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Orte und Worte

Rundfunk Berlin-Brandenburg
Orte und Worte
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142 Episoden

  • Orte und Worte

    Mit Maxim Leo beim Einatmen und Ausatmen in der rbb-Dachlounge

    23.04.2026 | 53 Min.
    Marlene Buchholz ist ein "tough cookie", eine erfolgreiche Business-Frau, die zwar effizient ist, aber auch als empathielos gilt. Damit sie die Nachfolge des CEO bei Aviola antreten kann, wird sie zu einem zweiwöchigen Achtsamkeitskurs bei dem erfolgreichen Coach Alex Grow in Brandenburg verdonnert. Sie hat keine Lust, erlebt aber eine Läuterung und trifft wichtige Lebensentscheidungen. Sie begegnet den Menschen um das Schloss herum, aber vor allem sich selbst und den Familientraumata. Ein Buch über vererbte Traumata, Weichenstellungen im Leben, Empathie, Achtsamkeit und die falschen Glücksversprechen einer Wellness- und Coaching-Industrie, die ausgebrannte Leistungsträger wieder fit für das Hamsterrad macht.
    Das Buch
    Maxim Leo: "Einatmen – Ausatmen", Kiepenheuer & Witsch, 256 Seiten, 23,00 Euro.
    Maxim empfiehlt
    Haruki Murakami: "Die Ermordung des Comendatore", Zwei Bände, zusammen 998 Seiten, Du Mont Verlag, je 23,00 Euro.
    Der Autor
    Maxim Leo, 1970 in Ost-Berlin, stammt aus einer Ost-Berliner jüdischen Familie. Seine Mutter ist Journalistin, sein Vater Grafik-Designer. Sein Großvater müttlicherseits hat für die Resistance in Frankreich gekämpft, sein Großvater väterlicherseits war Wehrmachtssoldat und geriet in französische Kriegsgefangenschaft. Über seine Familie hat er mehrere Bücher geschrieben (Wer wir waren. Haltet Euer Herz bereit). Weil er zunächst nicht das Abitur machen durfte, machte Maxim Leo zunächst eine Ausbildung zum Chemie-Laboranten. Zwanzig Jahre arbeitete er für die “Berliner Zeitung”, schrieb mit Jochen Gutsch zusammen Kolumnen. Mit ihm hat er auch einige Bücher verfasst (Frankie u.a.). Maxim Leo ist Bestsellerautor und hat auch das Drehbuch für einen Tatort verfasst.
    Der Ort
    Im Studio 14 – DIE rbb-DACHLOUNGE https://www.radiodrei.de/kultursalon
    Podcast-Tipp
    Buchgefühl – Lesung und Gespräch in ARD Sounds https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/
  • Orte und Worte

    Auf einen Spaziergang mit Lukas Rietzschel

    16.04.2026 | 52 Min.
    An einem Roman kommt in diesem Frühjahr scheinbar keiner vorbei: "Sanditz" von Lukas Rietzschel. Direkt nach Erscheinen hat das Buch die Bestsellerlisten gestürmt. Für einige Kritiker ist es sogar das beste des Frühjahrs. Solche Superlative findet Nadine schwierig, aber begeistert ist sie trotzdem. Der lakonisch erzählte Familienroman beleuchtet ostdeutsche Lebenswelten und spannt einen Bogen aus den 70er Jahren der DDR bis in die Pandemiejahre 2021/22. Warum wir uns mit der Corona-Zeit dringend noch mal auseinandersetzen sollten, wieso Lukas in die Ukraine gereist ist und was ein "Kuchen-Sachse" ist, darüber sprechen Nadine und der Autor in dieser Folge.
    Das Buch
    Lukas Rietzschel: "Sanditz", dtv, 480 Seiten, 26,00 Euro.
    Nadine empfiehlt:
    Sally Lisa Starken: "Wenn der rechte Rand regiert – USA, Italien, Polen: Demokratien am Kipppunkt? Was wir jetzt für unsere Zukunft tun müssen", Heyne, 336 Seiten, 18,00 Euro.
    Lukas empfiehlt:
    Armin Schäfer und Michael Zürn: "Die demokratische Regression", Edition Suhrkamp, 247 Seiten, 16,00 Euro.
    Yade Yasemin Önder: "Anti-Müller", park x ullstein, 240 Seiten, 23,00 Euro.
    Nils C. Kumkar: "Polarisierung - Die Ordnung der Politik", Edition Suhrkamp, 290 Seiten, 18,00 Euro.
    Der Autor
    Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz, Sachsen, schreibt mit großem Erfolg Romane und Theaterstücke. Schon sein Debüt "Mit der Faust in die Welt schlagen" (2018) brachte ihm große Aufmerksamkeit ein. Seitdem gilt er als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Nachwendegeneration. Es folgten "Raumfahrer" (2021) und Theaterstücke wie "Das beispielhafte Leben des Samuel W." (2024) und nun sein neuer Roman "Sanditz".
    Der Ort
    Spaziergang durch Leipzig, Cafe Riquet, Nikolaikirche, Augustusplatz.
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    Mit Tomer Gardi beim Lieferservice

    09.04.2026 | 46 Min.
    "Liefern" erzählt die (fiktiven) Leben von sogenannten "Riders", Essenslieferanten, die in einer globalisierten Welt ein neues, migrantisches Proletariat bilden. Sie bewegen sich in globalisierten Städten, auf den Straßen von Neu Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul und Berlin, oder sie pflücken Rosen für den Valentinstag in einer kenianischen Rosenfarm. Auch sie sind global miteinander vernetzt, am Handy findet ihr Leben statt. Arm und Reich begegnen sich im globalen Raum, überwacht vom Kunden.
    Stephan Ozsváth hat mit Tomer Gardi über das globalisierte Prekariat gesprochen, Gamification im Roman und die Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft.
    Das Buch
    Tomer Gardi: Liefern. Tropen. 320 Seiten, 25 Euro.
    Stephan empfiehlt
    Lavinia Braniste: Null Komma Irgendwas. Mikrotext. 280 Seiten, 25 Euro.
    Tomer empfiehlt
    Emmanuel Carrère: D´autres vies que la mienne. Gallimard. 333 Seiten.
    Der Autor
    Tomer Gardi ist 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa geboren. Er lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt "Stein, Papier" erschien auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman "Broken German". Für den Roman "Eine runde Sache" erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien gefördert.
    Der Ort
    Liefer-HUB in Berlin Kreuzberg
  • Orte und Worte

    Mit Christoph Peters in der rbb Dachlounge

    02.04.2026 | 49 Min.
    Christoph Peters neuer Roman ist ein tiefer Einblick in das Denken und Fühlen eines Kreativen. In "Entzug" erzählt der Berliner Schriftsteller vom Trinken und vor allem: vom Nicht-Trinken. Während der erste Teil in den Irsinn im Kopf eines Alkoholikers eintaucht, beschreibt der zweite, längere Teil des Buches den Entzug in einer Suchtklinik, die Mitinsassen, das Nüchternwerden und vor allem: das Neuverorten.
    Mit Anne-Dore hat Christoph Peters in der rbb Dachlounge gesprochen: über die autobiographischen Züge, die sein Roman trägt, das Finden der Tonlagen, trinkende künstlerische Identifikationsfiguren und über die Alltäglichkeit von Schnapspralinen, Begrüßungsschnaps und Frühschoppen.
    Das Buch
    Christoph Peters: "Entzug", Luchterhand Verlag, 398 Seiten, 24,00 Euro.
    Der Autor
    Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar am Niederrhein geboren. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, u.a. "Stadt, Land, Fluß", "Wir in Kahlenbeck", "Mitsukos Restaurant", "Dorfroman" und zuletzt die Trilogie "Der Sandkasten", "Krähen im Park" und "Innerstädtischer Tod", angelehnt an Wolfgang Koeppens Nachkriegstrilogie. Peters lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Veronika Peters, in Berlin.
    Der Ort
    Studio 14 im rbb: https://www.studio14-dierbbdachlounge.de
  • Orte und Worte

    Mit Shelly Kupferberg auf der "Roten Insel" in Berlin Schöneberg

    26.03.2026 | 50 Min.
    In "Isidor" ist Shelly Kupferberg der Geschichte ihres jüdischen Wiener Ur-Großonkels nachgegangen. Für ihren zweiten Roman "Stunden wie Tage" hat sie Berliner Kiezgeschichte recherchiert. Ein Wohnhaus im Laufe der Zeit kurz vor und nach Hitlers Machtübernahme. Aber auch in dieses Buch hat die Autorin, Kulturjournalistin und Moderatorin wieder eigene Familiengeschichte und -geschichten einfließen lassen. "Das ist das einzige Erbe, wenn man so will, was ich von meinen Vorfahren habe bekommen können", sagt sie. Sie sieht sich als so genannte dritte Generation nach dem Holocaust als "Zweitzeugin" und möchte diese Geschichten bewahren und weitergeben. Darüber spricht Shelly Kupferberg mit Nadine bei einem Spaziergang auf der Schöneberger "Roten Insel", einem einstigen Arbeiterviertel.
    Das Buch:
    Shelly Kupferberg: "Stunden wie Tage", 272 Seiten, Diogenes
    Nadine empfiehlt:
    Siri Hustvedt: "Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung", aus dem Englischen übersetzt von Uli Aumüller und Grete Osterwald, 400 Seiten, Rowohlt.
    Shelly empfiehlt:
    Thierry Paquot: "Die Kunst des Mittagsschlafs", aus dem Französischen übersetzt von Melanie Heusel und Sabine Dzuck, 96 Seiten, Steidl Verlag.
    Die Autorin
    Shelly Kupferberg lebt in Berlin, sie ist Kulturjournalistin und Moderatorin für radio3 vom rbb und Deutschlandfunk Kultur. Sie wurde 1974 in Tel Aviv geboren und ist in West-Berlin aufgewachsen. Ihr erster Roman "Isidor" wurde 2026 als Theaterstück am Burgtheater Wien aufgeführt. "Stunden wie Tage" ist ihr zweiter Roman.
    Der Ort
    Kiezspaziergang durch die Leberstraße über den Gustav-Müller-Platz zur Naumannstraße und zum Cheruskerpark.
    Podcast-Tipp:
    Buchgefühl – Lesung und Gespräch https://www.ardsounds.de/sendung/buchgefuehl-lesung-und-gespraech/urn:ard:show:35ac3473ddd03266/

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Über Orte und Worte

Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.
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