt; Mengen bis 3,5 g/kg bei gesunden Erwachsenen als sicher bewertet.

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