In dieser Themenfolge spreche ich mit Dr. Kristin Pomowski über die Herausforderungen, die Kinder aus psychisch erkrankten oder suchtbelasteten Familien meistern müssen.
Kristin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Sozialen Arbeit und hat ihre Karriere der Unterstützung von Familien gewidmet, die von psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen betroffen sind. Als Koordinatorin der Landesfachstelle KipsFam in Mecklenburg-Vorpommern ist sie maßgeblich an der Entwicklung von Strukturen beteiligt, die Kindern von Eltern mit psychischen Erkrankungen helfen.
Diese Kinder kämpfen oft in Stille, ohne dass ihre Kämpfe gesehen werden: Jeden Tag stehen unzählige Kinder vor den Herausforderungen, mit Eltern aufzuwachsen, die mit psychischen Problemen, Belastungen und Krankheiten kämpfen. Dies kann nicht nur für die Eltern, sondern auch für die betroffenen Kinder erhebliche Hürden schaffen.
In dieser Themenfolge nehmen wir wirksame Strategien und Strukturen zur Unterstützung dieser besonders verletzlichen Kinder in den Blick. Wir sprechen über zentrale Herausforderungen, erfolgreiche Ansätze und wie sich ein unterstützendes Umfeld für diese Familien schaffen lässt. Kristin berichtet dabei über den Dreiklang der Landesfachstelle KipsFam MV und warum es wichtig ist, diese Themen zusammen zu denken.
Denn Kinder, die mit Eltern leben, die an psychischen Belastungen und/oder Suchterkrankungen leiden, stehen vor besonderen Herausforderungen. Laut aktuellen Statistiken leben etwa 30 % der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern in Familien, die von solchen Problemen betroffen sind. Dazu gehören Familien mit unterschiedlichen psychischen Belastungen, darunter Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen. Kristin spricht auch darüber, dass der Anteil von Alkoholerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern besonders hoch ist und sogar die Statistik in der Bundesrepublik Deutschland anführt.
Der Aufbau eines starken Unterstützungsnetzwerks ist dabei entscheidend, um betroffene Familien mit psychischen Erkrankungen zu helfen, besser mit ihren Belastungen zurecht zu kommen. Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen, darunter psychosoziale Dienste, Bildungseinrichtungen und Kinderschutzdienste und -fachkräfte, sind dabei essentiell.
Das gemeinsame Arbeiten mit Blick auf die betroffenen Familien sorgt für den von Kristin beschriebenen »Dreiklang« von KipsFam MV mit dem Ziel der Familienorientierung und -unterstützung und ermöglicht eine bessere Identifizierung von Bedürfnissen und Ressourcen.
Lasst uns gemeinsam das Bewusstsein für die Situation von Kinder mit psychisch erkrankten und suchtbelasteten Eltern stärken. Wir können viel bewirken 💪, wenn wir zusammenarbeiten und uns für diese Kinder einsetzen!
Hier findest du die Webseite von »Blick auf KipsFam MV«, der Landesfachstelle: Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklemburg-Vorpommern: https://www.blickauf-kipsfam.de/ sowie die Kristin als Koordinationen mit ihren Kolleg:innen: https://www.blickauf-kipsfam.de/ueber-uns und den erwähnten Film über die Arbeit von KipsFam MV: https://www.blickauf-kipsfam.de/sites/default/files/2025-08/KIPSFA~1.MP4
Folgende Inhalte, Initiativen und Anbieter wurden ebenfalls genannt:
– Nacoa Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V.: https://nacoa.de/
– Leuchtturm-Elternprogramm: https://www.leuchtturm-elternprogramm.de/
- Familie Löwenmut – Resilienzförderung von Vorschulkindern: https://www.familie-loewenmut.de/
– Initiative »Stark im Sturm« – Unterstützung für Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern findest du über diesem Link: https://starkimsturm.de/
– Hier das erwähnte Angebot »Verrückt? Na und?«: https://www.irrsinnig-menschlich.de/psychisch-fit-schule/
Und last but not least: Wenn du dich gern systemisch-kontextsensibel im Kinderschutz beraten, supervidieren oder fort- und weiterbilden lassen möchtest, findest du mein Angebot dazu hier: https://www.anjathuernau.de/