Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
Mitteldeutscher Rundfunk

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- Zu Beginn der Folge von "Was tun, Herr General?" greifen Tim Deisinger und General a.D. Erhard Bühler Zuschriften zur jüngsten Balkan-Ausgabe auf. Es geht um sprachliche und historische Einordnungen und um die bis heute spürbaren politischen Sensibilitäten in der Region. General Bühler erläutert seine Aussagen und weist den Vorwurf zurück, Propaganda jedweder Art zu unterstützen.
Im Schwerpunkt analysieren die beiden die aktuellen Personalkonflikte im Pentagon. Auslöser ist der Rücktritt des Staatssekretärs Daniel Driscoll, der für das US-Heer zuständig war. Hintergrund sind die anhaltenden Differenzen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Bühler ordnet die Entwicklung als Teil einer größeren Umstrukturierung der US-Streitkräfte ein und beschreibt die Folgen für Führung, Modernisierung und Einsatzbereitschaft der US-Army.
Außerdem geht es um weitere Personalentscheidungen in Washington, den Umgang mit militärischer Expertise in politischen Entscheidungsprozessen sowie die Frage, ob die derzeitigen Spannungen die Handlungsfähigkeit der Vereinigten Staaten in internationalen Krisen beeinträchtigen könnten.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 6373737.
Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. September 2026 geplant. - Im ersten Teil des Podcasts sprechen Tim Deisinger und Ex-General Erhard Bühler über die aktuelle Lage an der Front. Nach Angaben von Bühler müssen die Russen weiterhin hohe Verluste hinnehmen. An einigen Stellen wurden sie zurückgedrängt. Besonders bei Lyman im Norden konnten die ukrainischen Truppen taktische Erfolge erzielen.
Währenddessen haben die russischen Drohnenangriffe nach einer relativ ruhigen Phase wieder zugenommen. Moskau setzt verstärkt strahlgetriebene Drohnen ein, die von der ukrainischen Luftabwehr schwerer abzuschießen sind. Die ukrainischen Angriffe treffen vor allem russische Häfen, Kriegsschiffe und Raffinerien. US-Präsident Trump ist das ein Dorn im Auge, er befürchtet weiter steigende Ölpreise und übt Druck auf Kiew aus. Bühler sieht darin allerdings ein reines Ablenkungsmanöver. Es sei vor allem der Krieg gegen den Iran, der die Ölpreise und damit auch die Spritpreise in den USA in die Höhe treibe.
Im zweiten Teil des Podcasts geht es um angeblich positive Signale aus Moskau. Nach der letzten Reise der US-Unterhändler Witkoff und Kushner soll Putin Verhandlungsbereitschaft signalisiert und einige Bedingungen fallen gelassen haben. Bühler bleibt skeptisch und spricht von "Scheinverhandlungen". Seiner Ansicht nach bleibt Putin bei seiner harten Haltung.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 17. September 2026 geplant. - In dieser Folge von "Was tun, Herr General" schauen wir auf den Balkan. Dort tut sich gerade einiges. Ex-Nato-General Erhard Bühler hat jüngst eine Sicherheitskonferenz in Sarajevo besucht. Ausführlich sprechen wir auch über die Vergangenheit, die den Balkan bis heute prägt. Denn: Ende August ist der verurteilte Kriegsverbrecher Ratko Mladic gestorben. Er war Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee während des Bosnienkrieges. Er war mitverantwortlich für die mehrjährige Belagerung von Sarajevo und das Massaker von Srebrenica. Bühler war selbst viel auf dem Balkan im Einsatz. Er kennt die jahrhundertelange Geschichte, die diese Region zu dem komplizierten Gebilde gemacht hat, das es bis heute ist. Er erzählt auch, wie es zum Bosnienkrieg kam und wer dabei gegen wen kämpfte. Und wie die Politik in Serbien noch bis heute davon geprägt ist.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. September 2026 geplant. - Die USA haben einen neuen Vermittlungsversuch im Ukraine-Krieg gestartet. Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner waren zu Verhandlungen in Russland und der Ukraine. Die Ergebnisse sind laut Ex-Nato-General Erhard Bühler überschaubar: "Das beste Ergebnis war wohl, dass die Kiewer einen relativ ruhigen Sonntag hatten. Ohne Luftalarm." Die US-Unterhändler sprachen nach den Gesprächen von Fortschritten und forderten trilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Laut Bühler ist aber nicht zu erkennen, dass Russland von seinen bisherigen Kriegszielen abrückt. Es gehe Moskau darum, dass die Ukraine noch mehr Gebiete abtrete, ihre Souveränität verliere und eine russlandhörige Regierung erhalte.
Die aktuelle militärische Lage: Russland kommt in der Ostukraine weiter nur langsam voran. Bühler erklärt, die russische Armee habe im August gut 50 Quadratkilometer erobert – über die gesamte Front in der Ukraine verteilt. Nach Berechnungen des Institute for the Study of War würde Russland bei dieser Vormarschgeschwindigkeit noch bis ins Jahr 2032 brauchen, um alleine den Donbass komplett zu erobern. Natürlich seien das plakative und theoretische Berechnungen, so Bühler. Sie machten aber deutlich, wie langsam Russland derzeit vorankomme. Erfolge gebe es nur an einigen Frontabschnitten zu vermelden. So rückten die Russen weiter langsam bei Slowjansk und Dobropillja vor. Im Gegenzug seien die Ukrainer nördlich von Kupjansk erfolgreich. Dort sei der russische Brückenkopf über den Fluss Oskil geteilt worden. Auch bei Lyman laufe seit Wochen ein ukrainischer Gegenangriff, der einige Erfolge bringe.
Außerdem besprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?" die Luftangriffe auf beiden Seiten. Und es gibt Neuigkeiten vom Schwarzen Meer: Den Russen ist es gelungen, den ukrainischen Getreideexport empfindlich zu treffen. Das hat wirtschaftliche Folgen.
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 10. September 2026 geplant. - Die Bundesregierung hat sich festgelegt: Russland steckt hinter dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle. Ex-Nato-General Erhard Bühler findet die Erklärungen dazu aus Berlin nachvollziehbar. In dieses Urteil sei viel eingeflossen, Indizien vor Ort, die technischen Merkmale der Drohnen, der verwendete Sprengstoff und Geheimdiensterkenntnisse. "Das ganze operative Muster dieses Anschlagsversuchs spricht für die Beteiligung russischer Geheimdienste", so Bühler. Inzwischen hat die Bundesregierung auch Konsequenzen gezogen. Unter anderem soll das Russische Haus in Berlin geschlossen werden. Bühler hält einige der Maßnahmen durchaus für "bemerkenswert". Es sei richtig, dass Deutschland ein Zeichen gegen den von Russland ausgehenden Staatsterror setze.
Ein weiteres Thema in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?" ist der Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau. Worum ging es dabei? Auch darüber sprechen Host Tim Deisinger und Erhard Bühler ausführlich. Bühler sagt, ein Routine-Treffen sei es sicher nicht gewesen, auch wenn US-Präsident Donald Trump es so dargestellt habe.
Inhaltsverzeichnis:
0:00 Begrüßung
1:38 Der Besuch des CIA-Chefs in Moskau
13.39 Der Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle
Podcast-Tipp: IQ - Wissenschaft und Forschung, die Folge "Fliegen, fahren, tauchen – Was Drohnen heute und morgen können"
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. September 2026 geplant.
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Über Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
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