Kostenfreie Online-Events:
https://kalifornische-terrassen.de/events
Personen:
Catrin Hoppe Suchttherapeutin · Diplompädagogin · Geschäftsführerin Therapiezentrum Ahornhof (seit 2021) · Familienbetrieb seit 1985
Instagram: @ahornhof.therapiezentrum → https://www.instagram.com/ahornhof.therapiezentrum/
Kevin Baron
Systemischer Coach · B.Sc. Psychologie
Beschreibung
Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen".
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Catrin Hoppe und Kevin Baron darüber, was passiert, wenn das Glas Wein am Feierabend leise vom Genuss zur Gewohnheit wird – und wie eng Alkohol, Stress und Gefühlsregulation miteinander verwoben sind.
Der Ausgangspunkt ist verständlich, fast alltäglich: ein anstrengender Tag, wenig Lust auf Aufwand, der schnelle Griff zu etwas, das sofort entspannt. Im Gespräch wird sichtbar, dass nicht das einzelne Glas das Thema ist, sondern die Frage, ob es zur einzigen verfügbaren Möglichkeit wird, sich zu beruhigen. Ein Bild aus der Suchtforschung trägt durch die Folge: die schnelle Abkürzung durch den Tunnel, die mit jeder Nutzung den längeren, eigentlich gesünderen Weg ein Stück mehr verwildern lässt.
Daraus öffnet sich ein größerer Zusammenhang. Wer Gefühle regelmäßig „weggießt", verliert mit der Zeit den Zugang zu der Frage, was gerade eigentlich los ist – Trauer, Wut, Enttäuschung, Erschöpfung. Reflexionsfähigkeit erscheint hier nicht als Selbstzweck, sondern als Ressource, die man pflegen oder verlieren kann. Das Gespräch streift dabei auch den gesellschaftlichen Rahmen: einen Leistungsdruck, der Erschöpfung lange als Auszeichnung gelesen hat, und eine jüngere Generation, die psychische Belastung offener anspricht.
Ein zweiter Strang gilt den Angehörigen. Sichtbar wird ein schmaler Grat zwischen Dasein und Aufdrängen, zwischen Verständnis und dem Punkt, an dem Verantwortung bei der betroffenen Person bleiben darf. Statt einfacher Antworten entsteht ein Möglichkeitsraum: Hilfe annehmen, Hilfe auch für sich selbst suchen, und im Rückfall weniger ein Versagen sehen als eine Stelle, an der sich etwas lernen lässt.
Dabei wird deutlich:
Gefühlsregulation lässt sich nicht erzwingen – aber man kann sich die langsameren Wege offenhalten, damit die schnelle Abkürzung nicht zur einzigen Strecke wird.
Keywords
Alkohol, Gefühlsregulation, Sucht, Suchtberatung, Stressbewältigung, Achtsamkeit, Angehörige, Rückfall, psychische Gesundheit, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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