In dieser Folge schiebe ich noch eine Episode zu Führung, Struktur und Organisation nach – weil ich merke, wie groß der Bedarf ist und wie viele Unternehmer genau dort ihre größten Defizite haben. Und ich sage dir direkt: Wenn du in deiner Branche Unternehmen kennst, die exakt das Gleiche machen wie du, aber deutlich größer und erfolgreicher sind, dann liegt das fast nie am Markt – sondern meistens an Vertrieb und Organisation.
Ich steige deshalb heute stark ins Selbstmanagement ein. Vor allem in das Thema Prokrastination: unangenehme Aufgaben werden weggeschoben, obwohl man alles dafür hätte – Kontakte, Leitfaden, Know-how. Ich mache das an einem typischen Praxisbeispiel fest: Webinar-Leads werden nicht nachtelefoniert, weil’s unangenehm ist – und nach 5–7 Wochen ist die Chance tot. Das ist nicht „blöd gelaufen“, das ist schlicht ein Systemfehler.
Dann nehme ich dich mit in ein simples, aber brutales Prinzip: Eat the Frog. Mach morgens als Erstes die Aufgabe, die dir am unangenehmsten ist – weil genau diese Aufgaben oft die größte Hebelwirkung haben. Komplexität ist unangenehm, aber genau dort entstehen Ergebnisse, die dich vom Wettbewerb abheben.
Ein weiterer Schwerpunkt: Kalenderdisziplin. Ein Ziel ohne Zeitfenster bleibt ein Wunsch. Und wenn du zwar blockst, aber jeden Blocker sofort wieder verschiebst, betrügst du dich selbst. Ich erkläre dir, warum das nicht nur organisatorisch ein Problem ist – sondern dein Selbstbewusstsein angreift: Wer ständig merkt, dass er sich auf sich selbst nicht verlassen kann, verliert innere Stärke. Umgekehrt entsteht echte Überzeugungskraft (auch im Verkauf) genau dann, wenn du weißt: Wenn ich etwas zusage, ziehe ich es durch.
Außerdem geht’s um Skill-Klarheit: Was kannst du wirklich gut? Was kostet dich Energie? Und warum es viel smarter ist, dir für Schwächen konsequent Unterstützung zu holen, statt dich mühsam von „schlecht“ auf „mittelmäßig“ zu optimieren.
Ich spreche auch darüber, warum Unternehmer im Vertrieb häufig der Engpass sind – weil ständig andere Verpflichtungen dazwischenfunken. Die Lösung ist klar: Vollzeit-Vertrieb, der nichts anderes tut. Ich teile dazu ein konkretes Erlebnis: vier Wochen USA-Urlaub – und danach war die Auftragsliste länger als vorher. Genau so muss es sein: Urlaub darf dein Business nicht abwürgen.
Zum Schluss geht’s um echte Organisation durch Menschen: Assistenz, Delegation, Entscheidungsbefugnisse – bis hin zu Zahlungsverkehr und privaten Entlastungen (mit sauberen Sicherheitsmechanismen). Und ich erkläre dir, warum du als Chef nicht operativ im „Schützengraben“ arbeiten darfst, sondern wie ein Trainer das Spielfeld überblicken musst.
Und ganz wichtig: Analysiere nicht nur Krisen. Schau dir auch die „mittleren“ Ergebnisse an – die nicht eskalieren, aber trotzdem nicht ideal sind. Genau dort steckt riesiges Optimierungspotenzial.