

Warum es bald eine Steuererhöhung geben dürfte
16.1.2026 | 5 Min.
Der Kanzler bremst. Er halte nichts davon, die Unternehmen noch zusätzlich zu verunsichern, indem man jetzt über Steuererhöhungen spekuliere, sagte Friedrich Merz dieser Tage. Deswegen ist das offizielle Motto seiner Partei und der CSU: Die Steuern müssen runter. Vor allem für die Wirtschaft. Die Senkung der Körperschaftssteuer für Unternehmen würde die Union gern vorziehen, von 2028 auf 2026. Das Problem: Der Schritt kostet Milliarden. Ein Betrag, der in der Kasse fehlen würde. Und das in Zeiten, in denen im Haushalt ohnehin große Löcher klaffen. Im Hintergrund kursieren deshalb Planspiele, womöglich an anderer Stelle die Steuern zu erhöhen. Die stern-Politikchefs Veit Medick und Jan Rosenkranz diskutieren darüber, wen es treffen könnte. +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an [email protected]+++ +++Redaktion und Produktion: Veit Medick, Jan Rosenkranz und Isa von Heyl+++

Interessiert sich hier noch irgendjemand für Innenpolitik?
15.1.2026 | 5 Min.
Außenpolitisch weiß man kaum noch, wo man hinschauen soll: Krisen gibt es fast überall. Im Iran wankt das Regime, die Ukraine fürchtet eine neue Eskalation, in Gaza hängt der Waffenstillstand am seidenen Faden. Und was passiert eigentlich mit Grönland? Friedrich Merz kommt aus der Außenpolitik kaum noch heraus. Das ist verständlich – und doch gefährlich. Denn die Innenpolitik wird über seine Kanzlerschaft entscheiden. Aber vermittelt Merz dem Land das richtige Gefühl dafür, wie tief die wirtschaftliche Krise hierzulande ist? Und unternimmt er genügend, um sie zu bekämpfen? Die stern-Politikchefs Veit Medick und Jan Rosenkranz streiten über die richtige Schwerpunktsetzung zu Beginn des Jahres 2026. +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an [email protected]+++ +++Redaktion und Produktion: Veit Medick, Jan Rosenkranz und Isa von Heyl+++

Merz prophezeit Ende des Regimes im Iran – ist das klug?
14.1.2026 | 5 Min.
Am Rande seiner Reise in Indien hat Friedrich Merz sich zu den Massenprotesten im Iran geäußert. "Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen", sagte der Kanzler. Die iranische Führung reagierte mit scharfer Kritik. Außenminister Abbas Araghtschi warf Merz auf der Plattform X eine "völkerrechtswidrige Einmischung" in die Belange seines Landes vor und erinnerte an eine frühere Äußerung des Kanzlers im Juni 2025. Damals hatte Merz den Angriff Israels auf den Iran mit den Worten gelobt, Israel macht für den Westen "die Drecksarbeit". „Iraner erinnern sich auch an die widerwärtige Lobpreisung Israels durch Herrn Merz“, schrieb Araghtschi dazu. Nutzt die aktuelle Äußerung von Merz den Demonstranten gegen das Regime wirklich? Oder gäbe es nicht wichtigere Dinge, die die Bundesregierung jetzt tun könnte, um die Proteste zu stützen? Darüber diskutieren stern-Chefkorrespondent Nico Fried und Chefreporterin Miriam Hollstein. +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an [email protected]+++ +++Redaktion und Produktion: Nico Fried, Miriam Hollstein und Isa von Heyl+++

Merz' erste Asien-Reise: Warum ausgerechnet Indien?
13.1.2026 | 5 Min.
Olaf Scholz flog als Kanzler bei seiner ersten Asien-Reise 2022 nach Japan. Angela Merkel entschied sich 2006 für China als erstes Ziel in Asien. Friedrich Merz hat jetzt Indien ausgewählt. Das ist naheliegend, denn Indien ist für Deutschland ein wichtiger Absatzmarkt. Umgekehrt ist es der größte Handelspartner Indiens in der EU. Außerdem ist es ein deutliches Signal an einen anderen Handelspartner, mit die Merz-Regierung nicht die besten Erfahrungen gemacht hat. Warum auch Indien für den Kanzler heikel ist, darüber sprechen stern-Chefkorrespondent Nico Fried und Chefreporterin Miriam Hollstein. +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an [email protected]+++ +++Redaktion und Produktion: Nico Fried, Miriam Hollstein und Isa von Heyl+++

Aufstand im Iran – und Europa schaut zu
12.1.2026 | 5 Min.
Seit Ende Dezember gehen sie jede Nacht auf die Straße. Anfangs waren es nur einige Bazar-Händler in Teheran, längst sind es Tausende Iraner im ganzen Land. Zunächst ging es um die desolate wirtschaftliche Lage, längst richtet sich die Wut der Demonstranten gegen das verhasste Regime der Mullahs. Sie rufen "Nieder mit der Diktatur", errichten Barrikaden, legen Brände. Und das Regime schlägt brutal zurück. Tausende werden festgenommen, laut Berichten seien bereits weit mehr als einhundert Tote zu beklagen. Die USA seien bereit, den Demonstranten zu "helfen", schrieb Präsident Donald Trump am Wochenende auf seiner Plattform "truth social". Vielleicht richtet sich der nächste US-Militärschlag also doch nicht gegen Kuba oder Grönland – sondern gegen den Iran. Aber was genau tut eigentlich Deutschland, was unternimmt Europa? Kommt da noch was außer mahnenden Erklärungen? Darüber diskutieren die stern-Politikchefs Veit Medick (zurzeit mit Kanzler Merz unterwegs in Indien) und Jan Rosenkranz (zurzeit unterwegs mit Außenminister Wadephul nach Washington) +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an [email protected]+++ +++Redaktion und Produktion: Veit Medick, Jan Rosenkranz und Isa von Heyl+++



5-Minuten-Talk – wir haben ja nicht ewig Zeit