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Ilan Momber & Alexander Graf
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108 Episoden

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    China Ausbau, Atomparadoxon, Reiche Probleme #monthlyEnergiezone (E#108)

    20.2.2026 | 58 Min.
    In dieser Episode besprechen wir die neuesten Entwicklungen im Energiesektor, basierend auf der aktuellen Präsentation von Ned Bullard. Wir beginnen mit einer großen Perspektive, indem wir die globale Entwicklung der Stromerzeugung und -nachfrage in den Fokus rücken. Besonders hervorheben wollen wir die Trends, die Bullard in seinen umfangreichen 200 Folien skizziert hat, und die globalen Veränderungen, die die Energiepolitik beeinflussen.

    Einer der Schlüsselpunkte, die wir ansprechen, ist die langfristige Energy-Demand-Forschung von Roger Fouquet, die zeigt, dass der Energiebedarf nicht linear wächst, sondern einer U-Kurve folgt. Dies bedeutet, dass am Anfang der Industrialisierung der Energiebedarf schneller als das Einkommen steigt, während er später durch Effizienzsteigerungen und Marktsättigung abflacht. Wir diskutieren auch die Bedeutung der Nutzung von nutzbarer Energie anstelle von bloßen Kilowattstunden und betrachten die aktuellen Zahlen zu verschiedenen Energieträgern im weltweiten Energiesystem.

    Ein zentrales Thema, das wir vertiefen, ist die Dominanz Chinas in der globalen Stromerzeugung. Bullard zeigt, dass China mittlerweile 40 Prozent mehr Strom produziert als die USA und die EU zusammen, was eine signifikante Verschiebung in der globalen Energiepolitik darstellt. Wir analysieren, wie dieser Trend mit der ehrgeizigen elektrischen und industriellen Expansion Chinas verbunden ist und welche Folgen dies für die globale Wettbewerbsfähigkeit hat.

    Zusätzlich thematisieren wir die finanzielle Performance von erneuerbaren Energien im Vergleich zu traditionellen Tech-Werten. Die Outperformance von Clean Energy Stocks im vergangenen Jahr bietet interessante Perspektiven für Investoren, und wir diskutieren die Implikationen dieser Entwicklung mehrerer Unternehmen in der Infrastruktur und der Energiegewinnung.

    Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuelle politische Landschaft in Deutschland, insbesondere die Kritik an der Ministerin Katharina Reiche. Wir analysieren ihre Energiepolitik und den neuen Referentenentwurf, der die erneuerbaren Energien in eine Art Abhängigkeit zu fossilen Brennstoffen führt. Die potenziellen Gefahren eines Fossilien-Lock-ins stehen im Kontrast zu den Notwendigkeiten des Netzausbaus und der Integration von erneuerbaren Energien in das bestehende

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    Jochen Schwill zum Thema Smart Meter: Deutschland hinkt immer noch hinterher - warum? (E#107)

    17.2.2026 | 50 Min.
    Im heutigen Interview in der Energiezone hat Ilan Jochen Schwill, den Gründer und CEO von SpotMyEnergy, eingeladen. Jochen hat eine bemerkenswerte Karriere in der deutschen Energiebranche und spielt eine zentrale Rolle in der Energiewende des Landes. Bevor er SpotMyEnergy gründete, war er Mitbegründer von Next Kraftwerke, wo er das Konzept des virtuellen Kraftwerks maßgeblich mitentwickelt hat. Dieses Unternehmen wurde erfolgreich verkauft, was Jochen die Möglichkeit gab, eine neue Herausforderung zu suchen. Mit SpotMyEnergy fokussiert er sich nun auf die digitale Infrastruktur für intelligente Stromzähler (Smart Meter), die eine Schlüsseltechnologie für die Energieversorgung der Zukunft darstellen.

    Das Gespräch beginnt mit einem Überblick über die Herausforderungen und Chancen des Smart Meter Rollouts in Deutschland. Jochen erklärt, dass der derzeitige Fortschritt hinter den Erwartungen zurückbleibt, da die Penetration von Smart Metern unter 4% liegt. Trotz der Bedeutung dieser Technologie für dynamische Tarife und netzdienliche Steuerung herrscht eine gewisse Frustration über das mangelnde Tempo, welches hier an den Tag gelegt wird. Zudem wurde diskutiert, wie ein profitables Geschäftsmodell in einem stark regulierten Markt aufgebaut werden kann und warum der Messstellenbetrieb lukrativer sein kann, als es auf den ersten Blick scheint.

    Weiterhin thematisierten Ilan und Jochen die technischen und regulatorischen Fragen bezüglich der Interoperabilität von Smart Metern und deren Integration in die bestehenden Energiesysteme. Jochen hob hervor, dass es in Deutschland an einem klaren Verständnis darüber fehlt, wie flexible Energieverbraucher wie Wärmepumpen und Elektroautos effizient integriert werden können. Hierbei sei die Interoperabilität der verschiedenen Systeme entscheidend, um den maximalen Nutzen aus der bestehenden Infrastruktur zu ziehen.

    Ein wesentlicher Teil des Gesprächs befasste sich mit der kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde von SpotMyEnergy, die mit 60 Millionen Euro bemessen wurde. Jochen erläuterte, dass diese Mittel hauptsächlich für den Smart Meter Rollout verwendet werden, um notwendige Hardware anzuschaffen und die umfangreiche Infrastruktur aufzubauen, die für die Integration von intelligenten Messsystemen erforderlich ist. Ein Kritikpunkt, den Jochen anbrachte, war, dass die deutsche Regulierung den Fortschritt hemmt, insbesondere im Hinblick auf innovationsfreundliche Ansätze, die andere Länder bereits erfolgreich implementiert haben.

    Der Austausch beleuchtete auch die Rolle von KI und Datenanalyse in der Energiewirtschaft. Jochen äußerte die Hoffnung, dass in den kommenden fünf bis zehn Jahren Millionen von Heimspeichern und Elektrofahrzeugen dazu beitragen werden, die Netzausgleichsproblematik zu lösen. Dies würde eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise bedeuten, wie Energie in Deutschland produziert und konsumiert wird. Sein Ansatz, einen kundenorientierten Service zu entwickeln, der Verbrauchsmuster erkennt und Optimierungsstrategien anbietet, spielt hier eine zentrale Rolle.

    Zu den Herausforderungen des Unternehmens gehörte auch, ein Gleichgewicht zwischen der technologische Infrastruktur und den Bedürfnissen der Endkunden zu finden. Jochen betonte die Notwendigkeit, Kunden zu verstehen und ihnen die Vorteile von Smart Metern und flexibel gestalteten Stromtarifen klar zu kommunizieren, damit diese Technologie nicht als lästige Pflicht, sondern als wertvolles Instrument zur Optimierung des Energieverbrauchs wahrgenommen wird.

    Insgesamt war das Interview eine anregende Diskussion über den aktuellen Stand der deutschen Energieversorgung, die Zukunft von Smart Metern und die strategischen Überlegungen hinter SpotMyEnergy. Jochen Schwills Vision, die Energiewende durch innovative Lösungen im Smart Metering voranzutreiben, zeigt, dass es im Bereich der erneuerbaren Energien und der modernen Energieinfrastruktur noch viel Spielraum für Fortschritte und Entwicklung gibt.
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    E#106 Herausforderungen für Kommunen bei innovativen Konzepten wie Energie-Sharing und Sektorkopplung

    04.2.2026 | 48 Min.
    In dieser Episode des Energiezone-Podcasts spreche ich mit Martin, einem Unternehmer und CEO im Bereich regenerative Energien, über seine beeindruckenden Entwicklungen in Gettorf. Wir beginnen mit einem Rückblick auf den Energiegipfel in Berlin, von dem Martin gerade zurückgekehrt ist und der uns einige Einblicke in die derzeitige Stimmung im Energiemarkt gibt. Es wird deutlich, dass viel Gesprächsstoff rund um Gaskraftwerke existiert, während innovative Konzepte wie Energie-Sharing und die Bereitstellung von nachhaltiger Wärme durch lokale Infrastruktur kaum angesprochen werden.

    Wir diskutieren die Entwicklung seines Unternehmens, das sich auf die Kombination von Biogas, Blockheizkraftwerken und Wärmenetzen konzentriert. Martin erklärt, wie er das alte landwirtschaftliche Erbe mit modernen Technologien verknüpft, um eine zuverlässige Energieversorgung für sein Dorf zu gewährleisten. Dabei erfahren wir, wie wichtig es ist, die Sektorkopplung zu nutzen, um Gas, Strom und Wärme effizient miteinander zu verbinden. Diese Synergie könnte ein Schlüssel zu einer nachhaltigeren und wirtschaftlicheren Energiezukunft sein.

    Die Gespräche führen uns auch zu den Herausforderungen, denen sich die Kommunen und Stadtwerke heute gegenübersehen. Martin schildert, wie viele Gemeinden zögern, innovative Wärmeplanungen umzusetzen und welche bürokratischen Hürden dabei bestehen. Er ermutigt dazu, lokale Geschäftsmodelle zu entwickeln, die die bereits vorhandenen Ressourcen und die örtlichen Bedürfnisse berücksichtigen. Wir betrachten die Bedeutung einer engeren Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren, um eine ganzheitliche Lösung für Energieerzeugung und -versorgung zu entwickeln.

    Martin erklärt die wirtschaftlichen Aspekte seiner Projekte und die Notwendigkeit, die Investitionskosten für Wärmenetze niedrig zu halten, damit sie für die Bevölkerung attraktiv bleiben. Er weist darauf hin, dass es hier entscheidend ist, mit innovativen Ansätzen und modernen Methoden eine effizientere Bauweise zu kombinieren. Die Diskussion führt uns zu den Herausforderungen, die mit gesetzlichen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten verbunden sind, sowie zu den Ansprüchen der Bürger und der kommunalen Planung.

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    E#105 Stromausfälle in Berlin, Infrastrukturprobleme, Investitionen in Erneuerbare Energien, Wärmenetze #monthly

    16.1.2026 | 55 Min.
    In dieser Episode des Energiezone-Podcasts führen Ilan und Alex eine tiefgehende Analyse zu den jüngsten Ereignissen im Energiesektor durch, insbesondere den Stromausfällen in Berlin. Wir befassen uns mit den dramatischen Auswirkungen dieses Vorfalls, bei dem am 3. Januar ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke die gesamte Stromversorgung in einem großen Teil Berlins für mehrere Tage lahmlegte. Dabei erörtern wir auch die Infrastrukturprobleme, die zu einem so massiven Ausfall führten, und die Lehren, die daraus zu ziehen sind.

    Das Gespräch schwenkt dann auf die aktuelle Stromjahresbilanz und bietet einen Ausblick auf die Zukunft der Erneuerbaren Energien in Europa herunter - wir untersuchen, wie viel Investitionen benötigt werden, um die fossilen Brennstoffe zu ersetzen. Hierbei wird eine neue Studie von Aurora vorgestellt, die aufzeigt, dass unabdingbare Investitionen bis 2050 in die Hunderte von Milliarden gehen müssen, um die Energiewende und die erforderlichen Infrastrukturveränderungen zu finanzieren.

    Wir beleuchten auch den Trend hin zu Wärmenetzen, die künftig eine zentrale Rolle bei der Heizungsversorgung spielen könnten, und diskutieren die Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung kommunaler Wärmepläne ergeben. Auch die Ergebnisse der Bundesnetzagentur kommen zur Sprache, die wichtige Fortschritte bei der Nutzung von Erneuerbaren zeigt, gleichzeitig aber auch die Dringlichkeit eines schnelleren Ausbaus der Erzeugungskapazitäten betont.

    Ein weiterer diskussionsreicher Punkt ist die Abhängigkeit Europas von Erdgas und die Notwendigkeit, alternative Energien weiter auszubauen, um unabhängig von Importen zu werden. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird untersucht, welche Rolle die neuen Wasserstoffnetze spielen können und wie rasch diese realisiert werden sollten.

    Über die negativen Folgen für die Strompreise und die potenziellen Veränderungen in der Marktregulierung halten wir fest, dass etwaige negative Preisentwicklungen als Anzeichen für eine Marktveränderung nicht ignoriert werden dürfen. Abschließend bieten wir auch einen Ausblick auf bevorstehende Ereignisse und Konferenzen, bei denen die Energiezone präsent ist, um sich weiter mit den Herausforderungen der Energiewende auseinanderzusetzen.

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    E#104 Energiezone Monthly-Update: Industriestrompreis, Enpal-Drama & Solar-Wahnsinn

    30.11.2025 | 49 Min.

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Über ENERGIEZONE

ENERGIEZONE analysiert ENERGIE-Strategien und -Geschäftsmodelle. Wöchentlich sprechen Gründer und CEOs von Energieproduzenten, Netzbetreibern, Startups und anderen wichtigen Akteuren über ihr Geschäftsmodell und die eigene Strategie. Die Gäste werden befragt von Ilan Momber & Alexander Graf ([email protected])
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