306 Episoden
- Hacks von Pat Parelli und aus dem Centered Riding
Dein Pferd wird beim Ausritt plötzlich immer schneller. Du hältst die Luft an. Es wird noch schneller. Wie man die Kontrolle zurück gewinnt beschreiben in dieser AUF TRAB Podcast-Folge drei erfahrene Pferdeprofis.
#ElisabethMusil, 3-Stern-Parelli-Instruktorin, betont, dass ein möglicher Notfall schon lange vor dem Ausritt geübt werden sollte. Hilfreich sei den Hals des Pferdes zu einer Seite zu biegen und die Hinterbeine kreuzen zu lassen. So kann DeinPferd nicht nach vorne wegstürmen.
#MartinWimmer, 4-Stern-Parelli-Instruktor erklärt für das „Eindrehen“ des Pferdes die nützlichen Tools von Natural Horseman Pat Parell: den One-Rein-Stop, das seitliche Biegen und den sogenannten Trompetengriff. Dabei geht esum langsame, bewusst ausgeführte Hilfen und um den richtigen Moment zum Nachgeben.
#RosiSchreiber-Jetzinger, staatlich geprüfte Reitlehrerin und Centered-Riding-Ausbildnerin Stufe 3 schwört auf Atemimpulse und innere Bilder: weiteratmen, einen imaginären Fallschirm öffnen und sich vorstellen, ein Buch ins Regal zu stellen – ein Wechselspiel von Zügelannehmen und Nachgeben.
Pat Parelli in Niederösterreich!
Wenn ihr neben Elisabeth und Martin auch #PatParelli höchst persönlich erleben wollt, dann gibt es für Schnellentschlossene dazu eine einmalige Gelegenheit: Am kommenden Dienstag, den 15. September im niederösterreichischen Sonnberg bei Hollabrunnab 9 Uhr. Das Thema des ganztägigen Seminars, an dem übrigens auch ich interessiert teilnehme werde ist sehr passend: „Relationship first“. Hier geht es zu den Onlinetickets:
https://www.pferdeshop.shop/de/kategorie/events
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und Ihre Welshies, die sich freuen, wenn Ihr den Podcast abonniert und weiterempfiehlt.
So funktioniert die Parelli-Technik beim Durchgehen:
+ Einen Zügel wählen: Niemals an beiden Zügeln gleichzeitig ziehen – ein panisches oder durchgehendes Pferdlegt sich auf das Gebiss und rennt gegen den Schmerz an.
+ Trompetengriff anwenden: Eine Hand gleitet mit geöffneten Fingern entlang des Zügels weit nach vorne zum Pferdehals (die Handhaltung erinnert an das Greifen einer Trompete).
+ Zügel heranholen & blockieren: Die Finger schließen sich fest um den Zügel, und die Hand wird sanft, aber bestimmt zurück in Richtung Oberschenkel oder Sattelgurt geführt und am Körperfixiert (nicht ruckartig reißen).
+ Hinterhand entkoppeln: Durch den Zug an nur einem Zügel wird der Kopf des Pferdes herumgenommen. Dadurch kreuzendie Hinterbeine (Disengagement der Hinterhand), das Pferd verliert seinen Vorwärtsschub und muss auf einer immer enger werdenden Volte langsamer werden, bis es steht.
Sobald das Pferd auch nur einen Schritt verlangsamt oder anhält, muss der Zügel sofort komplett nachgegeben werden, um das Stehenbleiben zu belohnen.
Typische Fehlerquellen:
+ Zu frühes oder zu spätes Nachgeben: Lässt du zu früh los, lernt das Pferd, sich freizureißen. Lässt du nach dem Anhalten nicht sofort los, erzeugst du Frust und Druck.
+ Gegenhalten mit dem zweiten Zügel: Der zweite Zügel muss komplett durchhängen.Steht er unter Spannung, blockierst du die Biegung und das Pferd rennt geradeaus weiter.
+ Ruckartiges Ziehen: Ein plötzlicher Ruck provoziert Gegendruck oder bringt das Pferd bei höherem Tempo aus dem Gleichgewicht. Der Zug muss flüssig, bestimmt und elastisch aufgebaut werden.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #Parelli #durchgehen #ausreiten #Vertrauen #Atmung - Wasser, Erde, Holz, Feuer oder Metall?
Ist dein Pferd eher ängstlich und vorsichtig, gemütlich und verfressen, sportlich und dominant, eine kleine Drama-Queen oder ein perfektionistischer Professor?
In der aktuellen Podcast-Folge von Auf Trab beschreibt die ganzheitliche Pferdetrainerin Kathrin Scheidl die fünf Pferdetypen nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entsprechend den fünf Elementen Wasser, Erde, Holz, Feuer und Metall.
Die Typisierung sage einiges über Charakter, Training, Haltung, Fütterung und mögliche gesundheitliche Schwachstellen aus.
Die fünf TCM-Pferdetypen in Kürze, alles Weitere hört ihr im Podcast:
💧 Wasserpferd / NierentypEher unscheinbar, vorsichtig und oft ängstlich. Diese Pferde brauchen einen ruhigen, souveränen Menschen, viel Lob sowie Vertrauens- und Gelassenheitstraining. Typisch können auch ein eher dünnes Langhaar und eine gewisse Empfindlichkeit im Rückenbereich sein.
🌱 Erdpferd / MilztypDer gemütliche Genießer unter den Pferden: kräftig gebaut, freundlich und meist unkompliziert in der Herde. Seine Lieblingsbeschäftigung ist fressen. Entsprechend wichtig sind Bewegung, eine angepasste Energieversorgung undhochwertige Mineralstoffe und Spurenelemente.
🌳 Holzpferd / LebertypDer Sportler unter unsersen Lieblingsvierbeiner: muskulös, leistungsbereit, mutig und oft ranghoch. Holztypen wollen gefordert werden und brauchen sportliche Aufgaben. Gleichzeitig können sie zu Muskelverspannungen sowie Problemen mit Hufen, Sehnen und Bändern neigen.
🔥 Feuerpferd / HerztypDas Pferd, bei dem alle hinschauen. Ausdrucksstark, temperamentvoll, kontaktfreudig – und gelegentlich eine kleine „Drama-Queen“. Feuertypen lieben Abwechslung, Shows und Publikum. Stress kann sich unter anderem auf die Verdauung auswirken.
⚙️ Metallpferd / LungentypFeingliedrig, sensibel und perfektionistisch – die „Professoren unter den Pferden“. Sie lieben Routine und präzise Arbeit. Hautprobleme und Allergien können bei diesem Typ eine Rolle spielen.
Und welcher Typ ist Dein Pferd? Diese AUF TRAB-Folge kann Dir weitere Hinweise geben.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und Ihre Welshies, die sich freuen, wenn Ihr den Podcast abonniert und weiterempfiehlt.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #TCM #Holz #Wasser #Herz #Metall #Erde
Fotos: Kathrin Scheidl, Bearbeitung AUF TRAB - Innere Bilder, Stimme und ausbalancierter Sitz als „Erste Hilfe"
Ziel müsse es sein, dass sich das Pferd ausdrucksvoll, gesund und mit Freude bewegt, ohne durch ständigen Druck oder Zwang dazu gebracht zu werden, sich zu präsentieren betont der klassische Dressurausbilder Guido Giffels. Eine vertrauensvolle Beziehung sei die Grundlage jeder Ausbildung.
Im Podcast AUF TRAB erklärt Guido, wie Pferde lernen, auf immer feinere Signale zu reagieren. Dabei beginnt die Hilfengebung für ihn nicht mit Schenkel oder Zügel, sondern mit einem klaren inneren Bild, der Stimme und einem ausbalancierten Sitz. Hilfen sollten sanft, eindeutig, reproduzierbar und bewusst eingesetzt werden.
In unserer gemeinsamen Podcast-Folge geht es außerdem um den verantwortungsvollen Einsatz von Gerte, Sporen und Kandare, den Umgang mit abgestumpften oder „sauer gerittenen“ Pferden und die Frage, woran man natürliche, physiologische Bewegung und zufriedenen Ausdruck überhaupt erkennt und was sich im Freizeit- und Turniersport vor allem verändern müsste, damit Reiten wieder harmonisch aussieht und es vor allem ist.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und Ihre Welshies.
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#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #KlassischeDressur #Pferdefütterung #pferdegerecht #Stimme #Freude #FeineHilfen
Fotos: Guido Giffels, Bearbeitung AUF TRAB - Dürre, verbrannte Weiden, knappe Vorräte und Heupreise, die vielerorts durch die Decke gehen...
Die aktuelle Raufutterkrise stellt Pferdehalter und Stallbetreiber vor große Herausforderungen. Doch wieviel Heu braucht ein Pferd tatsächlich? Was darf man ersetzen – und welche vermeintlichen Alternativen können sogar gefährlich werden?
In dieser Sonderfolge von Auf Trab spricht Julia Kistner mit Dr.#Sonja Berger von der Klinischen Abteilung für Interne Medizin Pferde der #Vetmed-UniWien darüber, wie Pferde trotz knapper Heuvorräte gesund durch den Herbst und den Winter kommen.
Die wichtigste Botschaft gleich vorweg: Bei der Rohfaser sollte nicht zu stark gespart werden. Als absolute Untergrenze gelten rund 1,7 bis 2 Kilogramm Heu bzw. Raufutter pro 100 Kilogramm Körpergewicht und Tag. Zu wenig Rohfaser kann Magen, Darm und Mikrobiom belasten und das Kolikrisiko erhöhen.
Wie weit kann man Heu mit Stroh strecken?
Hochwertiges Futterstroh kann einen Teil der Ration ersetzen – allerdings nicht unbegrenzt. Laut Sonja Berger sollten höchstens rund 30 Prozent der Raufutterration durchStroh ersetzt werden. Wichtig sind eine gute Qualität, möglichst wenig Staub und Schimmel sowie eine langsame Gewöhnung.
Besonders bei hungrigen Pferden kann eine zu schnelle oder zu große Strohaufnahme Verstopfungskoliken begünstigen.Auch bei sehr kurzem, meist stark behandeltem Stroh ist Vorsicht geboten.
Heunetze verlängern Fressdauer wenig.
Engmaschige Heunetze verlängern die Fressdauer weniger stark, als viele vermuten. Sie können aber helfen, Futterverluste durch Vertrampeln und Verschmutzen zureduzieren.
Nicht für jedes Pferd sind sie ideal: Bei alten Pferden, Zahnerkrankungen wie EOTRH, Problemen der Halswirbelsäule oder Atemwegserkrankungen können andere Slowfeeding-Systeme beziehungsweise bodennahe Heukisten geeigneter sein.
Vorsicht bei trockenem, gestresstem Weidegras!
Braunes, dürregestresstes Gras ist nicht automatisch harmlos. Es kann hohe Fruktangehalte aufweisen und damit vor allem für Pferde mit EMS oder Insulindysregulation problematisch werden.
Durch die lückige Grasnarbe können außerdem Giftpflanzen wie Jakobskreuzkraut, Graukresse oder Hahnenfuß stärker auftreten.
Rasenschnitt ist kein Pferdefutter
Kein Pferdefutter ist frischer Rasenschnitt aus dem Rasenmäher. Das kurze, feuchte Material wird schnell aufgenommen und beginnt rasch zu gären. Mögliche Folgen reichen von Fehlgärungen und Gaskoliken bis hin zu schwerenDarmentzündungen und Hufrehe.
Frische Zweige und geeignetes Laub können Pferde beschäftigen und das Kaubedürfnis unterstützen. Sie bleiben aber ein Zusatz und kein Ersatz für Raufutter.
Fremdes Heu: lieber analysieren lassen!
Wer derzeit Heu aus anderen Regionen oder Ländern zukauft, kennt Herkunft und Pflanzenbestand oftmals nicht. Die Vetmeduni Wien bietet Untersuchungen unter anderem auf Nährstoffe, Pflanzenbestand, Bakterien und Pilze an.
Weitere Heu – und Heuersatz-Futtertipps in der aktuellen Folge von AUF TRAB, in der auch Futtercoach #AnjaBeifuss von #HPDVital und #KlausHart von #K&KHeuhandel zu Wort kommen.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia und Ihre Welshies– übrigens auch bei früheren AUFTRAB-Folgen zur Heuqualtiät, die ihr sehr gerne nachhören könnt.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #Heukrise #Pferdefütterung #Pferdegesundheit #Raufutter #Heu#Luzerne #Heulage #Silage #Pferdehaltung #Kolik #VetmeduniWien
Fotos: Berger/Hart/Beifuss, Bearbeitung AUF TRAB - Servus liebe Auf Trab-Hörerinnen, vielen herzlichen Dank für eure weiterhin zahlreichen, spannenden Fragen an die AUF TRAB-Gäste, die ihr selbstverständlich auch weiterhin stellen könnt. Eine Antwort ist euch gewiss. Hinterlasst eure persönlichen Pferdefragen einfach im Kommentar dieser Folge bzw. schickt mir eure Fragen schriftlich oder als WhatsApp-Voice-Memo an julia@auftrab.eu.
Vanessa stellt über die AUF TRAB-Facebook-Gruppe #BrittaSchöffmann folgende Frage: Was ist mit leichte, innere Hand gemeint? Und gibt es Tipps, wie die innere Hand leichter wird? Brittas kompetente Antwort in Kürze: der Reiter soll mit der inneren Hand nicht ziehen, sondern leicht sein. Wobei als innere Hand immer die Seite zur Hallen- bzw. Bahn-Mitte genannt wird, was so nicht stimme. Die innere Hand ist immer dort, wohin das Pferd gestellt und gebogen ist.
Das sei ein bisschen wie beim Fahrradfahren. Wenn ich im Fahrradfahren den Lenker einschlage, geht der Lenker ja außen weiter nach vorne. Das heißt, der Weg wird außen länger. Und der Weg innen, wo der Lenker nach hinten zurückgeht wird etwas kürzer. Wenn ich mein Pferd nach innen stelle, wird auch hier der Weg zwischen Gebiss und innerer Faust etwas kürzer und zur äußeren Faust länger. Das heißt, ich kriege auf dem äußeren Zügel ein bisschen mehr Druck. Das heißt, die innere Hand hat eine leichtere Verbindung als die äußere. Ob das gut funktioniert, kann ich immer überprüfen, indem ich mit dem inneren Zügel in einer Wendung überstreiche. Dann also mit der Faust ein Stückchen nach vorne gehe und schaue, ob die Verbindung bestehen bleibt. Mehr zur leichten inneren Hand in dieser Podcastfolge.
Und hier noch die Antwort auf die Frage von Dietmut an #HorstBecker, Trainer für Klassische Dressur, die uns überSpotify erreichte. Sie bezieht sich auf meine AUF TRAB-Folge mit Horst zur Piaf, vom 19. Juli 2024, die ihr gerne nachhören könnt – einfach runter zu den alten Folgen scrollen!
Sie will wissen: Wie kann man sie in einzelnen Übungen zerlegen bzw. welche Vorbildung muss man haben, um wirklichmit der Piaffe beginnen zu können? Horst´s Antwort: Im Grunde sei die Piaffe eine sehr einfache Übung. Etwa korrekt auf dem Zirkel in Anlehnung mit korrekter Biegung und Stellung und Takt zu traben, sei deutlich schwerer. Piaffe sei eigentlich in erster Linie Balance, Konzentration und Ruhe. Der Schritt wird fein verkürzt. Und irgendwann in diesem Prozess des Verkürzens würde das Pferd beginnen, von alleine zu diagonalisieren. Es sei nicht, wir traben das Pferd an und halten es am Platz. Und dieser Prozess zur Piaffe sei in der Ausbildung eines Pferdes enorm wertvoll.Natürlich sei die Piaffe eines Haflingers oder eines Norikers nicht so ausdrucksstark wie die Piaffe eines Lusitanos oder eines spektakulären Dressurpferds, das über lange Zeit dahin gearbeitet worden ist. Aber deswegen ist es nicht falsch, ein Freizeitpferd in diese Richtung zu arbeiten. Wie, dazuebenso mehr in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Viel Hörvergnügen wünschen und ihre Welshies, die sich auf weitere Fragen an unsere AUF TRAB-Experten freuen.
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#Pferd #Piaffe #reiten #hoheSchule #Zügelhilfe #Hand #Biegung #Stellung #Schritt #Podcast
Fotos: Schöffmann, Becker/ Bearbeitung AUF TRAB
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Über Auf Trab
Der Podcast für alle Pferde-verrückten Freizeitreiter und Kutschenfahrer.
Hier geht es um alles mit Stallgeruch -Pferdebeziehungen, Pferdefutter, Stall- und Bodenarbeit, Pferdepflege, Pferdezucht, sämtliches nötiges und unnötiges Pferdezubehör und last but not least um ambitioniertes Freizeitreiten und Fahren.
Podcast-WebsiteHöre Auf Trab, Winnis wilde Nachbarn und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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