
# 57 Dr. Irmhild Saake – Was ist eigentlich gutes Sterben?
16.12.2025 | 37 Min.
Alles, was wir im Leben machen, können wir im Nachhinein noch mal reflektieren oder besprechen, nur das Sterben nicht. Trotzdem machen sich viele Menschen eine Illusion davon. Wie auch im Leben, so wollen sie auch im Sterben „alles richtig machen“. Die Soziologin Dr. Irmhild Saake von der Universität München forscht seit vielen Jahren zum Bild unserer Gesellschaft über das „gute Sterben“ und sie wünscht sich, dieses Ideal wieder etwas zu relativieren. Damit möchte sie den Sterbenden, den Familien und auch den Pflegekräften den Druck nehmen, selbst diesen letzten Schritt in unserem Leben noch optimieren zu wollen. Ein Gespräch darüber, dass sich niemand mit dem Sterben auseinandersetzen sollte, der das nicht will und dass es dann eben doch meist anders kommt als wir es uns gewünscht haben und wir sicher sein können, dass es am Ende immer „richtig“ ist.

# 57 Dr. Irmhild Saake – Was ist eigentlich gutes Sterben?
16.12.2025 | 37 Min.
Alles, was wir im Leben machen, können wir im Nachhinein noch mal reflektieren oder besprechen, nur das Sterben nicht. Trotzdem machen sich viele Menschen eine Illusion davon. Wie auch im Leben, so wollen sie auch im Sterben „alles richtig machen“. Die Soziologin Dr. Irmhild Saake von der Universität München forscht seit vielen Jahren zum Bild unserer Gesellschaft über das „gute Sterben“ und sie wünscht sich, dieses Ideal wieder etwas zu relativieren. Damit möchte sie den Sterbenden, den Familien und auch den Pflegekräften den Druck nehmen, selbst diesen letzten Schritt in unserem Leben noch optimieren zu wollen. Ein Gespräch darüber, dass sich niemand mit dem Sterben auseinandersetzen sollte, der das nicht will und dass es dann eben doch meist anders kommt als wir es uns gewünscht haben und wir sicher sein können, dass es am Ende immer „richtig“ ist.

#56 Matthias Horx – Heilsame Abschiede
06.11.2025 | 42 Min.
Als Zukunftsforscher blickt Matthias Horx seit vielen Jahrzehnten auf kulturgesellschaftliche Veränderungen und den Wandel. Trauerkultur ist ihm dabei ein wichtiges Anliegen. Sein Institut hat unter anderem mit dem „Campus Viivorum“ gemeinsam mit Institutionen und Verbänden einen experimentellen Friedhof der Zukunft entwickelt, einen heilsamen Ort für Trauer. Horx hält solche Orte, also den Raum für Trauer für äußerst wichtig, auch wenn sich der Umgang mit Tod und Trauer in unserer Gesellschaft bereits sehr verändert hat. Ein Gespräch über Individualität und Intimität von Tod und Trauer und darüber, dass wir unsere Humanität verlieren, wenn wir nicht mit Verlusten umgehen und sie integrieren können. „Trauer ist eine existentielle Gesundheitsoperation des Menschen. Wir werden krank, wenn wir nicht trauern können.“ Link: Family-Horx - Horx Future GmbH

#55 Romy Alinsky – Pfützen springen
02.10.2025 | 39 Min.
"Pfützen springen" so kann man das Trauerverhalten von Kindern umschreiben: Wie in Pfützen springen sie in die Trauer hinein und wieder heraus, sind gerade noch traurig und gleich wieder fröhlich. Romy Alinsky betreut dieses Projekt in Berlin, dessen Ziel es ist mit kleinen Kindern über Verluste, Tod und Trauer zu sprechen, damit sie einen realistischen Blick auf Trauer bekommen, fern ab vom Zugang durch Medien zum Thema Trauer. Das kann dann auch Erwachsenen helfen, mit ihren Kindern angstfreier und offener über Tabu Themen wie Sterben, Beerdigung oder Trauer zu reden. Ihr Plädoyer: "Traut euch, das Thema in euer Leben miteinzubeziehen." Ein Gespräch über wunderbare Kinderfragen, Trauerbegleitung, Endlichkeit und die Unmöglichkeit, sich auf die Trauer nach Verlust richtig vorzubereiten. https://www.johanniter.de/pfuetzen-springen-berlin Buchempfehlung: Christiane zu Salm - Dieser Mensch war ich

#54 Balbina – Der Tag, an dem mein Vater starb
04.9.2025 | 40 Min.
Wie verarbeitet eine Tochter den Tod des Vaters, der nie anwesend war? Wie betrauert man einen Menschen, zu dem es keine Beziehung gegeben hat? Und hätte man nicht vielleicht doch gern diese Verbindung gehabt? Mit diesen Fragen sah sich die Sängerin Balbina im vergangenen Jahr plötzlich konfrontiert als ihr Vater starb, zu dem sie nie Kontakt hatte. Sie nutzte ihre Kunst – die Musik – um der Trauer Raum und Worte zu geben und schrieb das Lied „Vatertag“. Balbina ist dankbar für diese Möglichkeit der Trauerarbeit, die ja nicht alle Menschen haben, die ohne Elternteil aufgewachsen sind und sich durch die Todesnachricht mit der Abwesenheit des Vaters oder der Mutter noch einmal auseinander setzen müssen. Mit Eric redet sie über die Ohnmacht, die sie zunächst gespürt hat und die vielen Fragen, die sie an ihren Vater noch gehabt hätte. Ihr Album „Infinity Tunes“ war ihr Ventil, um den Verlust und die Trauer zu verarbeiten und letztendlich auch loslassen zu können. Ein Gespräch über Vaterlosigkeit, Scham, verpasste Chancen, aber auch über Leichtigkeit, Befreiung und eine ganz besondere Art der „Bestattung“.



The End