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Orte und Worte

Rundfunk Berlin-Brandenburg
Orte und Worte
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  • Orte und Worte

    Mit Christoph Peters in der rbb Dachlounge

    02.04.2026 | 49 Min.
    Christoph Peters neuer Roman ist ein tiefer Einblick in das Denken und Fühlen eines Kreativen. In "Entzug" erzählt der Berliner Schriftsteller vom Trinken und vor allem: vom Nicht-Trinken. Während der erste Teil in den Irsinn im Kopf eines Alkoholikers eintaucht, beschreibt der zweite, längere Teil des Buches den Entzug in einer Suchtklinik, die Mitinsassen, das Nüchternwerden und vor allem: das Neuverorten.
    Mit Anne-Dore hat Christoph Peters in der rbb Dachlounge gesprochen: über die autobiographischen Züge, die sein Roman trägt, das Finden der Tonlagen, trinkende künstlerische Identifikationsfiguren und über die Alltäglichkeit von Schnapspralinen, Begrüßungsschnaps und Frühschoppen.
    Das Buch
    Christoph Peters: "Entzug", Luchterhand Verlag, 398 Seiten, 24,00 Euro.
    Der Autor
    Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar am Niederrhein geboren. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, u.a. "Stadt, Land, Fluß", "Wir in Kahlenbeck", "Mitsukos Restaurant", "Dorfroman" und zuletzt die Trilogie "Der Sandkasten", "Krähen im Park" und "Innerstädtischer Tod", angelehnt an Wolfgang Koeppens Nachkriegstrilogie. Peters lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Veronika Peters, in Berlin.
    Der Ort
    Studio 14 im rbb: https://www.studio14-dierbbdachlounge.de
  • Orte und Worte

    Mit Shelly Kupferberg auf der "Roten Insel" in Berlin Schöneberg

    26.03.2026 | 50 Min.
    In "Isidor" ist Shelly Kupferberg der Geschichte ihres jüdischen Wiener Ur-Großonkels nachgegangen. Für ihren zweiten Roman "Stunden wie Tage" hat sie Berliner Kiezgeschichte recherchiert. Ein Wohnhaus im Laufe der Zeit kurz vor und nach Hitlers Machtübernahme. Aber auch in dieses Buch hat die Autorin, Kulturjournalistin und Moderatorin wieder eigene Familiengeschichte und -geschichten einfließen lassen. "Das ist das einzige Erbe, wenn man so will, was ich von meinen Vorfahren habe bekommen können", sagt sie. Sie sieht sich als so genannte dritte Generation nach dem Holocaust als "Zweitzeugin" und möchte diese Geschichten bewahren und weitergeben. Darüber spricht Shelly Kupferberg mit Nadine bei einem Spaziergang auf der Schöneberger "Roten Insel", einem einstigen Arbeiterviertel.
    Das Buch:
    Shelly Kupferberg: "Stunden wie Tage", 272 Seiten, Diogenes
    Nadine empfiehlt:
    Siri Hustvedt: "Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung", aus dem Englischen übersetzt von Uli Aumüller und Grete Osterwald, 400 Seiten, Rowohlt.
    Shelly empfiehlt:
    Thierry Paquot: "Die Kunst des Mittagsschlafs", aus dem Französischen übersetzt von Melanie Heusel und Sabine Dzuck, 96 Seiten, Steidl Verlag.
    Die Autorin
    Shelly Kupferberg lebt in Berlin, sie ist Kulturjournalistin und Moderatorin für radio3 vom rbb und Deutschlandfunk Kultur. Sie wurde 1974 in Tel Aviv geboren und ist in West-Berlin aufgewachsen. Ihr erster Roman "Isidor" wurde 2026 als Theaterstück am Burgtheater Wien aufgeführt. "Stunden wie Tage" ist ihr zweiter Roman.
    Der Ort
    Kiezspaziergang durch die Leberstraße über den Gustav-Müller-Platz zur Naumannstraße und zum Cheruskerpark.
    Podcast-Tipp:
    Buchgefühl – Lesung und Gespräch https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/
  • Orte und Worte

    Mit Lilli Tollkien auf der Literaturbühne in Leipzig

    20.03.2026 | 35 Min.
    Selten bekommt ein Debüt so viel Aufmerksamkeit wie Lilli Tollkiens "Mit beiden Händen den Himmel stützen". Ein fesselnder, sprachlich und formal herausragender Roman über das Mädchen Lale, das in den 80er Jahren in einer Berliner Männer-WG aufwächst und einen Halt sucht, u.a. in der Kunst und im Erzählen.
    Auf der Leipziger Buchmesse hat sich Lilli Tollkien mit Anne-Dore auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3Sat getroffen. Sie erzählt, wie sie zu der eindrücklichen Kinderperspektive gefunden hat und warum sie den Roman mit der Sicht eines Embryos beginnt; spricht über Grenzen, Resilienz und Selbstermächtigung.
    Das Buch
    Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen. Aufbau Verlag 2026, 255 Seiten, 24 Euro
    Der Ort
    Leipziger Buchmesse https://www.leipziger-buchmesse.de
    Die Autorin
    Lilli Tollkien wurde 1980 in Berlin geboren und lebt in Leipzig. Sie hat in verschiedenen Berufen gearbeitet, u.a. als Jobcoach, Suchtberaterin und Ausstatterin. Sie fotografiert und hat in Anthologien veröffentlicht. „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist ihr erster Roman.
  • Orte und Worte

    Mit Lena Gorelik in der Alten Feuerwache Mannheim

    12.03.2026 | 46 Min.
    Über Mütter und Nicht-Mütter, Frauen, die Mütter "müssensollendürfenkönnewollen" oder eben gerade nicht, denkt Lena Gorelik in ihrem neuen Buch nach. "Alle meine Mütter" ist also ganz klar: ein Buch für alle. Lena Gorelik hat Geschichten gesammelt rund um Mütter- und Nichtmütter. Es geht um Mutterliebe, Erwartungen, Rollenmuster, Entscheidungen für oder gegen Kinder, um eine kranke Mutter, Alleinerziehende und moderne Familien mit mehreren Müttern.
    Am Tage ihrer Vorabpremiere auf dem Lesefestival "lesen.hören" sitzt sie mit Anne-Dore auf der Bühne der Alten Feuerwache in Mannheim, für Orte & Worte noch vor dem leerem Saal. Sie sprechen über den Preis der Literaturhäuser, den Lena Gorelik dieses Jahr erhalten hat, über Sprache, xy und Kinderhaben und entdecken ihre gemeinsame Liebe für Beppo den Straßenfeger aus "Momo".
    Das Buch
    Lena Gorelik: „Alle meine Mütter“, Rowohlt, 272 Seiten, 24 Euro.
    Die Autorin
    Lena Gorelik, 1981 geboren in Leningrad (jetzt Sankt Petersburg) kam 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Von ihr erschienen u.a. "Meine weißen Nächte" (2004), "Die Listensammlerin" (2013) und "Wer wir sind" (2021). 2026 erhält sie den Preis der Literaturhäuser.
    Lena Gorelik empfiehlt:
    Svenja Leiber "Nelka", Suhrkamp, 200 Seiten, 24,00 Euro
    Anne-Dore Krohn empfiehlt:
    Navid Kermani: "Sommer 24", Hanser, 130 Seiten, 23,00 Euro.
  • Orte und Worte

    Mit Helene Bukowski in der ehemaligen DDR-Spezialschule für Musik in Berlin Mitte

    05.03.2026 | 52 Min.
    Eine Kiste voll mit Fotos, Briefen, Notizen und Kassetten war der Ausgangspunkt für Helene Bukowski ihren neuen Roman zu schreiben. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ erzählt die Geschichte der jungen Pianistin Christina, die als Wunderkind erst an der Spezialschule für Musik in Ost-Berlin und dann am Konservatorium in Moskau ausgebildet wird. Aber mit nur 24 Jahren nimmt sie sich das Leben. Wer war die junge Frau? Und wie nähert man sich der Biografie einer Fremden? Wie kann und darf man sie erzählen?
    Dafür hat Helene Bukowski eine ganz eigene Form gefunden und ist damit für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
    Nadine trifft sich mit ihr in den Räumen der ehemaligen Spezialschule für Musik in Berlin Mitte, wo heute am "Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach" immer noch Talente gefördert werden.
    Das Buch
    Helene Bukowski: "Wer möchte nicht im Leben bleiben", Claassen, 384 Seiten, 24,00 Euro
    Die Autorin
    Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin und dort auch aufgewachsen, hat in Hildesheim Kreatives Schreiben studiert und bisher drei Romane veröffentlicht: "Milchzähne" (2019) war für viele Preise nominiert und wurde verfilmt. 2022 folgte "Die Kriegerin". Und nun "Wer möchte nicht im Leben bleiben".
    Die Bücher über die Nadine und Helene sonst noch sprechen.
    Helene empfiehlt:
    Ines Geipel: "Das Heft", Transit Verlag, 1999, nur noch antiquarisch/ gebraucht/ in Bibliotheken.
    Nadine empfiehlt:
    Ulli Lust: "Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen", Reprodukt, 304 Seiten, 29,00 Euro
    Der Ort
    Das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach, ehemalige Spezialschule für Musik der DDR

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Über Orte und Worte

Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.
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