
Christina Wunderlich: „Abgekipptes Becken, nicht hohe Hände führt zur Leichtigkeit"
16.1.2026 | 38 Min.
„Leichtigkeit entsteht nicht durch Ziehen nach oben - sondern durch Mobilisation, Flexion und echte Geraderichtung“, widerspricht #Christina_Wunderlich, Tierärztin und Ausbildnerin bei Oliveira Stables im bayerischen Waal den Kritikern des vertikalen Reitens, dass diese Reitweise mit der Reiterhand den Kopf des Pferdes in die Höhe ziehen würde. Vielmehr kippe das Becken ab und dafür brauch es eine korrekte Versammlung.In der aktuellen Podcast-Folge von AUF TRAB spricht Christina Wunderlich darüber, wie Reiten aus ihrer Sicht vor allem Gesunderhaltung und Gymnastizierung bedeute und warum „Vorbeugen besser ist als Heilen“ im Pferdetraining so viel verändere. Es ginge um die Grundlagen der von Manuel Jorge de Oliveira geprägten Arbeit: Mobilisation, Flexion, Geraderichtung als Weg zur Leichtigkeit.Was Manuel Jorge de Oliveira auch noch sehr wichtig ist sei die Geometrie der Reitbahn und hier vor allem auch die Ecken, dass man sie tatsächlich als 90-Grad-Winkel in allen drei Gangarten ausreitet und nicht als halbe Volten. Christina Wunderlich verrät im Podcast AUF TRAB auch praktische Hacks aus dem Training, wie man etwa die Ecken wirklich als 90-Grad-Winkel ausreiten kann oder wie man auch ein spanniges Pferd in ein langsam erscheinendes, gymnastizierendes Tempo bekommt statt in übereilter Gangarten zu reiten. Dies ginge über kurze Rückwärts-Reprisen, mit denen man die Schritte „einsammele“. Den Reiterkopf könne man über Mitzählen des Taktes gut „herunterfahren“ oder auch mit Bildern im Kopf. Das Bild des „Spanischen Schritts“ als Taktvorstellung im Schritt, Passage als inneres Bild für den Takt im Trab und Terre á Terre bzw. „Sprung für Sprung“ als Bildidee für den Galopp. Wie immer man persönlich zum Vertikal-Reiten stehen mag, ich verspreche Euch eine inspirierende und praxisnahe Podcastfolge. Mehr Einblick in die Reitweise im Einfluss von François Baucher gibt Trainerin Christina Wunderlich auch auf Ihrer gleichnamigen Internetseite.Viel Hörvergnügen wünschen Julia und ihre Welshies. Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/#Oliveira_Stables #mental #Gymnastizierung #vertikal #Takt #Ecken #Ritual #reiten #Pocast Foto: Wu Wei Welt e.K / Oliveira_Stables

Fitnessplan für die nächsten zwölf Monate
09.1.2026 | 27 Min.
Nachhaltiger Muskelaufbau braucht Zeit, Struktur und PausenMike Geitner, der Begründer der blau-gelben Trainingswelt, hält zwölf Monate für einen guten Zeitrahmen, sein Pferd in Form zu bringen. Beginnen sollte es mit einer drei monatigen Muskelaufbauphase, wo er persönlich nur Bodenarbeit machen und nicht reiten würde. Konkret empfiehlt er für diese dreimonatige Muskelaufbauphase sein Konzept Equikinetic. Das Pferd wird in Dauerinnenstellung und Biegung in der Quadratvolte geradegerichtet, ausbalanciert und lernt korrekt in gleichmäßigem Tempo zu laufen. Nach einer Minute korrektem Führen durch die Gassen holt man das Pferd in die Volte, macht 30 Sekunden Pause und führt es in die andere Richtung. Ein guter Tipp für den Aufbau der Quadratvolte mit blau-gelben Schaumstoffbahnen ist, um einen Pelonen ein Kreuz mit vier Bahnen zu legen und am Ende jder Bahn wieder quer eine Bahn zu legen. Anschließend die Bahnen , die das Kreuz bilden entfernen und in 80cm bis 1,50 m Abstand exakt neben den anderen vier Querbahnen zu legen. Wichtig seienPausen nicht nur während des Trainings, sondern zwischen den Traiingsphasen. Am nächsten Tag sollte man seinem Pferd stets eine Pause gönnen, älteren Pferden vielleicht sogar zwei Tage. Auf die drei monatigen Muskelaufbauphase folgt die Muskelerhaltungsphase, wo man wieder mit seinem gewohnten Training startet und ein bis zwei Mal in der Woche auch die Equikinetik einbaut, im Winter, wenn man wieder mehr in der Halle ist, vielleicht auch wieder öfter. Der gezielte Einsatz von blau-gelben Turnmatten zwischen den Bahnen - nicht mehr als zwei Stück pro Volte - schule zusätzlich Balance und Wahrnehmung.Und wie beim Menschen muss man auch beim Pferd während des Trainings auch auf eine ausgewogene Ernährung achten. Muskelaufbau in zwölf Monaten - es lohnt sie reinzuhören. Eure Julia Kistner und die Welshies.Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/#Intervalltraining #Muskelaufbau #Equikinetic #Vertrauen #Vertrauen #Ritual #reiten #Pocast Foto: Mike Geitner

Rezept fürs Wohlbefinden: Regelmäßig TTouch
03.1.2026 | 28 Min.
Regelmäßige TTouch-Anwendungen seien die beste, sanfte Unterstützung von Nervensystem, Verdauung, Wohlbefinden, Lernfähigkeit und für den Vertrauensaufbau empfiehlt @MartinLasser, staatlich geprüfter Reitleher, TTouch-Practitioner und Leiter desTellington-Büros Österreich in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB.Besser als sich zu viel vorzunehmen wäre die Tellington TTouch- Berührungen nach Linda Tellington-Jones als tägliches Rituale, etwa nachdem man das Pferd aus dem Stall oder von der Koppel holt, vor dem Reiten bei spanningen Pferde, nachdem Reiten bei phlegmatischen Pferden. Da reichen auch schon fünf bis zehn Minuten. Wichtig sei vielmehr die Regelmäßigkeit. Der magische Grundgriff sei der Wolkenleopard-TTouch. Dafür legt man die Fingerkuppen bei leicht gewölbter Hand nahebeieinander auf den Körper. Die Fingerkuppen verschieben die Haut sanft mit sehr wenig Druck im Uhrzeigersinn in Ein-ein Viertel-Kreis. Von diesem TTouch werden andere Varianten abgeleitet.Übrigens kann man auch gegen den Uhrzeigersinn TTouchen. Das macht man, wenn, das Pferd Schmerzen hat, man etwa Entzündungen behandeln will etc. Wenn sich ein Pferd nicht gerne angreifen lässt, sollte man versuchen, die Ein-ein Viertel-Kreise erst einmal dem Handrücken durchzuführen. Dass sei nicht so übergriffig. Für ganz empfindliche Pferde empfiehlt Martin Lasser anfangsden Einsatz eines Lammfellhandschuhs oder erst einmal in der Luft zu touchen. Ziel sei es, das Pferd überall touchen zu können, denn dort wo es sich nicht angreifen lässt, ist meist der Problemherd. Beliebte Stellen zum Touchen sind die Stirn, der Rücken wo rechts und links der Blasenmeridian verlauft oder bei Pferden auch der Kronrand bei den Hufen, wo viele Meridianezusammenlaufen und um das Pferd besser zu erden. Auch Narben kann man rundherum ttouchen und sich langsam der Narbe nähern. Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und die Welshies.Martin Lasser gibt TTouch-Kurse, kommt auf Anfrage ab ca. sechs Personen auch in Ställe. Ihr erreicht Ihn unter [email protected] hat ein ganz besonderes Angebot im Gepäck, das schon am 22. Januar beginnt: Ein mehrteiliges Online-Webinar mit Linda Tellington-Jones persönlich. Informationen und Anmeldung über https://www.ttouch.com Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/#TToch #Tellington-Jones #Stress #Vertrauen #Vertrauen #Ritual #reiten #Pocast Foto: Martin Lasser

Mit dem Pferd vereint über den Sitz
26.12.2025 | 32 Min.
Lehren der Akademischen ReitkunstCelina Skogan, Gründerin der Equidemia Akademie verbindet die akademische Reitkunst nach Bent Branderup mit Wissen aus der Biomechanik und Pädagogik. Zu Gast beim Podcast AUF TRAB erklärt sie die Besonderheiten der akademischenReitkunst, wo stets das Pferd im Mittelpunkt steht. Dreh und Angelpunkt für eine harmonische Verbindung zum Pferd ist der Sitz als die Primärhilfe. Alle anderen Hilfen – Zügelhilfen, Schenkelhilfen, Gerte etc. sind Sekundärhilfen, die konditioniert sind und die man auch weglassen kann. „Der Sitz ist immer da, man kann ihn nicht wegnehmen, wenn manoben sitzt“, erklärt Celina, „er wirkt neurologisch und mechanisch direkt. Der Sitz verbindet zwei Wirbelsäulen, die des Reiters mit der des Pferdes und es kommt im Idealfall zu einer guten Kommunikation über Balance und Schwerpunkt. Der Grundsatz des systematischen Hilfen-Aufbaus, der vom Boden aus beginnt, ist: Welche Hilfe kann ich weglassen, statt noch eine draufzusetzen.“Celina nutzt die „Zutaten“ von Bent Branderup für ihren eigenen Weg: von sehr klassisch geprägter Reitschule (mit viel Druck und wenig Erklärung) hin zu einer Reitweise, die stark auf Pädagogik, Körperbewusstsein und Respekt setzt. Ein Beispiel: Wenn ein Pferd Schwierigkeiten hat, über den Rücken zu laufen, hilft es oft nicht, mehr zu treiben oder mehr Hand, sondern vielmehr den Druck anders zu verteilen. Etwa nicht nach hinten lehnen und schwer werden, sondern eher neutral , sprich leicht einzusitzen und gegebenenfalls minimal Luft zwischen Sattel und Gesäß lassen. Man könnte beispielsweise viel im leichten Sitz reiten und auch das Gewicht über eine größere Fläche – die Oberschenkel und den Rippenbogenbereich verteilen, weniger punktuell die Sitzbeinhöcker belasten. Das Ziel dieser Übung: Weniger Kontraktion, mehr Rückenschwung.Mehr zu konkreten Sitzübungen und Celinas Equidemia-Training in der aktuellen 270.ten Podcastfolge von AUF TRAB.Celina organisiert auch regelmäßig sehr coole Online-Summits mit Live-Trainings rund um den Globus, Wissenschaftlern, Bent Branderup als Kommentator u.s.w. Ich empfehle Euch einenBlick auf Ihre Webseite www.equidemia.comMusik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/#akademische_Reitkunst #Sitz #Dressur #Hilfen #Zügel #Schenkel #Biomechanik #Pädagogik #reiten #Pocast Foto: Celina Skogan

Horsemanship alleine genügt nicht, man muss sein Pferd auch gymnastizieren.
19.12.2025 | 34 Min.
„Für meinen Geschmack geht man bei Horsemanship zwar auf die Erziehung ein, beschäftigt sich aber zu wenig mit den körperlichen Komponenten" , begründet #MartinaKlünsner, warum sie ihr eigenes Bewegungstraining Equi Tensic entwickelt hat - eine Mischung aus Erziehungsarbeit aus dem Horsemanship, faszialer Arbeit in Kombination mit gymnastizierender Bodenarbeit und klassischer Arbeit an der Hand wie auch im Sattel. Ein Bestandteil von Equi Tensic ist auch eine anatonomische Aufklärungsarbeit für die Pferdbesitzerin. Headshaken, Unreinheiten sind grundsätzlich ein Thema für den Tierarzt, können aber auch nach Abklärung mit dem Tierarzt eine Erziehungssache sein. Da kann dann Martina helfen, das Pferd mit Stangenarbeit, Seitengänge,n Horsemanship mit kleinen, langesamen Übungen zu motivieren. Wenn sie dann eine Übung machen und verstehen seien sie so stolz und lerneifrig, dass es eine wahre Freude sei. Wobei man beim Training auch das Alter, die Rasse, die Biegsamkeit etc. beachten sollte, etwa beim Rumpftraining. Hier sei einen gute Übung, das Pferd vorwärts-abwärts gehen zu lassen, ohne dass das Pferd dabei den Kopf in den Boden bohrt. Hier geht es darum, dass das Pferd einen Spannungsbogen aufbaut. Zum Rumpftraining kann auch eine saubere Vorderhand-wendung gehören. Trensenarbeit an der Hand und auch Zirkuslektionen können bei Taktunreinheit, die kein Fall für den Tierarzt sind helfen, wenn Taktunreinheit nicht krankheitsbedingt ist, sondern der Grund beispielsweise iFaszienverklebungen sind. Mehr zu Equi Tensic erfährst Du in dieser Podcastfolge. Viel Hörvergnügen und FROHE WEIHNACHTEN wünschen Euch Julia, Tessa, Velvet und Dancer, die sich freuen, wenn ihr uns auch nächstes Jahr wieder eure Aufmerksamkeit schenkt.Mehr Info zu Equi Tensic und Martina Klünsner auch auf www.equitensic.comMusik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/#Pferd #horsemanship #mental #körpelich #Bodenarbeit #Anatomie #horsemanship #reiten #Podcast Foto: @MartinaKlünsner



Auf Trab