Architektur, die auf Papier perfekt aussieht, ist oft schon überholt, bevor das erste Team damit arbeitet. Mit Ralf Enderle spreche ich darüber, warum das kein unvermeidbares Schicksal ist, sondern eine Frage der richtigen Unterscheidungen. Wir reden darüber, welche Entscheidungen wirklich unumkehrbar sind und welche man getrost der Realität des Projekts überlassen kann, ohne dass die Architektur dabei auseinanderfällt. Mich hat beschäftigt, wie Ralf das auf den Punkt bringt: Entscheidungen, die niemand kennt und die sich nirgends verteidigen, helfen keinem. Wie eine Architektur lernen kann, sich selbst zu melden, wenn sie gebrochen wird, und was Tester dabei konkret einbringen können, das nehme ich aus diesem Gespräch mit.