12 Episoden
- Zum ersten Mal spricht Marie mit ihrem Vater Stephan darüber, was die 1990er Jahre mit ihm gemacht haben. Nach dem Ende der LPG verliert er seine Arbeit, sein Traum von einer eigenen Landwirtschaft scheitert – und er fühlt sich als "gebrochener Mann". Fast vierzig Jahre später sitzt er im alten Kuhstall, den seine Tochter inzwischen zum Kulturort gemacht hat, und schaut dort ihre gemeinsame Geschichte auf der Theaterbühne. Auch Bettina versucht zu verstehen, warum ihr Vater Karl-Heinz nach der Wende kaum für sie da war – er möchte darüber bis heute nicht sprechen. Zwei Töchter, zwei Väter und die Frage: Muss man über die Vergangenheit reden, um sie zu verstehen? Und kann aus einem Bruch am Ende auch etwas Neues entstehen?
Autorinnen: Jana Kalms und Henrike Möller
Host: Lisa Hrdina
Feldaufnahmen & Mixing: Julius Hofstädter
Studioaufnahmen: Ilja Köster
Regie & Sounddesign: Matthias Kapohl
Producerin: Jenny Häschel
Social Media: Xenia Heiber
Bewegtbild: Mika Völker
Grafik: Julian Krischker
Fotos: Till Millius
Produktionsleitung: Carsten Bartelt
Produktionsleitung, rbb: Stephan Kunath
Dramaturgie und Produzent:innen: Johannes Nichelmann und Johanna Behre
Redaktion, rbb: Elisabeth Kirchner und Jacqueline Hendriks
Ein besonderer Dank geht an alle Protagonistinnen und Protagonisten für ihr Vertrauen, sowie an Julia Strehler, die Regisseurin von "Brachland".
Eine Produktion von nb Studios, im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg, 2026.
Unsere Podcast-Empfehlung: Die Blaue Couch. Ein Gesprächs-Podcast, in dem die Hosts Menschen mit inspirierenden Lebenswegen und außergewöhnlichen Erfahrungen treffen mit Momenten die berühren, überraschen und Mut machen. https://1.ard.de/bayern1-blaue-couch-cp - TRIGGERWARNUNG: Diese Folge beschreibt sexualisierte Gewalt und traumatische Kriegserfahrungen.
Wie weit reichen die Brüche der Vergangenheit bis in die Gegenwart? Marie und Host Lisa gehen noch eine Generation weiter – zur Generation der Großeltern. Erika erzählt von ihrer Flucht 1945, von Gewalt, Hunger und dem Verlust ihrer Mutter – und davon, warum sie jahrzehntelang darüber schwieg. Auch Annelieses Familie lernt in der DDR, besser nichts zu sagen: Als der elterliche Hof 1971 kollektiviert wird, bleiben Angst, Wut und Verzweiflung im Privaten. Lisa und Marie erkennen ein Muster, das ihnen schon bei ihren eigenen Eltern begegnet ist: Schweigen und weitermachen als Strategie, um große Brüche auszuhalten. Und als 1989 die DDR endet, zeigt sich: Auf einen jahrzehntelang nachwirkenden Bruch folgt schon der nächste.
Autorinnen: Jana Kalms und Henrike Möller
Host: Lisa Hrdina
Regie & Sounddesign: Matthias Kapohl
Producerin: Jenny Häschel
Dramaturgie und Produzent:innen: Johannes Nichelmann und Johanna Behre
Redaktion, rbb: Elisabeth Kirchner und Jacqueline Hendriks
Unsere Podcast-Empfehlung:
Deep Doku. Der Podcast erzählt persönliche Geschichten und taucht alle zwei Wochen in eine andere Lebensrealität ein. https://www.ardsounds.de/sendung/deep-doku/urn:ard:show:6cc5db524aa40e82/ - Jetzt reden die Eltern. Marie will von ihrer Mutter Kerstin wissen, wie sie die Nachwendezeit erlebt hat – doch die würde die Vergangenheit am liebsten ruhen lassen: "Man hat’s weggeschlossen." Nach Maries Geburt 1988 kämpft die Familie zunächst um das Leben ihrer schwer herzkranken Tochter, gleichzeitig bricht die DDR zusammen. Wenig später verliert Kerstin ihre Arbeit. Drei Jahrzehnte danach versuchen Mutter und Tochter erstmals, über diese Zeit zu sprechen. Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich zwei Generationen denselben Umbruch erlebt haben – und wie schwer es ist, über Erfahrungen zu reden, die bis heute nachwirken.
Autorinnen: Jana Kalms und Henrike Möller
Host: Lisa Hrdina
Regie & Sounddesign: Matthias Kapohl
Producerin: Jenny Häschel
Dramaturgie und Produzent:innen: Johannes Nichelmann und Johanna Behre
Redaktion, rbb: Elisabeth Kirchner und Jacqueline Hendriks
Unsere Podcast-Empfehlung: Bayern 2 Radiowissen. Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Und immer ein sinnliches Hörerlebnis. https://1.ard.de/radiowissen-der-bruch - Marie und Bettina wachsen in den 1990er Jahren in einem kleinen Dorf in Brandenburg auf. Ihre Kindheit klingt zunächst ziemlich normal: "Bravo", "Buffy" und beste Freundinnen. Doch während die Kinder versuchen, ihren Platz in der neuen Welt zu finden, kämpfen ihre Eltern mit Arbeitslosigkeit, Geldsorgen und dem Verlust von Sicherheiten. Darüber gesprochen wird kaum. Jahrzehnte später fragen sich Marie und Bettina zum ersten Mal gemeinsam: Was hat der große Umbruch nach 1989 eigentlich mit unserer Kindheit gemacht? Und warum haben wir so wenig davon verstanden, obwohl wir mittendrin waren?
Autorinnen: Jana Kalms und Henrike Möller
Host: Lisa Hrdina
Regie & Sounddesign: Matthias Kapohl
Producerin: Jenny Häschel
Dramaturgie und Produzent:innen: Johannes Nichelmann und Johanna Behre
Redaktion, rbb: Elisabeth Kirchner und Jacqueline Hendriks
Podcast-Empfehlung:
Telephobia – Dieser eine Anruf. In jeder Folge hilft Host Lea Utz einem Menschen bei einem Anruf, den er oder sie schon viel zu lange vor sich herschiebt. Und wir alle dürfen mithören, wenn endlich jemand ans Telefon geht! https://1.ard.de/telephobia5?cp=derbruch2
WDR Zeitzeichen. Der tägliche Podcast über Geschichte von der Antike bis heute. 15 Minuten zu historischen Persönlichkeiten und Erfindungen. https://1.ard.de/zeitzeichen-al-capone - Was geben Eltern und Großeltern an die nächste Generation weiter – auch wenn sie nie darüber sprechen? In Dahnsdorf macht sich Schauspielerin Lisa Hrdina auf die Suche nach den Spuren, die Krieg, DDR und Wiedervereinigung in Familien hinterlassen haben.
Im Mittelpunkt steht Marie, die nach Jahren im Westen in ihr Heimatdorf zurückkehrt und beginnt, Fragen zu stellen. Dabei stößt sie auf Geschichten von Krieg, Verlust, Arbeitslosigkeit und Neuanfang – und auf ein Schweigen, das sich durch mehrere Generationen zieht. Was passiert, wenn sie endlich miteinander ins Gespräch kommen?
Zu hören ab dem 6.11. bei Sounds und überall, wo es Podcasts gibt.
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Über Der Bruch
Was geben Eltern und Großeltern an die nächste Generation weiter - auch wenn sie nie darüber sprechen? In Dahnsdorf, einem kleinen Dorf im brandenburgischen Fläming, macht sich Schauspielerin Lisa Hrdina auf die Suche nach den Spuren, die Krieg, DDR und Wiedervereinigung in Familien hinterlassen haben. Im Mittelpunkt steht Marie, Jahrgang 1988, die nach Jahren im Westen in ihr Heimatdorf zurückkehrt und beginnt, Fragen zu stellen. Dabei stößt sie auf Geschichten von Krieg und Flucht, Anpassung und Verlust, Arbeitslosigkeit und Neuanfang – und auf ein Schweigen, das sich durch mehrere Generationen zieht.
Die zweite Staffel von "Der Bruch" erzäht vom Aufwachsen im Osten nach 1989 und davon, wie große historische Umbrüche bis heute in Familien nachwirken. Und von der Frage: Was passiert, wenn die Generationen endlich miteinander ins Gespräch kommen?
"Der Bruch - Unser Dorf zwischen Ost und jetzt" ist ein Podcast von Jana Kalms und Henrike Möller, produziert von nbStudios im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg, 2026.
Podcast-WebsiteHöre Der Bruch, Hotel Matze und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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