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Videospiele als Medium sind fast unendlich komplex. Sie können erzählerisch auseinandergenommen, historisch analysiert, spieltheoretisch verglichen oder entlang gesellschaftlicher Entwicklungen eingeordnet werden. Auch Spieleforscherinnen und -Forscher sind von Videospielen faszinierend, doch müssen unter teils enorm prekären Arbeitsverhältnissen ihrer Forschung nachgehen.
Unter dem Begriff “Game Studies” versammeln sich seit fast 30 Jahren all diejenigen, die sich einem universitären Blick auf Videospiele verschrieben haben. Dr. Björn Blankenheim ist einer von ihnen und berichtet uns im Interview, wieso es “Game Studies” in Deutschland so schwer haben, institutionell ernst genommen zu werden. Denn oft betreiben wissenschaftliche Mitarbeiter, Promovierende und Professoren Spieleforschung irgendwie nebenbei und müssen mit einer ständigen Zweifach- bis Dreifachbelastung leben.
Der Publizist, Kurator und Dozent Björn Blankenheim forscht und schreibt seit vielen Jahren über Videospiele und kennt die Tücken des deutschen Uni-Systems. Für die Online-Fachzeitschrift PAIDIA hat Björn einen umfangreichen Artikel über die Geschichte der “Game Studies” mitverfasst (der Artikel wird vermutlich im Juni für alle erscheinen).
Im Interview geht es unter anderem um die Frage, welche Relevanz “Game Studies” heute besitzen, wieso dieser Forschungszweig trotz enormer Hürden immer wieder tolle Sammelbänder und Monographien produziert und wie ein Ausweg aus dieser Situation aussehen könnte.
Kapitel:
00:00 Intro
01:21 Die Relevanz von “Game Studies”
04:45 Wie ist der Artikel für PAIDIA entstanden?
07:00 Gründe für die schwierige Lage der Game Studies
21:00 Wieso die Game Studies trotz Hürden lebendig sind
24:36 Decode braucht dich!
25:17 Vergleiche zum Spielejournalismus und Debatte um Kingdome Come Deliverance
31:15 Wie wichtig ist eine Gameplay-Betrachtung bei den Game Studies?
38:38 Game-Design-Studiengänge in Deutschland
41:42 Mögliche Auswege
48:10 Persönliche Berufssituation von Björn
54:20 Abmoderation