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Die RAF in Hessen

Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Die RAF in Hessen
Neueste Episode

18 Episoden

  • Die RAF in Hessen

    Operation Thunderbolt: Geheimdienst, Kommandoeinsatz und die Lehren für Deutschland

    04.07.2026
    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartnerinnen: Shelley Harten, Robert Wolff, Annette Vowinckel

    Zitator: Nils Thorben Bartling

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Folgenbeschreibung

    In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 1976 landet ein israelisches Kommando unbemerkt auf dem Flughafen von Entebbe – und befreit in weniger als einer Stunde über hundert Geiseln. Was wie ein Hollywoodfilm klingt, war das Ergebnis akribischer Planung, geheimdienstlicher Netzwerke und eines entscheidenden Vorteils: Die Israelis kannten das Terminal, weil sie es selbst gebaut hatten. In dieser zweiten Folge unserer Entebbe-Doppelfolge blicken wir hinter die Kulissen der Operation Thunderbolt – und fragen, was der Tod von Kommandeur Jonathan Netanyahu bis heute für die israelische Politik bedeutet, welche Rolle GSG-9-Gründer Ulrich Wegener dabei spielte und warum Entebbe der Schlüssel zu Mogadischu war.

    Timestamps

    00:09 – Samstagnacht in Entebbe: Die israelische Kommandoaktion beginnt

    01:09 – Rückblick: Was bisher geschah

    02:24 – Israels Staatsdoktrin: Kein Unterschied zwischen Zivilisten und Soldaten

    04:31 – Der Plan: 3600 Kilometer, ein falscher Mercedes und ugandische Uniformen

    07:40 – GSG-9-Gründer Wegener in Entebbe: Das geheime Informationsnetz

    09:48 – Der Angriff auf das Terminal

    13:25 – Bilanz: 102 Geiseln befreit, Jonathan Netanyahu tot

    14:45 – Jonathan Netanyahu: Vom Kommandeur zum israelischen Mythos

    18:14 – Entebbe und der Yom-Kippur-Krieg: Kollektive Selbstvergewisserung

    22:04 – Die deutsche Perspektive: Was die BRD aus Entebbe lernt

    27:58 – Von Entebbe nach Mogadischu: Eine dreistufige Lehre



    Literatur und Links

    Wolff, Robert: Blinde Flecken, Erzählungen, Mythen. Neue Perspektiven auf die Flugzeugentführung nach Entebbe 1976. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Bd. 71 (2023), Heft 3, S. 525–555. https://doi.org/10.1515/vfzg-2023-0026

    Wolff, Robert: Im Schatten der »Landshut«. Die Geschichte der Flugzeugentführung nach Entebbe. Frankfurt am Main: Campus Verlag, 2024. https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/geschichte/im_schatten_der_landshut-17465.html

    Harten, Shelley: Reenactment eines Traumas: Die Entebbe-Flugzeugentführung 1976. Deutsche Terroristen in der israelischen Presse. Marburg: Tectum, 2012.

    Vowinckel, Annette: Flugzeugentführungen. Eine Kulturgeschichte (Geschichte der Gegenwart, Bd. 2). Göttingen: Wallstein, 2011.

    Wegener, Ulrich / Zander, Ulrike / Biermann, Harald (Hg.): GSG 9 – Stärker als der Terror. 2., überarb. Auflage. Münster: LIT Verlag, o.J
  • Die RAF in Hessen

    Die Flugzeugentführung nach Entebbe

    04.07.2026 | 35 Min.
    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Robert Wolff, Annette Vowinckel, Shelley Harten

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Folgenbeschreibung

    Am 27. Juni 1976 entführen vier bewaffnete Täter einen Air-France-Flug nach Entebbe in Uganda – darunter zwei Deutsche aus der Frankfurter Linksszene: Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Was folgt, ist eine der dramatischsten Geiselnahmen der 1970er-Jahre. In dieser ersten von zwei Folgen beleuchten wir, wie Flugzeugentführungen zu einer politischen Waffe wurden, was es mit der berüchtigten „Selektion" von Entebbe auf sich hat – und welche Rolle der ugandische Diktator Idi Amin wirklich spielte. Mit Historikerin Annette Vowinckel, Kuratorin Shelley Harten und Historiker Robert Wolff.

    Timestamps Folge 16

    00:04 Flug 139: Die Entführung beginnt

    00:51 Entebbe und der Frankfurt-Bezug

    02:57 Flugzeugentführungen als politische Waffe der 1970er Jahre

    05:57 Keine Sicherheitskontrollen: Wie Athen zur Drehscheibe wurde

    07:27 Was an Bord von Flug 139 passierte

    10:42 Die Selektion im Terminal von Entebbe

    14:17 Taktisches Kalkül statt Ideologie? Robert Wolffs These

    17:45 Böse und Kuhlmann: Vom Roten Stern Verlag zur PFLP-EO

    22:29 Wie Israel und die Bundesrepublik den Terror als gemeinsamen Feind sehen

    28:29 Idi Amin: Opportunist, kein Komplize

    29:50 Der ugandische Untersuchungsbericht – und Wadi Haddad in Entebbe

    Literatur und Links

    Wolff, Robert: Blinde Flecken, Erzählungen, Mythen. Neue Perspektiven auf die Flugzeugentführung nach Entebbe 1976. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Bd. 71 (2023), Heft 3, S. 525–555.

    Wolff, Robert: Im Schatten der »Landshut«. Die Geschichte der Flugzeugentführung nach Entebbe. Frankfurt am Main: Campus Verlag, 2024.

    Wolff, Robert: Zwischen persönlicher Schuld und praktischem Internationalismus: Die transnationalen Verflechtungen der Revolutionären Zellen. In: Adrian Hänni / Daniel Rickenbacher / Thomas Schmutz (Hg.): Über Grenzen hinweg. Transnationale politische Gewalt im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main: Campus, 2019, S. 281–305.

    Harten, Shelley: Reenactment eines Traumas: Die Entebbe-Flugzeugentführung 1976. Deutsche Terroristen in der israelischen Presse. Marburg: Tectum, 2012.

    Vowinckel, Annette: Flugzeugentführungen. Eine Kulturgeschichte (Geschichte der Gegenwart, Bd. 2). Göttingen: Wallstein, 2011.

    Vowinckel, Annette: Der kurze Weg nach Entebbe oder die Verlängerung der deutschen Geschichte in den Nahen Osten, in: Zeithistorische Forschungen 1 (2004), S. 236–254.

    Ugandischer Untersuchungsbericht zur Entführung von – im Stasi-Unterlagenarchiv Berlin.
  • Die RAF in Hessen

    §129a und seine Auswirkungen

    28.06.2026
    Fast 50 Jahre nach seiner Einführung steht §129a noch immer im Strafgesetzbuch. Der Paragraf wurde in den 1970er-Jahren als Reaktion auf die RAF geschaffen – und sollte eigentlich ein Notfallinstrument sein. Historiker Robert Wolff erklärt, wie §129a funktioniert, warum er die Grenze zwischen Sicherheitspolitik und Einschüchterung von Protest bis heute verwischt – und was Graffitisprüher, Otto Schilly und die Letzte Generation damit zu tun haben.

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Robert Wolff

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Timestamps

    00:00 Einleitung: §129a in Zahlen – heute

    00:32 Der Paragraf, der für die RAF erfunden wurde

    02:00 Der RZ-Anschlag auf das IG Farbenhaus

    04:17 Wie §129a entstand – und wofür er gedacht war

    06:33 Das Dilemma der Behörden und der Gruppentatbestand

    12:46 Neue Ermittlungsbefugnisse: Überwachung und Untersuchungshaft

    14:03 §129a in der Praxis: Ausweitung auf Graffitisprüher

    18:44 Otto Schilly: vom RAF-Anwalt zum härtesten Verschärfer

    21:46 Daniela Klette und §129a heute

    23:34 Aktualität: die Letzte Generation und das Terrorismusetikett

    Literatur und Links

    Robert Wolff: Aufsatz zu §129a

    Stammheim-Prozess: https://www.stammheim-prozess.de

    Zur Daniela Klette-Verurteilung: Urteil des Landgerichts Verden, Mai 2026
  • Die RAF in Hessen

    Ulrike Meinhofs Tod und der Kampf um die Deutungshoheit

    19.05.2026
    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Kevin Lenk

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    In dieser Folge geht es um den Tod von Ulrike Meinhof am 9. Mai 1976 in der JVA Stammheim – und um die politische Schlacht um seine Interpretation. War es Suizid oder Staatsmord? Warum wurde genau diese Frage zum Wendepunkt für die RAF und die bundesdeutsche Linke? Gemeinsam mit Historiker Kevin Lenk analysieren wir die Ereignisse, die Beerdigung, die publizistischen Kämpfe und den langfristigen Wandel der linken Debattenkultur.

    Timestamps Folge 14

    00:00 Der Morgen in Stammheim

    00:42 Suizid oder Mord?

    01:18 Die Auffindesituation in der Zelle

    02:24 Die RAF reagiert

    03:08 Die „Welt“ veröffentlicht die Spaltungsthese

    04:16 Warum die Suizidthese eine Katastrophe für die RAF war

    05:21 Die Gegenoffensive der RAF-Anwälte

    08:03 Die Beerdigung als politische Bühne

    08:50 Die Trauerreden und der Streit um Meinhofs Vermächtnis

    11:32 Pastor Gollwitzer und die Krise der Linken

    12:35 Die Entstehung der „Gegen-Meinhof“

    13:42 Die RAF verliert die Deutungshoheit

    14:34 „Letzte Texte von Ulrike“ – ein publizistischer Flop

    16:25 Der Streit um Brückners Buch

    19:56 Die internationale Untersuchungskommission

    21:19 Mord oder Selbstmord? Vielleicht die falsche Frage

    22:52 Joschka Fischer fordert die Abkehr von der Stadtguerilla

    24:37 Meinhof als tragische Identifikationsfigur

    25:01 Das entnommene Gehirn und die Pathologisierung der RAF

    27:15 Ausblick auf die nächste Folge

    Literatur und Links:

    Lenk, K.: Tod und Gemeinschaft. Die politische Instrumentalisierung der Toten des deutschen Linksterrorismus 1971–1977, Berlin: De Gruyter Oldenbourg, 2024 (in Druck): https://www.degruyter.com/document/isbn/9783111504377/html?lang=de .

    Internationales Komitee zur Verteidigung politischer Gefangener in Westeuropa (Hrsg.): Letzte Texte von Ulrike. Eigendruck im Selbstverlag, 1976.

    https://socialhistoryportal.org/sites/default/files/raf/0019760600_01_2.pdf

    Peter Brückner: Ulrike Meinhof und die deutschen Verhältnisse. Berlin: Klaus Wagenbach, 1976.

    Stammheim Protokoll 109. Verhandlungstag

    https://www.stammheim-prozess.de/109-verhandlungstag/



    Zeitschriften und Periodika

    konkret (Zeitschrift)

    Info BUG (Berliner Undogmatischer Gruppen) / Info HUG (Hamburger undogmatischer Gruppen)

    Pflasterstrand (Frankfurter Stadtmagazin)
  • Die RAF in Hessen

    Operation Müll: Der Abhörskandal um Atommanager Klaus Traube

    03.03.2026
    Ein Atommanager, ein internationaler Terrorist – und eine geheime Abhöraktion. In dieser Folge erzählen wir die Geschichte von Klaus Traube und der Operation „Müll“, einer spektakulären Überwachungsaktion der Sicherheitsbehörden in den 1970er-Jahren.

    Nach dem OPEC-Anschlag gerät Traube wegen seiner Kontakte in die radikale linke Szene rund um Hans-Joachim Klein und die Frankfurter Anwältin Inge Hornischer ins Visier der Ermittler. Aus Angst, Terroristen könnten Zugriff auf nukleares Wissen oder Atomkraftwerke bekommen, beschließen die Behörden, sein Haus heimlich zu verwanzen.

    Was folgt, ist ein Spionagekrimi: Ein nächtlicher Einbruch, eine geheime Wanze – und später ein politischer Skandal, der bis in die Bundesregierung reicht. Als ein Magazin die Aktion öffentlich macht, beginnt eine Debatte über Bürgerrechte, Geheimdienste und die Frage: Wie weit darf ein Staat im Kampf gegen Terrorismus gehen? Eine Folge über Kontaktschuld, Sicherheitsdenken in den 1970er-Jahren und einen der größten Abhörskandale der alten Bundesrepublik.

    Moderation: Duška Roth und Lorenz Hoffmann

    Interviewpartner: Marcel Schmeer und Robert Wolff

    Musik: Henrik von Holtum

    Abmischung: Henrik von Holtum

    Timestamps

    00:00 – Ein Atommanager in der linken Szene: Wer ist Klaus Traube?

    01:23 – Neue Staffel: Terror, Politik und die RAF im Jahr 1976

    02:18 – Der OPEC-Anschlag: Wie Hans-Joachim Klein ins Zentrum rückt

    03:47 – Ein ungewöhnlicher Topmanager: Traubes Lebensstil sorgt für Misstrauen

    06:30 – Kontaktschuld: Bekanntschaft mit Terroristen?

    14:13 – Der Albtraum der Behörden: Terroristen und Atomkraftwerke

    16:30 – „Operation Müll“: Der heimliche Einbruch in Traubes Haus

    19:52 – Ein Skandal im Skandal: Geheimdienste überschreiten Grenzen

    24:04 – Sicherheit oder Freiheit? Der Staat im Anti-Terror-Modus

    32:52 – Der Spiegel enthüllt alles: Wie die Abhöraffäre öffentlich wird

    34:07 – Politische Folgen: Bundesinnenminister Werner Maihofer gerät unter Druck

    35:20 – Wer hat die Akten geleakt? Die Whistleblower-These

    38:33 – Klaus Traube in den Medien: Kampf um seine Rehabilitierung

    45:33 – Ein Leben im Schatten des Terrors: Das Stigma der Inge Hornischer

    48:50 – Vom Atommanager zum Atomgegner: Traubes zweites Leben

    51:23 – Fazit: Kontaktschuld, Überwachungsstaat und politische Folgen
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Über Die RAF in Hessen
Wir folgen in der Podcast-Reihe den Spuren der RAF in Hessen von den ersten Anschlägen der Gruppe im Mai 1972 bis zur Auflösung und zeigen, welche wechselvolle Geschichte das Land Hessen mit der Geschichte der RAF verbindet.
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Generated: 7/6/2026 - 5:03:26 AM