15 Episoden
- Alle reden gerade darüber, dass die KI-Rechenzentren ins Weltall wandern. Sonne im Überfluss, kein Wasserverbrauch, Kühlung gratis bei minus 270 Grad. Lilly Eichinger baut die Satelliten, in denen das laufen soll, und sie sagt: So einfach ist es nicht.
Mit ihrem Startup Satellives entwickelt sie modulare Satelliten, die sie FlatSats nennt. 33 mal 33 Zentimeter groß, fünf Zentimeter dick, im Orbit docken sie magnetisch aneinander wie Legosteine. Defekte Teile lassen sich einzeln abtrennen, statt den ganzen Satelliten aufzugeben. Am Tag unserer Aufnahme wurde die Firma offiziell gegründet, der erste Testflug ist für Anfang 2029 geplant.
Worüber wir reden:
Warum Kühlung im Weltall das größte Problem ist, obwohl es dort kalt ist. Die Sonne scheint ohne Wolken und ohne Pause, und ausgerechnet die Solarpaneele, die den Strom liefern, werden dabei selbst zu heiß.
Was realistisch kommt und was nicht. Kleinere Anlagen ja, kilometergroße Serverfarmen hält sie für sehr unwahrscheinlich.
Warum in den erdnahen Orbit höchstens rund 240.000 Satelliten passen, während SpaceX bis zu eine Million angemeldet hat. Und was sie antwortet, als ich frage, ob dort jemand nachhaltig denkt.
Wie Tech-Berichterstattung entsteht: Sie erzählt, wie eine Journalistin des MIT Technology Review sie dazu bringen wollte zu bestätigen, dass die Sache einfach sei. Ihre Gegenfrage damals war, warum dann niemand Rechenzentren in der Arktis baut.
Außerdem: warum sie Österreich für die Raumfahrt hält, was Estland für die Digitalisierung ist. Drei Patente mit 48 Ansprüchen, die gerade weltweit angemeldet werden. Und ihr Weg von Kunst und Philosophie über Architektur zur technischen Physik.
satellives
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Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen. - Zwanzig Leute, Betrieb in Tirol. Dieses Jahr hätten es drei mehr werden sollen. Die Stellen wurden nie ausgeschrieben, ein KI-Agent macht die Arbeit.
Max Obwexer baut mit 21energy Heizkörper, die Bitcoin minen. Angefangen hat er im eigenen Wohnzimmer, heute liefert er in 37 Länder. Über das Produkt reden wir kurz. Länger darüber, wie bei ihm gearbeitet wird.
Wer dort eine Supportanfrage schickt, landet bei einem KI-Agenten. Der schaut in die firmeneigene Wissensdatenbank. Wenn er sich unsicher ist, fragt er nach oder gibt an einen Menschen ab. Eine Woche später sieht derselbe Workflow nach, was der Mensch geantwortet hat, und baut daraus einen neuen Eintrag.
Dann seine Rechnung. Neunzig Euro im Monat pro Nutzer fürs KI-Abo, ein Entwickler kostet mit allen Nebenkosten rund siebentausend. Bei doppeltem Output, sagt Max, wäre auch das Fünfzigfache noch ein No-Brainer.
Außerdem: hundertmal weniger Steuerberater, Caveman Mode, und ein Beratungskreis aus zwölf simulierten Unternehmern.
21energy
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Die Veröffentlichungen auf dieser Website/in diesem Podcast sowie die darin erteilten Hinweise und gesetzten Links dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung, Anlageanalyse noch eine Aufforderung oder Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Insbesondere kann eine Anlage- oder sonstige Beratung dadurch nicht ersetzt werden. Die in den Veröffentlichungen enthaltenen Angaben basieren auf dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Ausarbeitung und können jederzeit ohne weitere Benachrichtigung geändert werden. Die Inhalte richten sich ausschließlich an natürliche Personen. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen, Informationsquellen, daraus resultierenden Haftungen oder Schäden jedweder Art übernommen. Eine Haftung für leicht fahrlässiges Verhalten wird jedenfalls ausgeschlossen. - Wenn du bei ChatGPT auf A oder B klickst, weil das System wissen will, welche Antwort dir besser gefällt, dann arbeitest du gerade. Bezahlt wirst du dafür nicht, und niemand bricht dabei ein Gesetz.
Barbara Prainsack denkt seit über zehn Jahren darüber nach, warum das so ist. Sie ist seit 2017 Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien, davor war sie am King's College London, und sie leitet die Ethikkommission der Europäischen Kommission.
Ihr Buch "Datenschlussverkauf. Solidarität in der digitalen Welt" ist bei Wagenbach erschienen. Die Grundidee ist simpel: Daten sind kein Rohstoff, der aus der Erde kommt. Es gibt sie, weil wir alle da sind. Also sollte auch etwas zurückkommen.
Angefangen hat das 2013 auf einer Serviette bei einem Workshop. Herausgekommen sind drei Säulen. Wo Daten vielen nützen und wenig schaden, soll ihre Nutzung einfacher werden. Wo sie schaden, braucht es eine Stelle, an die sich Betroffene wenden können, auch dann, wenn kein Gesetz gebrochen wurde. Und wo mit unseren Daten Gewinne gemacht werden, soll die Allgemeinheit beteiligt sein.
Worüber wir sonst gesprochen haben: warum die größten Datensammler längst keine Staaten mehr sind, was Finnland mit seiner eigenen Datenbehörde anders macht, warum Big Tech dabei kein einziges Gesetz bricht, und warum wir uns bei Apps etwas von der Gaming-Community abschauen sollten.
Am Ende war ich deutlich optimistischer als am Anfang. Das passiert bei diesem Thema selten.
Barbara auf BlueSky
Buch: Datenschlussverkauf
Barbara auf der Uni
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Daniel Koller war Tech- und Games-Journalist beim Standard und arbeitet heute als Entwickler. In dieser Folge erzählt er von einem Selbstversuch während der Hitzewelle: Er hat sein Denken bewusst komplett ausgelagert und zugesehen, wie weit ein Coding-Agent ohne ihn kommt.
Das Ergebnis war eine funktionierende Seite mit ein paar tausend Besuchern am Tag. Sein eigenes Urteil trotzdem: Er weiß bis heute nicht, wie die Codebasis aussieht, und nennt das Ergebnis Garbage. Als er nachsieht, woher der Traffic kommt, findet er ChatGPT. Die Maschine schickt ihm Leser auf Inhalte, die eine Maschine geschrieben hat.
Wir reden außerdem darüber, warum er bei seiner bezahlten Arbeit jede einzelne Zeile Code liest, warum "mit KI lernen" etwas anderes ist als "von KI lernen", und warum man niemandem glauben sollte, der behauptet, mit KI reich geworden zu sein.
Themen der Folge:
Der Selbstversuch: eine Website in einem Nachmittag, per Handy, ohne eine Zeile Code zu lesen
Was dabei herauskommt: Traffic, 50 Euro Affiliate-Einnahmen und ein Fazit, das er selbst zwiegespalten nennt
Garbage in, Garbage out: wenn KI-Inhalte Leser an KI-Inhalte weiterreichen
Warum Grundlagenwissen wichtiger wird, nicht unwichtiger
Open-Weight-Modelle, lokale KI und die Frage, wer das alles am Ende bezahlt.
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