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O-Ton Onkologie

O-Ton Onkologie – der Podcast für Mediziner:innen
O-Ton Onkologie
Neueste Episode

81 Episoden

  • O-Ton Onkologie

    Kindertrauer

    27.05.2026 | 33 Min.
    Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt oder stirbt, bricht für Kinder eine Welt zusammen. Doch wie viel Wahrheit verträgt ein Kind? Und wie findet man die richtigen Worte, wenn man selbst kaum sprechen kann? In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl (stellv. Chefredakteurin vom Journal Onkologie) mit Tanja Hagl, Fachkraft für Palliativpflege und Hospizarbeit sowie Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche beim Christophorus Hospizverein Erding, über den einfühlsamen Umgang mit Kindertrauer und warum offene, ehrliche Kommunikation der wichtigste Schutz ist, den Erwachsene Kindern in dieser Zeit geben können.

    Ehrlich statt romantisierend – wie Kinder Trauer verstehen

    Kinder spüren früh, wenn etwas nicht stimmt, lange bevor Erwachsene das Gespräch suchen. Tanja Hagl erklärt, warum es so wichtig ist, Kinder frühzeitig und altersgerecht in die Situation einzubeziehen: sachlich, ohne Euphemismen wie „einschlafen“ oder „hinübergehen“, und mit Raum für alle Gefühle. Ob Rückzug, Wut oder scheinbare Gleichgültigkeit: Jede Reaktion ist in Ordnung. Entscheidend ist, dass Kinder wissen, dass sie gesehen werden, nicht schuld sind und jederzeit fragen dürfen.

    Begleitung, die bleibt – die Arbeit der Trauerbegleiter:innen

    Die Begleitung durch den Christophorus Hospizverein beginnt oft schon während der Erkrankung und endet nicht mit dem Tod des Elternteils. Die Arbeit ist individuell und flexibel, immer am Bedarf der Familie orientiert: von einmal wöchentlich bis hin zu intensiver Begleitung in der Sterbephase. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen gesunden Trauerprozess zu ermöglichen und langfristige Traumata zu verhindern. Denn wer Trauer durchlebt, muss sie nicht verdrängen.
    https://www.journalonko.de/podcast/o-ton-onkologie
    https://bit.ly/3NJPbAC
    Diese Podcast-Staffel wird ermöglicht durch Fortimel - medizinische Trinknahrung. Wir danken unserem Partner für die Unterstützung der Produktion dieses Audio-Formats. Unsere Sponsoring-Partner haben keinen Einfluss auf die Inhalte.

    Fortimel Trinknahrungen sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Zum Diätmanagement bei krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.
  • O-Ton Onkologie

    Sarkome: Theranostik, FAP-gerichtete Therapie und ADCs

    13.05.2026 | 51 Min.
    Sarkome sind eine sehr heterogene Gruppe von Tumoren mit über 70 verschiedenen bösartigen Subtypen. Sie machen zusammen gerade einmal 1% aller Krebserkrankungen aus. Genau diese Seltenheit und Vielfalt macht sie zu einer der größten Herausforderungen der modernen Onkologie. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. med. vet. Astrid Heinl, stellvertretende Chefredakteurin des Journal Onkologie, mit zwei Expert:innen auf diesem Gebiet: Privatdozentin Dr. Joanna Szkandera von der Universität Graz und Privatdozent Dr. Rainer Hamacher, Oberarzt am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen. Gemeinsam beleuchten sie, warum klassische systemische Therapien in der Sarkom-Therapie an ihre Grenzen stoßen und in welche Richtung die Forschung geht: hin zu präzisionsmedizinischen Strategien wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs), FAP-gerichteten Radioligantentherapien und Theranostik.

    Weiterführende Informationen:
    https://tumorforschung.uk-essen.de/spezialsprechstunden/sarkome-gist/
    https://www.sarkome.de/kalender/sarkomkonferenz-2026-berlin
    https://www.medmedia.at/krebs-hilfe/krebshilfe/der-schluessel-zur-erfolgreichen-sarkomtherapie/
    https://www.uniklinikumgraz.at/inneremedizin/onkologie
    https://www.myscience.at/news/wire/musculo_skeletal_oncology_praesidentin_joanna_szkandera-2023-medunigraz
    https://www.journalonko.de/sarkome/patienten-rundumblick
    https://bit.ly/3NJPbAC

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  • O-Ton Onkologie

    PRO: subjektive Daten, objektiver Nutzen

    29.04.2026 | 35 Min.
    In dieser Folge von O-Ton Onkologie sprechen Dr. Judith Besseling und Jochen Schlabing mit PD Dr. Markus Schuler, Vorsitzender des DGHO-Arbeitskreises Patient Reported Outcomes, über die wachsende Bedeutung von patientenberichteten Endpunkten in Hämatologie und Onkologie.
    Dr. Schuler erläutert, was unter PROs zu verstehen ist: Daten, die direkt von Patient:innen selbst stammen – zu Symptomen, Nebenwirkungen und Lebensqualität – und die nicht durch Ärzt:innen oder Untersuchende interpretiert werden. Er erklärt, warum diese Form der Rückmeldung immer wichtiger wird und wie sie zu einem relevanten Studienendpunkt wurde.
    Im Gespräch geht es auch um Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Studien und dem klinischen Alltag, um die Akzeptanz solcher Fragebogen bei Patient:innen und Mediziner:innen sowie um praktische Fragen der Implementierung – etwa Adhärenz, Datenschutz oder zeitliche Belastung. Dr. Schuler beschreibt konkrete Anwendungen, etwa einen digitalen Ernährungsbegleiter, der Patient:innen bei Ernährungsproblemen während der Therapie unterstützten kann. Zudem berichtet er über die Arbeit des DGHO-Arbeitskreises.
    Weiterführende Informationen:
    https://www.dgho.de/arbeitskreise/p-z/patient-reported-outcomes-pro
    https://ernaehrungsbegleiter.de/
    https://bit.ly/3NJPbAC
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  • O-Ton Onkologie

    Tiergestützte Therapie in der Onkologie

    15.04.2026 | 48 Min.
    Krebskranke Kinder und Jugendliche erfahren mit der Diagnose Krebs oft einen abrupten Verlust an Autonomie und sozialer Teilhabe. Genau hier setzt die tiergestützte Therapie an. Am Universitätsklinikum Essen besuchen Therapiehunde wie Retriever Flip und bald auch Zwergspitz Coco regelmäßig die pädiatrische Onkologiestation. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. med vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. med. Michael Schündeln, stellvertretender Klinikdirektor und Facharzt für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Essen. Prof. Schündeln schildert im Podcast unter anderem, wie eine Schlittenhundefreizeit mit Langzeitüberlebenden in Schweden ihn vor rund zwölf Jahren zur Idee bewog, Therapiehunde bereits in der Akutbehandlung einzusetzen.

    Hygiene, Hürden und ein eingespieltes Team
    Die Umsetzung erforderte jahrelange Überzeugungsarbeit: Immunsupprimierte Patient:innen, fehlende Leitlinien für die Akutphase und föderale Unterschiede in den Hygienekonzepten stellten erhebliche Hürden dar. Erst eine breite Koalition aus Krankenhaushygiene, Mikrobiologie und Pädiatrie ermöglichte den Start des Programms. Die Sitzungen, korrekterweise als „tiergestützte Aktivitäten" bezeichnet, dauern 20 bis 40 Minuten, finden etwa zweimal wöchentlich statt und folgen keinem starren Ablauf. Entscheidend sind neben der sorgfältigen Auswahl und Ausbildung der Hunde auch das eingespieltes Mensch-Hund-Team sowie die formelle Zustimmung der Eltern.
    Von der Einzelbeobachtung zur multizentrischen Studie
    Die beobachteten Effekte sind bemerkenswert: Weniger Stress, größere Therapiebereitschaft und gestärkte Selbstwirksamkeit – besonders bei Jugendlichen, die sich sonst oft vollständig zurückziehen. Eine aktuelle deutschlandweite Umfrage zeigt, dass bislang nur 9 von rund 60 pädiatrisch-onkologischen Kliniken Therapiehunde einsetzen, obwohl viele weitere Interesse bekunden. Prof. Schündeln und sein Netzwerk arbeiten daher auf eine multizentrischen Studie und einheitliche Standards hin. Langfristig lautet das Ziel, tiergestützte Therapie aus der Spendenfinanzierung in die Regelversorgung zu überführen.
    https://www.medical-tribune.de/medizin/onkologie/tiergestuetzte-therapie-in-der-onkologie
    Weiterführende Informationen:

    https://kinderklinik3.uk-essen.de/team-haematologie-onkologie/

    https://www.journalonko.de/news/medizin/einsatz-therapiehunde-krebstherapie

    https://www.uni-due.de/2024-09-11-therapiehund-am-krankenbett

    https://betreutesfuehlen.podigee.io/
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  • O-Ton Onkologie

    Wieso Typ-2-Diabetes das Krebs-Risiko erhöht (Republish)

    01.04.2026 | 41 Min.
    Diese Podcast-Episode erschien erstmalig am 10.12.2025 im O-Ton-Diabetologie.

    Prof. Dr. Hans Scherübl (Charité, Berlin) und Prof. Dr. Stephan Herzig (Helmholtz Munich, Neuherberg) beleuchten die enge und oft unterschätzte Verbindung zwischen Typ-2-Diabetes und Tumorerkrankungen. Die beiden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Krebs der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erläutern, warum Tumore mittlerweile die häufigste Todesursache bei Menschen mit Typ-2-Diabetes sind, welche Mechanismen – von Hyperinsulinämie bis zur chronischen Entzündung – dahinterstehen und wie gezielte Prävention wirkt.

    Die Experten unterstreichen dabei auch die gemeinsamen Risikofaktoren für Diabetes und Krebs wie Übergewicht, Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung. Leider nehmen Menschen mit Diabetes trotz erhöhten Risikos seltener an der Krebsvorsorge teil. Der Appell von Prof. Herzig und Prof. Scherübl lautet daher: Lebensstiländerung ist auch Tumorprävention – und Prävention ist nach wie vor die wirksamste Form moderner Krebsmedizin. Zudem geht es im Gespräch um die Arbeit der DDG-Arbeitsgemeinschaft, die sich für interdisziplinäre Forschung, bessere Früherkennung und ein stärkeres Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Krebs einsetzt.

    Weiterführende Informationen:
    • DDG-AG Diabetes und Krebs: https://www.ddg.info/die-ddg/arbeitsgemeinschaften/diabetes-krebs
    • Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie an der Charité Berlin: https://gastro.charite.de/
    • Institute for Diabetes and Cancer, Helmholtz Munich: https://www.helmholtz-munich.de/en/idc
    • O-Ton Diabetologie, Staffel 1, Folge 6 mit Prof. Scherübl vom 03.08.2022: https://www.diabetologie-online.de/o-ton-diabetologie#6
    • Website von Journal Onkologie: https://www.journalonko.de/
    • Bereich Onkologie & Hämatologie auf medical-tribune.de: https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/fachbereich/onkologie-haematologie

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Über O-Ton Onkologie
In O-Ton Onkologie wird alles diskutiert, was mit Krebs zu tun hat – mit dem Fokus darauf, was für Medizinerinnen und Mediziner relevant ist: Wir berichten von Neuigkeiten zur Diagnostik und Therapie, stellen Wissenschaflterler:innen vor oder diskutieren praxisrelevante News von ausgewählten Kongressen. Der Podcast ist ein Projekt von Journal Onkologie und Medical Tribune Onkologie/Hämatologie aus der MedTriX Group. Wir sprechen alle 14 Tage mit Expert:innen aus der Onkologie und Hämatologie. Das Team Onkologie sind Antje Blum, Chefredakteurin des Journal Onkologie, und ihre Stellvertreterin, Dr. Astrid Heinl, die beiden Chefredakteurinnen der Medical Tribune Onkologie/Hämatologie, Elisa Breuer und Dr. Judith Besseling sowie Jochen Schlabing, Teamleiter Onkologie in der MedTriX Group. Den Podcast O-Ton Onkologie gibt es jeden zweiten Mittwoch auf den gängigen Podcast-Plattformen. Abonnieren Sie uns und machen Sie auch gerne Themenvorschläge. Kontakt zur Redaktion unter: [email protected] Mehr unter: www.medical-tribune.de/o-ton-onkologie www.journalonko.de/podcasts/liste • MedTriX Group auf LinkedIn: www.linkedin.com/company/medtrix-group/ • Medical Tribune Deutschland auf LinkedIn: www.linkedin.com/showcase/medical-tribune-de/
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Generated: 5/29/2026 - 3:27:57 PM