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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
Neueste Episode

13 Episoden

  • Die sogenannte Gegenwart

    Warum haben wir immer weniger Sex?

    13.07.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Bis vor Kurzem war es noch so: Wer in einer Beziehung war, setzte über
    die Zeit Speck an, wurde insgesamt gemütlicher und genügsamer. Heute
    sieht man langjährig verheiratete und verpartnerte Männer und Frauen,
    die sich Sixpacks antrainieren und alles tun, um fit und sexy zu
    bleiben. Ganz so, als würden sie sich vorbereiten für den Dating-Markt –
    auf den sie aber gar nicht mehr zurückwollen. Gleichzeitig zeigen Daten:
    Auch junge Menschen haben weniger Sex als früher. Und das, obwohl sie im
    Zeitalter von Social Media und Internet-Pornografie beständig explizite
    erotische Inhalte konsumieren. Was ist da los? Warum scheinen wir heute
    so »oversexed but underfucked« wie noch nie? Liegt es an den
    Smartphones, die uns süchtig gemacht haben und in einen ständigen
    Dopaminrausch versetzen, bis wir körperliche Lust gar nicht mehr
    brauchen? Liegt es an einer neuen Scheu davor, sich auf jemand anderen
    einzulassen? Und was genau verbindet eigentlich den modernen Feminismus
    mit dem, was schon Augustinus in der Antike über den menschlichen
    Sexualtrieb gedacht hat? Diese Fragen diskutieren Nina Pauer, Lars
    Weisbrod und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilleton-Podcasts
    Die sogenannte Gegenwart.

    Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Die Suche nach den Nazis in unseren Familien

    29.06.2026 | 1 Std. 29 Min.
    Die Suchfunktion könnte einfacher kaum sein: Man tippt bloß schnell
    einen Namen ein, und schon ploppt der Treffer auf – oder eben auch
    nicht. Das Onlinetool der ZEIT, mit dem man in Sekundenschnelle die
    NSDAP-Mitgliederkartei nach eigenen Familienangehörigen durchsuchen
    kann, wurde und wird nach wie vor extrem viel genutzt. Nie schien es so
    einfach, deutsche Familiengeschichte während der Nazizeit direkt zu
    recherchieren. Und nie war das Interesse daran größer. 

    Doch woher kommt eigentlich diese plötzliche Dringlichkeit, noch einmal
    genauer in die Vergangenheit zu schauen, über die wir doch eigentlich,
    sozialisiert durch Schulunterricht und stets präsente nationale
    Erinnerungskultur in Deutschland, schon sehr viel wissen könnten? Liegt
    es daran, dass die Zeitzeugen nun nicht mehr am Leben sind und man ihr
    Handeln in der Vergangenheit vermeintlich unabhängiger recherchieren
    kann? Und welche Rolle spielt der Wunsch, sich historisch von den
    Menschen, die Hitler wählten, abzugrenzen, dadurch, dass man sie
    »historisch dingfest« macht, ein Reflex, vor dem der Zeithistoriker Götz
    Aly Nachgeborene warnt? 

    »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, so heißt sein
    Buch, über das Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen Folge des
    Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart« sprechen und dabei
    feststellen: Zur eigenen Geschichte ist in der Tat immer noch nicht und
    womöglich nie abschließend alles gesagt.

    Shownotes:

    - Götz Aly: »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«,
    Fischer 2025
    - Götz Aly zu Gast im Podcast »Jung und Naiv«
    - ZEIT-Dokupodcast » Deutsche Geister«
    - Ijoma Mangold: »Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte«, Rowohlt
    2017

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge ungefähr bei Minute 20.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Wie links sind die Rechtspopulisten?

    15.06.2026 | 1 Std. 25 Min.
    Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und
    Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart
    hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die
    vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die
    längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

    So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In
    seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen:
    Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und
    kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen
    Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien
    versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt
    man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien
    gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow
    hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische
    Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen
    Interessen vertreten sehen.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma
    Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über
    »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

    Shownotes:

    - Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
    - Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen
    Aussagen
    - Das Interview mit Wolfgang Streeck

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

    01.06.2026 | 1 Std. 24 Min.
    Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man
    schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete
    vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen »Vogue«. Auf
    TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche
    Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich
    fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen,
    ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das
    Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen
    die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu
    Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt
    sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im
    Netz und in der Presse diskutiert wird. 

    Auch im Feuilletonpodcast »Die sogenannte Gegenwart« fragen Nina Pauer
    und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität?
    Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie
    uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 18.
    SHOWNOTES
    Text aus der »Vogue«: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

    Text aus dem »Süddeutsche Magazin« von Nele Sophie Karsten: »Wie soll
    ich einen Mann lieben?«
    Text aus der »Welt« von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum
    ich Frauen nicht mehr brauche«
    Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«
    Julia Werthmanns Text im Magazin »Jacobin«: »Entromantisierung ist keine
    Emanzipation«

    Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff
    ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«
    Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch »The Right to Sex«.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12.01.2026 | 4 Min.
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    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
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Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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Generated: 7/17/2026 - 8:09:00 PM