In der ersten Themenfolge in 2026 spreche ich mit der Diplom-Psychologin Anke Nottelmann über Trauma und das darin enthaltene Potential. Denn im Kinderschutz haben wir es potentiell oft mit Menschen zu tun, die frühe, teils unbewusste traumatische Erfahrungen gemacht haben. Und da ist Ankes Ansatz der »Potentialorientierten Traumatherapie« außerordentlich spannend.
Anke arbeitet in eigener Praxis für Potentialorientierte Psychotherapie, Traumatherapie & Systemische Supervision. Sie bildet Fachkräfte in ihrem Trauma-Institut am Park aus und ist Autorin ihres in 2025 bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen Werkes »Potentialorientierte Traumatherapie mit PEP«.
Anke hat auch ein Zitat mitgebracht, das lautet: » Was ich heute bin, ist ein Hinweis auf das, was ich gelernt habe, aber nicht auf das, was mein Potential ist.« (Virginia Satir zit. Nach Förster, 2024).
Wir sprechen über die Bedeutung der Traumaerkennung im Kinderschutz, die Rolle von Empathie und Respekt in Therapie und Kinderschutz sowie die langfristigen Auswirkungen von Kindheitstraumata auf das Erwachsenenleben. Anke erzählt von ihrem Weg in die Traumatherapie, der Wichtigkeit des Verständnisses von Dissoziation und dem Einfluss von Scham und Schuld auf die Entwicklung. Unser Dialog unterstreicht die Notwendigkeit von Klarheit und Kommunikation in der Kinderschutzarbeit und beleuchtet den potenzialorientierten Therapieansatz als Weg zu Heilung und Stärkung.
Wir explorieren die komplexe Beziehung zwischen Körperbewusstsein, Traumatherapie und Kinderschutz und sprechen über die Bedeutung von Resonanz in der Gesprächsführung, die Wirksamkeit multisensorischer Methoden und die Stärkung von Klienten durch Selbstmanagementtechniken. Unser Dialog verdeutlicht den Bedarf an Fortbildungen zum Thema Trauma, auch und besonders für Fachkräfte im Kontext Kinderschutz, als auch über die Herausforderungen im Kinderschutz und die Wichtigkeit der Wahrung professioneller Grenzen. Wir betonen außerdem die Wichtigkeit effektiver Netzwerkarbeit und der Normalisierung von Traumareaktionen und bestärken damit letztlich den Glauben an das Heilungspotenzial jedes Einzelnen.
O-Töne & Inhalte aus dieser Folge:
✨ »Dissoziation ist ein Überlebensmechanismus als Reaktion auf ein Trauma.«
✨ »Traumareaktionen sind normal und behandelbar.«
✨ »Scham und Schuldgefühle können die Entwicklung und das Selbstwertgefühl eines Kindes beeinträchtigen.«
✨ »Die Schaffung sicherer Räume ist für die Heilung unerlässlich.«
✨ »Die Traumatherapie konzentriert sich auf das Erkennen und Fördern von Potenzialen.«
🎧 Hör` unbedingt mal rein!
Hier geht`s zu Ankes Webseiten:
https://www.anke-nottelmann.de/
https://www.trauma-institut-am-park.de/potentialorientierte-traumatherapie/
Hier ist der Link zu Anke`s Buch:
https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/psychologie-psychotherapie-beratung/psychotherapie-psychosoziale-beratung/psychiatrie-psychosomatik/59629/potentialorientierte-traumatherapie-mit-pep?sPartner=gs&gad_source=1&gad_campaignid=22902085649&gbraid=0AAAAADtzSJRUfwVOhAvItZM1ivX54q5Bi&gclid=Cj0KCQiAx8PKBhD1ARIsAKsmGbfqsv4jeX0X8KHu55IJLYpHyYmiwgu8l2YmeJdbFKZhFqetbLh_l9saAh2EEALw_wcB
Und wenn du dich für meine SYKK®-Fachkraft- und/oder InsoFa-Weiterbildungen interessierst, findest du diese hier: https://www.anjathuernau.de/sykk#SYKK-Weiterbildung und zu meinen Publikationen geht es hier: https://www.anjathuernau.de/publikationen