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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
Neueste Episode

13 Episoden

  • Die sogenannte Gegenwart

    Wie links sind die Rechtspopulisten?

    15.06.2026 | 1 Std. 25 Min.
    Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und
    Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart
    hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die
    vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die
    längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

    So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In
    seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen:
    Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und
    kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen
    Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien
    versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt
    man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien
    gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow
    hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische
    Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen
    Interessen vertreten sehen.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma
    Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über
    »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

    Shownotes:

    - Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
    - Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen
    Aussagen
    - Das Interview mit Wolfgang Streeck

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

    01.06.2026 | 1 Std. 24 Min.
    Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man
    schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete
    vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen »Vogue«. Auf
    TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche
    Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich
    fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen,
    ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das
    Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen
    die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu
    Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt
    sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im
    Netz und in der Presse diskutiert wird. 

    Auch im Feuilletonpodcast »Die sogenannte Gegenwart« fragen Nina Pauer
    und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität?
    Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie
    uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 18.
    SHOWNOTES
    Text aus der »Vogue«: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

    Text aus dem »Süddeutsche Magazin« von Nele Sophie Karsten: »Wie soll
    ich einen Mann lieben?«
    Text aus der »Welt« von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum
    ich Frauen nicht mehr brauche«
    Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«
    Julia Werthmanns Text im Magazin »Jacobin«: »Entromantisierung ist keine
    Emanzipation«

    Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff
    ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«
    Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch »The Right to Sex«.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Sind Intellektuelle wirklich Avantgarde?

    18.05.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Wie sollen wir noch ein gutes Leben führen, wenn wir von unseren
    digitalen Endgeräten abhängig sind? Ist ein kluger Denker auch ein guter
    Vater? Ist die Digitalisierung wirklich unser Unglück? Und wie kann man
    noch unterscheiden zwischen Wahrheit und Fiktion? Um diese großen Fragen
    – und noch einige mehr – geht es dem Dichter und Schriftsteller Ben
    Lerner in seinem neuen, knapp 160 Seiten dünnen Roman »Transkription«.

    Da besucht ein Mann mittleren Alters seinen hochbetagten Professor und
    Mentor in einer Universitätsstadt an der amerikanischen Ostküste, einen
    berühmten Filmemacher und Kultintellektuellen. Mit ihm möchte er noch
    einmal ein letztes großes Interview führen. Leider ist ihm im Hotel sein
    iPhone ins Waschbecken gefallen und kaputtgegangen. So steht er da ohne
    Aufnahmegerät (was er verschweigt, weil es ihm peinlich ist) und muss
    die Gedanken und Geistesblitze des Orakels im Nachhinein aus dem
    Gedächtnis rekonstruieren. Ist das schon eine Verfälschung der
    Wirklichkeit, oder gibt es ohnehin gar keine Echtheit?

    Ijoma Mangold und Lars Weisbrod haben das Buch gelesen und diskutieren
    in der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart«: Ist »Transkription«
    echte Avantgarde-Literatur? Oder bloß die Simulation von kritischer
    Weltbeobachtung für Feuilletonisten?
    Shownotes

    Ben Lerner: »Transkription«. Roman. Übersetzt von Nikolaus Stingl.
    Suhrkamp Verlag, Berlin 2026. 160 Seiten, 24 Euro

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Ist Gentle Parenting am Ende?

    04.05.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Begleiten statt Kontrollieren, Verständnis statt Autorität,
    Co-Regulieren statt Bestrafen – Millennial-Eltern wollten mit ihren
    Kindern alles anders machen. Und sie haben ihren hohen
    Erziehungsanspruch auch lang durchgehalten – auch, wenn sie dabei oft an
    ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus gingen. Denn dem Ideal des
    Gentle Parenting treu zu sein, bindungsorientiert und sanft zu erziehen,
    das ist alles andere als leicht. 

    Nun regt sich ausgerechnet bei den Eltern dieser Generation ein neuer
    Wunsch nach Strenge. Warum? Ist die einfühlsame Pädagogik nach hinten
    losgegangen, nicht zuletzt, weil sie einfach zu anstrengend ist? Oder
    führt die politische Zeitenwende auch zu einer Zeitenwende in
    Erziehungsfragen? Und schaffen es heutige Eltern, die ihre Kinder bisher
    von Strafen, Time-outs und harten Konsequenzen verschont hatten, die
    neue Strenge überhaupt umzusetzen? Darüber sprechen Nina Pauer und Lars
    Weisbrod, beide selbst Millennial-Eltern, in der neuen Folge des
    Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart«.
    Shownotes:

    - Der Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« von Adorno
    - Die CDC zu Time-outs
    - Der Text von Caroline Rosales
    - Der »Guardian« über FAFO
    - Der Text von Tillmann Prüfer
    - Die Studie zu Gentle Parenting
    - Millennial- und Boomer-Mutter-Reel

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12.01.2026 | 4 Min.
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Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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Generated: 6/19/2026 - 12:56:52 AM