125 Episoden
- Und weiter geht's: In Folge 3 der Reihe erbringen Anna Pake und Lisa Walter, beide Richterinnen und AG-Leiterinnen, letztgültig den Beweis: Hier ist alles gut verwertbar! Und was? Tja, zwar nicht zwingend jedes Beweismittel für den Strafprozess, aber gewiss jede Information dieser Folge für eine gelingende Klausur! Gemeinsam hangeln sich die beiden listigen Kriminalistinnen durch klausurrelevante Grenz- und Zweifelsfälle (von denen einer sogar das Bundesverfassungsgericht spaltete!), mit denen die in den ersten beiden Folgen erarbeiteten Grundlagen vertieft und ausgeschärft werden. In der Sache geht es u.a. um verdeckte Ermittler, Hörfallen und Selbstgespräche. Und in der abschließenden Folge haben dann auch endlich Beweisverwertungsverbote bei ausgeübten Zeugnisverweigerungsrechten ihren großen Auftritt - § 252 StPO, ick hör Dir trapsen... A propos hören: Viel Spaß mit dieser Folge!
Besprochene Entscheidungen:
Angaben gegenüber einem verdeckten Ermittler: 3 StR 104/07
Aktuelle Entscheidung zu Angaben gegenüber verdeckten Ermittlern: 4 StR 370/23
Hörfalle: BGH, GSSt 1/96 (BGHSt 42, 139)
Angaben gegenüber einem Mithäftling: 5 StR 666/86
Angaben im Rahmen einer medizinischen Behandlung: 1 StR 277/17
Aktueller Fall zu Spontanäußerungen des Beschuldigten: 5 StR 729/24
Tagebuchentscheidung: 2 BvR 1062/87
Selbstgespräch im Auto: 2 StR 509/10
Selbstgespräch im Krankenzimmer: 1 StR 140/05
Kapitelmarken:
00:00 Begrüßung
02:01 Angaben außerhalb von Vernehmungen
03:05 Nemo-tenetur-Grundsatz und Fair-Trial-Grundsatz
05:28 Angaben gegenüber einem verdeckten Ermittler
10:49 Aktuelle Entscheidung zu Angaben gegenüber verdeckten Ermittlern
16:22 Die Hörfalle
22:09 Angaben gegenüber einem Mithäftling
26:10 Angaben im Rahmen einer medizinischen Behandlung
29:36 Aktueller Fall zu Spontanäußerungen des Beschuldigten
35:57 Die Tagebuchentscheidung des Bundesverfassungsgerichts
39:34 Verwertbarkeit von Selbstgesprächen
42:57 Verabschiedung
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Disclaimer: Der Podcast beinhaltet ausschließlich persönliche Ansichten der Podcasterinnen und Podcaster und insbesondere keine offiziellen Standpunkte der Justizprüfungsämter. - Was ist sowohl die Säule des Strafprozesses als auch sein Dach? Na? Wo solche Metaphern windschief in der Gegend stehen, ist die nächste RefPod-Folge nicht weit! Anna Pake und Lisa Walter, beide Richterinnen und AG-Leiterinnen, füllen in dieser zweiten Folge zu den Beweisverwertungsverboten die in der ersten Folge erarbeiteten Grundlagen mit Leben. Das tun sie anhand vieler Beispielsfälle, unter anderem zu den Fragen, wann wie wer durch wen worüber zu belehren ist und wo die Grenze zwischen erlaubter kriminalistischer List und unzulässiger Täuschung verläuft. Mithilfe dieser klausurrelevanten - und echten Klausuren entnommenen! - Beispielsfälle legt Ihr quasi das Fundament des Hauses, dessen Dach zugleich eine Säule…Ihr wisst schon. Freut Euch auf Folge 3 in der kommenden Woche - und viel Spaß beim Hören!
BGH zur Verwertbarkeit bei unterbliebener audiovisueller Aufzeichnung der Beschuldigtenvernehmung: Beschluss vom 12.03.2025 - 4 StR 329/24
Kapitelmarken:
00:00 Begrüßung & Rückblick auf Teil 1
01:53 Klausurtipp: Beweisverwertungsverbote im Schmitt/Köhler
03:21 Beschuldigtenangaben als Klausurproblem
05:48 Nemo-tenetur-Grundsatz: Niemand muss sich selbst belasten
08:23 Der formelle Vernehmungsbegriff
10:12 Wann wird aus einem Zeugen ein Beschuldigter?
15:22 Beschuldigtenbelehrung nach §§ 163a IV 1, 136 StPO
21:39 Recht auf Verteidigerkonsultation
27:47 Recht auf einen Pflichtverteidiger
34:05 Ausländische Beschuldigte
41:14 Anwesenheitsrechte des Verteidigers
44:20 Audiovisuelle Aufzeichnung der Beschuldigtenvernehmung
47:02 § 136a StPO: Verbotene Vernehmungsmethoden
48:22 Täuschung oder zulässige kriminalistische List?
52:34 Belehrung nach Festnahme nach §§ 127 IV, 114b II StPO
54:50 Fazit & Ausblick auf die Fortsetzung
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Disclaimer: Der Podcast beinhaltet ausschließlich persönliche Ansichten der Podcasterinnen und Podcaster und insbesondere keine offiziellen Standpunkte der Justizprüfungsämter. - Es ist doch einfach ungerecht: Jahrelang wird einem eingebläut, dass in Gutachten/Urteilen (oder Anklageschriften) alle relevanten Sachverhaltselemente berücksichtigt werden sollen. Und dann das: Es gibt Fälle, in denen das gerade NICHT gelten soll, vielmehr so getan wird (und werden muss!), als wäre etwas tatsächlich Bekanntes nicht ermittelt. Und damit nicht genug: Dadurch wird der Fall zwar sachverhaltsärmer, aber im Gegenzug begründungsintensiver! Genug der kryptischen Andeutungen (Ihr habt die Folgenbeschreibung doch ohnehin bereits gelesen!) – in dieser ersten Folge einer zweiteiligen Reihe geht es um Beweisverwertungsverbote, und zwar in allen drei strafrechtlichen Klausurtypen. Anna Pake und Lisa Walter, beide Richterinnen und AG-Leiterinnen, nehmen Euch in dieser ersten Folge einer mehrteiligen Reihe an die Hand und führen Euch absolut souverän durch relativ bedeutsames Gelände; immer abwägend und sich nie im (Rechts-)Kreis drehend. Mit Euch pflücken sie – Widerspruch ist insoweit zwecklos – die Früchte des verbotenen Baums und verwerten sie manchmal auch dann und dort, wo ihnen die Erhebung nicht gestattet war, aber hypothetisch gestattet gewesen wäre. Na, alle Anspielungen in den beiden letzten Sätzen verstanden? Wenn nein: Folge hören! Wenn ja: trotzdem Folge hören! Viel Spaß!
Kapitelmarken:
00:00 Begrüßung & Vorstellung
05:00 Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im Strafprozess
08:59 Beweiserhebungsverbot vs. Beweisverwertungsverbot
13:11 Absolute und relative Beweisverwertungsverbote
14:15 Das Prüfungsschema für die Klausur
15:54 Absolute Beweisverwertungsverbote
25:04 Relative Beweisverwertungsverbote: Rechtskreistheorie & Abwägungslehre
29:00 Die wichtigsten Abwägungskriterien
37:47 Die Widerspruchslösung
40:59 Fernwirkung und Fortwirkung
43:00 „Fruit of the Poisonous Tree“ – und die Lösung des BGH
48:46 Beweisverwertungsverbote in der Klausur
49:07 Die Anklageklausur: Beweisverwertungsverbote im A-Gutachten
57:38 Beweisverwertungsverbote in der Urteilsklausur
01:00:57 Beweisverwertungsverbote in der Revisionsklausur
01:04:57 Verabschiedung
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Disclaimer: Der Podcast beinhaltet ausschließlich persönliche Ansichten der Podcasterinnen und Podcaster und insbesondere keine offiziellen Standpunkte der Justizprüfungsämter. - Wenn Ihr in grauen Stunden und an düsteren Tagen mal wieder zweifelt, wofür sie eigentlich gut sein soll die ganze Quälerei mit Jura und dem Examen, dann lasst euch einen guten Grund - eigentlich den besten - zurufen: „Ihr macht den Unterschied!“ Und wer ruft Euch das zu? Bettina Limperg, Präsidentin des Bundesgerichtshofs! Auch sie war Studentin und Referendarin und kennt ihn daher gut, den (Selbst-)Zweifel - aber eben auch, was man aus und mit ihm alles machen und erreichen kann. Um diese Macht des Zweifelns (und die des Teilens!) geht es in diesem Gespräch mit Christian Walz, Richter und AG-Leiter, unter anderem. Anekdotenreich, persönlich und nahbar spricht Bettina Limperg von ihren ersten Schritten in die und in der Welt des Rechts. Außerdem stellt sie sich Euren Fragen, die Ihr - liebe Hörerinnen und Hörer - zahlreich über unseren Instagram-Kanal eingereicht habt (danke!). Wie hat sich eigentlich die BGH-Präsidentin auf ihr Examen vorbereitet und lassen sich daraus vielleicht ganz handfeste Tipps für Eure eigene Vorbereitung ableiten (Spaziergänge im Wald!)? Warum ist es eigentlich häufig besser, etwas als nichts zu sagen, und wieso sollte man sich nicht einschüchtern lassen von denen, die alles zu wissen glauben? Und zuletzt geht es noch um den Beruf der Richterin oder des Richters. „Was stört Euch daran?“, das haben wir Euch gefragt - und konfrontieren Bettina Limperg in dieser Folge mit euren Antworten. Seid gespannt! Und nun - viel Spaß beim Hören dieses „Sommerinterviews". Und niemals vergessen: IHR macht den Unterschied!
Hier kommt Ihr zu der sog. Montagspost.
Die nächste reguläre RefPod-Folge erscheint nach der Sommerpause am 1. September 2026!
Kapitelmarken:
00:00 Einleitung
01:18 Rückblick auf das eigene Referendariat
03:24 Examensvorbereitung: Respekt, Unsicherheit und Wortführer
06:31 Die Kunst des Zweifelns und der Mut zum unvollkommen Gesagten
10:22 Mündliche Prüfung: Mit Nichtwissen und Methodik umgehen
13:35 Lernstrategie, Grundlagenwissen und Mut zur Lücke
19:07 Aktuelle Rechtsprechung und die „Montagspost“ des BGH
21:55 Nicht irre werden: Ausgleich, Entspannung und realistische Ziele
25:00 Alternative Lösungswege statt vermeintlich einziger Musterlösung
28:04 Methodik, gesundes Judiz und Arbeit am Sachverhalt
31:09 Urteilsklausur: Tatbestand oder Entscheidungsgründe zuerst?
32:44 Was die BGH-Präsidentin rückblickend anders machen würde
35:15 Prüfungsstress, Internetforen und „numquam retrorsum“
37:27 Motivation: Warum sich die Examensvorbereitung lohnt
41:09 Berufswahl und die Befriedungsfunktion richterlicher Arbeit
46:26 Besoldung der Richter:innen
49:06 Ausstattung und Digitalisierung der Justiz
51:09 Gefährdet KI den Richterberuf?
54:21 Einsatzort und ungeliebte Rechtsgebiete
59:29 Vereinzelung oder Teamarbeit in der Justiz?
01:02:01 Wenige Aufstiegsmöglichkeiten als Richter:in
01:04:08 Unabhängigkeit, Parteibuch und Vorgesetzte
01:06:11 Dranbleiben und an sich glauben!
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Disclaimer: Der Podcast beinhaltet ausschließlich persönliche Ansichten der Podcasterinnen und Podcaster und insbesondere keine offiziellen Standpunkte der Justizprüfungsämter. - RefPod ist in der Sommerpause. Die nächste reguläre Folge wird am 01.09.2026 erscheinen :) Vorher wird es noch eine Bonus-Folge geben - seid gespannt!
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Der offizielle Podcast der Justiz NRW zum Jura-Referendariat. Produziert vom OLG Hamm.
Wie schreibe ich ein Urteil und wer soll sich eigentlich diese ganzen Formalia merken? Warum vergehen 5 Stunden während einer Klausur immer viel schneller als im echten Leben? Was mache ich, wenn ich mal wieder überhaupt keine Lust aufs Lernen habe? Und was war noch mal dieses materielle Recht? Diese und viele weitere Fragen behandelt RefPod – der Podcast zum Jura-Referendariat. Hier tauscht sich Christian Walz, Richter und AG-Leiter, mit AG-Leiterinnen und -Leitern, Expertinnen und Experten aus der Praxis sowie Referendarinnen und Referendaren über alle möglichen Themen rund um das Referendariat aus. Neue Folgen erscheinen (meistens) dienstags.
RefPod ist ein Angebot der Justiz NRW, produziert vom OLG Hamm.
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