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Qigong und eine Tasse Tee

Andreas Manfred Lehmann
Qigong und eine Tasse Tee
Neueste Episode

52 Episoden

  • Qigong und eine Tasse Tee

    Aufnehmen und Loslassen - Lunge und Dickdarm

    25.10.2026 | 34 Min.
    **Wir verbringen viel Zeit damit, Dinge in unser Leben aufzunehmen. Aber wann nehmen wir uns die Zeit, etwas wieder loszulassen?**

    In dieser Folge von *Qigong und eine Tasse Tee* wenden wir uns dem Element Metall und dem Zusammenspiel von Lunge und Dickdarm in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu. Zwei Organe, die uns auf ganz unterschiedliche Weise eine gemeinsame Weisheit vermitteln: Leben bedeutet, aufzunehmen und loszulassen.

    Wir betrachten den Atem als einen ständigen Wechsel zwischen Fülle und Leere. Wir sprechen über die Trauer, die uns manchmal den Atem nimmt, über alte Kränkungen, an denen wir festhalten, und über die Dinge, die wir sammeln, obwohl sie längst keinen Platz mehr in unserem Leben haben.

    Dabei geht es auch um unsere persönlichen Grenzen. Wie viel lassen wir an uns heran? Wann ist es gut, offen zu sein, und wann dürfen wir Nein sagen? Und was hat unser eigener Selbstwert damit zu tun, dass wir uns von Menschen, Verpflichtungen oder vergangenen Erfahrungen lösen können?

    Der Herbst zeigt uns, dass Loslassen kein Zeichen von Schwäche ist. Die Bäume werfen ihre Blätter nicht ab, weil sie versagt haben, sondern weil sie ihre Kraft für das bewahren, was vor ihnen liegt.

    Vielleicht müssen auch wir nicht immer mehr erreichen, mehr besitzen und mehr aushalten. Vielleicht liegt wahre Stärke manchmal darin, zu erkennen, was wir nicht länger mit uns tragen müssen.

    **In dieser Folge sprechen wir darüber:**
    - Was Lunge und Dickdarm in der Traditionellen Chinesischen Medizin miteinander verbindet.
    - Warum Aufnehmen und Loslassen zwei Seiten desselben Lebensrhythmus sind.
    - Wie Trauer unseren Atem und unsere Körperhaltung beeinflussen kann.
    - Weshalb alte Kränkungen uns manchmal länger festhalten, als wir wahrhaben wollen.
    - Warum gesunde Grenzen und Selbstwert zusammengehören.
    - Was uns der Herbst über Veränderung, Reduktion und innere Stärke lehrt.

    **Ein Gedanke zum Mitnehmen:**

    Mit jedem Atemzug nimmst du etwas auf – und lässt etwas los. Vielleicht lohnt es sich, diesen natürlichen Wechsel nicht nur mit deinem Atem zu erleben, sondern auch in deinem Leben bewusster wahrzunehmen.

    ☯️ **Qigong und eine Tasse Tee** – Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu leben.

    Ich bin Andreas. Schön, dass du dir Zeit für diese gemeinsame Reise nimmst.

    Wenn dir diese Folge gefällt, abonniere den Podcast und teile sie mit jemandem, für den diese Gedanken gerade wertvoll sein könnten.

    **Bleib bei dir. Spüre, was gerade in dir loslassen möchte – und vertraue deiner Natur.**
  • Qigong und eine Tasse Tee

    Die Alchemie der Mitte - Milz und Magen

    18.10.2026 | 34 Min.
    In dieser Folge von *Qigong und eine Tasse Tee* wenden wir uns dem Element Erde und dem Zusammenspiel von Milz und Magen in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu. Wir entdecken die faszinierende Vorstellung einer inneren Alchemie, die aus Nahrung Kraft und aus Erfahrungen Erkenntnisse entstehen lässt.

    Doch diese Verwandlung betrifft nicht nur unseren Körper. Auch unsere Gedanken, Gefühle und Erlebnisse brauchen Zeit, um verarbeitet und zu etwas Wertvollem zu werden.

    Wir sprechen darüber, warum ständiges Grübeln uns im Kreis führen kann, weshalb uns die tägliche Flut an Informationen erschöpft und warum wir manchmal mehr davon haben, weniger aufzunehmen und dem bereits Erlebten mehr Raum zu geben.

    Das Element Erde erinnert uns an Vertrauen, Geduld und die stille Kraft der Mitte. Nicht jede Erfahrung muss sofort verstanden werden. Nicht jedes Problem verlangt nach einer schnellen Lösung. Manche Dinge müssen einfach reifen – wie eine gute Brühe, die erst durch Zeit ihren vollen Geschmack entfaltet.

    Eine Einladung, innezuhalten, die eigene Mitte bewusster wahrzunehmen und dem natürlichen Prozess der Verwandlung wieder mehr zu vertrauen.

    **In dieser Folge erfährst du:**
    - Welche Bedeutung Milz und Magen in der Traditionellen Chinesischen Medizin haben.
    - Was es bedeutet, Nahrung und Erfahrungen zunächst einmal wirklich aufzunehmen.
    - Wie sich die traditionelle Vorstellung der Milz als Verwandlerin auf unser Denken übertragen lässt.
    - Warum übermäßiges Grübeln und die ständige Aufnahme neuer Reize uns innerlich belasten können.
    - Welche Rolle Vertrauen, Geduld und die Wandlungsphasen der Erde spielen.
    - Warum echte Zufriedenheit oft langsam entsteht und nicht mit kurzfristigen Reizen verwechselt werden sollte.

    **Ein Gedanke zum Mitnehmen:**

    In deiner Mitte steht ein stiller Kessel, der Nahrung, Gedanken und Erfahrungen verwandelt. Gib ihm die Zeit, die er braucht.

    ☯️ **Qigong und eine Tasse Tee** – Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu leben.

    Ich bin Andreas. Schön, dass du dabei bist. Wenn dir diese Folge gefällt, abonniere den Podcast und teile sie mit Menschen, für die diese Gedanken gerade wertvoll sein könnten.

    **Bleib bei dir. Spüre, was sich gerade in deiner Mitte verwandelt – und vertraue deiner Natur.**
  • Qigong und eine Tasse Tee

    Das Ministerfeuer – Perikard und Dreifacher Erwärmer

    11.10.2026 | 33 Min.
    In der letzten Folge haben wir das Herz als Kaiser unseres inneren Reiches kennengelernt. Heute begegnen wir seinen beiden besonderen Begleitern: dem Perikard und dem Dreifachen Erwärmer. In der chinesischen Medizin werden sie gemeinsam dem Ministerfeuer zugeordnet – einer Kraft, die schützt, vermittelt und verbindet.

    Der Perikard, der Herzbeutel, steht in der traditionellen chinesischen Medizin sinnbildlich für die schützende Hülle um unser Herz. Doch Schutz bedeutet nicht, dass wir hart werden oder nichts mehr an uns heranlassen müssen. Es geht um etwas Feineres: unterscheiden zu lernen, was uns wirklich berührt und was an unserer Oberfläche vorbeiziehen darf.

    Der Dreifache Erwärmer wiederum ist ein besonderer Meridian. Er steht nicht für ein greifbares Organ, sondern für eine Funktion, die in der chinesischen Medizin die drei großen Räume des Körpers miteinander verbindet. Ein Bild, das uns daran erinnert, dass nicht nur die einzelnen Teile wichtig sind, sondern auch das, was sie miteinander verbindet.

    Wir sprechen über persönliche Grenzen, über Verletzlichkeit und darüber, warum eine schützende Mauer manchmal eine Tür braucht. Über Erfahrungen, die wir nicht richtig verarbeitet haben, und über die Frage, weshalb manche Worte uns kaum berühren, während andere mitten ins Herz treffen.

    Vielleicht liegt die Kunst nicht darin, immer offen zu sein. Und auch nicht darin, sich vor allem zu schützen. Vielleicht geht es darum, beweglich zu bleiben – sich öffnen zu können, wenn Nähe möglich ist, und sich schützen zu dürfen, wenn es nötig wird.

    Und vielleicht muss auch nicht jede kleine Reibung des Alltags bis in unser tiefstes Inneres vordringen.

    Nimm dir aus dieser Folge ein Bild mit: eine Hülle, die atmen kann. Eine Grenze, die schützt, ohne einzusperren. Und eine Tür, deren Schlüssel du selbst in der Hand hältst.

    Nicht glauben. Spüren.

    Dein Andreas

    „Qigong und eine Tasse Tee“ – Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu leben.
  • Qigong und eine Tasse Tee

    Der Kaiser und sein Richter – Herz und Dünndarm

    04.10.2026 | 32 Min.
    In dieser Folge reisen wir weiter durch die unsichtbaren Flüsse des Körpers und kommen zum zweiten Flusspaar unserer Meridian-Reihe: zum Herz und zum Dünndarm – zum Element Feuer.

    In der chinesischen Medizin ist das Herz mehr als ein Organ. Es ist der **Kaiser des inneren Reiches**. Doch dieser Kaiser regiert nicht durch Befehle. Er muss nicht ständig eingreifen, planen oder handeln. Er sitzt auf seinem Thron – und durch seine Klarheit finden die anderen Kräfte ihre Richtung.

    Daneben steht der Dünndarm als sein Richter. Seine Aufgabe ist es, zwischen dem Reinen und dem Unreinen zu unterscheiden. Und vielleicht ist genau das auch für unser heutiges Leben ein erstaunlich treffendes Bild: Welche Gedanken, Eindrücke und Erfahrungen nähren mich wirklich – und was darf einfach weiterfließen?

    Wir sprechen über den leeren Thron, über Überforderung und darüber, was geschieht, wenn wir ständig funktionieren, handeln und entscheiden – aber den ruhigen Mittelpunkt in uns verlieren.

    Wir sprechen über Freude. Nicht über die laute, aufgeregte Freude, die immer nach dem nächsten Höhepunkt sucht, sondern über jene stille Freude, die nichts mehr braucht, weil sie einfach da ist.

    Und schließlich landen wir bei einer Frage, die viele von uns kennen:

    **„Mein Kopf weiß, was richtig wäre – aber mein Herz will etwas anderes.“**

    Vielleicht liegt darin gar kein wirklicher Kampf zwischen Herz und Verstand. Vielleicht fehlt uns manchmal einfach der Ort in uns, an dem beides wieder zusammenfinden kann.

    Vielleicht sitzt dein Kaiser längst auf seinem Thron.

    Du hast nur vergessen, still genug zu werden, um es zu bemerken.

    **Nicht glauben. Spüren.**
  • Qigong und eine Tasse Tee

    Der Architekt der Entscheidung – Leber und Gallenblase

    27.09.2026 | 33 Min.
    In dieser Folge führt uns unsere Reise durch die unsichtbaren Flüsse des Körpers zum Element Holz – und damit zu Leber und Gallenblase.

    In der chinesischen Medizin wird die Leber als „General“ beschrieben: Sie gibt Richtung, plant und bringt Dinge in Bewegung. Die Gallenblase steht ihr als wachsamer Berater zur Seite. Sie beobachtet, prüft und wartet auf den richtigen Moment für eine Entscheidung.

    Doch was geschieht, wenn diese beiden inneren Kräfte nicht dieselbe Richtung haben?

    Dann kennen wir vielleicht dieses Gefühl: Eigentlich wissen wir längst, was wir wollen – und kommen trotzdem nicht ins Handeln. Oder wir haben eine Entscheidung bereits getroffen, doch irgendetwas in uns sagt noch: Warte.

    Wir sprechen über Entscheidungen, über aufgestaute Wut und darüber, was geschieht, wenn etwas, das lange keinen Ausdruck gefunden hat, schließlich einen Weg nach außen sucht. Und wir schauen auf eine Frage, die mich selbst lange begleitet hat:

    **Wann ist der richtige Moment, eine Richtung nicht nur zu erkennen, sondern ihr auch zu folgen?**

    Leber und Gallenblase erzählen dabei eine Geschichte von Entschlossenheit und Vorsicht, von Ausdehnung und Struktur – und vielleicht auch davon, dass eine gereifte Entscheidung ganz anders klingt als ein impulsiver Entschluss.

    Eine Folge über innere Richtung, Mut und die Kunst, den eigenen Weg nicht zu erzwingen – sondern den Moment zu erkennen, in dem die beiden inneren Straßen plötzlich in dieselbe Richtung zeigen.

    **Nicht glauben. Spüren.**

    Und vielleicht bemerkst du in den nächsten Tagen einmal ganz nebenbei:

    **Welche deiner inneren Straßen spricht gerade lauter?**
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Über Qigong und eine Tasse Tee
„Qigong und eine Tasse Tee“ Ein ruhiger Podcast für Menschen, die genug haben von Lärm, Tempo und fertigen Antworten. In diesem Podcast lade ich dich ein, die Tür zu öffnen und einzutreten: In Geschichten, die atmen. In Gedanken, die sich setzen dürfen. In eine Tradition, die nicht erklärt, sondern wirkt. – still, ehrlich, traditionsverbunden. Mit Musik, die atmet, und Worten, die Raum lassen. Kein Ratgeber. Kein „Mach’s so wie alle“. Nur Tee, Stille und das, was sich zeigt.
Podcast-Website

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