Es gibt Menschen, die werden im Internet ständig gesehen. Und dann gibt es die Person dahinter. Genau dort wollten wir mit Ida-Sophie Hegemann hin.
Wir waren bei ihr zu Gast. Es ging erstaunlich selten um Platzierungen. Dafür ziemlich oft um die Frage, wer Ida eigentlich ist, wenn Trailrunning mal kurz Pause macht. Läuferin? Profisportlerin? Influencerin? Oder einfach jemand, der gern draußen unterwegs ist und versucht, sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren?
Wir sprechen über Freiheit. Über Läufe ohne Uhr, die manchmal genau das Richtige sind. Und manchmal eben auch nicht. Über Reichweite, die Türen öffnet und gleichzeitig Erwartungen mitbringt. Über das merkwürdige Gefühl, dass viele Menschen glauben, jemanden zu kennen, obwohl sie nur ein paar Quadrate auf dem Handy sehen.
Es geht um Trailrunning als Sport. Als Kultur. Als Gemeinschaft. Aber auch darum, was gerade schiefläuft. Um Algorithmen. Aufmerksamkeit. Und die Frage, ob Wachstum automatisch Fortschritt bedeutet.
Ida spricht offen. Über Zweifel. Über Verantwortung. Und darüber, warum sie sich lieber als Läuferin versteht als Marke.
Am Ende bleibt vor allem eins hängen: Zwischen all den Bildern, Likes und Startnummern ist Authentizität immer noch erstaunlich schwer zu faken.