BZ am Ohr

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  • BZ am Ohr

    Ärger um die Bezahlung von Hebammen - was ist dran an der Kritik?

    09.04.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Hebammen begleiten den ersten Atemzug eines neuen Lebens. Sie erleben Schmerz und Angst, aber auch unendliches Glück. Sie stehen Frauen in einer der intensivsten Phasen ihres Lebens bei. Doch in den vergangenen Monaten hat ein neuer Hebammenhilfevertrag für massive Kritik gesorgt - und für Verunsicherung in der Branche. Wie viel verdienen Hebammen wirklich? Warum verdienen manche Hebammen plötzlich weniger? Und welche Folgen hat das für die Geburtshilfe in Südbaden?

    In dieser Folge von BZ am Ohr zu hören sind Sophia Martin, die als freiberufliche Hebamme im Freiburger Umland Hausgeburten und Wochenbetten betreut, und Carolin Ströbel, Dienstbeleghebamme am Ortenau-Klinikum in Offenburg. Die beiden sprechen über ihre Arbeit, ihre Motivation, die Herausforderungen des neuen Vertrags - aber auch die positiven Seiten, denn die gibt es auch. Während die Wochenbettbetreuung deutlich aufgewertet wurde, leiden vor allem Beleghebammen unter Einkommenseinbußen von um die 15 Prozent. In Offenburg haben bereits Kolleginnen gekündigt, in Tettnang am Bodensee schließt sogar die ganze Geburtshilfe.

    Auch wenn sich die Hebammenverbände und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einigen konnten: Der Frust und die Verunsicherung bleiben bei vielen Hebammen. Und das in einer Zeit, in der es ohnehin in vielen Regionen schwierig ist, eine Hebamme zu finden, etwa in der Ortenau oder im Kreis Lörrach. Warum Carolin Ströbel und Sophia Martin diesen Beruf trotz allem jedenfalls nicht ganz aufgeben wollen, erzählen sie in dieser Folge von BZ am Ohr.
  • BZ am Ohr

    Autismus bei Frauen: „Das Maskieren hat mich jahrelang erschöpft"

    02.04.2026 | 24 Min.
    Autismus bei Frauen wird oft erst spät diagnostiziert – ein Grund dafür ist das sogenannte Maskieren. Autistische Frauen passen sich häufig von klein auf an ihre Umgebung an, um dazuzugehören und nicht aufzufallen. Sie beobachten andere, kopieren Verhalten und unterdrücken ihre eigenen Bedürfnisse. Nach außen wirken sie unauffällig, doch der Preis ist hoch: permanenter Stress, Erschöpfung und langfristig oft Depression oder Burnout. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Volontärin Saskia Rohleder mit Karin Drixler über das Leben zwischen Anpassung und Authentizität.

    Karin Drixler ist 34 Jahre alt, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an einer Hochschule und leitet eine Selbsthilfegruppe für Autisten in Freiburg. Ihre Autismusdiagnose erhielt sie erst mit 27 Jahren – nach einem langen Weg voller Selbstzweifel und Wartezeiten. Im Podcast erzählt sie, wie sie schon als Kind lernte, sich anzupassen, um nicht aufzufallen. Warum fällt es ihr auch heute noch schwer, die Maske abzulegen? Welche gesundheitlichen Folgen hatte das jahrelange Maskieren? Und wie reagierte ihr Umfeld auf die Diagnose?

    Außerdem erklärt Karin Drixler, warum sie ein Seminar für Lehramtsstudierende entwickelt hat, in dem es um Autismus geht. Sie zeigt auf, welche einfachen Anpassungen im Schulalltag autistischen Kindern helfen können – und warum davon letztlich alle profitieren. Wie kann man Autismus wirklich verstehen? Und warum passen gängige Klischees oft nicht zur Realität? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".
  • BZ am Ohr

    Was Läuferinnen und Läufer vor dem Freiburg-Marathon wirklich essen sollten

    30.03.2026 | 48 Min.
    „Man sollte die Ernährung genauso trainieren wie das Laufen“, sagt Anna Zierke aus Freiburg. Die 34-Jährige ist studierte Sport- und Ernährungswissenschaften, war mehrere Jahre Sporternährungsberaterin am Olympiastützpunkt in Heidelberg und ist heute Produktentwicklerin und Sporternährungsberaterin. Aus ihrer Arbeit mit Athletinnen und Athleten weiß sie, dass man seinen Körper ausreichend mit Energie versorgen muss: „Wenn wir Höchstleistungen von unserem Körper erwarten, müssen wir ihn gut pflegen“, sagt Zierke.

    Der Freiburg Marathon steht am 12. April 2026 an. Wie die Versorgung vor dem Halbmarathon oder Marathon aussehen kann, erklärt Anna Zierke in dieser Podcastfolge. Es geht um Carboloading, Kaffee und den besten Snack für danach. Unterstützt wird sie dabei von vier Top-Läuferinnen und Läufern aus Freiburg: Nina Albers, Fritz Koch, Anja Röttinger und Nils Schallner erzählen, wie sie sich vor, während und nach einem Lauf ernähren.
  • BZ am Ohr

    Wenn Angst den Alltag von Kindern bestimmt

    26.03.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben irgendwann Angststörungen. Das zeigt ein aktueller DAK-Report, Die Zahlen sind in der Pandemie massiv gestiegen - und seitdem hoch geblieben. Angst ist zunächst mal ganz normal und auch gesund. Doch wann wird Angst zum Problem? Und was können Eltern tun, wenn die Angst den Alltag ihres Kindes bestimmt?

    In dieser Folge von „BZ am Ohr“ geht es um Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Folge ist ein Mitschnitt einer Live-Veranstaltung der Reihe „Kindermedizin im Dialog", bei der BZ-Redakteurin Katharina Meyer mit Experten und einem Vater eines betroffenen Kindes über Angststörungen im Kindesalter spricht. Der betroffene Sohn hat mit sechs Jahren plötzlich massive Ängste entwickelt, sein Vater erzählt im Podcast vom Leben mit der Angst. Henrik Büch, Psychotherapeut an der Freiburger Kinder- und Jugendpsychiatrie, erklärt die verschiedenen Formen von Angststörungen – von sozialen Ängsten über Trennungsängste bis zur generalisierten Angststörung. Isolde Krug, leitende Psychologin an der Kinder- und Jugendklinik Freiburg, beleuchtet das enge Zusammenspiel von Angst und körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen.

    Die gute Nachricht: Angststörungen sind sehr gut behandelbar. Die Experten erklären, wie kognitive Verhaltenstherapie funktioniert, welche niederschwelligen Hilfsangebote es gibt und warum es so wichtig ist, Kinder ihre Ängste nicht vermeiden zu lassen. Auch die Rolle der sozialen Medien, die besonders bei Mädchen zu einem starken Anstieg sozialer Ängste geführt haben könnten, wird diskutiert. Wie können Eltern ihr Kind ermutigen, sich der Angst zu stellen – und wo finden Familien Unterstützung?
  • BZ am Ohr

    Ulrich von Kirchbach über Rathaus, Boxring und seinen Kampf gegen den Krebs

    23.03.2026 | 44 Min.
    Er ist mit 24 Jahren der mit Abstand dienstälteste Freiburger Bürgermeister: Mit 70 geht Ulrich von Kirchbach nun in den Ruhestand. In der Stadt genießt der Kulturbürgermeister hohe Wertschätzung. Wie er sich fühlt, wenn er jetzt auf seiner Abschiedstournee so viel Zuneigung spürt, das erzählt er in einer sehr persönlichen Podcastfolge von „BZ am Ohr“.

    Er blickt zurück auf seine Jugendjahre in Ostfildern nahe der Landeshauptstadt Stuttgart. Er findet schon, dass er schwäbischen Tugenden wie den Fleiß in Südbaden eingesetzt hat. Er hat sich an die badischen Neckereien im Laufe der Jahrzehnte gewöhnt und erzählt drum selbst auch seinen Lieblingsschwabenwitz. Und er erzählt auch, wie er noch zu Studentenzeiten in Tübingen, einen schweren Feuerunfall beim Grillen mit schweren Verbrennungen überlebt hat, was auch seine Sicht aufs Leben veränderte.

    Nach einer Tätigkeit als Dezernent im Landkreis Rastatt ist der Jurist dann 2002 zum neuen Sozial- und Kulturbürgermeister von Freiburg gewählt worden. Er berichtet, wie ihn das Langzeitprojekt der Sanierung des Augustinermuseums durch die ganze Amtszeit begleitet hat. Er beleuchtet in der Rückschau die Freiburger Anstrengungen in der Flüchtlingskrise samt den Anfeindungen, die er einstecken musste. Denkwürdig verlief einst auch der Premierenabend der von ihm miterfundenen „Säule der Toleranz“ auf dem Augustinerplatz. 70-Stunden-Arbeitswochen waren für ihn Standard - auch als seine Kinder noch klein waren.

    Und dann gab es auch noch die OB-Wahl im Jahr 2010, als von Kirchbach gegen seinen damaligen Chef Dieter Salomon antrat. Während des Wahlkampfs stieg von Kirchbach sogar als Kämpfer in den Boxring. Gefightet hat er auch im letzten Jahr seiner Amtszeit, nachdem bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Trotz schwerer Chemo arbeitete der Bürgermeister einfach weiter.

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Über BZ am Ohr

Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!
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