Herzlich willkommen zu Ihrem morgendlichen Newsletter!
Auf den ersten Blick haben die mögliche Einigung im Iran-Konflikt und ein Brief des Chemieverbands VCI an Merz wenig miteinander zu tun. Doch beide haben Politik unter Druck zum Thema. Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran geht es einerseits um Schritte zur Deeskalation, andererseits aber weiterhin um Drohungen, Fristen und vorläufige Rahmenpläne.
In der deutschen Chemieindustrie zeigt sich auf wirtschaftlichem Gebiet eine ähnliche Logik. Unternehmen fordern verlässliche Übergänge, da neue Vorgaben weiteren Investitionen, Energiepreisen und der Infrastruktur vorauslaufen.
Der gemeinsame Nenner ist die Unsicherheit. Wo Regeln, Zeitpläne und Ziele unklar bleiben, steigen die Risiken – in der Außenpolitik ebenso wie in der Industriepolitik. Gerade deshalb braucht es keine übereilten Signale, sondern belastbare Vereinbarungen: im einen Fall, um einen Krieg einzuhegen; im anderen, um Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammenzuführen.