Unter Büchern mit Katrin Schumacher
Mitteldeutscher Rundfunk

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- Wir waren unterwegs auf dem Festival Literatur JETZT! mit dem Leseabend "Literatur im Gym" .... Cécil Ludwig Röski hat seinen Roman "Trizeps Royal" (Leykam) mitgebracht und Res Sigusch das Buch "Unbegründete Ängste" (Piper Verlag).
Beide haben Literarisches Schreiben in Hildesheim und Leipzig studiert. Res Sigusch, Jahrgang 1993 in Jena geboren, lebt mittlerweile in Berlin, Cécil Röski, der 1994 in Schleswig-Holstein zur Welt kam, lebt in Sachsen-Anhalt. Für beide ist es der zweite Roman – und beide schicken ihre sehr besonderen Hauptfiguren ins Fitnesstudio.
Es moderiert Katrin Schumacher. - Die Bücher der Sendung:
Annika Büsing: "Magisch": Mehrfach ausgezeichnet für den Roman "Nordstadt" ist das bereits ihr vierter Roman. Vorgestellt von Rainer Moritz
Hendrik Bolz: "Aus Ruinen": Das neue Buch von dem Rapper, Podcaster und Bestseller-Autor ist eine Fortsetzung von "Nullerjahre". Vorgestellt von Kais Harrabi
Lauren Groff: "Raufbold": Die Schriftstellerin wurde in Cooperstown, New York, geboren – jenem Ort, den man am ehesten mit dem amerikanischen Nationalschriftsteller James Fenimor Cooper in Verbindung bringt. In ihrem ersten Roman "Die Monster von Templeton" nimmt sie darauf Bezug. Ihr neues Buch vereint Kurzgeschichten, von Stefanie Jacobs ins Deutsche übersetzt. Vorgestellt von Ulrich Rüdenauer
Franziska Haug (Hg.): "bin weiblich, bin männlich, doppelt": Das Queere ist vor allem in der Popkultur zu einer Chiffre für das Andere, Neue und auch Widerständige schlechthin geworden. Aber war es das womöglich auch schon in der DDR? Vorgestellt von Jörg Schieke
Irvine Welsh: "Men in Love": An Trainspotting erinnert sich bestimmt jeder, zumindest an die völlig durchgeknallte Verfilmung von Danny Boyle. Der Autor hat die Helden des Romans in drei weiteren Büchern gefeiert und jetzt kommt in deutscher Übersetzung das vierte, übersetzt von Stephan Glietsch. Vorgestellt von Stefan Maelck
Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. "Kritik der Pinie" – so wird er heißen, der in diesem Herbst erscheinende neue Gedichtband von Durs Grünbein. Er liest das Gedicht "Kaleidoskop" aus dem Buch: "Die Jahre im Zoo". - Heike Geißlers Roman "Michaela Kohlhaas" ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt.
Heike Geißler, die im Herbst den Sächsischen Literaturpreis bekommen wird, denkt gemeinsam mit Moderatorin und Unter-Büchern-Host Katrin Schumacher darüber nach und vertont einen Teil ihres Textes.
Eine Aufzeichnung aus dem Societätstheater vom 16. September 2026 – und eine Kooperation mit dem Dresdner Festival "Literatur JETZT!" - Die Bücher der Sendung:
Kerstin Preiwuß: Rodeo
Der neue Gedichtband der Leipziger Dichterin und Professorin am Deutschen Literaturinstitut führt in die Biografie von Kay. Daraus entsteht ein irrer Ritt mit Vokabeln aus Politik, Geschichte, heutigem Medienbetrieb und sehr vielen Pop-Zitaten. Jörg Schieke stellt den Gedichtentwurf vor, der sehr wagemutig aufs Große und Ganze geht – auf das, was in deutscher Lyrik heute an Brüchigkeit, an Assoziationskraft, auch an Rücksichtslosigkeit möglich ist.
Siri Ranva Hjelm Jacobsen: Meeresbriefe
In ihrem ökozentrischen Prosapoem zieht uns die dänische Autorin in eine Korrespondenz zwischen den beiden Schwestermeeren Atlantik und Mittelmeer. In den Briefen erfahren wir vom Plan: endlich wieder zu einer einzigen Wassermasse zusammenzuwachsen, die dann die Erde bedeckt. Zart und klar kommt diese maritime Poesie daher – Katrin Schumacher stellt sie vor.
Wagnis Verlagsgündung: Wasser publishing
Einen Verlag zu gründen, ist ein mutiges Unterfangen, das Stefanie Jaksch vor anderthalb Jahren gewagt hat. Nun legt sie das dritte Programm vor. Darüber und über das Verlegen überhaupt ist sie im Gespräch bei "Unter Büchern".
Björn Hayer (Hg.): Aus einer geschützten Ecke heraus lässt du den Raum entstehen
In diesem Band versammelt sich utopische Dichtung der Gegenwart: Zeitgenössische Lyriker*innen suchen nach Hoffnungspoetiken. Sie hinterfragen die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt, kreieren neue Welten und scheuen nicht vor Kritik am Utopischen zurück. Jörg Schieke stellt die Anthologie vor. - Bücher der Sendung:
Shida Bazyar: "Die Lücken"
Gerade wurde bekannt, dass dieser Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht: als Anwärter für einen der fünf besten Romane des Jahres. Er spielt in dem fiktiven Dorf Heimesbach im Hunsrück. Es ist kein Geheimnis, dass Hermeskeil, Shida Bayzars Heimatstadt, dafür Pate gestanden hat. Es geht um das Schweigen nach den Verbrechen im Nationalsozialismus, die im Titel erwähnten "Lücken", die dieses Schweigen produziert und die Verantwortung, die es bedeutet, an einem solchen Ort zu leben. Leonie Berger hat das Buch gelesen und die Autorin getroffen.
Hans Woller: "Thomas Mann. Ein politisches Leben."
Der Film "Vaterland" sorgt derzeit für volle Kinosäle. Das Interesse an deutscher Geschichte, an Identität und an der Frage, wie Intellektuelle auf politische Krisen reagieren, scheint ungebrochen. Passend dazu ist eine neue Thomas-Mann-Biografie erschienen: "Thomas Mann. Ein politisches Leben" von dem Historiker Hans Woller. Jan Schönfelder hat das Buch gelesen und auch auf die Frage geantwortet: Brauchen wir wirklich noch eine weitere Thomas-Mann-Biografie?
Monika Maron: "Vier Minuten"
Die Autorin wurde in den 90er-Jahren durch ihren Roman "Flugasche" bekannt – das Buch über Umweltzerstörungen durfte in der DDR nicht erscheinen. Seitdem war sie Autorin des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. Der beendete vor einigen Jahren die Zusammenarbeit mit ihr wegen vermeintlich politisch unkorrekter Aussagen zu Migration und Islam – was zu einer heftigen Feuilleton-Debatte führte. Die Autorin wurde im Juni dieses Jahres 85 Jahre alt. Vor Kurzem sind ihre Tagebücher erschienen. Und nun ein neuer Roman. Dirk Fuhrig stellt ihn vor.
Marcus Andreas Mohr: "#verhaftet. Eine Ortsbegehung"
Marcus Andreas Mohr ist Fotograf und Medienkünstler, Autor, Lyriker und arbeitet der Schnittstelle zwischen Bild, Text und Erinnerung: "Vielleicht ist Kunst nichts anderes als die Verwandlung von Verhaftung in Freiheit – und das Erzählen nichts anderes als der Versuch, diese Freiheit zu teilen." Dieser Erkenntnis liegt seine eigene Geschichte zugrunde, die ihn 1987 mit 15 Jahren für acht Wochen in eine Untersuchungshaftanstalt in Halle (Saale) brachte. Nun hat er diesen Ort noch einmal in Fotografien festgehalten und mit Texten kompiliert zu einem beeindruckenden Band. Im Gespräch erzählt er von dem künstlerischen Gang in die Vergangenheit.
Books by People – Ein Siegel für menschengemachte Literatur Wie sollen wir in Zukunft wissen, ob wir ein menschengemachtes oder ein mit KI generiertes Buch lesen? Ein Siegel, das in Großbritannien entwickelt wird, soll Abhilfe schaffen. Lisa-Maria Röhling berichtet aus London.
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Über Unter Büchern mit Katrin Schumacher
Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen … In „Unter Büchern“ taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.
Podcast-WebsiteHöre Unter Büchern mit Katrin Schumacher, #Ausgelesen – der Bücher-Podcast und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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