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- Zur Ausbildung Systemische Organisationsentwicklung (SystCert)
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Personen:
Astrid Mehrfeld – Diplom-Verwaltungswirtin und Master of Public Management, leitet die Revision einer kommunalen Verwaltung, außerdem Moderatorin, Trainerin und Coach
Johannes Paetzel – Systemischer Coach und Organisationsentwickler (DGSF), Lehrender am Systemischen Zentrum der wispo AG
Instagram: johannes.paetzel.coaching
LinkedIn: Johannes Paetzel
Beschreibung
Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“.
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Astrid Mehrfeld und Johannes Paetzel über einen Veränderungsprozess in der kommunalen Rechnungsprüfung – und darüber, warum ein Projekt ohne Change Management selten gelingt.
Astrid Mehrfeld leitet seit gut einem Jahr die Revision in ihrer Verwaltung. Deren Rolle war bisher klar verteilt: Man prüft hinterher, ob mit Steuermitteln sorgsam umgegangen wurde, und meldet sich, wenn etwas anders hätte laufen können. Künftig soll die Revision früher eingebunden sein und Themen unterwegs begleiten. Dass das kein klassisches Projekt ist, sondern eine Frage der Identität, war ihr vom ersten Tag an klar. Die erste Frage lautete deshalb nicht, wie man nach außen wirken will, sondern wer man eigentlich ist.
Den Anfang machte eine bewusste Systemirritation: ein Teamtag, den es in dieser Kultur vorher nicht gab, begleitet von jemandem aus ganz anderen Systemen. Statt eines Protokolls entstand ein Comic, der heute im Flur hängt und an dem alle vorbeimüssen. Beteiligung entstand nicht auf Ansage, sondern über Erfahrungen – Berichte werden seither auch im Gespräch geklärt, und die Kunst besteht darin, dem Gegenüber keine Fehler nachzuweisen, sondern es die eigene Lösung finden zu lassen.
Ihre Rolle beschreibt sie situativ: mal ideengebend, mal raumhaltend, mal entscheidend, mal Kummerkasten. Als Landkarte dient ihr die Veränderungskurve – auch für sich selbst, denn auch sie ist Teil des Teams. Und für alle, die vor einem ähnlichen Vorhaben stehen, bleibt ein Bild: Der sichtbare Teil des Eisbergs ist schnell bearbeitet, Richtlinien, Checklisten und Ablaufpläne sind schnell geschrieben. Die Musik spielt darunter, in der Emotionalität.
Dabei wird deutlich:
Veränderung entscheidet sich selten an Meilensteinen, sondern daran, ob das, was unter der Oberfläche liegt, besprechbar wird.
Systemische Organisationsentwicklung, Change Management, Veränderungsprozess, öffentliche Verwaltung, Revision, Beteiligung, Veränderungskurve, Eisbergmodell, Teamidentität, Führung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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Personen:
Astrid Mehrfeld – Diplom-Verwaltungswirtin und Master of Public Management, seit vielen Jahren Führungskraft in kommunalen Verwaltungen, außerdem Moderatorin, Trainerin und Coach
Johannes Paetzel – Systemischer Coach und Organisationsentwickler (DGSF), Lehrender am Systemischen Zentrum der wispo AG
Instagram: johannes.paetzel.coaching
LinkedIn: Johannes Paetzel
Beschreibung
Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“.
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Astrid Mehrfeld und Johannes Paetzel über Führung in der kommunalen Verwaltung – und darüber, was Haltung in einem System bewirkt, das von Regelwerk, Zuständigkeiten und Hierarchie geprägt ist.
Astrid Mehrfeld hat vor ihrer Verwaltungslaufbahn Theologie und Philosophie studiert und beschreibt Führung bis heute mit einem Bild, das sie vom heiligen Benedikt übernommen hat: Menschen in großer Demut einen Rahmen geben, in dem sie wachsen und das tun können, wofür ihr Herz brennt. Wie eng Haltung und Wirkung zusammenhängen, zeigt sie an einer kleinen Szene. Eine Kollegin spiegelt ihr, dass die Mails am Sonntagabend etwas mit dem Team machen. Aus dieser Rückmeldung wird ein Gespräch, aus dem Gespräch ein Reflexionsprozess – und daraus die Erkenntnis, dass niemand so genau beobachtet wird wie die Führungskraft.
Von dort führt das Gespräch zu Empowerment, das sie lieber als Befähigung übersetzt: Menschen wollen wirksam sein, und die Aufgabe von Führung ist es, sie in die Lage zu versetzen, sich selbst zu helfen. Dass das in Behörden schwerer fällt als anderswo, führt sie auf zwei Hürden zurück – auf den Spalt zwischen dem System Verwaltung und dem System Politik, den Führung übersetzend überbrücken muss, und auf eine formalistische Struktur, die Verlässlichkeit und Gleichbehandlung sichert, Eigeninitiative aber ausbremst.
Psychologische Sicherheit nennt sie die Basis von allem. Sie erzählt vom Aufbau eines Impfzentrums, in dem 35 Freiwillige aus ganz unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernahmen – der gemeinsame Nenner war, dass niemand Ahnung hatte. Zum Schluss geht es um die weibliche Perspektive auf Führung und um eine Qualität, die sie für unterschätzt hält: Arbeitsfreude. In die kleinen, flüchtigen Momente zu investieren, die sie Seifenblasen nennt, hält sie für wirksamer als jeden Obstkorb.
Dabei wird deutlich:
Führung wirkt weniger über die Position als über die Haltung – und die zeigt sich in den kleinen, beobachteten Momenten des Alltags.
Systemische Führung, Führung im öffentlichen Dienst, kommunale Verwaltung, Haltung, Selbstreflexion, Empowerment, psychologische Sicherheit, Fehlerkultur, Arbeitsfreude, weibliche Führung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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Personen:
Alex Grimm – Chorleiter der Hamburg Voices, Gesangspädagoge mit eigenem Studio in Hamburg
Website: hamburg-voices.de
Laetitia – Sängerin im Tenor der Hamburg Voices
Yasmin Brinkmann – Systemische Lehrtherapeutin am Systemischen Zentrum der wispo AG
Instagram: yasmin.brinkmann
LinkedIn: Yasmin Brinkmann
Beschreibung
Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“.
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Alex Grimm, Laetitia und Yasmin Brinkmann über die Stimme – und darüber, warum sie so viel enger mit Psyche und Gefühl verknüpft ist als andere Ausdrucksformen.
Der Ausgangspunkt ist eine Beobachtung aus der Chorarbeit: Fast alle, die singen lernen wollen, bringen ein Urteil über ihre Stimme mit. Zu laut, zu leise, zu hoch, zu tief. Anders als bei einem Instrument lässt sich dieses Urteil nicht von der Person trennen – die Stimme ist Teil des Körpers, man hat das Instrument sozusagen verschluckt. Aus einem Kommentar über den Klang wird so leicht ein Kommentar über den Menschen, und daraus Scham.
Von dort öffnet sich das Gespräch in mehrere Richtungen. Es geht um die körperliche Seite – Atmung, Vagusnerv, das Pendeln zwischen Übererregung und Erstarrung und die mittlere Zone, in der Menschen handlungsfähig bleiben. Es geht um das, was Generationen weitergeben: eine Erziehung, in der Gefühle gefährlich waren, eine Gesangskultur, die nach dem Nationalsozialismus verschwand, Körpernormen vom Korsett bis zum flachen Bauch, die tiefes Atmen und damit die eigene Kraft schwer erreichbar machen. Und es geht um Wut als Emotion, die Veränderung will und erst durch das Unterdrücken gefährlich wird.
Deutlich wird auch, wie nah das am eigenen professionellen Handeln liegt. Wer berät, therapiert oder coacht, arbeitet den ganzen Tag mit der Stimme – und lernt selten, wie das gesund geht. Chor, Gesangsunterricht, Sprecherziehung erscheinen im Gespräch weniger als Hobby denn als eine Form von Selbsterfahrung, die konfrontativer ist, als man vermutet.
Dabei wird deutlich:
Wer die eigene Stimme wieder bewohnt, bekommt nicht nur einen besseren Klang, sondern einen Zugang zu Gefühlen, die lange hinter verschlossenen Türen lagen.
Stimme, Singen, Emotionen, Scham, Selbsterfahrung, Chorgesang, Vagusnerv, Window of Tolerance, transgenerationale Weitergabe, Wut, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de - Zur Ausbildung Systemische Traumaberatung (SystCert)
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Personen:
Dr. Tilman Staemmler – Therapeut, Supervisor und Trainer mit eigener Praxis „Systeme gestalten“ in Heidelberg, Dozent für systemische Therapie und Beratung am Systemischen Zentrum der wispo AG
Instagram: systeme.gestalten
LinkedIn: Tilman Staemmler
Website: systeme-gestalten.de
Kevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH
Instagram: hausdesbarons
LinkedIn: Kevin Baron
Beschreibung
Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“.
Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen.
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Dr. Tilman Staemmler und Kevin Baron darüber, was Trauma ist – und was nicht – und wie sich traumatische Erfahrungen professionell begleiten lassen.
Ausgangspunkt ist die alltägliche, oft inflationäre Rede vom Trauma. Tilman Staemmler unterscheidet zwischen einem subklinischen Sprachgebrauch, der schmerzhafte Erfahrungen benennt, und Traumatisierungen auf klinischem Niveau. Er beschreibt, wie Stress, der uns normalerweise wach und handlungsfähig macht, das Nervensystem überlasten kann – bis hin zum Shutdown und zur Dissoziation als Schutzmechanismus der Psyche.
An einem Beispiel aus der Paartherapie wird sichtbar, wie frühe Erfahrungen in spätere Beziehungen hineinwirken: Ein brüchiger Selbstwert sucht Bestätigung beim Gegenüber, und wo sie ausbleibt, schaukelt sich eine Eskalationsdynamik hoch. Am Anfang der Arbeit stehen deshalb Stabilisierung und Sicherheit – vom vereinbarten Codewort, das einen Streit unterbricht, über die 5-4-3-2-1-Übung, die zurück ins Hier und Jetzt holt, bis zur Unterscheidung zwischen heißem und kaltem Gedächtnis nach Luise Reddemann.
Zum Schluss geht es um Abgrenzungen und Haltung: wie sich Trauer, Trauma, Depression und Sucht zueinander verhalten, warum Integration ein langsamer Prozess ist, der den Schmerz zuerst ernst nimmt, und wie die Idee des guten Grundes im Alltag zu mehr Gelassenheit beitragen kann. Das Gespräch entstand im Vorfeld des Fachtags Trauma- & Trauerbegleitung am 23.10.2026 in Stuttgart. Die Teilnahme ist vor Ort und im Livestream kostenfrei möglich, alle Informationen und die Anmeldung findest du auf der Veranstaltungsseite.
Dabei wird deutlich:
Nicht jede schmerzhafte Erfahrung ist ein Trauma – doch wo sie es ist, beginnt Hilfe mit Sicherheit, nicht mit der Deutung des Erlebten.
Keywords
Trauma, Traumaberatung, Dissoziation, Stabilisierung, Emotionsregulation, Paartherapie, 5-4-3-2-1-Übung, Trauer und Trauma, guter Grund, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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Personen:
Timo Bartel – „Connecting Self“, Coach für Unternehmer:innen und Führungskräfte, Physiotherapeut; Schwerpunkte Stress, Gesundheit und Führung
Instagram: timo_bartel
Website: timo-bartel.de
Kevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH
Instagram: hausdesbarons
LinkedIn: Kevin Baron
Beschreibung
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Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Timo Bartel und Kevin Baron darüber, was der Körper zur mentalen Stabilität beiträgt – und warum ein ganzheitlicher, systemischer Blick ohne ihn nicht auskommt.
Timo Bartel beschreibt mentale Stabilität nicht als Panzer, sondern als Zugriff auf die eigenen Werte, Stärken und Kompetenzen. Werte sind Leitplanken, die durch Herausforderungen tragen – solange man sie regelmäßig auf den Prüfstand stellt. Anhand der Lebensgeschichte von J. M. Barrie zeigt er, wie Bedeutung Biochemie erzeugt: Was wir denken, verändert den Körper, und der Körper verändert, was wir denken können. In der Arbeit mit Klientinnen und Klienten werden deshalb Bewegungsaufgaben wie Kniebeugen oder Boxen zur Diagnostik: Wie jemand an ein Gewicht herangeht, erzählt oft mehr als jedes Gespräch.
Deutlich wird, wie Regulation im Alltag gelingen kann: Raum halten, eine Metaposition einnehmen, wieder in einen neutraleren Zustand kommen – und dann mit Abstand auf die Emotion schauen. Es geht nicht um Erschlaffung und nicht um Überspannung, sondern um das optimale Verhältnis, aus dem Flow entsteht. Verdrängung hat ihren Sinn, meldet sich aber über den Körper zurück: als Gereiztheit, Schlafstörung, Energiemangel oder Symptom. Loslassen ist für Timo Bartel dabei schon wieder ein Tun am Problem; hilfreicher ist, die Aufmerksamkeit erst einmal zu sich selbst zurückzuholen. Dass all das messbar ist – über Herzratenvariabilität oder Cortisol – hilft besonders Menschen, die Zahlen und Fakten brauchen.
Am Ende geht es um die Frage, was Menschen nach einer Begleitung anders machen: Werte abgleichen, Inseln schaffen, Unterstützer ins Boot holen, den eigenen Körper ernst nehmen – und der Rat, mutig und verantwortungsvoll einfach mal loszulegen.
Dabei wird deutlich:
Wer mentale Stabilität aufbauen will, kommt am Körper nicht vorbei – er ist Frühwarnsystem, Diagnostik und Zugang zugleich.
mentale Stabilität, Körper und Psyche, Werte, Regulation, Nervensystem, Flow, Stress, Resilienz, Verdrängung, Metaposition, Herzratenvariabilität, Coaching für Unternehmer, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen
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